Alle Berichte 2009/2010

30.04.2010 SV Sandhausen - Kickers Offenbach 1:1 

Zum letzten Heimspiel für den SVS in der Saison 2009/2010 kamen die  Kickers aus Offenbach nach Sandhausen. Für beide Mannschaften ging es in dem Spiel um nichts mehr, da für Offenbach bereits seit einigen Spielen der Aufstiegskampf vorbei und der SVS seit dem Punktgewinn in München und der gleichzeitigen Niederlage von Wuppertal der Klassenerhalt gesichert war.

Offenbach schonte dann auch einige Spieler für ihr Pokalspiel gegen Wehen-Wiesbaden und beim SVS stellte sich die Mannschaft aufgrund von Verletzungen mal wieder fast von alleine auf. Regis Dorn probierte zwar beim Warmlaufen noch ob es geht, verzichtete dann aber auf seinen Einsatz und Philipp Hosiner kam für ihn zum Zug.

Sandhausen nach 4 Minuten mit Pinto im OFC Strafraum und der Schiedsrichter entschied auf Elfmeter für den SVS. Pinto verletzte sich bei dieser Aktion an der Schulter und musste leider gleich ausgewechselt werden. Jungwirth verwandelte sicher und der SVS führte 1:0. Das Spiel pätscherte so vor sich hin und am bemerkenswertesten war, dass der SVS bereits nach einer halben Stunde sein komplettes Auswechselkontingent erschöpft hatte da Hosiner und Throm ebenfalls verletzungsbedingt raus mussten.

In der zweiten Hälfte weiter kein großes Spiel beider Mannschaften und hätte der Schiedsrichter "John-Wayne-Doppelgelb" Metzen nicht einen unberechtigten Elfmeter für Offenbach gegeben, hätten wir das letzte Heimspiel wahrscheinlich gewonnen. Selbst OFC Trainer Wolf musste über den Elfer lachen und entschuldigte sich sogar fast noch bei uns Fans. Apropos OFC Trainer Wolf, der war Freitag abend richtig gut drauf und wir hatten mehrmals kurze Konversationen mit ihm wobei er sehr sympathisch rüberkam.

Gegen Ende hatte der SVS sogar noch Chancen das Spiel zu entscheiden aber Blum und Schauerte konnten die Chancen nicht verwerten. So blieb es in einem schwachen Spiel bei einen im großen und ganzen verdienten 1:1.  

Nach dem Spiel wurden die Spieler von uns mit Applaus verabschiedet. Meiner Meinung nach gehört es sich auch so. Man darf auch schimpfen und man darf kritisieren aber als Sandhäuser stehe ich zu meinem Team, gerade in nicht so erfolgreichen Zeiten und viele, gerade den jüngeren Spielern würde etwas mehr Applaus statt Pfiffe sicher gut tun.

Kommen wir noch zu einem kurzen Rückblick auf die Saison.

Insgesamt gesehen war es für viele sicher eine enttäuschende Saison. Enttäuscht über die nichterreichten Ziele (Platz 4 oder später Aufstieg), enttäuscht  über den Trainerwechsel, enttäuscht über den alten oder neuen Trainer (oder beide), enttäuscht über den geringen Zuschauerzuspruch in Sandhausen usw. Ich kann viele Enttäuschungen nachvollziehen und auch verstehen. Ich versuche es aber mal aus anderer Sicht.

