Alle Berichte 2012/2013

 19.05.2013 SV Sandhausen - Erzgebirge Aue 0:1

Letztes Heimspiel in der 2. Liga und der SVS spielt noch eine entscheidende Rolle im Abstiegskampf. Nicht für sich selbst, aber für Gegner Aue, welcher im Fernduell mit Dresden noch um den letzten Platz in der 2. Liga kämpft.

Entsprechend zahlreich waren die Auer Fans nach Sandhausen gereist um ihr Team bei dem wichtigen Spiel zu unterstützen. Die Rauch und Bengaloshow zum Anpfiff der Auer Fans fand ich nun gar nicht so schlimm. Für mich sind Rauch und Bengalos keine Randale, wie es oft von den Medien und der Presse dargestellt wird. Es ist nunmal verboten und gehört daher auch nicht ins Stadion und damit kann ich leben. Wenn es dann doch jemand tut, ist aber auch kein Weltuntergang angesagt. Was aber mal wieder der Fall war. Über die gesamten 90 Minuten waren die Auer Fans auf dem Zaun, teilweise über den Zäunen und beim Tor war sogar einer auf dem Spielfeld, der danach einfach wieder in den Block zurück geschickt wurde. Ich habe da kein Problem damit, denn zum Fußball gehören Emotionen. Was mich aber stört, würden sich die eigenen Fans des SVS auch nur einen Bruchteil von dem erlauben, was sich die Gästefans hier in Sandhausen erlauben, dann wären wir alle wohl mit lebenslänglichem Stadionverbot belegt. Ich erinnere hier nur mal wieder an das Bochum Spiel als 2 Sandhäuser Fans von den Ordnern vom Zaun gezogen wurden. Diese Ungleichbehandlung der Fangruppen gibt es leider nur in Sandhausen.

Vor dem Spiel hätte ich dann gerne noch einige verdienstvolle Spieler und Aufstiegshelden von 2012 verabschiedet. Ich frage mich mal wieder warum da vom Verein nichts kam. Spieler wie z.B. Jan Fießer, Julian Schauerte oder Tim Danneberg hätten zumindest ein Händeschütteln vom Manager oder Präsidenten vor dem Spiel verdient.

Zum Spiel selbst. Der SVS wollte das Spiel nicht abschenken und spielte gut mit, hielt dagegen und war in einem Spiel auf ziemlich mäßigen Niveau immer gleichwertig mit Aue. Torchancen waren allerdings auf beiden Seiten Mangelware. Es ging aber oft hin und her und es war spannend. Die Ergebnisse aus Dresden spürte man immer wieder an der Stimmung der Gästefans. Erst die Führung für Regensburg, dann der Ausgleich und später sogar die Führung für Dresden. Nach der Dresdner Führung musste Gästetrainer Falko Götz mehr für die Offensive tun und wechselte den Topstürmer Jan Hochscheidt ein. Aue drückte etwas aber kam außer einem Lattenschuß zu keinen zwingenden Chancen. Und doch fiel das 1:0 für Aue. Langer kam bei der Flanke zwar etwas spät raus, hatte den Ball aber schon in den Händen als Hochscheidt den Ball aus Langers Händen in das Tor köpfte. Ich habe noch keine TV Bilder gesehen, aber ein Foto beim Kicker und da hat Langer den Ball ganz klar schon in beiden Händen, als Hochscheidt ihn anging. Warum der Schiedsrichter das Tor dann gab verstehe ich nicht. Klare Fehlentscheidung und in diesem Fall eine Benachteiligung für den SVS und vor allem für Dresden. Nach der Führung versucht der SVS es dann mit allen Tricks und wollte nach einem dreifachen Wechsel mit 12 Spielern weiterspielen. Leider hat's der Schiri nach mehrmaligen nachzählen doch noch gemerkt und wir konnten in der Schlussphase keinen Treffer mehr erzielen...
Unser Spiel war so ein bissel ein Abbild der ganzen Runde. Gut mitgespielt gegen einen Gegner der auch nicht besser war. Nach vorne waren wir meist zu harmlos und das Pech (wie heute beim Gegentor) war leider auf unserer Seite.

So ist die Saison zweite Liga nun für den SV Sandhausen vorbei und wir müssen uns wieder neu sortieren und nach vorne schauen.

Vergangenen Mittwoch wurde der neue Trainer für die kommende Runde sowie das neue sportliche Konzept des SV Sandhausen vorgestellt. Alois Schwartz wird nun das Traineramt übernehmen. Für mich weitestgehend noch ein unbeschriebenes Blatt. In seiner Trainerkarriere hat er RW Erfurt in der 3. Liga gehalten und beim 1. FC Kaiserslautern einige junge Talente an den Profibereich herangeführt. Das muss nun auch das Ziel beim SVS sein. Allerdings kann man die Jugendabteilung des 1. FCK natürlich nicht mit unserer vergleichen. Er scheint es aber mit jungen Spielern gut zu können und das brauchen wir in Sandhausen, wenn wir hier was Neues aufbauen wollen. Ich wünsche Alois Schwartz jedenfalls viel Erfolg beim SVS und ein glückliches Händchen was die Neuzugänge betrifft.
Eine weitere Entscheidung war es Publikumsliebling Regis Dorn in den Funktionärskreis als Teammanager zu holen. Der SVS hat die Zeichen der Zeit erkannt: a) Muss man im Profibereich die Arbeiten auf mehrere Schultern verteilen und b) ist es sinnvoll verdienstvolle Spieler im Verein auch nach der Profikarriere zu integrieren.
Aber! Wie es am Donnerstag schön im Kommentar von Wolfgang Brück in der RNZ zu lesen war, die Arbeitsteilung muss nun auch gelebt werden, Regis muss möglichst bald vom Teammanger zum vollwertigen Sportdirektor aufsteigen und Ottmar Schork muss Arbeit im sportlichen Bereich auch wirklich abgeben. Sicher braucht Regis am Anfang noch hier und da etwas Unterstützung aber Regis ist stark genug sich selbst in die Rolle einzuarbeiten und nach und nach mehr Verantwortung zu übernehmen. Alibi Besetzungen dürfen wir uns nicht erlauben. Dafür ist Regis viel zu wertvoll.
Positiv ist auch der Ausblick was den Unterbau des SVS angeht. Mit Kristjan Glibo übernimmt ein weiterer ehemaliger Profi hauptberuflich die U23 und kümmert sich um die Fußballschule, Fußballcamps und Kooperationen mit Schulen. Kristjan ist hierfür genau der richtige Mann und gemeinsam mit Joachim Stadler, dem Leiter des SVS Nachwuchsleistungszentrum, erhoffe ich mir für die nächsten Jahre eine deutliche Verbesserung was den SVS Nachwuchs angeht.  
Dank des neuen sportlichen Konzepts schaue ich nach dem Abstieg aus der 2. Liga dann doch wieder etwas positiver in die Zukunft. Die richtigen Schritte wurden angegangen, vielleicht etwas zu spät, aber immerhin. Nun muss das Konzept auch mit Leben gefüllt werden und umgesetzt werden. Nun gilt es wieder alle Kräfte zu bündeln um vielleicht doch bald mal wieder die Zweitligaluft am Hardtwald zu atmen.

Das wir nun keine Relegationsspiele mehr spielen hat auch was gutes. Denn die Relegationsspiele fallen komplett in den Pfingsturlaub. Bei einer Teilnahme des SVS wären wir (Carpe Diem) ganz schön in Verlegenheit gekommen. Urlaub absagen und den SVS unterstützen, dafür aber mächtigen Ärger mit der Familie riskieren oder einfach auf die SVS Relegationsspiele verzichten...? Ich bin da ganz froh, dass uns diese Entscheidung abgenommen wurde ;-)

In den Relegationsspielen drücken wir Dynamo Dresden übrigens ganz doll die Daumen. Sollte vielleicht doch noch eine Mannschaft in der 2. Liga die Lizenz für die kommende Runde nicht erhalten, würden wir nur nachrücken, wenn Dresden die Relegation gegen Osnabrück gewinnt.

Jetzt gilt's aber die Sommerpause zu genießen und sich ab und an mal an die schöne Zeit in der 2. Liga erinnern, denn dieses Jahr kann uns keiner mehr nehmen. Meine persönlichen Highlights waren die Auswärtsfahrt nach St. Pauli und der tolle 4:1 Heimsieg gegen St. Pauli. Auch die Spiele in Köln, Kaiserslautern, auf Schalke, in der Allianz Arena gegen 1860 oder das Spiel im Berliner Olympiastadion gegen die Hertha sind immer eine Erinnerung Wert. Auch wenn es sportlich nicht gereicht hat, mir bleiben trotzdem viele positive Dinge als Erinnerung an die 2. Liga. Und wenn sich unsere Fanszene, die im letzten Jahr, was die Stimmung und den Support angeht, einen großen Schritt nach vorne gemacht hat, dies auch in der 3. Liga so weiterlebt, dann kribbelt es jetzt schon ein bissel. Und die Vorfreude auf den ersten Drittligaspieltag am 19. Juli fängt ganz langsam an...

Eine schöne Sommerpause euch allen, erholt euch gut und man sieht sich wieder in der 3. Liga, denn

"Die Liebe kennt keine Liga!"       

 

SV Sandhausen: Langer; Schauerte, Pischorn, Schulz, Achenbach; Fießer, Danneberg, Klotz (83. Olajengbesi), Blacha (83. Ulm); Mäkelä (85. Adler), Wooten

FC Erzgebirge Aue: Männel; Schlitte, Hensel, Nickenig, Klingbeil; Höfler, Schröder; Müller, Fink (61. König), Könnecke (69. Hochscheidt); Sylvestr (87. Pezzoni)

Tor: 0:1 (79.) Hochscheidt 

Schiedsrichter: Peter Sippel (München) 

Zuschauer: 5.250

Gelbe Karten:Achenbach, Schulz, Danneberg - Fink, König

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04.05.2013 SV Sandhausen - FC Ingolstadt 3:1

Der Himmel weinte die ganze Nacht und den ganzen Tag über Sandhausen, schließlich war man durch den Sieg von Dresden am Vortag gegen Paderborn nun definitiv aus der 2. Bundesliga abgestiegen. Die Fans trugen den Abstieg dagegen eher mit Fassung, schließlich zeichnete sich das Schicksal schon seit mehreren Wochen ab.

Trotzdem war insgesamt schon eine komische Stimmung im Stadion. Aufgrund es Wetters und des Abstiegs waren die Ränge auch ziemlich leer. Was Zuschauer angeht sind wir leider auch nicht zweitligareif. Die Jungs im Fanblock waren anfangs auch erstmal ziemlich ruhig. Einige zogen diesmal auch einen Sitzplatz auf der Tribüne vor.

Übers Spiel gibt's nicht viel zu schreiben. Der SVS zeigte eine ordentliche Leistung, hatte zwischendurch kurze Schwächephasen, aber gewann verdient mit 3:1 durch Tore von Adler und Wooten(2).  Pischorn hätte ich gerne das "Hackentor" gegönnt und Blacha das Tor nach dem Lattenschuß. Beides mal war's aber knapp daneben. So verabschiedet man sich ordentlich aus der zweiten Liga und genau das erwarte ich von der Mannschaft. Jetzt bitte auch noch die letzten beiden Spiele mit dieser Einstellung angehen!

Das bei einem Spiel, in dem der endgültige Abstieg seines Teams feststeht, die Fans der Abstiegsmannschaft dann "Oh, wie ist das schön" anstimmen hat übrigens auch was ;-). Und das war ernst gemeint. 

Und dann noch der Aufreger des Tages diesmal über die Männer in blau. Man muss sich manchmal wirklich fragen ob die Polizei eigentlich da ist um jemanden zu beschützen und Gefahren vorzubeugen oder ob die Gefahr nicht von manchen Polizisten selbst ausgeht... Was da nach dem Spiel passiert ist, als ein älterer SVS Fan nach einem Wortgefecht, aufgrund der Personalienaufnahme von jungen SVS Fans, von 4 Polizisten zu Boden gedrängt wurde und dann blutend wieder aufstand und von der Polizei mitgenommen wurde ist nicht normal. Es gibt genügend Zeugen, die das mit angesehen haben. Da bin ich echt mal gespannt wie in der polizeilichen Pressemitteilung versucht wird so ein unverhältnismäßiges Vorgehen zu rechtfertigen.

Zurück zum Sortlichen. Wie der SVS diese Woche bekannt gab, wird man sich nach der Saison von Trainer Hans-Jürgen Boysen trennen. Auf der Pressekonferenz kündigte Jürgen Machmeier weiter an, dass man sich im sportlichen Bereich breiter aufstellen und weitere Leute mit ins Boot holen möchte, die dem SVS weiterhelfen und die Außendarstellung des SVS verbessern werden. Genau das haben wir in unserem letzten Bericht nach dem Bochum Spiel gefordert und schön, dass der Vorstand unsere Berichte liest :-).

Nein im Ernst, der Vorstand hat die Zeichen auch erkannt und geht mit diesen Entscheidungen nun in die richtige Richtung. Die Ankündigungen hören sich gut an und ich bin auf die nächsten Wochen und auf die Personalien (Trainer & Sportdirektor)  gespannt. Wir Fans sollten die Erwartungen in nächster Zeit aber nicht zu hoch stecken. Vor allem, da wir finanziell in der 3. Liga den Gürtel um einiges enger schnallen müssen. Es ist nun Geduld gefragt und wir sollten allen Verantwortlichen Zeit geben und  trotzdem mit vollem Einsatz hinter unserem SVS stehen. Gerade in schlechteren Zeiten kann ein guter Zusammenhalt zwischen Fans, Spielern und Verein einiges bewirken. Und da bin ich zuversichtlich, dass wir das in Sandhausen hinbekommen!

SV Sandhausen: Langer; Schauerte, Pischorn, Schulz, Kandziora; Fießer, Danneberg; Klotz (71. Blacha), Ulm (89. Morena); Adler (73. Mäkelä), Wooten

FC Ingolstadt 04: Özcan; da Costa, Mijatovic, Gunesch (46. Röger), Jessen; Leitl, Matip; Heller (62. Lappe), Korkmaz (75. Schäffler); Caiuby, Eigler

Tore: 1:0 (7.) Adler, 1:1 (26.) Eigler, 2:1 (58.) Wooten, 3:1 (83.) Wooten

Schiedsrichter: Florian Steuer (Menden)

Zuschauer: 2.850

Gelbe Karten: Fießer - Matip, Schäffler

 

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26.04.2013 SV Sandhausen - VfL Bochum 0:1

Ein winzig kleiner Funke Hoffnung auf den Klassenerhalt bzw. die Relegation bestand durchaus noch für unseren SVS. Spätestens nach dem Bochum Spiel haben aber auch die letzten Sandhäuser Optimisten aufgegeben...

Vor einigen Wochen war das Spiel gegen Bochum noch als Art "Endspiel" eingestuft worden. Bochum war im freien Fall und beim SVS hoffte man mit diesem Spiel auf eine Serie im Saisonfinale mit drei Heimspielen und nur einem Auswärtsspiel. Doch Bochum zog rechtzeitig die Notbremse und mit der Verpflichtung von Peter Neururer gelangen in den letzten beiden Spielen 6 Punkte und 5:0 Tore. Der Abstand auf Bochum war also wieder deutlich gewachsen und nur ein Sieg konnte dem SVS noch ein bissel weiterhelfen.

Nach der kämpferisch großen Leistung bei der Berliner Hertha stellte Boysen gegen Bochum einige Positionen im Team um. Für unseren bisher besten Abwehrspieler in der Rückrunde Olajengbesi spielte Morena in der Abwehrkette und für Mäkelä spielte Wooten vorne drin. Boysen spielte wieder mit einer fünfer Abwehrkette. Innen mit Pischorn, Morena und Schulz und außen mit Falkenberg und Achenbach. Im Mittelfeld mit Fießer und Schauerte nur 2 Spieler und vorne dann 3 offensive Leute mit Yun, Wooten und Adler. Die erste Viertelstunde war sehr intensiv und mit Vorteilen auf Sandhäuser Seite. Doch Bochum übernahm dann schnell das Kommando und gab es über die gesamten 90 Minuten nicht mehr ab. Ich hatte das Gefühl unsere Spieler sind mit unserem eigenem System nicht zurecht gekommen. Die Außenbahnen war fast nie besetzt, der Seitenwechsel der offensiven Leute von links nach rechts klappte nicht und so waren Anspielstationen nach vorne absolute Mangelware. Die Folge waren jede Menge Rückpässe zum Torwart, was beim Publikum überhaupt nicht gut ankam. Kurz vor der Pause dann die 1:0 Führung für Bochum. Hochverdient zu diesem Zeitpunkt.

In der zweiten Hälfte kamen Ulm und Dorn aber unsere Spielweise änderte sich nicht. Dominante Bochumer bestimmten das Spiel und hatten gefühlte 20 Chancen alleine in der zweiten Hälfte. Dem Unvermögen der Bochumer Stürmer und einem sehr guten Michael Langer war es zu verdanken, dass wir keine Packung bekommen haben. Der SVS wehrte sich nicht mal richtig. Jede andere Mannschaft hätte die mangelnde Chancenauswertung der Bochumer irgendwann bestraft, wir dagegen scheiterten mit unserer einzigen Chance durch Yun ebenfalls kläglich vor des Gegners Kasten. So kam es zum ersten Mal in dieser Saison auch zu Unmutsäußerungen der Fans gegenüber unseren Spielern und dem Trainer. Die Enttäuschung über die gezeigte Leistung war einfach zu groß. Eine absolut verdiente Niederlage gegen einen fast Tabellennachbarn bestätigt leider die Aussage, dass wir qualitativ zu schlecht für die 2. Liga sind.

Die Niederlage gegen Bochum geht für mich zu einem großen Teil auf das Konto von Trainer Boysen. Unsere Spieler sind mit der Aufstellung nicht zurecht gekommen. Das Zwei-Mann Mittelfeld war total überfordert, und viele Spieler wussten oft nicht wo sie hinlaufen sollen. So kann ich in einem Spiel, welches die allerletzte Chance für den SVS war, nicht auftreten. Warum spielte Morena für Olajengbesi? Ola war in den letzten Spielen unser stärkster Innenverteidiger und machte hinten so ziemlich alles weg. Warum Mäkelä nur auf der Bank? Mäkelä ist im Vergleich zu Yun, Wooten und Adler wenigstens einer der weiss wo das Tor steht und macht dann auch mal eine Kiste. Noch dazu stimmt seine kämpferische Einstellung. Für mich alles unverständliche Entscheidungen des Trainers. War die Taktik und Aufstellung beim Spiel in Berlin noch zu 100% richtig, so war Taktik und Aufstellung diesmal völlig daneben. Fest steht aber auch, viele unserer Spieler haben nicht die Qualität um in der zweiten Liga mitzuspielen. Daher ist unser Abstieg auch nicht verwunderlich.

Ein weiterer Aufreger dann mal wieder von unseren Ordnern im Stadion als zwei Sandhäuser Fans auf den Zaun geklettert sind und dort ihre Fahnen geschwenkt haben. Ja, ich weiss. Das besteigen der Zäune im Stadion ist verboten. Das aber unsere Ordner bei den Heimfans mal wieder ihre volle Autorität ausspielen wollen um die Jungs vom Zaun zu holen, gleichzeitig aber bei den Gästefans mehrere Leute auf dem Zaun stehen und dort von Ordnerseite überhaupt nichts passiert finde ich einfach nur zum Kotzen. Bei unseren paar Heimfans kann man ja alles durchsetzen, bei den Gästefans wird alles akzeptiert und das geht überhaupt nicht. Kaiserslautern, 1860, Braunschweig und jetzt auch wieder Bochumer  Fans waren mehrfach und in größerer Anzahl auf den Zäunen und es wird nichts, absolut gar nichts unternommen. Und das Argument die Gästefans werden fotografiert und später belangt akzeptiere und glaube ich nicht. Wenn etwas im Stadion verboten ist, dann gilt das für alle Fans und nicht nur für uns Sandhäuser! In der gesamten Zweitligasaison war das Verhalten von uns Sandhäuser Fans auswärts und daheim bisher vorbildlich. Und dann gibt's daheim mal wieder so einen stress, wo am Ende Ordner nach verbalem Schlagabtausch sogar noch auf unsere Fans spucken. Sorry, aber da platzt mir dann der Kragen bei sowas.

Eigentlich wollten wir dann nach dem Spiel gemeinsam mit Peter Neururer noch in den Kiefernhof und auf dem Weg dorthin ein paar Dosenbier trinken, doch Peter zog die Geburtstagsparty im Kreise seiner Bochumer vor (Insider). So wurde der Frust nach dem Spiel dann im Clubhaus mit anderen Sandhäuser Fans bewältigt. Und das schöne in Sandhausen ist, dass wir Sandhäuser Fans auch nach solchen Spielen noch zusammenstehen und gemeinsam solche Spiele verarbeiten und irgendwann dann doch schnell vergessen. 