Sandhausen ist die kleinste Gemeinde im deutschen Profifußball und im zweiten Jahr einer bundesweiten 3. Liga haben wir die Klasse gehalten und viele große Vereine ab und an geärgert. In einer sehr ausgeglichen 3. Liga hat unsere Mannschaft das Potential an einem guten Tag jeden zu schlagen aber an anderen Tagen wurden wir eben auch von Tabellenkindern vorgeführt... Wir hatten unsere Erfolgsserie leider schon zu Beginn der Runde als Mannschaften wie Jena und Dresden kurz vor dem Abstieg standen. Das hat die Erwartungen teilweise viel zu weit steigen lassen. Ich bin letztendlich mit dem erreichten Mittelfeldplatz zufrieden und war das übrigens auch schon vor der Saison denn insgesamt war unser Team (inkl. Trainer) dieses Jahr eben nur Durchschnitt. Das unsere Vereinsführung das anders sieht kann ich teilweise sogar nachvollziehen, denn Sponsorengelder, die der kleine SVS dringend benötigt, sind eben einfacher zu akquirieren wenn man in der Tabelle oben steht. Trotzdem würde ich mir wünschen, das das Auftreten unserer Offiziellen nach Außen in Zukunft lieber etwas zurückhaltender wäre. Über den Trainerwechsel wurde in unseren Berichten schon einiges geschrieben. Wir sind der Meinung der Wechsel war richtig allerdings hätten wir ihn wohl eher schon in der Winterpause vollzogen. Frank Leicht hat es bisher aber noch nicht geschafft der Mannschaft seinen Stil beizubringen und die Hoffnung liegt nun in der neuen Runde mit einem selbst zusammengestellten Kader dies zu schaffen.

Als Spieler der Saison sehe ich bei unserem SVS dieses Jahr Julian Schauerte noch vor Regis Dorn, der mit seinen vielen Toren auch unheimlich wichtig für uns war. Schauerte hat zwar die letzten Spiele etwas abgebaut war aber im Mittelfeld über die Saison gesehen der konstanteste Spieler und mir hat es riesig Spaß gemacht ihm zu zu sehen. Ich hoffe Julian kann sich im nächsten Jahr mit Unterstützung von ein, zwei erfahrenen Neuzugängen im Mittelfeld noch weiter entwickeln.

Nächste Woche geht's nun noch nach Ingolstadt bevor am Dienstag darauf das Badische Pokalfinale unserer zweiten Mannschaft gegen Nöttingen ansteht. Doch dazu schreibe ich heute lieber noch nix. Doch die Hoffnung einmal ein überzeugendes Pokalspiel unserer Mannschaft zu sehen habe ich noch nicht aufgegeben...

 

SVS: Kirschbaum – Bindnagel, Aygün, Tausendpfund, Throm (32. Waldecker)– Pinto (5. Mintzel), Jungwirth, Schauerte, Fischer – Ristic, Hosiner (22. Blum)

OFC: Wulnikowski – Heitmeier, Kopilas, Teixeira, Huber – Haas, Chaftar (46. Rode), Pfingsten-Reddig, Baier – Ulm (46. Tosunoglu), Hesse (74. Albayrak)

Schiedsrichter: Metzen

Zuschauer: 1600

Tore:
1:0 Jungwirth (4./FE)
1:1 Tosunoglu (61.)

gelbe Karten : Tausendpfund, Aygün – Chaftar, Albayrak, Tosunoglu

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17.04.2010 SV Sandhausen - Eintracht Braunschweig 1:1

Eine komische Woche für den SVS liegt hinter uns. Am Mittwoch verliert die erste Mannschaft mit 5:2 und gleichzeitig siegt die "verstärkte" zweite Mannschaft mit 3:0 bei Astoria Walldorf Ii und zieht damit ins Finale des Badischen Pokals ein.

So kam es heute dann auch zu einigen Umstellungen im Team von Frank Leicht und einige der erfolgreichen Jungs aus der zweiten Reihe bekamen ihre Chance. Ob Leicht auch so aufgestellt hätte wenn Bindnagle, Mintzel und Aygün nicht gesperrt gewesen wären?

Jedenfalls hat mir die Aufstellung vor Spielbeginn gefallen. Ich hätte wahrscheinlich Waldecker für Throm von Beginn an in die Abwehr gestellt aber Throm belehrte mich eines besseren und machte heute seine Sache auf der linken Verteidigerposition sehr gut.

Der SVS begann engagiert und druckvoll und nach einer schönen Ecke von Mario Pokar und einigen Unsicherheiten im Braunschweiger Strafraum erzielte Regis Dorn seinen 21 Saisontreffer.  Welch ein Auftakt.

Doch fortan wurde Braunschweig immer stärker und drängte auf den Ausgleich. Braunschweig hatte das Spiel im Griff und was die Jungs in gelb-blau geboten haben war für mich teilweise schon zweitligareif. Der SVS kam nicht mehr richtig nach vorne und unsere Befreiungsschläge landeten fast immer beim Gegner und der nächste Angriff rollte auf unser Tor. Doch die kämpferische Einstellung war heute da und man verteidigte das 1:0 erstmal bis zur Pause.

In der zweiten Hälfte das gleiche Bild. Braunschweig klar stärker und der SVS mit Kampfgeist aber ohne viel Entlastung nach vorne. Im 16 Meterraum war Braunschweig Gott sei Dank nicht so abgezockt und so verpufften viele Chancen. Doch dann leider ein grober Aussetzer von Ali Eberlein und die Braunschweiger kommen doch noch zum letztendlich hochverdienten Ausgleich. Irgendwie komisch ohne diese Einladung hätten wir das Spiel wahrscheinlich gewonnen obwohl Braunschweig klar die bessere und technisch versiertere Mannschaft war.

Was bei manchem Zuschauer heute mal wieder die Haare krauseln lies war unsere Abwehr. Okay, wir haben in dieser Abwehrformation diese Runde bisher noch nie gespielt aber für die neue Runde muss hier ganz ganz dringend etwas gemacht werden. Unseren Verantwortlichen empfehle ich übrigens dringend eine Vertragsverlängerung mit Benny Waldecker. Der Junge kommt rein, macht seine Arbeit gut und auf ihn kann man sich einfach verlassen.

Am Dienstag hat der SVS nun die Chance sich für den DFB Pokal zu qualifizieren. Nöttingen wird mit Einsatz und Kampf versuchen die Außenseiterchance zu nutzen. Neckarelz hat uns im letzten Jahr gezeigt wie ein Underdog im Pokal spielen muss. Das darf uns nicht noch einmal passieren. Mit der kämpferischen Einstellung von heute und vielleicht noch einem Philipp Hosiner im Sturm werden wir aber den Pokalsieg einfahren. 

SVS: Kirschbaum – Hillenbrand, Tausendpfund, Eberlein, Throm – Schauerte, Pokar – Fischer (78. Jungwirth), Emre – Ristic (59.Waldecker), Dorn (88. Blum)

Eintracht Braunschweig: Petkovic – Fuchs, Henn, Dogan, Reichel – Vrancic (46. Danneberg), Boland (74. Onuegbu), Pfitzner, Kruppke – Morabit, Kumbela (56. Calamita)

Schiedsrichter: Cartus

Zuschauer: 2580

Tore:
1:0 Dorn (4.)
1:1 Kruppke (64.)

gelbe Karten: Tausendpfund, Fischer, Pokar, Hillenbrand – Calamita, Pfitzner

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10.04.2010 SV Sandhausen - Holstein Kiel  1:1

Das Spiel gegen Kiel stand spätestens seit gestern im Blickpunkt von der deutschen Sport und Sensationspresse. Nicht wegen der Leistung unseres SVS oder von Holstein Kiel, sondern wegen der Nominierung von Michael Kempter nach der "Amerell Affäre". So war dann im und vor dem Stadion die Presse auch fleissig unterwegs zum Stimmenfang und verfolgte jeden Schritt von Kempter und der SVS Fans um jegliche Ausfälle sofort zu verwerten. Teilweise mussten unsere Securities die Fotografen beim Einlaufen sogar zur Seite schieben so derbe waren manchen Sensationsreporter unterwegs. Das war einfach nur peinlich. Respekt aber an unsere Sandhäuser Zuschauer. Das war ein faires Verhalten der Sandhäuser gegenüber Kempter, der eine sehr gute Schiedsrichterleistung in Sandhausen ablieferte. Beim Hinausgehen bekam er sogar Applaus von den Sandhäuser Zuschauern und das hätten die Medienpaparazzi sicher nicht erwartet. So genug zum Thema Schiedsrichter nun zu unserem SVS. 