Seit meiner Zeit beim SVS Anfang der 80er Jahre sind wir genau einmal abgestiegen, nämlich 1996 aus der Regionnalliga. Trainer damals war Hans-Jürgen Boysen und unser Manager hieß Otmar Schork. So wiederholt sich nun also die Geschichte beim SV Sandhausen.

Wie nun in der Zeitung zu lesen war, sieht es finanziell für die 3. Liga aktuell nicht sehr gut aus. Es muss nun ein neues Team aufgebaut werden und wir werden in den nächsten Jahren wieder kleinere Brötchen backen müssen. Ein Neuaufbau muss her und der Neuaufbau sollte mit einem neuen Trainer erfolgen. Boysen ist nicht der Sündenbock für den Abstieg. Da spielen viel mehr Faktoren mit ein, aber als Trainer wünsche ich mir hier einen jungen, ehrgeizigen  Mann, der am Besten mit dem SV Sandhausen bisher noch gar nichts am Hut hat. Wir brauchen mehr Kompetenz von Außen und so wäre auch eine Verstärkung auf Ebene eines Sportdirektors sinnvoll. Unser ehemaliger Spieler Roland Benschneider macht das bei Elversberg aktuell z.B. richtig gut. So jemanden brauchen wir auch beim SVS um sportlich auch in nächter Zeit mit geringeren finanziellen Mitteln eine Perspektive zu haben. 

Im letzten Bericht habe ich noch gefordert die Runde anständig zu Ende zu spielen und genau das wiederhole ich hier nochmal. Das Bochum Spiel war ein Tiefpunkt dieser Zweitligarunde und vielleicht mit das schlechteste Heimspiel. So will ich mich nicht aus der zweiten Liga verabschieden. Also gilt es nun sich nochmal zusammenzureißen für die letzen 3 Spiele! 

SV Sandhausen: Langer; Falkenberg, Pischorn, Schulz (46. Dorn), Morena (59. Olajengbesi), Achenbach; Schauerte, Fießer; Yun, Adler (46. Ulm), Wooten

 

VfL Bochum: Luthe; Freier, Maltritz, Acquistapace, Lumb; Goretzka, Kramer; Taska (81. Chaftar), Rzatkowski (75. Toski); Aydin (69. Delura), Dedic

Tor: 0:1 (41.) Maltritz

Schiedsrichter: Tobias Christ (Münchweiler)

Zuschauer: 4.400 

Gelbe Karte: Kim Falkenberg

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21.04.2013 Hertha BSC - SV Sandhausen 1:0

Mit dem Fanbus ging es kurz nach Mitternacht auf zum Auswärtsspiel  gegen die "alte Dame" Hertha BSC. Wir kamen bei freier Autobahn sehr gut voran und waren bereits früh in der Hauptstadt. So blieb noch genügend Zeit für einen kurzen Sightseeing Trip. Mit der S-Bahn ging's Richtung Regierungsviertel und bei strahlendem Sonnenschein frühstückten wir vorm Brandenburger Tor und gegenüber dem Hotel Adlon. Ich war das letzte Mal vor gut 20 Jahren in Berlin und die Stadt hat sich in dieser Zeit so verändert, da wird es demnächst mal wieder höchste Zeit mehrere Tage in unserer Hauptstadt zu verbringen und nicht nur ein paar Stunden wegen einem Fußballspiel. Die Mischung aus Geschichte und Moderne hat einfach was und Berlin ist daher immer eine Reise wert.

Erstmals in seiner Geschichte trat der SVS im Berliner Olympiastadion an und der Gegner Hertha brauchte nur noch einen Sieg um wieder in die 1.Bundesliga aufzusteigen. Da kamen wir als Tabellenvorletzter, schlechteste Auswärtsmannschaft und schlechteste Abwehr der Liga gerade recht. Es wurde im Vorfeld in Berliner Fanforen nur noch um die Höhe des Siegs diskutiert. Und die Tipps der Berliner Fans gingen von (sehr) vielen Toren für die Hertha aus. So richtig für voll genommen wurden wir wohl nicht...

Das Olympiastadion ist schon sehr schnuckelig, auch wenn es kein reines Fußballstadion ist und noch eine Laufbahn um den Platz hat. Einen neuen Zuschauerrekord für ein SVS Spiel gab es jedoch nicht. Beim Pokalspiel auf Schalke im letzten Oktober kamen knapp 600 Zuschauer mehr. Trotzdem sind 52135 Zuschauer eine Dimension, die für unseren SVS einfach nur traumhaft ist.

Unser Trainer Boysen kündigte diese Woche einen leidenschaftlichen Einsatz unseres SVS an und genau so kam es auch. Mit Daniel Schulz kam ein fünfter Mann in die Abwehrreihe und der SVS stand dadurch sehr stabil in der Defensive. Im UEFA Fünfsternestadion spielten wir also mit einer “Fünferabwehrreihe” und wir spielten das gut. Wären wir das Spiel offensiver angegangen, hätten uns Ronny & Ramos wahrscheinlich wieder abgeschossen. So kamen die Berliner, mit dieser defensiven SVS Ausrichtung, überhaupt nicht zurecht. In der ersten Hälfte setzte der SVS aber auch einige "Nadelstiche" und Schulz, Beichler oder Schauerte kamen zu aussichtsreichen Chancen.

Berlin mit viel Ballbesitz aber kaum gefährlichen Aktionen. Die (SVS-) Mauer stand also bis zur Halbzeit im Berliner Olympiastadion und sie stand felsenfest. Die Hoffnung auf einen Punkt (oder mehr?) beim Tabellenführer war also immer noch vorhanden.

In der zweiten Hälfte war Hertha weiter bemüht die Sandhäuser Defensive zu knacken. Aber man verannte sich meist oder verzog die Chancen. Der SVS kam in Hälfte zwei aber kaum noch zu Entlastung. Man wehrte sich leidenschaftlich und jeder kämpfte aufopferungsvoll. Das Berliner Publikum wurde unruhiger und erste Pfiffe gegen das Heimteam kamen auf. Doch fünf Minuten vor Schluss dann doch noch das Tor für die Hertha. Der SVS versuchte nun nochmal sein Glück in der Offensive und Adler hatte den Ausgleich sogar noch auf dem Fuß. Auch Achenbach hatte noch eine Möglichkeit. Ob es ein Foul an Achenbach im Berliner Strafraum war, kann ich ohne TV Bilder nicht sagen, der Schiri pfiff jedenfalls nicht und so kam es doch noch zur Aufstiegsfeier der Berliner und dem SVS fehlten nur 5 Minuten sich die Belohnung für das kämpferisch starke Spiel abzuholen.

Insgesamt gesehen war es auswärts wieder eine sehr entspannte Atmosphäre zwischen Heim- und Gästefans und so sollte das im Fußball auch sein. Ein besonderer Dank unserer jungen Fans geht noch an den Fan der Berliner Harlekins, welcher sich für unsere Fahnen, Trommeln und andere Fanutensilien einsetzte. Einige Berliner Ordner wollten diese ( trotz vorheriger Absprachen) nicht zulassen. Der Berliner Fan unterstützte unsere Leute dann bei den Diskussionen mit der Security und so konnte doch noch alles mit rein.

Durch die Siege von Dresden und Bochum haben wir bei vier verbleibenden Spielen nun acht Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. Rein theoretisch ist das zwar machbar, jedoch denke ich für uns wird es nicht mehr reichen. Selbst wenn wir alle kommenden Spiele gewinnen sollten, auch Bochum und Dresden werden in der aktuellen Form noch Punkte holen und wir werden wieder zurück in die 3. Liga kehren. Nach dem Spiel hätten wir daher eigentlich mit den Berlinern im Chor “Nie mehr zweite Liga” singen können… Die Stimmung in unserem Block bei den gut 150 mitgereisten SVS Fans war spätestens nach der Dresdner Führung etwas gedrückt, auch wenn unsere Mannschaft kämpferisch und taktisch ein sehr gutes Spiel abgeliefert hat. Genau so mussten wir gegen Berlin spielen, wir haben uns in Berlin teuer verkauft und es den Berlinern lange Zeit sehr schwer gemacht. Glückwunsch von unserer Seite jedenfalls an Hertha BSC zum Aufstieg, die zusammen mit Braunschweig hochverdient nach oben gehen werden. In unserem Block gab's bei dem ein oder anderen dann auch ein paar Tränen nach dem Spiel, denn genau ein Jahr nach unserem Aufstieg in die 2.Liga am 21.04.2012 mit dem 2:1 Sieg in Münster, geht's am 21.04.2013 nun so gut wie sicher wieder runter in die 3.Liga. Ein schöner aber kurzer Traum in der 2.Liga geht für den SVS und für uns Fans langsam zu Ende. Wir haben den Abstieg nicht mit der Niederlage in Berlin besiegelt, die Punkte haben wir bei anderen Spielen liegen lassen. So bin ich nach dem Hertha Spiel enttäuscht und traurig, trotzdem aber auch Stolz auf unseren SVS wie wir in Berlin gespielt haben und was wir insgesamt als kleiner Dorfverein im deutschen Fußball erreicht haben. Das Jahr zweite Liga kann uns keiner mehr nehmen und wird ewig ein Höhepunkt der Vereinshistorie bleiben. Eine Aufarbeitung der Zweitligasaison, in der vieles nicht so gut lief und auch Fehler gemacht wurden muss aber auch noch erfolgen. Da habe ich aktuell noch keine Lust dazu. Werde da demnächst aber was zu schreiben. Was mir jedoch ganz wichtig ist, liebe Spieler und Verantwortliche, bitte spielt die Saison nun anständig zu Ende. Lasst uns den SV Sandhausen anständig aus der 2. Liga verabschieden und bringt auch in den nächsten Spielen eine Leistung, wie sie in Berlin, den künftigen Erstligisten, lange ins Schwitzen gebracht hat. Wir Fans werden auch weiterhin für den Verein da sein und unser Team unterstützen, denn die Liebe kennt keine Liga!

Hertha BSC: Kraft; Franz, Brooks (25. Wagner, 72. Lasogga), Kobiaschwilli (52. Ben-Hatira); Lustenberger, Kluge; Allagui, Ronny, Schulz; Ramos
SV Sandhausen: Langer; Falkenberg, Pischorn, Olajengbesi, Schulz, Achenbach; Fießer, Schauerte; Yun (84. Wooten), Beichler (66. Blacha); Mäkelä (57. Adler)

Tor: 1:0 (85.) Lasogga

Schiedsrichter: Christian Leicher (Landshut)

Zuschauer: 52.135

gelbe Karten: Beichler, Mäkelä

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12.04.2013 SV Sandhausen - Eintracht Braunschweig 1:3

Der SVS schnuppert an der 1. Bundesliga! Zumindest heute und in der nächsten Woche, denn sowohl Braunschweig als auch die Hertha aus Berlin werden die zweite Liga in Richtung Oberhaus verlassen. Wir werden uns dem verlassen der Liga wahrscheinlich anschließen, allerdings geht's bei uns leider eine Etage tiefer...

Die Vorzeichen vor dem Braunschweig Spiel waren alles andere als gut. Unser Kapitän und Torschützenkönig Frank Löning fällt leider für den Rest der Saison wegen einem Knorpelschaden im Knie aus und muss operiert werden. Auch David Ulm und Stammkeeper Daniel Ischdonat mussten kurzfristig passen. Gerade Frank Löning war in den bisherigen Spielen immer Vorbild und mit vollem Einsatz dabei. Ein ganz wichtiger Spieler, der uns im Abstigeskampf nun nicht weiterhelfen kann. Für Löning rückte Mäkelä in den Sturm und Langer spielte für Ischdonat zwischen den Pfosten.

Der SVS begann die ersten Minuten druckvoll und mit Mut nach vorne. Man legte die richtige Einstellung an den Tag um gegen Mannschaften wie Braunschweig was zu holen. Doch nach 4 Minuten war leider schon alles vorbei. Kumbela, ein Stürmer der Extraklasse, nahm unsere Abwehr auseinander und erzielte das 0:1 für die gelb-blauen. Und der SVS war fortan dabei, aber spielte nicht mehr Fußball. Das Tor versunsicherte unsere Elf total und nichts ging mehr beim SVS. Zahlreiche Fehlpässe, viele verlorene Zweikämpfe, nur lange Bälle nach vorne und viele Ballverluste waren die Folge. "Wendig gegen Hüftsteif" sagte ein Tribünennachbar und er hatte Recht. Wendig waren die Braunschweiger, die vor allem durch Kumbela und Ademi im Sturm immer gefährlich waren. Ab der 35 Minute fing sich der SVS dann ein wenig und man kam zu 2 guten Chancen durch Yun, welche unser ehemalige Sandhäuser Marjan Petkovic im Braunschweiger Tor aber glänzend parierte. Und auch wieder typisch, der SVS beginnt gerade wieder ins Spiel zu kommen und schon fällt das 0:2 erneut durch Kumbela. Was mir vor allem in der ersten Hälfte aufgefallen ist, die Sandhäuser Spieler sind im Gegensatz zu den Braunschweigerns ständig weggerutscht. Okay, es hat vor dem Spiel noch geregnet und der Platz war nass, aber wir spielen zu Hause und haben doch wohl die Möglichkeit die Schuhe mit den richtigen Stollen anzuziehen, oder? Braunschweig hatte solche "Standprobleme" jedenfalls nicht.

Insgesamt ein sehr schwache erste Hälfte gegen gut spielende Braunschweiger mit einem überragenden Kumbela.

In der zweiten Hälfte zeigte Petko, dass er doch noch ein bissel was für Sandhausen über hat und unterstütze beim Anschlusstreffer durch Mäkelä. Plötzlich war wieder Leben im SVS Team. Man versuchte nun nicht mehr nur durch lange Bälle nach vorne zu kommen, sondern spielte nun wieder Fußball. Der Einsatz und die Leidenschaft waren nun wieder da und der SVS wollte den Ausgleich. Es gab zwar ein paar Chancen für uns aber kurz vor Schluß machte Kruppke mit dem 1:3 dann alles klar. Mit der zweiten Hälfte bin ich zufrieden und gegen Gegner wie Braunschweig kann man auch verlieren, aber uns rennt einfach die Zeit bzw. die Spieltage davon. Ohne Punkte geht's nicht aus dem Tabellenkeller und dazu muss man dann auch mal eine Spitzenmannschaft schlagen.

Insgesamt schwindet die Hoffnung bei mir, denn man spürt es reicht eben doch nicht ganz für die 2. Liga. Auch wenn wir noch 3 Heimspiele gegen "schwächere" Mannschaften als Braunschweig haben. Es wird ganz eng für uns werden und ob's zumindest noch für die Relegation reicht? Gerade glaube ich da nicht so richtig dran. So geht eben unsere Abschiedtournee der 2. Liga nächsten Sonntag in die Hauptstadt und Hertha BSC möchte gegen uns den Aufstieg perfekt machen. Ich denke mal das wird Ihnen auch gelingen. An eine Überraschung in Berlin glaube ich nämlich nicht, lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.  

Nachtrag: So, hab' jetzt eine Nacht drüber geschlafen und muss deshalb noch ein paar Worte im Nachtrag loswerden. Klar war die Enttäuschung nach der Niederlage gestern erst mal groß aber mit etwas Abstand sehe ich das so: Braunschweig und Hertha BSC sind keine Gegner, mit denen wir mithalten können. Die sind einfach zu stark und steigen deshalb zurecht in die erste Liga auf. Doch nach wie vor sind es nur 3 Punkte Abstand auf den Relegationsplatz und wir haben noch 3 Heimspiele gegen machbare Gegner. Unter anderem gegen den VFL Bochum, den direkten Konkurrenten auf den Relegationsplatz. Egal wie das Spiel bei Hertha BSC ausgeht, wenn wir das kommende Heimspiel gegen Bochum gewinnen, dann ist noch alles möglich. Die 3 Heimspiele müssen gewonnen werden und das ist noch möglich. Darum glaube ich auch weiter noch an unseren SVS und denke der Relegationsplatz ist auf jeden Fall noch machbar. Daher gilt für Mannschaft und Fans weiterhin alles zu geben für unseren SVS. Never surrender! 

 

SV Sandhausen: Langer; Schauerte, Pischorn, Olajengbesi, Achenbach; Danneberg (67. Falkenberg), Fießer; Wooten (72. Dorn), Riemann; Mäkelä, Yun (79. Beichler)

Eintracht Braunschweig: Petkovic; Kessel, Bicakcic, Correia, Bohl; Theuerkauf, Vrancic; Elabdellaoui (76. Kruppke), Boland; Ademi (89. Merkel), Kumbela (93. Henn)

Tore: 0:1 (4.) Kumbela, 0:2 (39.) Kumbela, 1:2 (52.) Mäkelä, 1:3 (86.) Kruppke

Schiedsrichter:Christian Bandurski (Oberhausen) 

Zuschauer: 6.300 

Gelbe Karten: Pischorn, Beichler, Falkenberg

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07.04.2013 MSV Duisburg - SV Sandhausen 2:1

Schlechtes Wochenende für den SV Sandhausen. Freitag Heimsieg der Hoppits und Aue & Dresden punkten dreifach. Wenigstens Bochum hat verloren. Und der SVS dann leider auch ...
Nach dem guten Spiel gegen Lautern war schon ein klein wenig Euphorie am Hardtwald zu spüren. In Duisburg wollte man unbedingt was holen, stehen doch mit Braunschweig und Hertha BSC zwei verdammt schwere Gegner in den nächsten Wochen vor der Tür. Für den gesperrten Achenbach rückte Kandziora in die Startformation. Ansonsten vertraute Boysen auf die Kaiserslautern Elf.
Das Spiel begann schwach auf beiden Seiten. Duisburg mit mehr Spielanteilen doch zunächst nicht zwingend. Bei uns ging nach vorne mal wieder gar nichts. Eine flach hereingegebene Ecke brachte nach einer halben Stunde die Führung für die Zebras. Völlig frei stand ein Duisburger am 16er. Das darf nicht passieren und reiht sich nahtlos an die vielen Fehler in unserer Defensive über die gesamte Saison ein. Fast im Gegenzug dann der erste vernünftige Angriff des SVS. Und nach Vorlage von Kandziora der überraschende Ausgleich durch Jan Fießer. Der SVS war wieder im Spiel und die Hoffnung ruhte auf der zweiten Hälfte.
Und der SVS begann etwas besser in der zweiten Hälfte. Wooten mit der größten Chance und einem Schuß ans Lattenkreuz. Doch im Gegenzug legte Ischdonat einen MSV Stürmer im Strafraum, Elfer für Duisburg und "nur" gelb für Ischdonat. Der Elfer sicher verwandelt und der SVS wieder im Rückstand. Erst jetzt wurden mit Mäkelä und Riemann zwei neue Offensivleute eingewechselt. Doch es ging nicht mehr viel nach vorne. Die Duisburger versiebten auch noch ein paar Dinger und das war's dann. Keine Punkte in der Schauinsland-Reisen Arena für den SVS. Übrigens der Stadionname gehört wohl unter die Top 3 der schrecklichsten Namen für ein Fußballstadion in Deutschland, wobei das Stadion selbst dann ganz ordentlich ist.
Die Enttäuschung der rund  150 mitgereisten Sandhäuser Fans war nach dem Spiel deutlich anzumerken. Hatte doch der gesamte Block unser Team bis zur letzten Minute lautstark unterstützt. Gebracht hat's leider nicht viel.
Was viele nicht verstanden haben, warum man nicht von Beginn an offensiver gespielt hat. Warum keinen Riemann von Beginn? Warum kein Regis Dorn auf der Bank um ihn in der letzten halben Stunde zu bringen? Duisburg war keine Übermannschaft aber für uns hat's doch wieder gereicht...
Drei Punkte sind's nun auf die Relegation und vier auf Platz 15. Das ist alles noch erreichbar. Aber wir müssen Punkte holen. Auf andere schauen bringt uns nix, solange wir selbst nicht punkten!
Freitag nun zu Hause gegen Braunschweig und kommende Woche geht's ins Olympiastadion nach Berlin. Zwei Spiele gegen die vermutlichen Aufsteiger in die erste Bundesliga. Ob wir dort punkten können? Ich weiß es nicht aber ich hoffe zumindest darauf.

MSV Duisburg: Wiedwald; Brosinski, Bomheuer, Bajic, Perthel; Koch, Sukalo; Brandy, Wolze (89. Öztürk); Jovanovic (83. Dum), Exslager (54. Gjasula)


SV Sandhausen: Ischdonat; Schauerte, Pischorn, Olajengbesi, Kandzio-ra; Fießer, Danneberg (80. Yun); Wooten, Adler (65. Mäkelä), Ulm (71. Riemann), Löning
 

Tore: 1:0 (31.) Perthel, 1:1 (34.) Fießer, 2:1 (65.) Bajic, Foulelfmeter

Schiedsrichter: Christian Dietz (Kronach)

Zuschauer: 11.354

Gelbe Karten: Olajengbesi, Ischdonat

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31.03.2013 SV Sandhausen - 1. FC Kaiserslautern 1:1

Die Kollegen von der FCK Fanseite "Der Betzte brennt" hatten diese Woche die richtige Überschrift für das Spiel gegen Lautern gefunden: " Am Hardtwald ist der Teufel los". Erstmals ein ausverkauftes Stadion im beschaulichen Sandhausen, dies allerdings nur dank der zahlreich angereisten Fans der "Roten Teufel" aus der Pfalz, welche fast zwei Drittel der 12000 Zuschauer ausmachten. 