Das Spiel war leider mal wieder gar nix. Es fehlt derzeit die die Emotion bei unseren Spielern. Wir waren heute einfach gar nix und erst nach dem 1:1 durch Dorn kurz vor Schluss kam nochmal Schwung in die Partie. Woran liegt es? Ist die Mannschaft verunsichert? War der Trainerwechsel vielleicht doch unnötig, da wir unter Dais genau so schlecht wie heute gespielt haben? Sind unsere Spieler satt und wollen die Runde nun locker zu Ende bringen? Ich weiss es nicht aber wahrscheinlich ist von allem etwas dabei. Warum wird nicht gekämpft wenn es spielerisch nicht läuft? Warum steht unsere Abwehr immer wieder so schlecht und man muss bei jedem Angriff wieder zittern? Warum können wir kein Spielaufbau betreiben und warum brauchen wir immer einen Auslöser wie heute das 1:1 um den Schalter umzulegen? Ich weiss es nicht. Aber ich weiss, dass die kommenden Pokalspiele gegen Walldorf II und vor allem gegen Nöttingen mit so einer Leistung wie heute mit Sicherheit nicht erfolgreich bestritten werden können. Und das darf nicht passieren. Der Pokalsieg und damit der Einzug in den DFB Pokal muss dieses Jahr geschafft werden. Was auch immer Frank Leicht mit unseren Jungs anstellt aber  der DFB Pokal muss dieses Jahr erreicht werden.

Schaue ich dann in die nächste Runde so werden wir wieder eine komplett andere Mannschaft am Hardtwald sehen. Einige Spieler bewerben sich auch nicht gerade für die nächste Saison. Unsere Wintereinkäufe muss ich hier auch mal wieder erwähnen, die bisher noch nie ihre Leistung bringen konnten. Ich frage mich heute noch warum man einen Patrick Kirsch fortgeschickt hat und dafür Glibo und Aygün verpflichtete. Über Cenci brauchen wir auch nicht reden. Der war in Frankfurt vielleicht eine tragende Säule, in Sandhausen ist er bisher noch gar nix! Gott sei Dank haben wir einen Regis Dorn. Ohne ihn wären wir mittlerweile wohl weit auf einem Abstiegsplatz. Nun kommen mit Burghausen und Braunschwieg zwei unangenehme Gegner und irgendwie hofft man,dass Dortmund, Wuppertal und Kiel weiter Punkte lassen um nicht doch noch in den Abstiegstrudel zu geraten.

Zum Schluss noch einen Gruß nach Kiel an meinen Freund Hauke. Viel Erfolg weiterhin und vor allem wieder in der nächsten Saison ;-). 

Sandhausen: Kirschbaum - Throm (64. Ötztürk) , Bindnagel, Eberlein (46. Waldecker), Aygün - Pinto, Jungwirth, Schauerte, Mintzel - Hosiner (72. Cenci), Dorn

Kiel: Frech - Schulz, Schyrba, Rohwer, Jürgensen - Müller (55. Jerat) , Lamprecht (65. Siedschlag) , Heider, Sykora - Sembolo (78. Brückner), Cannizzaro

Schiedsrichter: Michael Kempter

Zuschauer: 1300

Tore:
0:1 Canizzaro (48.)
1:1 Dorn (85.)

gelbe Karten: Ebererlein, Waldecker - Schulz, Sykora, Heider

  

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31.03.2010 SV Sandhausen - VFL Osnabrück 3:2

Das ist Fußball wie ich ihn liebe. So macht Fußball Spaß und genau so wollen wir ihn am Hardtwald sehen. Doch der Reihe nach.

Frank Leicht musste heute gegen den Tabellenführer wieder einmal die Mannschaft aufgrund von Sperren oder Verletzungen umbauen. So kamen im Vergleich zu Samstag Jungwirth, Waldecker und nach abgesessener Sperre Regis Dorn wieder in die erste Elf.

Osnabrück begann stark und ging bereits nach 5 Minuten durch ein Kuddelmuddel im Sandhäuser Strafraum in Führung. Ein Schock für den SVS den man die ganze erste Hälfte nicht richtig verkraftete. Osnabrück weiter offensiv und nach einer Viertelstunde stand es 2:0 für den Zweitligaabsteiger. Der SVS war gar nicht richtig auf dem Platz. Kaum Einsatz, kaum Wille erkennbar und unsere Abwehr lies sich ein ums andere mal auspielen wie eine Jugendmannschaft. Mir schwante böses. Wobei man natürlich sagen muss, dass Osnabrück ein wirklich starker Gegner war. Was mir gefallen hat waren die Standards und Flanken des Gegners. Die waren teilweise so scharf getreten, da hätte man Bäume mit fällen können. Unsere Flanken hingegen blieben meist so lange in der Luft, dass man sich als Abwehrspieler in aller Ruhe positionieren konnte. Eine Großchance durch Dorn gab es dann doch aber das war in der ersten Hälfte leider gar nix lieber SVS. Teilweise wurden unsere Mannen für diese Leistung mit Pfiffen in die Kabine geschickt und teilweise konnte man die Pfiffe auch nachvollziehen. Doch wir können auch anders und da sind wir bei der zweiten Hälfte.

Stadionsprecher Frank Schumacher sagte noch schön zu Beginn der zweiten Hälfte "Wir fangen jetzt noch mal das Spiel von vorne an" und genau das hat unsere Mannschaft sich dann auch vorgenommen. Es wurde von der ersten Minute der zweiten Halbzeit gekämpft und gerackert, dass wir bereits in der 46. Minute den Anschlusstreffer durch Jungwirth erzielen konnten. Der SVS war nicht wieder zu erkennen. Die Bälle kamen nun beim Mitspieler an, der Einsatz, der Wille und der Kampfgeist waren vorbildlich und gleichzeitig baute der Spitzenreiter immer weiter ab. So war das 2:2 durch Dorn eine logische Folge. Für mich war klar: Das Spiel können wir noch gewinnnen und Necat Aygün erhörte die Fans und brachte uns in der 80 Minute mit 3:2 in Führung. Osnabrück versuchte zwar zwischendurch noch Konter zu setzen aber gegen den Einsatz unserer Jungs in der zweiten Hälfte hatten sie nicht mehr viel entgegen zu setzen. Die zweite Halbzeit und der Sieg waren verdammt wichtig für uns. Die Jungs können es, nur haben sie das in der letzten Zeit viel zu wenig gezeigt. Vielleicht ist diese zweite Hälfte nun ein kleiner Neuanfang und mit dem Abstieg behaupte ich heute werden wir nun sicher nichts mehr zu tun haben.

Herausheben möchte ich heute niemanden aus der Mannschaft, in der ersten Hälfte spielten eigentlich fast allen weit unter Leistungsniveau. Die zweite Hälfte war dafür eine geschlossene, kämpferisch starke Mannschaftsleistung.  Selbst die Nörgler und Pfeiffer aus der Halbzeitpause waren am Ende begeistert. 

Osnabrück wird trotz der Niederlage meiner Meinung nach am Ende der Runde den Weg in die zweite Liga antreten. Heute waren sie eine Halbzeit ganz klar das bessere Team, aber wie gesagt eben nur eine Halbzeit.

A propos (Osna-)Brück. Da gibt es einen Redakteur bei der hiesigen Rhein-Neckar-Zeitung der sich derzeit bei Pressekonferenzen des SVS zur Lachnummer der Nation macht. Wer diesen Starreporter mal erleben möchte, der braucht sich nur die Videos der Pressekonferenzen vor den Spielen bei SVS.TV anschauen. Es ist einfach nur peinlich wie Brück sich dort aufführt und mit was für Fragen und Nachfragen er Frank Leicht und Tobias Gebert löchert. Nichts gegen kritische Fragen aber ein Reporter der anderen ständig ins Wort fällt und meist keine Ahnung von dem hat über das er eigentlich berichten soll, der darf zukünftig gerne wieder exklusiv aus dem Kraichgau berichten, dort sind nämlich inzwischen die meisten gelandet die von Fußball anscheinend nicht so vel verstehen.