Organisatorisch sind diese Menschenmassen dann doch immer wieder eine Herausforderung und im Vorfeld ist da nicht alles optimal gelaufen, wenn ich z.B. nur mal an den Kartenvorverkauf denke. Aber im Nachgang muss man sagen es hat doch alles ganz gut funktioniert und das lag letztendlich zum Großteil an den Fans selbst, den Sandhäusern und Lauterern, die gemeinsam nebeneinander in vielen Blöcken standen und sich einfach normal verhalten haben. Das Ausrufen eines Hochsicherheitsspiels, bei zwei Mannschaften und Fanlagern die keine "negative Vergangenheit" haben, hat daher schon ein wenig verwundert. Allerdings hat man wohl eher damit gerechnet, dass sich Fanlager anderer Vereine (Waldhof, Frankfurt) unter die Leute mischen und für Ärger sorgen. Dem war Gott sei Dank nicht so und somit stand einem schönen Fußballfest nichts mehr im Weg.

Doch! Unserem Fanclub standen dann doch einige Lauternfans im Weg und unser gewohnter Platz im A2 Block unter der Haupttribüne war schon sehr früh gerammelt voll mit gegnerischen Farben. Da wir aber gute Gastgeber sind und auch verstehen können, dass die Lauternfans im A2 Block sich mehrheitlich auf der linken Seite des Blocks versammelt haben und nicht direkt unter unserem A3 Heimblock stehen wollten, sind wir dann eben dorthin ausgewichen. 

Der SVS begann das Spiel ziemlich stark und hatte in der ersten Viertelstunde duch Löning, Pischorn und Danneberg große Chancen um in Führung zu gehen. Als Lautern dann nach einer Bogenlampe mit 1:0 in Führung ging, war bei unserem Spiel bis zur Pause aber irgendwie der Wurm drin. Lautern war nun besser und wir kamen nicht mehr vor Sippels Tor. 

In der zweiten Hälfte Lautern zu Beginn noch mit ein, zwei Chancen, wir hingegen mit Leidenschaft. Unsere Jungs wollten und das haben sie in der zweiten Hälfte gezeigt. Riemann und Mäkelä brachten dann noch zusätzlichen frischen Schwung und so ist der 1:1 Ausgleich durch Riemann/Sippel dann auch nicht unverdient. Von Lautern kam zu der Zeit nicht viel und der SVS drückte nun etwas. Als auf der Anzeigetafel der 1:1 Ausgleich der Regensburger in Köln angezeigt wurde, erwachten dann aber sowohl die Lauterer Spieler als auch die Fans nochmal und hatten noch gute 10 Minuten. Ein Tor gelang aber nicht mehr und im Endeffekt geht das Unentschieden auch in Ordnung. 

Ich bin mit der Leistung unserer Jungs zufrieden. Solange die Einstellung, der Wille und die Leidenschaft da ist. Solange man spürt die Jungs gegen alles im Abstiegskampf. Solange gebe ich die Hoffnung nicht auf. Auch wenn die kommenden Wochen sicher nicht einfach werden. Der Punkt gegen einen Aufstiegsanwärter und eine kämpferische und leidenschaftliche Einstellung geben uns für das kommende Spiel in Duisburg aber hoffentlich genügend Rückenwind um auch dort etwas zählbares mitzunehmen.

So war es im großen und ganzen ein schöner Fußballnachmittag mit toller Stimmung in unserem kleinen aber feinen Hardtwaldstadion. Und noch was. Heißt es doch immer die Sandhäuser Fans sind  kritisch und schimpfen gleich los wenn es mal nicht läuft, dann verweise ich nur mal auf etliche Lauternfans bei uns im Block. Was dort während und nach dem Spiel über den eigenen Trainer, die eigene Mannschaft und einzelne Spieler hergezogen wurde finde ich ziemlich daneben. Das war teilweise weit unter der Gürtellinie. Aber gut, bei Fanszenen bei denen die A-W-H und andere ziemlich ordinäre Gesänge noch fester Bestandteil des Repertoires sind, sind so Kommentare über die eigenen Spieler dann auch nicht wirklich verwunderlich.  

So, wir holen dann nächsten Sonntag in Duisburg den Dreier und machen damit einen weiteren großen Schritt in Richtung Klassenerhalt. ;-)   

Sandhausen: Ischdonat - Schauerte, Pischorn, Olajengbesi, Achenbach - Fießer - Wooten (61. Riemann), Danneberg (72. Yun), Ulm - Adler (65. Mäkelä), Löning

Kaiserslautern: Sippel - Dick, Simunek, Torrejon, Löwe - Karl (65. Heintz), Borysiuk (46. Köhler) - Weiser (76. Hoffer), Baumjohann - Idrissou, Bunjaku

Schiedsrichter: Dankert (Rostock)

Tore: 0:1 Idrissou (18.), 1:1 Sippel (67., Eigentor)

Zuschauer: 12.000 (ausverkauft)

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17.03.2013 VfR Aalen - SV Sandhausen 2:2

Das erste was mir nach dem Spiel gegen Aalen eingefallen ist, ist die Milchschnittenwerbung mit den Klitschko Brüdern, als Vitali ( oder war's Wladimir...?) von "schwerer Kost" redeten. Und das Spiel gegen Aalen war "ganz schwere Kost"...

Für die meisten Sandhäuser ging es diesmal mit dem Zug nach Aalen, wir zogen "nachwuchsbedingt" jedoch das Auto vor. Insgesamt ca 250 Sandhäuser waren in Aalen, was einerseits eine gute Zahl für den SVS ist, anderseits im Abstiegskampf und aufgrund der Nähe zu Aalen auch nicht so überragend. 

Beim SVS gab's drei Änderungen in der Startelf. Ischdonat fiel kurzfristig wegen einem Trauerfall in der Familie aus und Pischorn war verletzt. So spielten heute Klotz, Kandziora, Schulz und Langer von Beginn an.

Das Spiel war wie oben erwähnt irgendwie schwer zu ertragen. Nach vorne ging in der ersten Hälfte eigentlich gar nichts. Ein halber Kopfball von Löning war zu verzeichnen, mehr aber nicht.  Ein Bemühen war bei unseren Jungs festzustellen aber im Vergleich zum 1860 Spiel letzte Woche war das einige Klassen schlechter. Zur schweren Kost gehören aber zwei Teams und Aalen war eigentlich genauso schwach wie wir. Trotzdem erspielten die sich in der ersten Hälfte mehr Chancen und gingen nicht unverdient mit 1:0 in die Pause. 

Nach der Pause kamen dann Busch und Mäkelä und als alter Optimist wagte ich als Halbzeitprognose "Wir gewinnen hier mit 2:1". 

Aalen kam zunächst nochmal, verwaltete dann aber mehr und mehr die Führung und wie aus dem Nichts erzielte Wooten plötzlich den Ausgleich. Kurz später dann auch noch die Führung für den SVS durch Mäkelä. Da war sie also, meine Halbzeitprognose. Doch in der letzten Minute erzielten die Aalener noch den 2:2 Ausgleich. Nur ein Punkt für uns und Aalen bleibt in 2013 weiter ohne Sieg.

Mist, der Punkt ist zu wenig für uns. Drei Punkte in Aalen wären ein Ausrufezeichen im Abstiegskamf gewesen, so kommen wir aber irgendwie nicht vom Fleck und werden erst nach dem morgigen Spiel Dresden gegen Köln sehen ob wir zumindest einen Punkt auf den Relegationsplatz gut gemacht haben. 

Über unsere Leistung schweige ich mal lieber, das war über weite Strecken nicht das was man im Abstiegskampf erwartet. Aber von mir aus können wir in den nächsten Wochen auch weiterhin grottenschlecht spielen, wenn dafür nur etwas mehr auf dem SVS Punktekonto landet. Und habe ich schon erwähnt, dass ich die roten Trikots nicht mag...

Jetzt geht's an Ostern zu Hause weiter gegen den 1. FC Kaiserslautern. Das Hardtwaldstadion wird bei dem Spiel zum ersten Mal in dieser Saison richtig voll werden. Warum unser Verein aber den Block C1 bisher noch als Pufferblock zwischen den Gästeblöcken zurückhält und sich die Lauternfans deshalb Karten für die Heimbereiche und sogar den SVS Fanblock A3 sichern müssen, ist mir ein Rätsel. Fantrennung olè! Ich denke zwar, dass es bei dem Spiel friedlich bleiben wird aber die Lauterer würden es mit Sicherheit auch nicht toll finden, wenn in ihrem Heimblock plötzlich zahlreiche Gästefans auftauchen würden.

Gegen Lautern ist es dann an der Zeit, dass der SVS auch mal gegen eine Spitzenmannschaft punktet. Wir brauchen ganz dringend Punkte und 3 Punkte gibt es eben nur für Siege. Daher müssen wir den Roten Teufeln mindestens ein Ei mehr ins Nest legen als die uns. Ich halte das durchaus für machbar und glaube deshalb weiter an unser Team!   

VfR Aalen: Fejzic; Traut, Junglas, Hübner, Buballa; Hofmann, Grech; Lechleiter, Dausch (70. Abe), Bergheim (74. Aydemir); Reichwein (77. Calamita)


SV Sandhausen: Langer; Schauerte, Olajengbesi, Schulz, Achenbach; Danneberg (46. Busch), Fießer; Klotz (80. Beichler), Kandziora (46. Mäkelä); Löning, Wooten


Tore: 1:0 (30.) Lechleiter, 1:1 (70.) Wooten, 1:2 (82.) Mäkelä, 2:2 (90.) Abe,

Schiedsrichter: Thorsten Schriever (Dorum)

Zuschauer: 6.277

gelbe Karten: Junglas - Olajengbesi.

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08.03.2013 SV Sandhausen - 1860 München 0:1

Frühlingstemperaturen am Hardtwald, aber leider noch kein Frühlingserwachen des SVS.

Mit dem Sieg in Regensburg wurde endlich mal in der Ferne ein Dreier geholt und gegen1860 München hatte man eine weitere Chance zum ersten Mal in der zweiten Liga zwei Siege in Folge einzufahren.

Unsere Startformation ist aktuell recht stabil und nur eine Position ist vakant. Gegen 1860 durfte diesmal Nicky Adler statt Jue-Tae Yun beginnen. Zum Spiel selbst gibt's dann eigentlich gar nicht viel zu sagen. Der SVS über 90 Minuten mit keiner Torchance. Die zwei Schüsse von Schauerte in der ersten Hälfte und Riemann in der zweiten Hälfte zähle ich nun mal nicht mit. Die Löwen hatten drei Chancen wovon eine dann zum Tor führte. Mehr war eigentlich nicht. Die Mannschaften neutralisierten sich nämlich weitestgehend im Mittelfeld. München war insgesamt schon überlegen und stand vor allem in der Defensive sehr gut. Unsere Offensive fand überhaupt kein Mittel da auch nur ansatzweise durchzukommen.

Was man aber sagen muss, man merkt unseren Jungs an, dass sie wollen. Der Einsatz war da, der Wille auch und man kämpfe und rackerte unermüdlich. Nach dem Gegentor war aber doch ein Bruch in unserem Spiel zu erkennen und Fehler und Ungenauigkeiten häuften sich. Ich denke aber die Mannschaft hat verstanden worum es geht und ich erkenne den Willen den Abstieg noch verhindern zu wollen. Leider reicht das aktuell gegen Gegner mit Aufstiegsambitionen wie 1860 nicht. Ein Sieg für uns wäre nicht drin gewesen, mit ein bissel Glück hätte es aber zu einem Punkt gereicht.

Der Kampf mus jedenfalls weitergehen. Auch wenn es immer weniger Spiele werden, noch ist der Relegationsplatz ein realistisches Ziel und da müssen wir alle an einem Strang ziehen. Mannschaft, Fans und Verein. Und da kommt der gemeinsame Frühshoppen am Sonntag vielleicht gerade richtig. Und ich hoffe es werden diesmal wirklich einige Spieler den Weg zu den Fans finden. 

Kommende Woche geht es nach Aalen. Die Aalener haben 2013 noch kein Spiel gewonnen, haben eine ziemlich schlechte Heimbilanz und haben gegen den FSV Frankfurt gerade eine kleine Packung bekommen. Durch die starke Vorrunde haben sie allerdings bereits ein gutes Punktepolster im Gegensatz zum SVS. Was heißt das nun? Aalen ist angeschlagen und entweder werden sie gegen uns versuchen mit aller Macht zurück zu kommen oder die Aalener sind so verunsichert, dass wir dort unseren zweiten Auswärtssieg landen werden. Ich denke letzteres wird passieren aber eigentlich ist es mir egal was die Aalener machen. Wir müssen uns auf uns selbst konzentrieren und wenn die Einstellung stimmt, dann werden unsere Jungs die fehlenden Punkte zur Zeit eben auswärts holen. Auf geht's SV, kämpfen uns siegen!

SV Sandhausen: Ischdonat; Schauerte, Pischorn, Olanjengbesi, Achenbach; Danneberg, Fießer; Wooten (73. Yun), Ulm (59. Riemann); Adler (59. Mäkelä), Löning.

TSV 1860 München: Kiraly; Volz (55. Wojtkowiak), Vallori, Bülow, Fathi (82. Schindler); Stahl, Bierofka; Stoppelkamp, Tomasov; Lauth (91. Kamara), Friend.

Tor: 0:1 (54.) Tomasov

Schiedsrichter: Florian Steuer (Menden),

Zuschauer: 6.200

gelbe Karten: Ulm - Stahl,Bierofka,Volz

 

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24.02.2013 SV Sandhausen - SC Paderborn 1:3

Oh man, die Niederlage tut richtig weh. Vor allem weil sie absolut unnötig war...

Eigentlich hätte heute nichts schief gehen können. Rechtzeitig vorm Anpfiff tauchte im Stadion nämlich noch der Kollege auf, der zu Hause den SVS diese Runde nocht nicht hat verlieren sehen. Doch leider geht jede Serie mal zu Ende und somit muss ich mir einen neuen Aberglauben suchen. Es war mal wieder kalt und der Gegner nicht so attraktiv, weshalb wir einen neuen Minusrekord von nur 2300 Zuschauern aufstellten. Diese Zuschauerzahlen sind leider alles andere als zweitligareif...

Beim SVS rückte Schauerte, wegen der Sperre von Kandziora, wieder auf die Rechtsverteidiger Position und für ihn kam Tim Danneberg ins Mittelfeld. Genauso hatten viele Fans das lange erwartet und sowohl Schauerte als auch Tim Danneberg brachten beide eine starke Leistung auf diesen Positionen. In der Innenverteidigung kam es zu keinem Wechsel. Pischorn und Olajengbesi von Beginn und für Daniel Schulz bleibt aktuell nur die Ersatzbank. 

Der SVS mit gutem Beginn und nach langem Ball von Pischorn steht Löning im Strafraum völlig frei und erzielt die 1:0 Führung. In der Folgezeit spielte sich viel im Mittelfeld ab wobei der SVS leichte Vorteile hatte. Der SVS muss eigentlich noch vor der Pause das 2:0 machen aber Ulms Lattenknaller, Schauertes Freistoß oder mehrere Chancen von Wooten gingen knapp daneben. Paderborn in der ersten Hälfe nur mit einer Chance, welche Ischdonat toll parierte. Beste Szene in der ersten Hälfte dann der Ball von Timo Achenbach, welcher das Mikrofon von Sky, welches die Pappnasen genau vor unserem Block und dann noch genau in unserem Sichtfeld aufbauten, umschoß. Leider wurde das Ding aber recht schnell repariert. Die Pausenführung insgesamt verdient aber ein weiteres Tor hätte noch mehr Sicherheit gegeben. 

Die zweite Hälfte begann der SVS wieder aggresiv und weitere Chancen folgten. Doch wiedermal konnte der Ball nicht im gegnerischen Tor untergebracht werden und so folgte auf eine vergebene SVS Chance ein Konter, bei dem Brückner unsere halbe Abwehr ganz schön alt aussehen lies und Paderborn erzielte den Ausgleich. Und kurz später nach einem unnötgen Foul ein Freistoß von der Strafraumgrenze und irgendwie landet der Ball in Ischdonats Tor. Zack, so schnell kann's gehen und man liegt mit 1:2 hinten. Wir waren aber immer noch im Spiel. Doch nach weiteren Großchancen im Minutentakt, welche nicht verwertet werden konnten, war irgendwann klar das wir nichts mehr reißen werden. Pischorn erzielte kurz vor Schluß zwar den vermeintlichen 2:2 Ausgleich aber der Schiri pfiff wegen "aufstützen" ab. In der Schlußminute umspielte dann nochmals ein Paderborner unsere halbe Abwehr und stellte den 1:3 Endstand her.

Fazit: Wer so ein Spiel verliert und beste Chancen nicht verwertet, sich bei den Gegentreffern gleichzeitig amateurhaft anstellt, der braucht sich am Ende nicht beschweren wenn es weiter Richtung Abstieg geht.

Dieses Spiel darf man eigentlich nicht verlieren aber wir haben es trotzdem geschafft. Und ganz ehrlich heute ist bei mir die Hoffnung auf den Klassenerhalt ganz schön geschrumpft. Und das schlimme, wir waren doch gar nicht schlechter als Paderborn. Pech und Unvermögen vor dem gegnerischen Tor und teilweise stümperhaftes Abwehrverhalten waren mal wieder eine Ohrfeige für eine eigentlich gute Leistung unserer Jungs. Weiter geht's jetzt mit einem erneuten 6 Punkte Spiel am Freitag in Regensburg. Nur der SVS hat bei "6 Punkte Spielen" bisher immer vergeigt. Regensburg ist aber sowas wie die letzte Chance. Verlieren wir dort, dann heißt es die Planung komplett auf 3. Liga umzustellen und möglichst frühzeitig einen Kader für die kommende Saison aufzustellen mit dem wir auch in der 3. Liga bestehen und vielleicht sogar wieder oben angreifen können. Sehr schade, wenn man bedenkt wieviele unnötige Punkte wir überall haben liegen lassen und wenn man bedenkt, dass in der nächsten Saison es mit Karlsruhe und Hoffenheim wahrscheinlich zwei badische Nachbarn in die zweite Liga schaffen. Aber noch ist das Licht in Sandhausen nicht aus. Noch haben wir Chancen. Und wenn die Chance auch nur die Relegation ist. Noch sind wir dabei. Und auch wenn es wie eine Durchhalteparole klingt, solange rechnerisch noch alles möglich ist, solange gilt es 100% Prozent für den SVS zu gehen, zu fighten und unterstützen. Dies gilt sowohl für uns Fans aber vor allem auch für unsere Mannschaft!
      

SV Sandhausen: Ischdonat, Schauerte, Pischorn, Olajengbesi, Achenbach, Danneberg, Fießer, Wooten (70. Yun), Ulm (75. Adler), Mäkelä (64. Beichler), Löning. 

SC Paderborn 07: Kruse, Demme, Ziegler, Feisthammel, Bertels, Krösche, Vrancic, Meha (62. Zeitz), Brückner (79. Wissing), Kachunga, Saglik (87. Hofmann).

Tore: 1:0 (5.) Löning, 1:1 (56.) Brückner, 1:2 (67.) Vrancic, 1:3 (90.) Hofmann 

Gelbe Karten: Wooten, Achenbach, Fießer - Demme, Saglik, Kachunga

Schiedsrichter: Harm Osmers

Zuschauer: 2.300

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10.02.2013 SV Sandhausen - FC St. Pauli 4:1

Also, mir ja vor dem Spiel schon klar, dass wir gegen St. Pauli gewinnen. Und alles, was es zu meiner Beziehung zu St. Pauli zu sagen gibt, könnt ihr in dem Interview mit dem Übersteiger durchlesen, mehr gibt's hier jetzt nicht zu. Dass es am Ende aber so deutlich wird, damit hatte ich nicht gerechnet...

Das Wetter war in den letzten Tagen ziemlich kalt und mies und so musste am Samstag noch mal das Stadion vom Eis und Schnee befreit werden. Samstag Abend noch auf der Warm-Up Party der "St. Pauli Partizans Heidelberg" vorbeigeschaut und Sonntag morgen ging es dann schon recht früh Richtung Stadion um einige St. Paulifans zu treffen. Das Wetter war mittlerweile richtig schön, die Sonne schien den ganzen Tag, aber es war trotzdem bitterkalt. Wir Sandhäuser hatten aber den Vorteil, gegenüber den St. Pauli Fans auf der Waldseite, das gesamte Spiel die Sonne ab zu bekommen.
Insgesamt eine sehr entspannte Atmosphäre in Sandhausen und im und um das Clubhaus waren etliche St. Paulianer anzutreffen. Immer wieder schade, dass wir unseren Biergarten vorm Clubhaus in der 2. Liga nicht mehr öffnen dürfen. Da hat man ausreichend Platz für alle und Heim- und Gästefans hätten hier noch eine weitere Möglichkeit gehabt gemeinsam ein Bier zu trinken.