Noch ein Wort zu unserem "Fanblock". Die Jungs hatten heute einfach mal wieder keinen Bock und ganz ehrlich ich kann die gut verstehen. Das "Kein Bock" hatte nämlich überhaupt nix mit unserer Mannschaft und deren Leistung zu tun sondern es war ein Boykott gegen die Verbote die unseren Fans auferlegt wurden. Es kann einfach nicht angehen, dass Gästefans Dinge erlaubt bekommen, für die Sandhäuser Fans mit Anzeige und Stadionverbot rechnen müssen. Warum dürfen Dresdner, Auer oder Osnabrücker Fans ihre Banner und Fahnen vor sich an den Zaun hängen und die Sandhäuser nicht? Warum dürfen Vorsänger (wie gegen Aue geschehen) das ganze Spiel auf den Zaun steigen, bei den Sandhäuser Fans wird nach Torjubel und Emotionen sowas aber mit Anzeige bestraft? Warum wird hier mit zweierlei Maß gemessen? Ich will das den Gästefans überhaupt nicht verbieten, ganz im Gegenteil aber wenn die das dürfen warum dann nicht auch unsere Fans im Fanblock. Das verstehe ich absolut nicht und wenn sich hier nicht bald etwas ändert, dann wird auch der letzte Rest der supportwilligen Fans sich bald ganz verabschieden. Wollen wir das? Will der Verin das? Mit Sicherheit nicht. Man muss nicht immer alles gut finden, was von den aktiven Fans kommt aber hier habt ihr meine volle Solidarität und ich hoffe dass es bald eine Lösung gibt.

So habe fertig, und wer Rechtschreibfehler findet darf sie heute behalten. Am Sonntag dann 3 Ostereier aus Dortmund mitnehmen und die Woche drauf die Kieler in einem überzeugenden Heimspiel (über 2 Halbzeiten!) aus dem Stadion hauen.

 

SVS: Kirschbaum – Bindnagel, Eberlein, Aygün, Mintzel – Waldecker (70. Hosiner), Jungwirth (84. Hillenbrand), Schauerte, Blum (63. Emre) – Dorn, Ristic

VfL Osnabrück: Berbig – Engel, Nickenig, Barletta, Tauer – Heidrich (84. Schmidt), Pinheiro – Schnetzler (57. Siegert), Krük – Lindemann, Kotuljac

Schiedsrichter: Dr. Kunzmann

Zuschauer: 1650

Tore:
0:1 Tauer (5.)
0:2 Kotuljac (15.)
1:2 Jungwirth (46.)
2:2 Dorn (73.)
3:2 Aygün (80.)

gelbe Karten: Aygün, Jungwirth, Waldecker, Hosiner, Mintzel – Nickenig, Berbig, Tauer, Lindemann
 

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20.03.2010 SV Sandhausen - Erzgebirge Aue 0:0

Was soll man heute zu dem Spiel gegen Aue schreiben? Ich könnte eigentlich eine Mischung aus den letzten drei Spielberichten hier reinstellen und es würde wohl keinem wirklich auffallen. Ich versuch aber doch noch mal ein paar neue Worte zu finden.

Wir sind zur Zeit einfach zu harmlos. Was uns in der Vorrunde auszeichnete war, dass wir unsere Chancen effektiv genutzt und viele Tore geschossen haben. Davon sind wir derzeit meilenweit entfernt und deshalb sind wir derzeit auch alles andere als eine Spitzenmannschaft in der 3. Liga. Angefangen haben wir heute noch ganz gut und Sebastian Fischer muss uns mit seinen zwei Chancen normalerweise in Führung bringen. Doch danach folgte verdammt viel Leerlauf. Teilweise wurde versucht spielerisch in den gegnerischen Strafraum zu kommen aber ganz ehrlich ab und an fehlt mir hier mal jemand der den Ball nimmt, am 16er abzieht und nicht noch irgendwo einen freien Spieler mit Hacke, Spitze oder sonst wie versucht anzuspielen. Aue war allerdings auch nicht besser als wir und so ist die Punkteteilung am Ende gerecht.

Der Wille und der Einsatz unserer Jungs war zwar zu erkennen aber irgendwie reicht dies momentan nicht um Spiele zu gewinnen. Durch einige Ausfälle war Franke Leicht heute wieder zu Änderungen in der Aufstellung gezwungen und trotz seiner vergebenen Chancen hat mir Sebastian Fischer heute eher positiv gefallen. Er hatte zwar vor allen in der zweiten Hälfte viele Pausen aber war für mich insgesamt aktiver als Pinto in den letzten Spielen. 