Als Revanche für den netten Empfang am Millerntor im Hinspiel gab's für die Gäste ihr Lied vor Spielbeginn: " Das Herz von St. Pauli". Dann wurde noch unsere Ingrid, langjährige Wirtin der Stadiongastronomie, verabschiedet. Wir sagen hier auch noch mal "Danke Ingrid, und sehr schade, dass du nicht mehr weitermachst". Seit dem St. Pauli Spiel hat ein neuer Caterer die Stadionbewirtung übernommen. Die Preise sind stabil aber zumindest im Heimblock waren es dann doch zu wenig Leute im Ausschank und so waren die Schlangen an den Getränkeständen ziemlich lange.


Beim SVS kehrte im Vergleich zum Union Berlin Spiel Jan Fießer für Fabio Morena in die Startelf zurück und auch David Ulm rutschte für Yun in die erste Elf. Das Spiel begann abwechslungsreich. Jeder durfte am Anfang mal an einer Chance schnuppern. Die frühe Führung durch Löning, nach toller Vorarbeit von Schauerte, spielte uns dann natürlich voll in die Karten. Doch auch St. Pauli hatte am Anfang noch einige Möglichkeiten. Allerdings halfen wir bei den Möglichkeiten für St. Pauli kräftig mit. Da wurde St. Pauli von unseren eigenen Leuten ja fast zum Tore schießen eingeladen. Aber genug gemeckert. Denn unser Spiel nach vorne war vor allem in der ersten Hälfte richtig gut. Es wurde immer wieder gefährlich vor dem Tor der Hamburger und Löning, Wooten, Schauerte, Mäkelä oder Ulm wirbelten ein ums andere Mal die St. Pauli Abwehr schwindelig. So war der Pausenstand von 3:0 in dieser Höhe absolut verdient.


Nach dem Seitenwechsel legte der SVS gleich noch einen drauf und mit dem 4:0 war das Spiel mehr als entschieden. Fortan verwaltete man das Spiel mehr oder weniger und St. Pauli kam durch einen Elfmeter noch zum Ehrentreffer. Da hatte Fabio Morena wohl Mitleid mit seinen alten Kameraden und ging im Strafraum ziemlich ungeschickt zu Werke. Egal, die wichtigen 3 Punkte bleiben in Sandhausen und auch St. Pauli befindet sich nun wieder mitten im Abstiegskampf. Haben unsere Fans beim Hinspiel noch " Auf St. Pauli kann man mal verlieren" gesungen, so wurde in der zweiten Hälfte " In Sandhausen kann man mal verlieren" angestimmt. ;-) Und auch die knapp 3000 St. Pauli Fans haben trotz der schlechten Leistung ihres Teams den Humor nicht verloren und skandierten gegen Ende des Spiels "Auswärtssieg" oder "Hier gewinnt nur einer, St. Pauli und sonst keiner". Trotzdem war der Frust der braun-weißen Fans über die Leistung ihres Teams deutlich zu spüren.

Heute kann ich bei unseren Jungs eigentlich alle herausheben, denn jeder hat eine tolle Leistung geboten. Ein bärenstarker Frank Löning vorne drin muss aber extra erwähnt werden, ebenso die Arbeitsbienen Jan Fießer und Julian Schauerte. Und unsere Neuzugänge Mäkelä und Olajengbesi spielten ebenfalls gut. Wenn wir so eine Leistung wie gegen St. Pauli nur konstanter abrufen könnten, dann wäre der Klassenerhalt durchaus realistisch. Aber bis dahin ist es noch ein langer und verdammt schwieriger Weg. Nächste Woche in Dresden könnten wir aber einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen und da hat dann auch der FC St. Pauli was von, denn ich will nächste Runde ja wieder mit dem SVS ans Millerntor :-)

SV Sandhausen: Ischdonat - Kandziora, Olajengbesi, Pischorn, Achenbach - Fießer (66.Morena), Schauerte - Wooten, Ulm (75. Ulm) - Löning (66. Yun), Mäkelä

FC St. Pauli: Tschauner - Avevor, Thorandt, Mohr, Schachten - Funk, Daube (36. Kringe) - Gogia, Buchtmann (66. Bruns), Thy (36. Ebbers) - Ginczek

Tore: 1:0 Löning (3.), 2:0 Ulm (29., Foulelfmeter), 3:0 Löning (39.) 4:0 Mäkelä (49.) 4:1Kringe (74., Foulelfmeter)

Schiedrichter: Benjamin Brand (Gerolzhofen)

gelbe Karten: Achenbach, Ulm - Funk

Zuschauer: 7600
 

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14.12.2012 SV Sandhausen - 1. FC Köln 0:0

Zum letzten Heimspiel 2012 kam der 1. FC Köln an den Hardtwald. Doch egal wie der Gegner auch heißt, der SVS braucht derzeit Punkte um auch in der nächsten Saison zweitklassig zu bleiben. Zu Wochenbeginn präsentierte sich der FC Köln noch bärenstark gegen den Tabellenführer aus Braunschweig, doch um es vorweg zu nehmen, gegen uns  spielen die rot-weissen nun nicht gerade berauschend...

Beim SVS lief seit langem mal wieder Marcel Busch in der Startformation auf. Und Marcel rechtfertigte seinen Einsatz mit einer wirklich guten Leistung. Gerade auf der Position rechts hinten, wo Falkenberg viel zu oft ein Unsicherheitsfaktor war, könnten wir nun wieder eine Alternative haben nachdem Schauerte vom neuen Trainer wieder als Mittelfeldspieler eingesetzt wird.

Das Spiel passte sich über 90 Minuten weitgehend der Stimmung im Stadion an. Und die Stimmung im Stadion war ziemlich beschissen. Die aktiven Fans von Sandhausen und Köln stellten den Support komplett ein und auch Fahnen und Banner blieben diesmal zu Hause. Grund für diesen "stillen Protest" war die Absegnung des Konzept "Sicheres Stadionerlebnis" am vergangenen Mittwoch durch die DFL und die 36 Bundesligisten. Ich finde das unbedingte durchboxen dieses Konzepts auch ziemlich daneben, vor allem weil dieses "Sicherheitsproblem" beim Fußball, in dem Ausmaß wie es von der Politik und vielen Medien hochstilisiert wird, so gar nicht existiert. Man hatte nach der anfänglichen und absolut berechtigten Kritik am ersten Entwurf des Konzepts nun die große Chance gemeinsam mit Vertretern von allen Seiten und vor allem auch mit Vertretern von Fans etwas neues auszuarbeiten. Dies hätte aber noch Zeit benötigt und wäre in diesem Jahr nicht mehr möglich gewesen. Die DFL ist aber vor dem Druck der Politik eingeknickt und so hat man wieder mal eine große Chance vertan den Weg auf Fans zu zugehen, Fans ernst zu nehmen und gemeinsam nach Lösungen für Probleme, die es durchaus bei einem kleinen Teil von Fans gibt, zu suchen. Nun hat man also ein Wischi-Waschi Papier, das in vielen Dingen noch Spielraum lässt und im Endeffekt also für die Tonne ist, viele Fans sind frustriert weil sie nicht gehört werden und somit war dies keine gute Woche für den deutschen Fußball. Wie geht's nun weiter in den Fanszenen? Ein dauerhafter Supportboykott kann ich mir nicht vorstellen und halte das auch nicht für sinnvoll. Einiges wird nun sicher vom weiteren Vorgehen der DFL abhängen und wie man die Kommunikation mit Fans in nächster Zeit angehen wird. Warten wir's mal ab, es gibt in den Fanszenen viele kluge und intelligente Köpfe und ich hoffe jedenfalls das bei  allem was in den nächsten Wochen passiert die kreativen Protestaktionen siegen und die "Hardliner" der Fanszenen die Situation nicht ausnutzen werden. Ein interessanter Vorschlag für kreativen Protest kam diese Woche übrigens von ein paar St. Paulifans, die zum ersten Auswärtsspiel in 2013 bei unserem SV Sandhausen als Protest gegen den möglichen Einsatz von Nacktscannern, eine Mottofahrt mit dem Titel "Splitternackt verkackt" ausgerufen haben und uns dann schonmal 2000 nackte St. Pauli Fans in Sandhausen angekündigt haben :-).

So jetzt aber ein paar Worte zum Spiel. Es war kein gutes Spiel und aber im Endeffekt geht die Punkteteilung für mich in Ordnung. Der SVS in der ersten Hälfte mit Feldvorteilen aber die besseren Chancen lagen auf Kölner Seite. In er zweiten Hälfte war Köln dann besser aber große Torchancen gab es auch nicht. Köln knüpfte über das gesamte Spiel nie an die starke Leistung gegen Braunschweig an und wir standen in der Defensive diesmal ziemlich gut. Beim SVS ragte mal wieder Kapitän Frank Löning heraus, der überall auf dem Platz zu finden war und ein ganz starkes Spiel ablieferte. Ein Punkt ist für beide Teams aber zu wenig und gerade für uns im Abstiegskampf müssen endlich wieder mal Dreier her. Trotzdem bin ich nicht enttäuscht, denn die Ausstrahlung der Mannschaft gibt Hoffnung in der Rückrunde vielleicht doch noch die notwendigen Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln.

Das Gesicht der Mannschaft wird sich in der Winterpause aber ändern. Onuegbu wird uns wieder in Richtung Fürth verlassen was aber keine Schwächung darstellen wird. Onuegbu konnten in keinem Spiel zeigen was für Qualitäten er besitzt und so wunderte man sich am Ende warum er doch immer wieder aufgestelt wurde. Kann mir nur vorstellen das er im Vertrag eine Klausel über regelmäßige Einsatzzeiten hatte. Kommen werden in der Winterpause 2-4 neue Spieler. Ein Innenverteidiger als Ersatz für Kittner, ein Stürmer für Onuegbu und nach Aussagen des Vereins eventuell noch 2 weitere Spieler. Bei Neuzugängen in der Winterpause ist es immer schwierig passende Qualität zu vernünftigem Geld zu bekommen. Wir brauchen jedenfalls Spieler die uns gleich weiterhelfen können und nicht welche die lange Verletzungen hinter sich haben oder seit Monaten auf Ersatzbänken rumsitzen. Da ist die Aufgabe nicht leicht für unser Management und wir wünschen den Verantwortlichen hier ein gutes Händchen.

Und dann war da noch die offizielle Fanweihnachtsfeier des SV Sandhausen am vergangenen Wochenende. Knapp 100 Fans aller Altersklassen feierten gemeinsam im SVS Business Club und von offizieller Seite des SVS schaute nur Manager Ottmar Schork zwischendurch mal vorbei. Unsere Spieler gaben hier ein ganz, ganz schwaches Bild ab. Kein Einziger spieler schaute auch nur mal für eine Stunde vorbei. Unseren Kapitän Frank Löning nehme ich hier deutlich aus der Kritik raus. Franks Tochter kam an dem Tag wegen einer Lungenentzündung ins Krankenhaus und so entschuldigte sich Frank bei unserem Fanbeauftragten und sagte verständlicherweise kurzfristig ab. Aber unsere Mannschaft besteht eben nicht nur aus Frank Löning. So waren und sind viele Fans und vor allem viele treue Fans von unseren Jungs ziemlich enttäuscht. Wird sonst so gerne von den familiären Verhältnissen beim SVS gesprochen, so kann man sagen unter uns Fans wird das noch gelebt, sonst aber leider nicht mehr.

Jetzt geht's in die Winterpause und wir können die nächsten Wochen alle mal ein bissel vom Fußball ausspannen. Das tut auch mal wieder ganz gut und da freue ich mich drauf. Wir wünschen euch allen jedenfalls ein schönes Weihnachtsfest, besinnliche Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Ach ja und nicht die "Große Pyroshow" im Stadion des SV Sandhausen am 27.12. verpassen (nähere Infos). Ob's da dann auch Rabatt für Ultras gibt? Die Veranstaltung ist jedenfalls ein deutliches Zeichen unseres Vereins in Zeiten von Sicherheitskonzepten ;-).

 

SV Sandhausen: Ischdonat; Busch, Pischorn, Schulz, Achenbach; Fießer, Schauerte (92. Danneberg); Wooten (85. Ulm), Kandziora; Onuegbu (61. Klotz), Löning.

1.FC Köln: Horn; Brecko, Maroh, McKenna, Hector; Matuschyk (89. Tese), Strobl; Clemens, Jajalo (81. Bigalke), Lehmann (71. Royer); Ujah.

Schiedsrichter: Christian Leicher (Landshut), Zuschauer: 6.200, gelbe Karten: Fießer (SVS/5) und Lehmann, Jajalo, Maroh (alle 1.FC).

           

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28.11.2012 SV Sandhausen - Energie Cottbus 3:1

Irgendwie scheint unser neuer Trainer Hans-Jürgen Boysen den richtigen Schalter gefunden zu haben. Nach dem Punktgewinn beim Tabellenfünften Ingolstadt, folgt nun ein Heimsieg gegen den Tabellenvierten Energie Cottbus. Irgendwie liegen uns die Cottbuser. Nach dem 3:0 Erfolg im DFB Pokal gab's diesmal wieder 3 Tore auf der richtigen Seite und der SVS geht als verdienter Sieger vom Platz. Vielleicht sollten wir mal bei der DFL nachfragen ob wir nicht öfters gegen Cottbus spielen dürfen...

Boysen nahm im Vergleich zum Spiel in Ingolstadt drei Änderungen in der Startformation vor. Für Onuegbu kam Wooten in den Sturm, für den verletzten Simon Tüting (Gute Besserung Simon!) und für Nicky Adler rückten Klotz und Kandziora ins Mittelfeld. Das Spiel war in der ersten Hälfte insgesamt eher schwach und beide Teams neutralisierten sich bei Dauerregen auf schwer bespielbarem Rasen. Dazu kam in den ersten 12 Minuten eine ziemliche Stille im Stadion. Beide Fanlager aus Sandhausen und Cottbus beteiligten sich an einem Protest gegen das Sicherheitskonzept (welches die DFL mit großem Druck und Tempo bis zum 12. Dezember verabschieden möchte) und blieben einfach mal stumm anstatt das eigene Team zu unterstützen. Weitere Hintergrundinformationen zu dem Protest gibt es hier.

Cottbus war dann in der ersten Hälfte genau einen Freistoß effektiver und ging etwas glücklich nach einem Standard in Führung. Wieder mal ein Rückstand für den SVS, der bis zur Halbzeit Bestand hatte.

Doch die Köpfe unserer Jungs gingen diesmal nicht nach unten und man kam engagiert in die zweite Hälfte. Sandhausen war nun besser als Cottbus, investierte mehr und ging durch 2 Handelfmeter verdient mit 2:1 in Führung. Das Glück war auch wieder zurück gekehrt beim SVS. Der zweite Handelfmeter muss man glaube ich nicht unbedingt geben und nur kurz später später bewahrte uns der Pfosten vor dem Ausgleich. Cottbus versuchte in den letzten Minuten nochmal Druck zu machen, doch wie schon beim Pokalspiel machten wir durch einen Konter alles klar. Wooten spielte über rechts schön Onuegbu frei, dieser flankte butterweich in die Mitte und Frank Löning sorgte per Kopf für den 3:1 Endstand. Drei wichtige Punkte für den SVS waren im Sack und die rote Laterne geht damit weiter nach Regensburg.

Der SVS macht wieder Spaß. Der Einsatz, Mut und Kampfgeist erinnerte an die Spiele zu Saisonbeginn und unsere Defensive um Schulz und Pischorn stand heute wieder richtig stabil. Der Punkt in Ingolstadt und auch der Sieg gegen Cottbus sind Gold wert. Fußball ist ganz oft Kopfsache und durch diese positiven Ergebnisse tankt die Mannschaft das notwendige Selbstvertrauen um auch die nächsten schweren Spiele bestehen zu können. Der Abstiegskampf geht weiter und es werden auch wieder Rückschläge kommen aber wir haben gezeigt wir sind noch da und wir geben noch lange nicht auf. Die Mannschaft sieht das denke ich ähnlich und so wollte man die Humba nach dem Sieg zunächst erst gar nicht machen. Einige Spieler haben dann aber doch alle zusammen gerufen und so gab es seit langem mal wieder eine Humba für unseren SVS. Die Mannschaft hat sich das verdient und auch wenn ich die Zurückhaltung einiger Spieler verstehen kann, man muss auch die kleinen Erfolge feiern. Macht in den nächsten Spielen bitte weiter so Jungs. Niemals aufgeben und alles geben für den SVS!

SV Sandhausen: Ischdonat; Falkenberg, Pischorn, Schulz, Achenbach; Schauerte, Fießer; Klotz (83. Onuegbu), Kandziora (91. Glibo); Wooten (92. Morena), Löning.
FC Energie Cottbus: Kirschbaum; Bittroff, Möhrle, Börner (85. Farina), Rippert; Banovic, Brinkmann (70. Glasner); Sörensen, Adlung; Stiepermann (59. Fandrich), Sanogo.
Tore: 0:1 (34.) Möhrle, 1:1 (59.) Wooten/Handelfmeter, 2:1 (66.) Wooten (Nachschuß Handelfmeter), 3:1 (90.) Löning. Schiedsrichter: Christian Dingert (Lebecksmühle). Zuschauer: 2.650. gelbe Karten: Schulz (2), Schauerte - Brinkmann, Glasner

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18.11.2012 VFL Bochum - SV Sandhausen 5:2

Es fing alles so gut an. Unsere Jung zeigten die ersten 20 Minuten wie man Fußball spielt. Die Bochumer wurden früh attackiert und die Räume eng gemacht. Folglich auch die verdiente Führung für schwarz-weiß durch Frank Löning. Selbst der 1:1 Ausgleich durch die erste gefährliche Aktion von Bochum schockte uns nicht sondern wir setzten wieder durch Franky einen drauf und gingen erneut in Führung. Das Bochum besser ins Spiel kommen würde war zu erwarten, das wir das Spiel aber mit einer Packung verlieren werden hielt ich Mitte der ersten Hälfte nicht für möglich...
Erneut stellte Gerd Dais gleich mehrere Positionen in der Mannschaft um. Wie angekündigt spielte der SVS offensiver und bot mit Wooten und Löning zwei Stürmer auf. Leider ging dieses Vorhaben, wie im September in Paderborn, im Endeffekt wieder daneben. Die Sicherung vor der Abwehr fehlte dadurch beim SVS und unsere Abwehr war leider in vielen Szenen überfordert. Besonders erschreckend für mich, die Bochumer Stürmer waren allesamt schneller als unsere Jungs in der Defensive. Anfangs kam auch noch Pech dazu. Der Freistoss vor dem 2:2 muss man nicht pfeifen da Kandziora vor seinem Gegenspieler am Ball war und der Pfosten war dann leider auch nicht unser Freund... Knackpunkt war dann das 3:2 vor der Pause. Ich denke das war der Moment wo bei unseren Spielern im Kopf wieder der Schalter Richtung Niederlage umging. Von da ab war man zwar noch bemüht, aber es reicht einfach momentan nicht zu mehr. Noch dazu mit Ole Kittner ein weiterer verletzter Spieler. Gute Besserung von unserer Seite, Ole.
Aktuell sind wir leider nicht zweitligatauglich. Und leider zieht sich das durch viele Positionen in der ganzen Mannschaft durch. Besonders das Abwehverhalten ist vielfach mangelhaft. Es fehlen uns aktuell mindestens ein zweitligatauglicher Innenverteidiger sowie ein starker Mann im Mittelfeld. Wie gesagt, mindestens! War's das also für uns in Liga Zwei? Ist schwer zu sagen. Im Fußball ist schließlich vieles möglich. Der Hoffnungsschimmer am Horizont rückt aktuell aber immer weiter weg...
Was also tun? Spieler aussortieren, wie Präsident Machmeier schon angedroht hat? Doch wer soll dann spielen? Die Jungs aus der zweiten Reihe haben bisher leider auch nicht überzeugt. Und Neuzugänge gibt's frühestens in der Winterpause. Neuzugänge müssten dann aber echte Leistungsträger und keine Ergänzungsspieler sein. Diese bekommt man aber nicht für lau...
Trifft es am Ende also den Trainer? Das ist natürlich viel einfacher als mehrere Spieler der Mannschaft auszutauschen. Aber bringt's das? Wir wissen alle wie wir vor 2 Jahren mit zwei Trainerwechseln keine guten Erfahrungen gemacht haben. Und ein neuer Trainer schießt oder verhindert auch keine Tore. Das müssen dann schon die Spieler selbst machen. Trotz aller Treueschwüre denke ich aber Gerd sitzt momentan alles andere als fest im Sattel.
Ich habe leider auch kein Patentrezept wie wir da unten rauskommen. Nach dem Bochum Spiel überwiegt jedenfalls erstmal die Enttäuschung und der Frust.
Momentan haben wir in der zweiten Liga jedenfalls nichts zu suchen. Und das trotz vieler guter und enger Spiele zu Rundenbeginn. Ich hoffe nur unsere Verantwortlichen versuchen in den nächsten Wochen nicht mit der Brechstange und durch riskante finanzielle Manöver den Klassenerhalt zu bezwingen. Sowas geht oft schief und würde den SVS bei einem Abstieg vermutlich das Genick brechen. Für mich persönlich wäre ein Abstieg zwar sehr schade aber kein Beinbruch. Wenn wir wirklich absteigen sollten, dann aber bitte mit Anstand und nicht als Schießbude der Liga! Noch sind wir aber nicht abgestiegen und auch wenn wir nach den letzten Spielen alle richtig "down" sind geht immer weiter und wir werden der Mannschaft auch weiterhin den Rücken stärken.