Nachdem ich mir im Fernsehen nun nochmal das Foul von Dorn an Männel angesehen habe, frage ich mich warum Regis dafür die rote Karte bekommen hat. Es war ein Foul ganz klar und man kann da auch gelb für geben aber Männel war außerhalb des 5 Meter Raums und Regis war noch in der Bewegung zum Ball. Und der Abwehrspieler von Aue, der Regis danach umschmeisst bekommt nicht mal gelb... Schuld ist der Schiri jedoch nicht an den fehlenden Punkten, im Gegenteil nach der roten Karte ist unsere Mannschaft nochmal richtig aufgewacht. Aber warum braucht es immer solche Aktionen? Na immerhin noch etwas positives: Unter Frank Leicht sind wir auch weiterhin noch ungeschlagen ;-).

2. Liga? Auch wenn noch alles möglich ist, sollten wir uns spätestens seit heute von dem Ziel verabschieden. Lasst uns den BFV Pokal gewinnen, in den DFB Pokal einziehen und in Ruhe eine Mannschaft für nächste Saison aufbauen.

Dienstag geht's nach Stuttgart und dort werden wir von einer jungen Mannschaft gefordert werden. Vielleicht liegen uns die Stuttgarter als spielerische Mannschaft besser, vielleicht werden wir aber auch dort auf unsere Grenzen stossen.

 

SVS: Kirschbaum – Bindnagel, Eberlein, Glibo, Mintzel – Hillenbrand (63. Cenci) , Fischer, Jungwirth, Emre, Schauerte – Dorn

Aue: Männel - le Beau , Kos , Paulus , Klingbeil (46. Birk)  - Ramaj , Hensel, Hochscheidt (52. S.Müller), Klotz (84. Agyemang) - Glasner , Braham

Schiedsrichter: Thomsen

Zuschauer: 1810

Gelbe Karten: Mintzel, Schauert - Klingbeil, Hochscheidt, Klotz, Hensel

Rote Karte: Dorn (77. grobes Foulspiel)

 

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17.03.2010 SV Sandhausen - Dynamo Dresden 0:0

Nach den Spielausfällen letzte Woche gegen Dresden und am Sonntag in München gab es heute endlich wieder Fußball und beim dritten Anlauf hat es nun mit dem Spiel gegen Dynamo Dresden geklappt. War irgendwie schon nervig diese ständigen Spielabsagen und darauf hat man irgendwann einfach keinen Bock mehr. Besonders ärgerlich war für unseren Fanclub Carpe Diem die Absage am vergangenen Sonntag bei Bayern II da wir geschlossen das Wochenende in München verbrachten. Aber München hat ja noch mehr zu bieten als Fußball und so gab’s neben lecker Bier und Essen am Sonntag dann eben Kultur und man besuchte das Deutsche Museum statt dem Grünwalder Stadion...

Mit Dynamo Dresden kam heute ein Gegner an den Hardtwald, der dieses Jahr noch kein Spiel verloren hatte und der unter dem neuen Trainer Mauksch sportlich wieder im Aufwind ist. 2 ½ Wochen gab es für die Dresdner Zwangspause wegen Spielausfällen und so zog es heute wieder etliche Dynamo Fans nach Sandhausen die wie schon im letzten Jahr für eine gute Stimmung sorgten.

Der neue SVS Trainer Frank Leicht hatte durch die Spielausfälle noch etwas Zeit mit der Mannschaft gewonnen und musste heute auf Sreto Ristic und Necat Aygün verzichten.

Zum Spiel: 

Eigentlich müssen wir das Spiel heute mit 1:0 gewinnen. Die Chancen die Dynamo Dresden heute vergeben hat, hätten sich eigentlich rächen müssen...