VfL Bochum: Heerwagen; Rothenbach, Maltfritz, Acquistapace, Chaftar; Sinkiewicz (85. Dabrowski); Tasaka, Goretzka, Rzatkowski (76. Delura); Iashvili (75. Ortega), Dedic.
SV Sandhausen: Ischdonat; Falkenberg, Pischorn, Kittner (57. Glibo), Achenbach; Fießer; Schauerte, Kandziora (67. Klotz), Ulm (76. Danneberg); Wooten, Löning.
Tore: 0:1 (5.) Löning, 1:1 (20.) Dedic, 1:2 (23.) Löning, 2:2 (40.) Maltfritz, 3:2 (43.) Dedic, 4:2 (51.) Rzatkowski, 5:2 (71.) Rzatkowski, Schiedsrichter: Benjamin Brand (Gerolzhofen), Zuschauer: 9.795, gelbe Karten: Sinkiewicz, Rothenbach, Maltfritz, Chaftar (alle VfL) und Kandziora (SVS).

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09.11.2012 SV Sandhausen - Hertha BSC 1:6

Puhh, das war eine deutliche Ohrfeige heute für den SVS. Aber Ohrfeigen rütteln manchmal auch richtig wach und ich hoffe der letzte hat es nun auch kapiert wir können in der zweiten Liga nur bestehen wenn jeder 100% Einsatz, Kampf und Wille bringt. Selbst dann werden wir auch noch Spiele verlieren da es Mannschaften in der 2. Liga gibt, die einfach besser sind als wir. Hertha BSC war heute besser. Sogar deutlich besser. Für mich der bisher beste Auftritt einer Mannschaft gegen den SVS in der bisherigen Zweitligasaison. Aber auch nur, weil wir oft zu passiv waren, die Zweikämpfe nicht richtig angenommen haben und den schnellen Berlinern viel zu viel Platz gelassen haben. Im gesamten Spiel gab es nur zwei oder drei Szenen wo ich "Leben" in unserer Mannschaft gesehen habe. Genereller Respekt vor Gegnern wie Hertha ist ja okay, aber wenn ich das auch auf dem Platz habe, gewinnt man keinen Blumentopf. Mehr Gegenwehr, Einsatz und Kampfgeist hätte ich dann doch gerne gehabt. Dazu dann noch ein ganz glückloser Auftritt unseres Ersatztorwarts, der als Höhepunkt in der zweiten Hälfte mit einer roten Karte vom Platz musste. Unser dritter Torwart Philipp Kühn konnte einem dann fast schon leid tun, vor allem in den letzten 3 Minuten. Jetzt sind wir Tabellenletzter und unser Torverhältnis ist auch im Keller. Tiefer kann es also nicht mehr gehen. Wir haben nichts mehr zu verlieren, also kann es nur noch heißen alles voll auf Angriff.

Unsere ständigen Umstellungen im Kader haben bisher noch kein Erfolg gebracht, vielleicht sogar eher eine Unruhe in die Mannschaft. Vor allem unsere Defensive, welche letztes Jahr noch Garant für den Aufstieg war, kommt dieses Saison gar nicht mehr aus dem Dauerdruck der Gegner heraus. Jeder Ball nach vorne ist sofort wieder verloren und logischerweise passieren dann auch Fehler, wenn ein Angriff auf den nächsten aufs SVS Tor rollt. Da müssen wir ansetzen, wir müssen den Ball einfach länger in unseren Reihen halten und das möglichst im Mittelfeld oder im Sturm. Manchmal hatte ich gegen Hertha den Eindruck die Mannschaft spielt emotionslos und ohne Spaß. Unsere Jungs müssen aber wieder Spaß am Fußball haben und ihren Kopf frei kriegen. Nur dann haben wir auch wieder eine Chance auf Erfolg. 

Jetzt kommen zwar zwei Auswärtsspiele aber gegen Bochum und Ingolstadt muss man punkten um den Anschluß nicht zu verlieren. Der Druck wird von Spieltag zu Spieltag immer weiter zunehmen, weil immer weniger Spiele bleiben um die nötigen Punkte für den Klassenerhalt zu holen. Damit muss man auch umgehen können, aber das haben wir doch alle bereits vor der Runde gewußt wie schwer es wird die Klasse zu halten. Und genau deshalb werden wir unserem Team weiter den Rücken stärken und die Daumen drücken. Dazu dann auch ein passendes Zitat welches ein SVS Fan nach dem Hertha Spiel geschrieben hat und welches wir 100% unterschreiben können:

"Hätte mir eine Frau so oft die Laune versaut, Wochenende für Wochenende, während sich unter der Woche meine Gedanken nur um sie kreisen. Hätte ich für diese Frau Stunden & Geld geopfert und sie hätte mir nichts zurückgegeben, ausser ner Erkältung und ne kaputte Stimme, hätte ich sie längst verlassen. Aber beim Sportverein ist das wohl was andres..... Auf gehts nach Bochum !"  

SV Sandhausen: Langer; Schauerte, Pirschorn, Morena, Kandziora; Glibo; Klotz (Wooten), Danneberg (67. Kühn), Tüting, Riemann (85. Blacha); Lönig.

Hertha BSC Berlin: Kraft; Pekarik, Lustenberger, Brooks, Bastians; Niemeyer, Kluge; Ndjeng, Ronny (83. Mukhtar), Nico Schulz (76. Sahar); Ramos (73. Allagui).

Tore: 0:1 (28.) Ramos, 0:2 (34.) Niemeyer, 0:3 (68./FE) Ronny, 1:3 (75.) Wooten, 1:4 (81.) Allagui, 1:5 (89.) Ndjeng, 1:6 (90.) Sahar. Schiedsrichter: Christian Dietz (Kronach). Zuschauer: 8.300. Rote Karte: Langer (64./Notbremse).

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30.10.2012 Schalke 04 - SV Sandhausen  (DFB Pokal, 2. Hauptrunde) 3:0

Bei der Pokalauslosung zur zweiten Runde war man anfangs ein wenig enttäuscht kein Heimspiel zugelost bekommen zu haben. Allerdings zog man mit Schalke 04 eines der Top Teams der Bundesliga und eine Auswärtsfahrt in die Veltins Arena hat doch auch seinen Reiz. Noch dazu kommt der SVS ja in den Genuss die Hälfte der Zuschauereinnahmen zu bekommen und finanziell kommt bei einem Heimspiel von Schalke da natürlich mehr zusammen, als bei einem Heimspiel in unserem kleinen aber feinen Hardtwaldstadion.

Carpe Diem war auf Schalke mit über 20 Leuten dabei. Dank der Herbstferien konnte unser Nachwuchs diesmal unter der Woche mitfahren und die meisten von uns blieben über Nacht im Ruhrpott. Die Veltins Arena auf Schalke ist schon ganz schnuckelig und von der Aufteilung gefällt sie mir viel besser als die Allianz Arena in München. Knapp 53000 Zuschauer kamen zum Pokalspiel gegen uns, davon ca. 850 aus Sandhausen. Für unser Team war das, bis auf Fabio Morena der mit St. Pauli bereits in der ersten Liga spielte, sicher die größte Zuschauerzahl der bisherigen Fußballkarriere. Beim SVS gab es einige Umstellungen. Morena rückte in die Innenverteidigung, Kandziora spielte hinten rechts und David Ulm, Nico Klotz & Alexander Riemann rutschten ins Mittelfeld.   Die ersten Minuten spürte man den Respekt unserer Jungs und Schalke dominierte von Beginn an klar. Dem 1:0 in der 11. Minute gingen schon zwei große Chancen der Schalker voraus und so war die frühe Führung für S04 nicht verwunderlich. Doch das 1:0 brachte zwei Dinge mit sich. Die Schalker schalteten mit der Führung im Rücken etwas zurück und der SVS spielte nun mit. So gab es einige gute Szenen des SVS, insgesamt in Hälfte 1 aber schon eine generelle Überlegenheit der Schalker. In der zweiten Hälfte hatte Nico Klotz fast den Ausgleich auf dem Fuß. Leider erreichte er die Flanke nicht und rutsche nur Zentimeter am Ball vorbei. Fast im Gegenzug dann aber das 2:0 für Schalke und das Spiel war damit endgültig durch. Später gab es noch einen Kopfball von Onuegbu und danach das 3:0 durch Huntelaar. Also nix zu holen für uns auf Schalke und ein verdienter Sieg für die Königsblauen.      

Trotzdem habe ich viele Dinge in unserem Team gesehen, die mir sehr gut gefallen haben. Z.B. ein David Ulm, der seit langer Zeit mal wieder in der Startelf stand und eine gute Partie ablieferte. Auch Marcel Kandziora hinten rechts hat das ordentlich gemacht. Klotz und Riemann waren immer mal wieder gefährlich und "Simon Tüting Fußballgott" (so war es auf einem Poster nach dem Spiel im SVS Fanblock zu lesen - siehe Fotos) spielte und rackerte viel. Positiv auch das Comeback von Julian Schauerte in der zweiten Hälfte. Insgesamt zeigte die gesamte Mannschaft wieder den Einsatz und Willen, wie er am Samstag gegen Duisburg so leider nicht überall zu sehen und zu spüren war. Mit etwas mehr Mut hätten wir die Schalker vielleicht noch ein bissel ärgern können, aber für eine Pokalsensation waren wir insgesamt doch zu harmlos. Im Sturm war unser "King" leider teilweise auf verlorenem Platz. Onuegbu braucht Bälle von den Außenbahnen, auf die er drauf gehen kann aber diese Bälle kommen viel zu selten. Die meisten Bälle die King im Mittelfeld bekommt sind dann leider viel zu schnell weg. Und diese Bälle im Mittelfeld behauptet Frank Löning dann doch besser als der King. Daher würde ich Onuegbu mal eine Pause gönnen und ihn demnächst erstmal nur als Joker bringen. Ich glaube aber, dass Gerd Dais Onuegbu gegen seinen ehemaligen Verein Braunschweig am Freitag erstmal nicht aus der Mannschaft nehmen wird.

Das Schalke gegen uns nur mit dem "zweiten Anzug" gespielt hat ist für mich unerheblich, denn erstens würde Schalke auch mit diesen Jungs sicher unter den Top 5 Mannschaften der Bundesliga mitspielen und zweitens waren einige Spieler wahrscheinlich mehr motiviert als die Stammkräfte, da sie sich gegen uns ja präsentieren und dadurch ggf. Ansprüche auf einen zukünftigen Stammplatz stellen konnten. Die Klasse und das Spielniveau der Schalker zeigte sich daher mehrmals und besonders beim letzten Tor zum 3:0. Draxler führte den Ball lange und wartete mit dem Pass solange bis Huntelaar perfekt in den Raum lief und in bester Position war um den Ball frei vor Ischdonat ins Tor zu schieben. Weniger Klasse waren dafür dann eine handvoll Schalker Fans, die direkt neben dem Gästeblock saßen und fast über die gesamte Zeit die Sandhäuser Fans provozierten. Die restlichen Schalker Fans waren aber in Ordnung und so blieb auch alles friedlich. Das "Bonusspiel" auf Schalke ist also durch und wir sind raus aus dem DFB-Pokal. Nun gilt es sich wieder voll auf den Abstiegskampf in der zweiten Liga zu konzentrieren. Jetzt gibt's keinen Bonus mehr und wir müssen bei jedem Spiel an unsere Leistungsgrenze gehen um die notwendigen Punkte für den Klassenerhalt zu holen. 

FC Schalke 04: Hildebrand; Höger (46. Pukki), Metzelder (46. Kyriakos Papadopoulos), Höwedes, Kolasinac; Jones, Moritz; Barnetta, Affelly (68. Huntelaar), Draxler; Marica

SV Sandhausen: Ischdonat; Kandziora, Pischorn, Morena, Achenbach; Fießer, Tüting; Klotz (63. Schauerte), Ulm (74. Blacha), Riemann (71. Wooten); Onuegbu.Tore: 1:0 (11.) Afellay, 2:0 (62.) Marica, 3:0 (79.) Huntelaar, 

Zuschauer: 52.790 

Schiedsrichter: Michael Weiner (Ottenstein)

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27.10.2012 SV Sandhausen - MSV Duisburg 0:2 

Unser Spiel gegen Duisburg war so wie das Wetter. Beschissen! Standen wir letzte Woche in Kaiserslautern noch 90 Minuten mit Kurzarm im Block, musste man eine Woche später seine Skiklamotten auspacken um bei den kalten Temperaturen und dem Schneeregen sich keine Erkältung einzufangen.
Die Mannschaft wurde im Vergleich zu Lautern auf einer Position umgestellt. Für Kandziora spielte Nico Klotz.
Die Partie begann auf schwachem Niveau. Viele Fehler auf beiden Seiten und kaum Torchancen. Wie vermutet tat man sich sehr schwer gegen den Tabellenletzten. Und irgendwie stand dann wieder mal ein gegnerischer Spieler ungedeckt an unserem Sechzehner, der Mitte der ersten Hälfte das 0:1 für Duisburg erzielte.
Nach der Pause der SVS zunächst leicht überlegen. Dais hatte auf 2 Stürmer umgestellt, Kittner aus der Innenverteidigung genommen und Morena nach hinten gezogen. Dafür stürmte Frank Löning zusammen mit Onuegbu. Doch erneut wurde unsere Abwehr einmal ausgespielt und die Zebras erhöhten auf 0:2. Eigentlich war noch genügend Zeit, aber irgendwie war da schon klar das es wieder nix mit Punkten werden würde. Und genau so war es dann auch...
Fazit: Erneut eine bittere Heimniederlage gegen einen Gegner, der nun wirklich nicht überzeugte, der aber abgezockter und cleverer als der SVS spielte und somit verdient die Punkte mit nach Hause nahm.
Das Spiel erinnerte leider an unseren Auftritt gegen Regensburg. Wie damals gingen wir als Favorit ins "6-Punkte-Spiel" und wie damals verloren wir letztlich verdient weil wir zu wenig investierten. Leute, wenn wir solche Heimspiele nicht gewinnen, wo wollen wir dann unsere Punkte holen? Was bringt uns das Schulterklopfen nach guten Leistungen wie gegen Lautern, wenn wir keine Ernte einfahren? Wenn wir gegen die Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel keine Punkte holen, dann werden wir die Klasse nicht halten. Und mit 9 Punkten nach 11 Spielen sind wir derzeit ein ganz großes Stück vom Klassenerhalt entfernt.
Gegen "große" Teams, wie Lautern sind wir anscheinend motivierter. Uns war und ist doch allen klar, es geht dieses Jahr nur um den Klassenerhalt und daher sollten wir doch mit dem Druck als Favorit in ein Spiel zu gehen umgehen können, oder?
Was mir diese Runde Sorgen macht ist unsere Abwehr. War die Abwehr letztes Jahr noch unsere Konstante im Aufstiegskampf, so häufen sich diese Saison die Fehler die immer wieder zu unnötigen Gegentoren führen. Diese individuellen Fehler müssen wir unbedingt abstellen. Insgesamt müssen wir feststellen, wenn nicht alle Spieler einen guten Tag erwischen, dann wird es für uns gegen alle Gegner ziemlich schwer, wenn nicht sogar unmöglich, zu punkten. Uns fehlen, nach meiner Rechnung, aktuell 6 Punkte. Gegen Regensburg und Duisburg waren für mich die Punkte fest eingeplant. Gegen den MSV waren wir in den Zweikämpfen meist einen Schritt zu spät oder ließen dem Gegner einfach zu viel Platz. Gerade gegen so einen Gegner, der selbst mit dem Rücken zur Wand steht muss man einfach mehr dazwischenfahren und zeigen wer Herr im Haus ist.

In den nächsten Wochen spielen wir nun gegen den Tabellenführer und den Tabellenzweiten. Mir fällt es gerade schwer daran zu glauben aus diesen Spielen was zählbares einzufahren...
Aber, wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren ( ...die 5 Euro werf' ich ins Phrasenschwein). Wir sind in diesen Spielen krasser Außenseiter und wenn die Motivation stimmt und der Kopf frei ist, warum sollten wir nicht in der Lage sein die großen Teams zu ärgern? Gleiches gilt für unser Pokalspiel am Dienstag auf Schalke. Schalke schwebt nach den Siegen gegen Dortmund und Arsenal London gerade auf Wolke 7. Wenn's blöd läuft dribbelt Huntelaar unsere Abwehr schwindelig und schießt uns ab. Kann durchaus passieren und wäre auch kein Beinbruch gegen derzeit starke Schalker zu verlieren. Aber vielleicht können wir die Königsblauen auch etwas ärgern und werden unterschätzt. Schauen wir einfach mal. Viel wichtiger ist aber in der Runde. Wenn wir da aus den nächsten 2 Spielen was zählbares holen, dann bin ich auch wieder optimistischer was den Klassenerhalt angeht.Noch ist alles möglich und daher gilt nun "Jetzt erst recht"! Auf geht's SVS, auf geht's SVS-Fans, auch wenn es gerade etwas schwer fällt wir dürfen nun nicht aufgeben sondern müssen weiter bedingungslos hinter unserer Mannschaft stehen!

SV Sandhausen: Ischdonat; Falkenberg (77. Kandziora), Pischorn, Kitt-ner (46. Löning), Achenbach; Morena; Tüting, Klotz (67. Riemann), Woo-ten; Onuegbu.


MSV Duisburg: Wiedwald; Berberovic, Lachheb, Bajic, Kern; Hoffmann, Sukalo; Brandy (67. Pamic), da Silva (79. Domowtschiski), Brosinski (85. Exaslager); Baljak.


Tore: 0:1 (33.) Brandy, 0:2 (60.) Brandy, Schiedsrichter: Christian Leicher (Landshut), Zuschauer: 3.500, gelbe Karten: Fießer, Pischorn (SVS), Brandy (MSV)

 

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19.10.2012 1. FC Kaiserslautern - SV Sandhausen 3:1

Bei herrlichem Sonnenschein reisten wir diesmal zum Auswärtsspiel nach Kaiserslautern und ein Spiel auf dem Betzenberg ist schon was besonderes. Ich mag das Stadion, da es ein reines Fußballstadion im englischen Stil, mit steilen Tribünen auf drei Seiten ist. Nur die Haupttribüne fällt da ein wenig ab. Die Dachform des WM Stadions trägt dazu bei, dass die Stimmung der FCK Fans richtig laut rüber kommt. Da können Stadien wie die Allianz Arena oder auch die Schalke Arena lange nicht mithalten. Es ist schon geil mit dem SVS nun in solchen Stadien einlaufen zu dürfen und man muss sagen auch die Stimmung im Gästeblock bei ca 600 - 700 Sandhäusern war fast durchgängig richtig gut.

Daniel Schulz war nach seiner Verletzung aus dem Aalen Spiel leider noch nicht wieder fit und so begann Ole Kittner von Beginn in der Innenverteidigung.  Ansonsten gab es keine Umstellungen zur Vorwoche. Nach vier Minuten rappelte es dann im SVS Kasten. Idrissou mit einem Kopfball à la Ibrahimovic und der FCK lag 1:0 vorne. Bumm, das saß erstmal und der frühe Rückstand war eigentlich das blödeste was passieren konnte. Gehen wir nun wieder ein, wie bei 1860 vor drei Wochen? Gott sein Dank nicht. Die Mannschaft hat die Einstellung vom Aalen Spiel beibehalten, spielte mit und kämpfte und zeigte vollen Einsatz. Bereits nach 9 Minuten dann auch der Ausgleich durch Achenbach. Der SVS war wieder da und fortan spielt man munter mit . Doch kleine Fehler werden leider sofort bestraft und so ging der FCK in der 24 Minute wieder in Führung. Mist, beide Gegentore durch Fehler und Unachtsamkeiten der Abwehr. Das wäre vermeidbar gewesen. In der ersten Hälfte aber ansonsten ein sehr gutes Spiel unserer Jungs und vor allem Andrew Wooten lies seine ehemaligen und zukünftigen Mitspieler zwischendurch ganz schön alt aussehen.

In der zweiten Hälfte verflachte das Spiel etwas. Der SVS stand zwar recht stabil in der Defensive, konnte aber kaum noch Akzente nach vorne setzen. Lautern war nun besser und hatte immer mal wieder Chancen. Der SVS hielt aber vor allem kämpferisch dagegen und hatten wir vor ein paar Wochen z.B. beim Spiel in München das Match nach Rückstand noch ohne eine gelbe Karte beendet, gab es diesmal gleich mehrere gelbe Karten. Wobei ein/zwei da nach Sicht der Fernsehbilder auch etwas fragwürdig waren... Die Einstellung und der Wille stimmte also und in den letzten 10 Minuten kam man dann auch wieder zu Chancen durch Löning oder Tüting. Ein Ausgleich wäre zu diesem Zeitpunkt also noch drin gewesen. Aber auch der FCK hatte nun Platz vor unserem Tor nachdem Dais mit Morena die 6 auflöste und mit Löning einen weiteren Sürmer brachte. Wir machten hinten also weiter auf und entweder wir machen noch eine Kiste oder wir kriegen noch eine. Und leider trat letzteres ein und in der Nachspielzeit erhöhte der FCK auf 3:1.

Fazit: Insgesamt verdienter Sieg der Roten Teufel gegen einen guten SVS, der mitspielte und es dem FCK lange schwer machte.

Kopf hoch Jungs, auf dem Betzenberg kann man verlieren. Der FCK mit seinen Ansprüchen wieder aufzusteigen ist kein Gegner den man mit uns vergleichen kann. Und trotzdem haben wir gut mitgespielt. Wichtig ist das wir unsere Einstellung beibehalten. Und viel wichtiger ist das wir diese Einstellung nächste Woche beim Spiel gegen Duisburg wieder abrufen können. Da zählt es, da müssen wir punkten und zwar dreifach! Da nehme ich unsere Jungs heute schonmal in die Pflicht. Eine Woche volle Konzentration auf Duisburg und 3 wichtige Punkte beim Heimspiel. Positiv das Riemann und Klotz wieder zu ersten Einsätzen nach der Verletzung kamen. Auch Nicky Adler ist bereits wieder im Training und ich hoffe Daniel Schulz wird diese Woche auch wieder fit. Dann haben wir wieder echte Alternativen und ich sehe positiv in die nächsten Wochen. Wen ich aus dem Kaiserslautern Spiel diesmal noch besonders hervorheben möchte ist Fabio Morena. Morena spielt mit einer Ruhe und Ausgeglichenheit seine Rolle derzeit ziemlich souverän und genau so haben wir uns das vorgestellt als wir ihn verpflichtet haben.     

Nun noch ein paar Worte zum Konzeptpapier „Sicheres Stadionerlebnis“ was die DFL sich derzeit von allen Vereinen absegnen lässt und im Dezember beschlossen werden soll. Da stehen teilweise Dinge drin, die sind absolut nicht vertretbar und so haben die ersten Vereine dieses Konzept bereits abgelehnt. Union Berlin zum Beispiel hat ausführlich zu dem Konzept Stellung bezogen und ich kann jedem empfehlen sich die ausführliche Begründung der Unioner (Link) mal durchzulesen, da steht nämlich alles wichtige drin und ich brauch das hier dann gar nicht weiter auszuführen. Jedenfalls Danke und Respekt an Union Berlin dafür.  

Die DFL geht mit diesem Konzept, dass ohne jegliche Beteiligung von Fans ausgearbeitet wurde und abgestimmt wird weiter auf Konfrontationskurs mit den Fans anstatt endlich den Dialog zu suchen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen wie ein vernünftiges Miteinander aller Stadionbesucher aussehen kann. Deshalb wünsche mir hier eine breite Ablehnung dieses Konzepts durch alle Vereine und hoffe auch der SV Sandhausen nickt das Konzept nicht nur einfach ab. Wir sind gerne bereit im Dialog mit dem Verein und auch der DFL oder dem DFB gemeinsam Konzepte zu erarbeiten, wir haben kein Problem uns offen gegen Diskriminierung, Rassismus oder Gewalt zu bekennen, aber so ein Vorgehen von oben wie es aktuell geschieht ist nicht in unserem Sinne und wird daher komplett abgelehnt.  

 

1.FC Kaiserslautern: Sippel; Dick, Torrejon, Heintz, Bugera; Borysiuk, Zellner; Fortounis (81. Hajri), Zuck (68. Baumjohann); Idrissou (92. Nsor). Bunjaku.

SV SandhausenIschdonat; Falkenberg, Pischorn, Kittner, Achenbach; Morena (73. Löning); Wooten (79. Riemann), Fießer, Tüting, Kandziora (61. Klotz); Onuegbu.

Tore: 1:0 (4.) Idrissou, 1:1 (9.) Achenbach, 2:1 (24.) Bunjaku, 3:1 (92.) Hajri. 

Schiedsrichter: Florian Steuer (Menden). 

Zuschauer:  27.526 

Gelbe Karten: Zuck, Zellner, Idrissou - Kittner, Morena, Fießer, Achenbach, Löning 

 

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07.10.2012 SV Sandhausen - VfR Aalen 1:0

Regelmäßige Leser unserer Berichte erinnern sich vielleicht noch, dass beim Tor zum 1:0 gegen Dresden am 15.09. meine Fotokamera auf den Boden fiel und kaputt war. Seitdem ging es dann irgendwie auch mit dem SVS bergab. Erst der Ausgleich der Dresdner und dann die 3 Niederlagen gegen Paderborn, Regensburg und 1860. Rechtzeitig zum Aalen Spiel gab's aber wieder eine neue Kamera und somit geht's nun auch wieder mit dem SVS aufwärts... ;-)

Insgesamt 6 Umstellungen nahm Dais gegen Aalen vor. Morena, Falkenberg, Kandziora, Tüting, Wooten und Onuegbu standen im Vergleich zum Spiel in München in der Startformation. Und so musste u.a. unser Kapitän Frank Löning auf die Bank. 
Nach einer Abtastphase übernahm der SVS schnell das Kommando. Unsere Außenbahnen waren wieder gefährlich und sowohl Kandziora als auch Wooten machten ein super Spiel. Wooten war in Hälfte eins der beste Mann auf dem Platz. Und Kandziora wie ausgewechselt im Vergleich zum Spiel gegen Regensburg. So fiel das 1:0 dann nach langem Pass vom Tüting auf Wooten, der mit dem alten Bauerntrick seinen Gegenspieler natzte und scharf in die Mitte passte, wo der King dann sein erstes Tor für den SVS schoss. Tolle Kombination und ein tolles Tor. Nach einer halben Stunde war für Kapitän Daniel Schulz Schluß und er musste verletzt raus. Der nächste Ausfall also...jedenfalls Gute Besserung Daniel. Ich hoffe in Kaiserslautern bist du wieder dabei. Der SVS hätte in der ersten Hälfte noch nachlegen können, aber Kandziora/Onuebgu oder Wooten mit Pfostenschuss konnten leider nicht erhöhen. Insgesamt aber eine hochverdiente Führung für den SVS zur Pause. 
In der zweiten Hälfte war Aalen dann besser im Spiel und mit mehr Ballkontakten. So richtig gefährlich waren die Jungs von der Ostalb aber nur durch einen Kopfball Mitte der zweiten Hälfte. Der SVS ging aber keinem Zweikampf aus dem Weg und hielt kämpferisch voll dagegen. Auch wir hatten noch einige Chancen aber letztendlich blieb es beim 1:0 für den SVS.
Und so bleibt es dabei, Ralf Hasenhüttl holt im Sandhäuser Hardtwaldstadion weiter keine Punkte. Er darf also gerne wieder kommen ;-).

Der SVS ist wieder da! Genau so ein Spiel und einen Heimsieg hatten wir alle erwartet. Und unsere Jungs haben uns gezeigt, sie können es noch. Die erste Hälfte war richtig gut und in Hälfte zwei stimmte es kämpferisch und vom Einsatz her. Vor allem die Jungs die in letzter Zeit öfters kritisiert wurden waren diesmal richtig gut. Falkenberg spielte gut hinten rechts. Kandziora mit vollem Einsatz über die komplette Spielzeit und Onuegbu nicht nur mit einem Tor sondern vor allem in der ersten Hälfte sehr präsent im Sturmzentrum und immer wieder ein Unruheherd. Tüting war in der ersten Hälfte der klare Chef im Mittelfeld. Morena spielte hinten abgeklärt, ruhig und souverän. Und mit Wooten hatten wir ein echtes Ass im Ärmel, der seinen Gegenspieler in der ersten Hälfte richtig schwindelig gespielt hat. Der Junge macht Spaß und ich hoffe gegen seinen anderen Verein in zwei Wochen legt er dann noch was obendrauf. Auch unsere Stammkräfte Achenbach,Pischorn und Fießer spielten wieder souverän und überzeugten. Und Ole Kittner vertrat Daniel Schulz ohne Fehler. 
Das war die richtige Antwort unserer Mannschaft auf die Null-Punkte-Englische-Woche. Unsere Mannschaft zeigte von Beginn an Einsatz, Siegeswillen, Kampfgeist und Leidenschaft. Und die Umstellungen von Gerd Dais trugen ebenfalls zum Erfolg bei. Solange wir diesen Einsatz bringen, ist mir um den Klassenerhalt nicht Bange. 
Jetzt gehen wir erstmal aufs Kerwewochenende zu und eine Woche später geht's dann auf den Betzenberg. Wenn man die Saison betrachtet fehlen mir irgendwie die Punkte gegen Regensburg. Dann wäre doch alles voll im Lot, oder? Aber vielleicht holen wir die Punkte dafür dann gegen einen anderen Verein wo man gar nicht mit Punkten rechnet. Schaun' wir einfach mal wie das dann in Lautern wird... ;-)

SV Sandhausen: Ischdonat; Falkenberg, Pischorn, Schulz (32. Kittner), Achenbach; Morena; Fießer (79. Glibo), Tüting, Kandziora; Wooten, Onuegbu (83. Löning).

VfR Aalen: Fejzic; Traut, Barth, Hübner, Buballa; Hofmann, Grech (84. Bergheim); Lechleiter, Dausch, Klauß (63. Valentini); Cidimar (70. Reichwein).

Tor: 1:0 (19.) Onuegbu,

Zuschauer: 2.800,

Schiedsrichter: Benjamin Brand (Gerolzhofen), gelbe Karten: Tüting (3), Glibo (beide SVS), Grech (VfR).

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29.09.2012 TSV 1860 München - SV Sandhausen 4:0

Puh. Da haben wir in der Allianz Arena ganz klar unsere Grenzen aufgezeigt bekommen. Okay, 1860 München war ein starker Gegner, aber wir konnten zu keiner Zeit auch nur ansatzweise mithalten...

Über 500 Sandhäuser machten sich diesmal auf den Weg nach München in die Allianz Arena. Die Stimmung vor dem Spiel war auch prächtig und so manch einer hoffte vielleicht doch auf eine kleine Überraschung.  Über das Spiel selbst mag ich heute gar nicht viel schreiben. Bereits nach einer Minute hätte es 1:0 für die Löwen stehen können. Nach 24 Minuten und dem verdienten 3:0 für die Gastgeber war das Spiel dann entschieden. Und unsere Abwehr sah bei allen drei Gegentreffern nicht gut aus. Die Löwen überzeugten und setzten genau dort an wo wir derzeit unsere Schwachpunkt haben. Durch ihre schnellen Außenspieler, allen voran Daniel Halfar, führten sie uns regelrecht vor. Die Stimmung im Block wurde mit der Zeit merklich leiser und die Anfangseuphorie wich der Angst vor einer ganz bösen Klatsche. Mit dem 4:0 kurz nach der Halbzeit schalteten die Löwen dann langsam zurück und schonten sich wohl für den späteren Wiesn-Abend. So war man dem SVS gegenüber gnädig und wir konnten uns in der zweiten Hälfte noch ein, zwei halbe Chancen erarbeiten. Für die Münchner Löwen war das Spiel letztendlich nichts anderes als ein Wiesn-Spaziergang. Zu deutlich war die spielerische Überlegenheit und es war ein deutlicher Klassenunterschied zwischen dem SVS und 1860 erkennbar. So schwebt man in München zur Wiesenzeit auf Wolke 7 und wir gehen mit genau 0 Punkten aus der englischen Woche.

Wir müssen leider feststellen, dass unsere Leute aus der zweiten Reihe nicht wirklich vollwertigen Ersatz für die ausgefallen und verletzten Spieler sind. Auch wenn der Einsatz und Wille teilweise vorhanden war, da fehlt noch einiges um "zweitligareif" zu sein. Und wenn unsere übrigen Stammkräfte dann auch mal einen schlechteren Tag erwischen, dann reicht das insgesamt für die 2. Liga nicht. In München kann man verlieren, das ist gar nicht das Problem. Aber die Erkenntnis aus den letzten Spielen ist, dass wir nur die Klasse halten werden, wenn alle Spieler topfit sind und unsere Spieler bei jedem Spiel bis an die Grenzen gehen. In München fehlte mir z.B. ein Leader, der die anderen mitreißt wenn es nicht läuft und der sich mit aller Macht gegen die drohende Niederlage wehrt. Aber genau solche Typen brauchen wir im Abstiegskampf! Wir haben gegen 1860 auch nicht mal eine gelbe Karte bekommen. Im Abstiegskampf gehört auch mal dazu, dass man nicht so "brav" mitspielt... Vielleicht haben wir uns durch die ersten guten Spiele in der 2. Liga etwas blenden lassen aber es geht nach wie vor nur um eines in dieser Saison und das ist der Kampf gegen den Abstieg.

Jetzt gilt es den Kopf so schnell wie möglich wieder frei zu bekommen. Die englische Null-Punkte-Woche abhaken und am kommenden Sonntag gegen Aalen wieder voll angreifen. Die Hoffnung besteht gegen Aalen wieder auf 1-2 verletzte Spieler ( Klotz, Riemann) zurückgreifen zu können und vielleicht gibt uns das auf den Außenbahnen wieder mehr Stabilität. Wir haben noch genügend Spiele um Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln, noch ist alles möglich. Unsere Jungs müssen aber wieder die Unbekümmertheit und die Frische im Kopf bekommen, die wir zu Saisonbeginn hatten. Wenn dies gelingt, dann werden wir gegen Aalen auch erfolgreich sein.

TSV 1860 München: Kiraly; Wojtkowiak, Aygün, Vallori (50. Schindler), Volz; Bülow, Stahl; Stoppelkamp, Bierofka (59. Blanco), Daniel Halfar (71. Maier); Lauth.

SV Sandhausen: Ischdonat; Busch, Pischorn, Schulz, Achenbach; Fießer, Glibo; Blacha, Ulm (59. Morena), Sören Halfar (67. Kandziora); Löning (46. Onuegbu)

Tore: 1:0 (10.) Halfar, 2:0 (20.) Stoppelkamp, 3:0 (24.) Bierofka, 4:0 (46.) Lauth

Zuschauer: 19.100, Schiedsrichter: Tobias Welz (Wiesbaden), gelbe Karte: Vallori (TSV 1860).

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25.09.2012 SV Sandhausen - Jahn Regensburg 1:2

Bin gerade richtig bedröppelt und das liegt nicht nur an den nassen Klamotten vom Regen. Das liegt diesmal auch an unserer Mannschaft. Was haben wir schon für tolle Spiele in der zweiten Liga gesehen. Ich erinnere nur mal an das Spiel in Köln oder St. Pauli oder auch die Spiele gegen Union Berlin oder Cottbus ( im DFB Pokal). Da waren unsere Jungs nicht 90 Minuten überlegen aber unsere Jungs haben 90 Minuten Einsatz, Wille und Leidenschaft gezeigt. Jeder Spieler ist gerannt und war meist vor dem Gegner am Ball. Leider ist in den letzten beiden Spielen gegen Paderborn und Regensburg nicht mehr viel vom Schwung der ersten Spiele zu sehen...

Spiele in der 2. Liga unter der Woche sind von der Uhrzeit mit das Blödeste was es gibt. 17:30 Uhr Anpfiff, da kann man fast einen halben Tag Urlaub nehmen. Da man spätestens nach dem Mittagessen sowieso nur noch an den Fußball denkt, macht der nachmittag auf der Arbeit auch nicht richtig Sinn und man geht dann rechtzeitig (ohne Urlaub) von der Arbeit um seine Mannschaft im Stadion zu unterstützen.

Gerd Dais kehrte wieder zum alten System zurück und brachte mit Glibo einen Mann vor der Abwehr. Halfar durfte ins linke Mittelfeld und Blacha auf die rechte Seite. Die unglücklichen Falkenberg, Kandziora und Onuegbu nahmen auf der Bank Platz. Das Spiel begann auf schwachem Niveau recht ausgeglichen. Ganz dumme Situation dann, als ein Regensburger auf dem Ball ausrutsche und auf Julian Schauerte flog. Der Regensburger konnte weiterspielen, Julian Schauerte leider nicht. Also ein weiterer Spieler in der langen Verletztenliste. Jedenfalls gute Besserung Julian. Das sah nicht gut aus und dich nach dem Spiel auf Krücken zu sehen tat weh. Das Spiel weiter ohne große Höhepunkt und mit viel Mittelfeldgeplänkel. Regensburg war in der ersten Hälfte 3 mal durch Schüsse von der rechten Seite gefährlich. Unserer größte Chance hatte Fießer, der nach einem Pfostenschuß von Blacha den Abpraller nicht verwandeln konnte. Wie so oft musste mal wieder ein Standard zu einem SVS Tor herhalten. Pischorn mit dem Kopf zum 1:0. Wie das Tor gefallen ist kann ich leider nicht sagen, da ich da gerade auf der Toilette war. Na super das einzige Tor des SVS auch noch verpasst, aber das wäre es Wert gewesen wenn denn was zählbares am Ende bei rausspringt. Dem war dann ja leider nicht so. Kurz vor der Halbzeit spielten die Regensburger sich in unserem Fünfmeterraum hohe Bälle zu, die irgendwie an Tennis erinnerten und irgendwie schaute unsere Abwehrreihe einfach zu wie ein Regensburger dann den Ball ins Tor köpfte. Ein Tor aus der Rubrik "völlig unnötig".

Nach dem Wechsel verflachte das Spiel noch weiter. Es war kein Aufbäumen im Spiel und unser Spiel nach vorne fand kaum statt. Der Jahn war einfach spritziger und meist vor uns am Ball. So darf man zu Hause nicht auftreten. Die größte Chance hatte der King direkt nach seiner Einwechslung. Nach schönem Zuspiel von Blacha stand er fast frei vorm gegnerischen Torwart aber King konnte nicht vollstrecken. So Bälle darf man dann auch mal reinmachen, wenn man den Anspruch auf einen Stammplatz hat. Und wie es so oft läuft, schießt der Jahn in der 90. Minute den 1:2 Siegtreffer. Bumm, da war sie also die erste Heimniederlage der zweiten Liga und unverdient war diese nicht.

So ich könnte jetzt über die Spieler herziehen, jeden einzelnen kritisieren und ihm seine Fehler aufzeigen. Ich könnte zum x-ten mal über unser defensives Spielsystem schreiben und ich könnte über unsere lange Verletztenliste lamentieren. Mache ich jetzt aber nicht weil uns das nicht weiter bringt. Das Spiel war schlecht und das ist sowohl unserem Trainer als auch allen Spielern bewußt. Mir war bewußt, dass wir diese Saison einige Spiele mehr verlieren werden als die Jahre zuvor. Und mir ist auch bewußt, dass unsere Jungs das viel besser können als sie es gegen Paderborn und Regensburg gezeigt haben. Und am kommenden Samstag haben alle die Chance das zu beweisen. Wir spielen in der Allianz Arena gegen den haushohen Favoriten 1860 München. Wir sind wieder Außenseiter und ich wünsche mir ein Auftreten der Mannschaft wie in Köln oder St. Pauli. Es läuft spielerisch nicht immer alles perfekt und auch Fehler passieren beim Fußball. Das ist völlig normal. Aber bitte bringt wieder den Einsatz, die Leidenschaft und den Willen den ihr alle schon gezeigt habt. Brennt auf das Spiel, brennt auf euren Einsatz und nehmt die 2. Liga wieder als etwas besonderes an, den die 2. Liga muss man sich auch verdienen. Nur dann wird der Erfolg auch wieder in Sandhausen einkehren. Also man sieht sich in München und ich zähle auf euch Jungs!

SV Sandhausen: Ischdonat; Schauerte (7. Falkenberg), Schulz, Pischorn, Achenbach; Glibo; Blacha, Fießer, Tüting (72. Ulm), Halfar; Löning (79. Onuegbu).
SSV Jahn Regensburg: Hofmann; Nachreiner, Laurito, Rahn, Kamavuaka; Kotzke, Heih; Wießmeier, Müller (68. Weidlich); Sembolo (92. Neunaber), Djuricin (81. Hofmann).
Tore: 1:0 Pischorn (37.), 1:1 Müller (45.+1), 1:2 Wießmeier (90.)

Zuschauer: 2.400, Schiedsrichter: Dr. Robert Kampka (Mainz),

gelbe Karten: Falkenberg (2), Onuegbu - Laurito, Kamavuaka und Nachreiner

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15.09.2012 SV Sandhausen - Dynamo Dresden 1:1

Endlich mal wieder ein Heimspiel des SVS und das bei besten Bedingungen. Das Wetter stimmte und diesmal auch die Kulisse. 6400 Zuschauer am Hardtwald wobei die ca 2000 Dresdner da natürlich einen Teil dazu beitrugen. Nicht ganz so optimal dafür die Verletzungssorgen beim SVS. Diese Woche ist mit Nico Klotz ein weiterer Spieler für die Außenbahn ausgefallen. Und da wir in unseren bisherigen Spielen meist über die Außen erfolgreich waren, gefällt mir dieses Verletzungspech ganz und gar nicht. So kam es auch zu einigen Umstellungen in der Startformation. Falkenberg rückte auf die rechte Abwehrseite, Kandziora kam zu seinem ersten Zweitligaspiel im linken Mittelfeld und Glibo kehrte auf die 6 zurück.

Die erste halbe Stunde waren beide Mannschaften mehr abwartend unterwegs wobei Dresden hier mehr Ballbesitz hatte. Beim SVS lief im Spiel nach vorne noch nicht viel. Gefährlich war man nur durch 2 Distanzschüsse. Den ersten wirklich schön herausgespielten Angriff über Schauerte und Falkenberg konnte Löning dann per Kopf zum 1:0 verwandeln. Der SVS nach der Führung mit Oberwasser und Dresden plötzlich ziemlich verhalten. Bis zur Pause tat sich jedoch nicht mehr viel.

Die zweite Hälfte beginnt aber wieder mit einem überlegenen SVS. Tüting per Kopf mit der größten Chance, doch der Ball ging leider knapp vorbei. Der Ausgleich zum 1:1 sah im Stadion noch nach doppeltem Foulspiel von Dresden aus. Nach dem ich nun die TV Bilder gesehen habe, denke ich da etwas anders. Sicher wird Glibo am Fuß getroffen aber das muss man nicht pfeiffen. Und Falkenberg hätte den Ball am 16er eigentlich noch wegschlagen können bevor er hinfällt. Aber okay so war dann mit der ersten gefährlichen Aktion der Dresdner der Ausgleich eben da. Der SVS im Anschluss aber weiter mit Offensivdrang und etwas stärker als Dresden. Einige Chancen für den SVS waren noch da und auch unser Neuzugang "King" Onuegbu kam zu seinem Debut im SVS Dress, aber es blieb letztendlich beim Unentschieden.

Was nehmen wir aus dem Spiel mit? Zu Hause bleibt der SVS weiterhin ungeschlagen, auch gegen Dresden konnten wir sehr gut mithalten und mit etwas Glück wäre heute mehr drin gewesen. Mittlerweile habe ich mich mit dem Unentschieden aber angefreundet. Unser 4-1-4-1 System geht in der Liga derzeit auf, wir spielen aus einer stabilen Abwehr und setzten immer wieder gefährliche Nadelstiche im gegnerischen Strafraum. Heute war es zwar nur ein Punkt aber wenn wir so weitermachen brauchen wir uns um den Klassenerhalt keine Sorgen machen.

Schön fand ich heute auch das "Stadionblättel", welches die D-Blockade im Block verteilte. Freue mich schon auf weitere Ausgaben und vielleicht ist das ja der Beginn eines echten Fanzines in Sandhausen. Im Dresdenblock gab's ein paar nette Tapeten Richtung DFB und Richtung Sandhausen, wobei das "nett" Richtung Sandhausen natürlich nicht so im Sinne der Urheber der Tapete war. Aber mal ehrlich, was können wir dazu wenn Lok, FCH oder der FCM einfach nicht in der Lage sind höherklassig zu spielen? Wir sind sportlich verdient aufgestiegen, haben keinen Investor a la Hopp oder RB Leipzig und bisher verkaufen wir uns in der 2. Liga auch sehr gut. Was mir dann noch einer erklären muss, wie bringen die Dresden Fans eigentlich eine Leiter mit in den Gästefanblock (siehe Fotos)? A propos Fotos. Beim Jubel zum 1:0 hat es doch glatt meine Kamera aus der Hand gehauen und der Schaden war dann doch etwas größer. Die Bilder sind diesmal daher etwas weniger ausgefallen, da die Kamera irgendwann dann einfach nicht mehr wollte. Da müssen wir bald für Ersatz sorgen, damit ihr auch weiterhin Fotos bei uns zu sehen bekommt ;-).

Und dann war da noch der Dresdner Fan, der nach dem Spiel vom Zaun gefallen ist. Von unserer Seite jedenfalls Gute Besserung und hoffentlich ist da nix schlimmeres passiert.

Nächste Woche geht's nach Paderborn. Vielleicht haben wir bis dahin wieder weitere Optionen auf den Außenbahnen. Riemann ist glaube ich zumindest wieder ins Training eingestiegen. Chancenlos sind wir bei Frank Lönings Ex-Verein nicht. Und mit einem Punkt wäre ich dort auch zufrieden bevor dann in der englischen Woche Jahn Regensburg an den Hardtwald kommt. Da hätte ich dann gerne mehr als einen Punkt ;-)

SV Sandhausen: Ischdonat - Falkenberg (65. Blacha), Pischorn, Schulz, Achenbach - Glibo - Schauerte, Fießer, Tüting, Kandziora (84. Halfar) - Löning (74. Onuegbu)

Dynamo Dresden: Kirsten - Gueye, Brégerie, Thoelke, Schuppan (77. Subasic) - Jungwirth, Losilla - Jänicke (90.+2 Pepic), Koch, Trojan (89. Sliskovic) - Poté

Gelbe Karte: Falkenberg - Losilla

Tore: 1:0 Löning (32.), 1:1 Losilla (55.)

Zuschauer: 6400

Schiedsrichter: Benjamin Cortus

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01.09.2012 FC St. Pauli - SV Sandhausen 2:1  

Da war es nun das Spiel gegen den FC St. Pauli. Bis vor kurzem war ein Pflichtspiel St. Pauli gegen Sandhausen noch nicht so richtig denkbar. Für mich, der neben dem SVS als seinem Heimatverein noch eine andere Fußballliebe hat, nämlich den FC St. Pauli, war diese Konstellation schon irgendwie ziemlich komisch. Sicher geht es anderen Fans ähnlich, wenn der SVS in der 2. Liga nun auf einmal Spiele gegen den 1. FC Köln, Kaiserslautern, Hertha BSC oder im Pokal gegen Schalke 04 macht, von denen es auch etliche Fans beim SVS gibt. Jeder von uns hat doch neben dem SVS noch einen weiteren Verein mit dem er sympathisiert oder so wie ich bereits seit Jahrzehnten begleitet und sogar Mitglied ist. Dies ist eben den vielen Jahren des SVS im Amateurbereich geschuldet und ist auch nichts schlimmes. Die Frage die ich in den letzten Wochen von allen Seiten immer wieder zu hören bekam war dann natürlich: „ Für wen bist du denn bei dem Spiel“. Und meine Antwort „Sandhausen ist Heimat, St. Pauli ist Liebe.  Also Unentschieden“, obwohl ich am SV Sandhausen mittlerweile schon etwas näher dran bin. Mein Frau schenkte mir am Spieltag dann auch ein T-Shirt mit dem SVS und dem St. Pauli Logo auf der Brust und dem Faust Zitat als Aufschrift „Zwei Seelen wohnen, ach in meiner Brust“. Auf dem Rücken noch der Aufdruck „Heute kann ich nur gewinnen“. 

Urlaubsbedingt war unser Fanclub nur mit kleiner Anzahl nach Hamburg gereist, dies aber schon am Freitag. Freitag Nacht mit den Hardtwald-Buwwe auf dem Kiez noch was getrunken und Samstag nach dem Frühstück ging's dann schon los Richtung Stadion um Leute zu treffen und die Atmosphäre aufzunehmen. Wir waren gerade vor der Südkurve und dem St. Pauli Fanshop, als unsere Mannschaft mit dem Bus eintraf. Den Jungs haben wir noch viel Glück gewünscht und uns dann auf den Weg um die neue Gegengeraden Richtung Gästeblock gemacht. Ca. eine halbe Stunde vor dem Spiel wurde im Stadion der SV Sandhausen und seine Fans offiziell begrüßt und die Vereinshymne des SVS wurde gespielt, wie es auf St. Pauli üblich ist. Eine schöne Sache wie ich finde.

Etwa 450 Sandhäuser waren im Gästeblock untergebracht und stimmungstechnisch war das wieder sehr ordentlich was da trotz überschaubarer Anzahl abgeliefert wurde. Beim Einlaufen (und später auch zu Beginn der zweiten Hälfte) eine schöne Choreo der Ultras St. Pauli (USP) die nächste Woche ihr 10 jähriges Jubiläum feiern. Den Spruch unter der Choreo „Wer es nicht fühlt, kann es nicht verstehen“, kann ich übrigens voll unterschreiben.
Beim SVS kehrte Fabio Morena wieder auf die Position vor der Abwehr ins Team zurück, nachdem er gegen Berlin krankheitsbedingt ausgefallen war. Sandhausen begann gut. Aus gesicherter Defensive spielte man immer wieder über die Außen geschickt nach vorne und hatte zu Beginn durch Löning, Klotz und Fießer die besseren Chancen. St. Pauli war erstmals kurz vor der Halbzeit richtig gefährlich, aber unser Keeper Daniel Ischdonat parierte mal wieder glänzend im Tor. Zur Halbzeit ein verdientes Unentschieden und der SVS spielte gut mit. Also alles im Lot.
Zu Beginn der zweiten Hälfte kam St. Pauli aber stärker auf. Eine Vielzahl an Eckbällen und mehrere Chancen für die Braun-Weißen waren die Folge. Doch fast schien es so als sollte St. Pauli seinen Meister in unserem Torwart gefunden haben. Ischdonat hielt erstmal alles und pushte sich mit jedem gehaltenen Ball weiter an. Irgendwann war dann aber auch Ischdonat chancenlos und Fin Bartels erzielte das 1:0 für die Gastgeber. Der SVS investierte nach dem Rückstand aber wieder mehr nach vorne und nach schönem Zuspiel von Tüting umkurvte Klotz Keeper Tschauner und erzielte den Ausgleich. Leider nein, wie im TV zu sehen war, war Nico bei der Ballabgabe knapp im Abseits und somit blieb es bei der Führung für St. Pauli. Fast im Gegenzug, kontert St. Pauli dann den SVS aus und Ebbers erzielte mit dem 2:0 die Vorentscheidung. Mehr als der Anschlußtreffer durch Marco Pischorn war leider nicht mehr drin und somit verlor der SVS mit 2:1 beim FC St. Pauli.
Aufgrund der zweiten Hälfte und Vielzahl an Chancen geht der Sieg auch in Ordnung. Die schlechte Leistung von St. Pauli in Cottbus letzte Woche war nicht gut für uns. Irgendwie war klar, dass St. Pauli 90 Minuten rennen und kämpfen wird um vor eigenem Publikum endlich den ersten Saisonsieg einzufahren. Aber wir haben trotzdem eine ordentliche Leistung gezeigt, lange dagegen gehalten und wir können Stolz darauf sein, wie wir uns auf St. Pauli verkauft haben. Eine gute spielerische erste Hälfte mit einem flinken Klotz und einem überragenden Ischdonat, sowie eine kämpferisch gute zweite Hälfte bei der selbst nach dem Rückstand nicht aufgegeben wurde. Die ordentliche Leistung gilt übrigens nicht nur für die Mannschaft, sondern auch für uns Fans. Guter Support für unser Team und am Schluß auch ein Schuß Ironie und Humor ( "Auf St. Pauli kann man mal verlieren") haben dazu geführt, dass wir und unsere Mannschaft freundlich und mit Applaus vom Heimpublikum verabschiedet wurden. Das ist eben St. Pauli. Natürlich war man froh gegen Sandhausen gewonnen zu haben und da fällt der Applaus leichter, aber man erkennt eben auch die Leistung des Gegners an und zeigt seinen Respekt für die gebrachte Leistung.

A Propos Verabschiedung. Eine solche hat für Fabio Morena von offizieller Seite des FC St. Pauli nach seinem Wechsel zum SVS  bisher nicht stattgefunden. Deshalb wurde die offizielle Verabschiedung des langjährigen St. Pauli Capitanos und heutigem Sandhäuser nach der Partie vorgenommen. Kein Zuschauer hat da das Stadion früher verlassen und Fabio wurde gefeiert und besungen. Ein großer emotionaler Moment und als Fabio das Wort ergriff um sich zu bedanken, stand manch einem das Wasser in den Augen. Das war ein besonders emotionaler Moment und eines Spielers würdig, der 9 Jahre für ein und denselben Verein gekickt hat. Da könnte sich unser SVS auch mal was bei abgucken, Roberto Pinto hätte in Sandhausen ähnliches verdient gehabt.
Leider war gemeinsames Bier trinken mit St. Paulifans für unsere Busfahrer nach dem Spiel nicht möglich, da die Polizei sofort nach Spielschluß eine Kette zwischen dem SVS Block und den St. Pauli Fans zog. Man kam nicht mal mehr an den Bierstand. Warum man dieses Theater gemacht hat, wo doch alles friedlich war und es null Probleme zwischen Sandhäusern und St. Paulianern gab, ist mir ein Rätsel. Da wir noch eine Nacht blieben hatten wir persönlich aber noch die Möglichkeit das Astra mit St. Paulianern zu trinken. Auf dem Südkurvenvorplatz und im Viertel wurden wir von vielen St. Paulianern angesprochen und uns wurde Respekt für die Leistung bekundet. Die meist gestellte Frage war aber: "Und wo liegt Sandhausen jetzt genau?". Tja, da hätten die mal die Stadionzeitung lesen sollen, darin erklärte der ehemalige St. Pauli Spieler Timo Schultz so einiges Wissenswerte über Sandhausen ;-). Ein besonderes Erlebnis war auch der Austausch mit dem Gehörlosenfanclub St. Pauli. Mit Händen und Bildern hat man sich verständigt und noch einige gemeinsame Fotos gemacht. Wir wurden dann noch mit in bzw. vor die Fankneipe Jolly Roger eingeladen und erzählten noch lange mit vielen St. Paulianern und tranken das ein oder andere Astra gemeinsam. Und während die St. Paulianer sich im Hintergrund über die Tore von Bremen gegen den HSV in der Bundesliga freuten, konnten wir uns ein lächeln bei den Toren von Frankfurt gegen Hoffenheim nicht verkneifen.

Sonntag stand für uns noch eine Stadionführung im Millerntor auf dem Programm. So konnten wir die Wege unserer Mannschaft am Vortag noch mal nachverfolgen und kamen an vielen interessanten Ecken des Millerntor vorbei. Zwei Dinge waren wiederum bemerkenswert. Zum einen trafen wir unterhalb der Haupttribüne auf einen weiteren ehemaligen St. Paulianer, Marcel Eger, der ehrenamtlich gerade zusammen mit den Leuten von Viva con Agua, einige Wände im Stadion neu bemalte und der zweite Punkt, die Stadionführung wurde von der Mutter des aktuellen St. Pauli Spieler „Schnecke“ Jan Philipp Kalla durchgeführt. Die Beziehung zum Verein FC St. Pauli ist für ehemalige und auch aktuelle Spieler also schon ziemlich besonders.

War trotz der Niederlage eine schönes Wochenende und im großen Hamburg kennt man nun auch den SV Sandhausen und man freut sich bereits auf das Rückspiel „im Dorf“.  Wer Lust hat ein paar Texte aus Sicht der St. Paulianer zu lesen, hier ein paar Links zu einigen Blogs: Übersteiger, Kleiner Tod oder Gegengeraden-Gerd.

Nach der Länderspielpause geht es für uns weiter gegen Dynamo Dresden. Gespannt darf man dann auf den Last-Minute Transfer Kingsley Onuegbu sein, der bis zur Winterpause von Fürth ausgeliehen ist. Mit Löning, Kingsley und Wooten (der nach seiner Einwechslung auf St. Pauli übrigens gute Ansätze gezeigt hat) sind wir offensiv nun richtig gut besetzt. Und aufgrund unserer bisherigen Leistungen werden wir gegen Dresden dann auch wieder Punkte einfahren.

FC St. Pauli: Tschauner; Avevor, Mohr, Thorandt, Kalla; Boll, Daube (77. Funk); Bartels, Bruns; Saglik (91. Schachten), Ebbers (85. Ginczek).

SV Sandhausen: Ischdonat; Schauerte, Pischorn, Schulz, Achenbach; Morena; Klotz, Fießer (80. Blacha), Tütin (80. Ulm), Halfar (75. Wooiten); Löning.

Tore: 1:0 (71.) Bartels, 2:0 (76.) Ebbers, 2:1 (83.) Pischorn, Zuschauer: 21.045 (ausverkauft), Schiedsrichter: Felix Brych (München), Gelb: Morena, Achenbach (beide SVS).

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24.08.2012 SV Sandhausen - Union Berlin 2:0

Nach dem grandiosen Pokalerfolg gegen Energie Cottbus galt es diesmal in der zweiten Liga an die gute Leistung anzuknüpfen und auch gegen Union Berlin einen Sieg in der Liga einzufahren.  Überschattet wurde der Pokalerfolg leider von der schweren Verletzung von Regis Dorn, der mit einem Kreuzbandriss 6 Monate ausfällt. Auch hier noch mal gute Besserung an Regis und die besten Genesungswünsche von unserer Seite. Wir hoffen dich in der Rückrunde bald wieder auf dem Platz zu sehen. Ein schönes Zeichen kam von der Mannschaft, die beim Einlaufen ein Banner "Lieber Regis, gute Besserung" hochhielten. Am Donnerstag wurde vom Verein aufgrund Regis' Verletzung ein weiterer Stürmer verpflichtet. Andrew Wooten wird von Kaiserslautern ausgeliehen und was man so von ihm hört und liest, ist das ein guter. Willkommen in Sandhausen Andrew und viel Erfolg bei unserem SVS!
War man am Montag beim Spiel gegen Cottbus noch nass vom Schwitzen wegen der Hitze, so war man gegen Union diesmal nass wegen dem Regen. Vielleicht war dies auch ein Grund, warum wieder nur recht wenige Zuschauer ins Hardtwaldstadion pilgerten, verstehen kann ich es aber nicht. Der SVS hat in den letzten Wochen in der 2. Liga und im Pokal richtig gut gespielt und leider wird das bei den Zuschauerzahlen derzeit noch nicht honoriert. Das ist sehr schade und auch ein bissel enttäuschend.
Gegen Union Berlin fiel im Vergleich zum Pokalspiel gegen Cottbus Fabio Morena wegen Magen-Darm Erkrankung aus und Glibo übernahm seine Rolle vor der Abwehr. Union Berlin hatte sich wohl das Pokalspiel des SVS angeschaut und stand zu Beginn, im Gegensatz zu Cottbus, sehr sicher in der Defensive. Der Blitzstart des SVS blieb also aus. Insgesamt tat sich der SVS in der ersten halben Stunde schwer gegen die gut stehenden Berliner, was einige Leute aus der "Meckerecke" gleich wieder auf den Plan rief aktiv zu werden. Sorry, dafür habe ich null Verständnis. Keiner kann erwarten, dass wir unsere Gegner 90 Minuten an die Wand spielen und beherrschen. Wir spielen mittlerweile in der 2. Liga und haben nur ein Ziel, die Klasse zu halten. Wer das als Zuschauer nicht kapiert und nur meckert weil es nach 10 Minuten nicht 2:0 für uns steht, der darf dann gerne beim nächsten Mal auch zu Hause bleiben. Auf diese Leute kann ich echt verzichten.
Union also in der ersten halben Stunde mit Feldvorteilen aber nur einer großen Chance, als Terrode freistehend 5 Meter vor dem Tor den Ball über die Latte hämmerte. Der SVS kam erst nach 30 Minuten besser ins Spiel und erspielte sich erste Chancen durch Achenbach und Tüting. Kurz vor der Halbzeit dann eine Zuckerflanke von Adler auf Löning und unser Kapitän erzielte per Kopf das 1:0. Frank Löning trifft wieder, nicht nur im Pokal sondern nun auch in der Liga und das ist gut so!
Nach der Pause ließ der SVS Berlin erstmal wieder kommen und setzte auf Konter. Tüting hatte die große Chance zum 2:0, sein Flugkopfball ging aber leider am Tor vorbei. Union weiter mit mehr Ballkontakten, aber die besseren Chancen lagen wieder beim SVS. Der starke Löning verzog zunächst noch einmal, bei einem weiteren Schuß von ihm lag aber Fießer goldrichtig im Fünfmeterraum auf dem Boden und sein langes Bein lenkte den Ball zum 2:0 ins Tor. Berlin versuchte die letzten Minuten nochmal den Druck zu erhöhen, ein Anschlusstreffer gelang aber nicht, was wiederum auch an den guten Paraden von Keeper Ischdonat lag.
So war also der erste Zweitligasieg für den SV Sandhausen unter Dach und Fach und man nahm vorübergehend den 2. Tabellenplatz der 2. Bundesliga ein.   
Der SVS ist in der zweiten Liga angekommen und wenn wir an die bisherigen Leistungen anknüpfen, dann werden wir den Klassenerhalt auch schaffen. Grundlage für unser Spiel ist unsere Defensive und da haben wir mit Ischdonat einen überragenden Torwart, mit Pischorn und Schulz zwei Innenverteidiger die hinten alles wegputzen was geht und gleichzeitig vorne bei Standards absolut torgefährlich sind. Dazu kommen mit Achenbach und dem starken Schauerte zwei Außenverteidiger, die defensiv und offensiv bisher überragend spielen. Wenn diese Abwehr so weiter spielt, dann werden sich noch manche Gegner die Zähne dran ausbeißen.
Was mir noch gefällt ist der Einsatz und Wille mit dem unsere Jungs derzeit in das Spiel gehen. Da wird kein Ball verloren gegeben, es wird nachgesetzt und gekämpft. So muss man die zweite Liga angehen und das machen wir derzeit hervorragend.
Nach dem Spiel ging es dann noch zum "Bauer" ein Bierchen mit ein paar Unionern trinken. Vor 4 Jahren, beim letzten Spiel von Union in Sandhausen, fand dort ein Treffen von Union Fans statt und auch diesmal waren etliche Berliner Fans vor und nach dem Spiel beim "Bauer" anzutreffen. Man tauschte sich bei freundschaftlicher Atmosphäre aus und fachsimpelte über das Spiel, über Union und über Sandhausen.
Am kommenden Samstag geht es nun nach Hamburg zum FC St. Pauli. Das wird ein besonderes Spiel am Millerntor werden. Nicht nur weil die Atmosphäre im Stadion eine besondere ist, sondern auch weil bei mir dann zwei Herzen in der Brust schlagen werden. St. Pauli ist meine Liebe aber Sandhausen ist meine Heimat! Sportlich gesehen brauchen wir uns in St. Pauli nicht zu verstecken. Da ist durchaus wieder eine Überraschung, wie in Köln, möglich. Ist unsere Defensive wieder in Form und lassen sich unsere Jungs nicht von der Atmosphäre im Stadion beeindrucken, dann nehmen wir dort mindestens einen Punkt mit. Deshalb meldet euch alle noch bei Stefan für die Fanbusse an oder fahrt privat hoch nach Hamburg, die Mannschaft braucht unsere Unterstützung auf dem Kiez!

SV Sandhausen: Ischdonat; Schauerte, Pischorn, Schulz, Achenbach; Glibo, Fießer (89. Kittner); Klotz (85. Falkenberg), Tüting, Adler (46. Halfar); Löning.

1.FC Union Berlin: Haas; Pfertzel, Stuff, Menz, Kohlmann; Karl; Quiring (78. Zoundi), Mattuschka, Parensen, Gallegoe (58. Silvio), Terodde (58. Nemec).

Tore: 1:O (43.) Löning, 2:0 (71.) Fießer, Zuschauer: 3.500, Schiedsrichterin: Bibiana Steinhaus (Hannover), Gelb: Mattuschka (Hannover).

 

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20.08.2012 SV Sandhausen - Energie Cottbus 3:0 (1.Runde DFB Pokal)

Nach der Auslosung wusste man noch nicht so richtig, was man mit unserem Los anfangen sollte. Ein Kracher wie im letzten Jahr gegen Dortmund war es diesmal (noch) nicht, dafür eben ein Gegner auf Augenhöhe mit der Chance, nach vielen Jahren mal wieder die zweite Runde im DFB-Pokal zu erreichen. Und seit gestern abend ist klar: Wie haben für die erste Runde ein perfektes Los erwischt, unsere Jungs haben ihre Chance eindrucksvoll genutzt und nebenbei sicher auch nochmal Selbstvertrauen getankt nach dem ohnehin auch in der Liga schon gelungenen Start.
 
In den mittleren 70 Minuten war das ein sehr gutes Spiel, in den ersten 10 und den letzten 10 war es jeweils ein echter Pokalkracher. Einen Blitzstart wie gestern hat man bei unserer Mannschaft lange nicht mehr erlebt. Danach hatten dann durchaus auch die Gäste ihre Chancen. Mit etwas Glück, Geschick, dem Pfosten und einem sehr gut aufgelegten Ischdonat konnte unsere Mannschaft aber den Kasten sauberhalten.
 
Von Cottbuser Seite war das wohl eines dieser Spiele, bei denen man den Eindruck hatte, dass der Ball heute einfach nicht ins Tor will, selbst wenn man nochmal eine Stunde länger gespielt hätte. Und so hätte man dann unsere Gäste auch fast ein bisschen bedauern können, die bei tropischen Temperaturen mit ebenso viel Einsatz und Laufbereitschaft aufgetreten sind wie unsere Mannschaft, wenn da nicht die letzten 10 Minuten gewesen wären.
 
Gab es zuvor schon eine grenzwertige Situation (Ball wurde nach einer Behandlungspause zwar in unsere Abwehr zurückgespielt, die Cottbuser Stürmer sind dann aber auch sofort wieder draufgegangen), so war das, was die Gäste nach der Verletzung von Dorn gezeigt haben, grob unsportlich: Anstatt den Ball fair zurückzugeben, wurde gegen unsere nun in Unterzahl spielende Mannschaft sofort der nächste Angriff eingeleitet.
 
Als dann auch noch Morena mit Wadenkrämpfen den Platz verlassen musste, legten unsere 8 verbliebenen Feldspieler bei Einsatz und Kampfgeist nochmal eine Schippe drauf und schafften sogar noch die viel umjubelte Entscheidung zum 3:0.
 
Wenn unsere Jungs so weitermachen, werden sie mit ihrem Auftreten noch einige Spiele und sicher noch mehr Fans gewinnen (wie sagte doch Beckmann gestern im Ersten: man muss die Sandhäuser einfach gerne haben). Das Spiel gestern hätte in jedem Fall eine deutlich größere Kulisse verdient, wer da war, wird aber sicher wiederkommen - und das hoffentlich nicht erst zur zweiten Pokalrunde, für die man sich also ab heute auch die Gegner wünschen kann. Mein persönlicher Wunsch wäre natürlich in jedem Fall ein Heimspiel vielleicht wieder gegen einen Gegner auf Augenhöhe, dass würde einen weiteren großen Pokalabend garantieren. 
Jetzt geht's aber am Freitag erstmal in der Liga gegen Union Berlin weiter und wir hoffen unsere Verletzten vom gestrigen Spiel können da alle wieder mitmachen. Jedenfalls gute Genesung an alle.

SV Sandhausen: Ischdonat; Schauerte, Pischorn, Schulz, Achenbach; Morena, Fießer; Klotz (68. Falkenberg), Tüting, Adler (59. Halfar); Löning (69. Dorn).

 
FC Energie Cottbus: Kirschbaum; Engel, Hünemeier, Möhrle, Bittrolff; Banovic (72. Glasner), Kruska; Sörensen (52. Farina), Adlung; Sanogo, Stiepermann.
 
Tore: 1:0 (3.) Löning, 2:0 (10.) Schulz, 3:0 (89.) Fießer. Schiedsrichter: Thorsten Kinhöfer (Herne). Zuschauer: 2.700. Gelbe Karten: Daniel Schulz (SVS), Möhrle, Sanogo (Energie).

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10.08.2012 1.FC Köln - SV Sandhausen 1:1

Das wir mal ein Pflichtspiel gegen den 1. FC Köln bestreiten war bis vor kurzem eigentlich nicht so richtig vorstellbar. Nach unserem Aufstieg und dem Abstieg der Kölner war es nun aber soweit und der kleine SV Sandhausen reiste in die Domstadt. Die Kölner mussten bei ihrem ersten Saisonheimspiel die Strafe des DFB für die "Rauchschwaden" beim letzten Bundesligaspiel gegen Bayern München umsetzen und durften nur 22500 eigene Zuschauer ins Stadion lassen. Das die DFB Strafen von Leuten getroffen werden die vom Fußball meilenweit entfernt sind wird bei solchen Bestrafungen immer wieder deutlich. Was kann der normale Köln Fan, der nun bei diesem Spiel vor dem Stadion bleiben musste, für die dumme Aktion einiger weniger Leute? Wo ist die erzieherische Maßnahme dieser Strafe? Das alles interessiert beim DFB nicht. Da wird lieber wieder zum x-ten Mal mit der Abschaffung der Stehplätze gedroht anstatt mal wirklich vernünftige Angebote auf den Tisch zu legen. So war dann auch der leere Stehplatzblock der Kölner mit einem großen Banner und der wirklichen Abkürzung für den DFB "Den Fußball Bestraft" beflaggt.

Wir waren mit dem PKW nach Köln gereist und rechtzeitig genug am Stadion um noch gemütlich Bier und Wurst vor dem Stadion zu vertilgen. Bei uns in Sandhausen wurde der Biergarten vorm Stadion bei Zweitligaspielen geschlossen, in Köln gibt's jede Menge Möglichkeiten direkt vor dem Stadion was zu essen und zu trinken, auch für Gästefans. Komisch oder? Wir hatten so genügend Gelegenheit uns mit Kölner Fans zu unterhalten und wurden überall nett empfangen. Vor dem Gästeeingang stand dann der WDR und machte noch ein Interview mit uns und anderen SVS Fans ( siehe Videos). Als Fan eines Dorfvereins wird man von den Medien und gegnerischen Fans anfangs gerne noch belächelt. Nachdem man sich aber mit uns auseinandersetzt erkennt man meist schnell, dass wir ganz normale Fußballfans sind. 

Den SVS begleiteten nach Köln knapp 400 Fans und für Freitag 18 Uhr und noch dazu Ferienzeit ist das eine super Anzahl. Die Stimmung im Block war auch über die gesamten 90 Minuten super. Gegen die Kölner Fans sind wir natürlich nicht angekommen aber wir schauen auf uns und nicht die anderen und das war ein guter Auswärtssupport!  

Nach dem Frankfurt Spiel waren wir alle gespannt wie sich der SVS gegen einen Bundesligaabsteiger auswärts vor großer Kulisse schlägt. In der Aufstellung gab es zwei Änderungen. Morena und Riemann rutschten für die verletzten Klotz und Ulm ins Mittelfeld.

In der ersten Hälfte spielte der SVS gut mit und hatte durch Fießer und Löning die besseren Chancen. Unsere Defensive stand gut und die Kölner waren nur durch 2 Distanzschüsse, die jedoch keine Gefahr für Ischdonat darstellten, gefährlich. Einige Schmunzler im Block gab es in der ersten Hälfte, als die Zwischenstände vom Kaiserslautern Spiel auf der Videoleinwand eingeblendet wurden. Da hieß der Gegner vom FCK nämlich Rot-Weiss Ahlen (siehe Fotos). In der Pause hatten es die Kölner Verantwortlichen dann gemerkt und man korrigierte die Anzeige in VfR Aalen :-)

Nach der Pause hatte der FC seine stärkste Phase des Spiels. Mit einem Pfostenschuss durch Bröker und weiteren Chancen, die aber teilweise kläglich vergeben wurden, schnürten die Kölner den SVS nun gut 20 Minuten in der eigenen Hälfte ein. Ein Tor für Köln fiel aber erst durch einen Elfmeter, der noch dazu ein wenig fragwürdig war. Als Morena verletzungsbedingt kurz behandelt wurde und wir somit gerade nur zu zehnt waren, drang ein Kölner in den Strafraum ein und als Adler hinterherlief fiel der Kölner um. Ob's nun Foul war oder nicht..., naja sagen wir mal der Schiri hatte bei einigen Entscheidungen heute keinen guten Tag. Ein Halten von Morena hätte so vorher schon zu einem Elfer für Köln führen können, eine ähnliche Situation wie beim Elfer für Köln wurde bei Simon Tüting im Kölner Strafraum nicht gepfiffen und noch dazu muss man das passive Abseits von Pischorn bei Daniel Schulz' Kopfballtreffer auch nicht unbedingt pfeiffen.

Sei's drum, der FC erzielte also per Elfmeter das 1:0 und ging in Führung. 

Der SVS kam aber wieder ins Spiel und der FC verlegte sich aufs Kontern. Halfar und Dorn kamen nun von der Bank und der SVS versuchte alles um den Ausgleich zu erzielen. Das nicht gegebene Tor von Schulz habe ich bereits erwähnt, ein schöner Schuss von Tüting kam noch hinzu aber es schien so als ob der SVS für seine tapfere Leistung nicht belohnt werden sollte. Gefahr vor dem Sandhäuser Tor gab es nun keine mehr, denn die Kölner Offensive spielte keinen Konter gefährlich aus. Regis Dorn war es dann vorbehalten zum Held des Abends zu werden. In der 89. Minute lüpfte Regis den Ball mit dem Rücken zum Tor über Keeper Horn zum 1:1 Ausgleich ins Netz. Ob das nun so gewollt war oder nicht ist mir wurschtegal, aber es war jedenfalls saugeil. Alle im Sandhäuser Block rasteten positiv aus und bejubelten den verdienten Ausgleichstreffer. Ein Unentschieden in Köln, davon hatten viele geträumt und nun war es Realität geworden. 

Der SVS verkaufte sich sehr gut in der Domstadt. Unsere Defensive stand stabil und unsere langen Jungs Pischorn und Schulz räumten hinten ordentlich auf. Simon Tüting im Mittelfeld gefällt mir immer besser und Regis Dorn machte das was er am Besten kann... Tore schießen. Auch alle anderen haben zu einer geschlossenen Manschaftsleistung beigetragen und genau so werden wir die Klasse halten. Danke Jungs für ein tolles Spiel in Köln und macht genau so weiter! 

Hat sich seit dem Kölnspiel die Frage ob wir einen zusätzlichen Stürmer brauchen erledigt? Ist vielleicht Regis Dorn genau der Typ, den wir vorne drin brauchen? Warum nicht? Regis hat sich weitere Einsätze jedenfalls verdient. Das heisst nicht, dass Kapitän Frank Löning dann auf die Bank soll. Warum nicht Löning und Dorn gemeinsam und Löning dabei ein bissel weiter zurückgezogen. Löning ist mehr der Arbeiter und Dorn mehr der Vollstrecker und ich denke wir haben Platz für beide. Das könnte man am Dienstag beim Testspiel gegen den FSV Mainz ja mal ausprobieren, bevor dann die stark in die Liga gestarteten Cottbusser zum DFB Pokalspiel an den Hardtwald kommen.

 

1.FC Köln: Horn; Brecko, Maroh, Wimmer, Eichner; Lehmann, Matuschyk; Royer (85. Pezzoni), Chihi (24. Jajalo), Bröker; Tese (46. Ishak).

SV Sandhausen: Ischdonat; Schauerte, Pischorn, Schulz, Achenbach; Fießer, Morena (76. Dorn); Riemann (84. Falkenberg), Tüting, Adler (77. Halfar); Löning.

Tore: 1:0 Bröker (Foulelfmeter), 1:1 Dorn (89.), Schiedsrichter: Markus Wingenbach (Mainz), Zuschauer: 22.950, Gelbe Karte: Tüting (2).

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05.08.2012 SV Sandhausen - FSV Frankfurt 1:1   

Lange haben wir auf die Zweitligapremiere in Sandhausen gewartet, endlich war es nun soweit und der SVS ist in der zweiten Liga angekommen. In der Sommerpause war der Stadionumbau sicher das meist beachteste Thema beim SVS und man kann sagen, was in den paar Wochen entstanden ist gefällt mir ganz gut. Ein neuer Rasen mit Rasenheizung (der nach Anfangsschwierigkeiten nun seinen Zweck voll erfüllt), eine neue überdachte Stehplatztribüne für den Fanbereich, eine VIP und Business Tribüne (die im Oktober komplett fertig wird) und ein neuer TV Turm auf der Gegengeraden. Wenn man bedenkt, dass dies alles in wenigen Wochen entstanden ist, dann kann man nur den Hut vor den Organisatoren dieser Umbauten ziehen. Und schön, dass bei manchen Arbeiten auch viele Fans mitgeholfen haben. Unser Stadion ist zwar ein bissel zusammengeflickt aber es hat einen besonderen Charme und mit gefällt das alles sehr gut. Unser Hardtwaldstadion ist keine Arena, aber diese „Fußball-Arenen“ gleichen sich doch überall, was man von unserem Stadion nun wirklich nicht behaupten kann. Und so ist mir das viel lieber.


Was die Kaderplanung betrifft war der SVS ebenfalls sehr schnell und alle bisherigen Neuzugänge waren rechtzeitig vor der Vorbereitung verpflichtet. Was man auf jeden Fall sagen kann, der SVS hat sich in der Breite verstärkt. So ist jede Position nun doppelt besetzt. Ob die Neuzugänge richtige Verstärkungen oder doch eher Ergänzungen sind wird sich in den nächsten Wochen und Monaten zeigen. Ein Stürmer soll noch verpflichtet werden und ein weiterer Stürmer würde uns gut tun. Frank Löning ist da vorne viel zu oft alleine, allerdings haben wir ja auch noch Regis Dorn, der eine gute Vorbereitung gespielt hat und der sich Einsätze durchaus mal wieder verdient hätte.

Gegner beim Auftaktspiel des SVS war der FSV Frankfurt. Ein Team, welches mittlerweile schon seit 5 Jahren zweitklassig ist und jede Saison erfolgreich den Abstiegskampf gewonnen hat. Und auch dieses Jahr werden die Frankfurter wohl wieder beim Kampf um den Abstieg ein Wörtchen mitreden. Also genauso wie wir. Vor dem Spiel war daher viel die Rede von einem Gegner auf Augenhöhe. Und nach dem Spiel muss man sagen genau so war es. Das Spiel habt ihr alle sicher gesehen, entweder im Stadion oder im TV auf Sky, daher will ich gar nicht so auf den Spielverlauf eingehen. Das nun jedes Spiel unseres SVS live beim Bezahl-TV gesendet wird mag für manche vielleicht ganz schön sein, ich hoffe aber unsere Zuschauer bekommen zumindest bei Heimspielen ihren Hintern ins Stadion auch wenn das Wetter mal nicht so mitspielt wie gegen Frankfurt. Fußball gehört nämlich ins Stadion und nur nachrangig ins Fernsehen!

Das 1:1 Unentschieden ist gerecht, auch wenn der SVS für mich leicht stärker war. Am Ende fehlte ein wenig der letzte Biss noch zu gewinnen. Schade, denn Frankfurt hätte man schlagen können. Da werden wir es in den nächsten Wochen noch mit ganz anderen Gegnern zu tun bekommen. Man wollte das Spiel aber auf keinen Fall verlieren und das ist beim ersten Spiel in der zweiten Liga natürlich verständlich. Über das allgemeine Zweitliganiveau kann man derzeit noch recht wenig sagen. Da werden die nächsten Wochen nach den Spielen gegen Köln, Berlin und St.Pauli mehr Auskunft geben. Wer mir beim SVS jedenfalls gut gefallen hat waren Julian Schauerte und Jan Fießer. Danach kamen Klotz, Löning und Tüting die einige gute Aktionen hatten. Insgesamt ist aber vor allem im Spiel nach vorne noch einige Luft nach oben. Gefährlich waren wir wenn über die Außen gespielt wurde. Klotz und Schauerte waren hier auf rechts besser als Achenbach und Adler auf links. Riemann hatte zu wenig Zeit um was zu zeigen aber man merkte der ist schnell und ihn zieht es auf die Grundlinie um den Ball dann in den Rücken der Abwehr zu spielen. Wenn Riemann richtig fit ist, bekommt der sicher seine Chance unter den ersten Elf. Ulm und später Blacha im zentralen Mittelfeld konnten gegen Frankfurt leider keine großen Akzente setzen. Das kann David Ulm sonst besser.

Was mir noch gut gefallen hat war die Stimmung im Stadion  und besonders auf der neuen Stehplatztribüne. Die Choreografie zu Beginn des Spiels mit dem am Tribünendach hochgezogenen SVS-Zwerg und dem Banner "Zwergenauftstand" gefiel ebenfalls. Den Zwergenaufstand könnten wir am Freitag in Köln eigentlich fortsetzten. In diesem Spiel sind wir klarer Außenseiter und haben überhaupt nichts zu verlieren. Ein Punkt aus Köln wäre super, drei Punkte wären eine Sensation und eine Niederlage wird uns nicht umhauen. Lassen wir uns also überraschen, hoffen auf die richtige taktische Einstellung und ein wenig Glück. Wie der Abend in Köln dann ausgeht werden wir sehen. Wir werden unsere Jungs jedenfalls vor Ort im Rhein-Energie-Stadion unterstützen.  

SV Sandhausen: Ischdonat; Schauerte (79. Falkenberg), Pischorn, Schulz, Achenbach; Fießer; Klotz, Ulm (56. Blacha), Tüting, Adler (72. Riemann); Löning.

FSV Frankfurt: Klandt; Huber, Schlicker, Heubach, Jung; M. Konrad, Bambara (69. Stark); Görlitz, Teixeira (84. Nefiz); Verhoek (70. Leckie), Kapllani.

Tore: 0:1 (40.) Verhoek, 1:1 (45.) Tüting. Schiedsrichter: Christian Dietz (Kronach), Zuschauer: 4.900. Gelbe Karte: Tüting (SV Sandhausen).

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