Dynamo Dresden war die klar bessere Mannschaft und hat nur vor dem Tor gezeigt, warum sie recht weit unten in der Tabelle stehen. Dresden spielte aggressiv, mit Tempo und verstand es immer mit einem Mann mehr beim ballführenden Sandhäuser zu sein. Somit wurde es uns richtig schwer gemacht. Zu Beginn merkte man das der SVS versuchte spielerisch Akzente zu setzen aber durch die Dresdner Spielweise wurde das sehr schnell unterbunden. Noch dazu muss man derzeit auch sagen, dass bei uns viel zu viele Spieler in einer Formkrise stecken. Pinto, Mintzel, Glibo, Eberlein und Cenci spielen derzeit weiter unter dem was sie eigentlich können oder können müssten. Gefallen hat mir heute mal wieder Schauerte, der ein enormes Laufpensum im Mittelfeld zurücklegt und der viel versucht hat. Das dann auch bei ihm Aktionen mal nicht glücken ist verständlich, jedoch verzeihbar. Für Frank Leicht bleibt jedenfalls noch viel Arbeit.

Mit dem Punkt bin ich mehr als zufrieden, denn eigentlich wäre das heute eine verdiente Heimniederlage geworden. Die Dresdner müssen sich eigentlich in den Hintern beißen, bei den vergebenen Chancen. Wir hatten nur eine richtige Drangperiode so ab der 70 Minute. Da gab es dann auch unseren ersten Eckball bei bis dahin 0:9 Eckbällen für Dresden.

Am Samstag kommt mit Aue ein weiteres Team aus dem Osten nach Sandhausen, dass viele Zuschauer mitbringen wird. In der Tabelle steht Aue knapp vor uns und es wird sicher ein packendes Duell werden.  Freuen dürfen wir uns auf ein Wiedersehen mit dem Ex-Sandhäuser Marco Stark. Hoffen wir, dass heute keine Späher aus Aue im Stadion waren und von den Dresdner gesehen haben, wie man gegen uns spielen muss...

SVS: Kirschbaum – Bindnagel, Eberlein, Glibo, Mintzel – Fießer, Pinto (81.Jungwirth), Emre (42. Fischer), Schauerte – Cenci, Dorn

Dresden: Keller - Strifler, Jungwirth, Palionis,Nikol - Petrovic, Jungnickel - Röttger, Kegel (90. Wagenfeld), Müller (87. Pfeffer) - Savran

Schiedsrichter: Nowak

Zuschauer: 3200

Gelbe Karten: Fießer - Petrovic, Savran, Strifler

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27.02.2010 SV Sandhausen - SV Wehen-Wiesbaden 2:1

Eine turbulente Woche des SVS liegt hinter uns. Erst die Heimniederlage gegen den Tabellenletzten Wuppertal, im Anschluß daran die Entlassung von Trainer Gerd Dais und bereits am Donnerstag die Neuverpflichtung von Frank Leicht als neuen Trainer.

Zuerst hier noch mal einen Dank an Gerd Dais, der den SVS in den letzten Jahren wieder zum Leben erweckt hat. Die Trennung war trotzdem schon länger absehbar und ich denke auch die richtige, vielleicht etwas zu späte Entscheidung der Vereinsführung.

Mit Frank Leicht wurde nun ein Trainer verpflichtet den wohl niemand auf der Rechnung hatte. Ich muss hier aber ein Lob an unser Präsidium und unseren Manager aussprechen. Frank Leicht ist für mich genau der richtige Mann für uns hier in Sandhausen. Ein Trainer der viel mit jungen Leuten gearbeitet hat. Ein Trainer der die offensive Spielweise liebt. Ein Trainer der viel Erfahrung bei Bundesligisten gesammelt hat und ein Trainer der vor allem nicht verbraucht ist, wie manch andere Kandidaten die sich in Sandhausen für den Posten beworben haben.

Zum Spiel will ich heute gar nicht viel schreiben. Wir waren nicht besser als am Dienstag gegen Wuppertal und hätten uns über eine Niederlage nicht beschweren können. Fünf starke Minuten haben uns gereicht um Wehen-Wiesbaden zu besiegen. Positiv hervorheben möchte ich heute Julian Schauerte, der im Mittelfeld hoch und runter gerannt und kämperisch alles gegeben hat. Ebenfalls sehr gut waren heute mal wieder Jan Fießer und Thorsten Kirschbaum. Auch Regis Dorn muss man erwähnen. Im Spiel fällt er oft überhaupt nicht auf, aber er macht trotzdem immer seine Tore und so jemanden braucht man eben in einer Mannschaft.

Frank Leicht hat heute gesehen wo unsere Probleme liegen und ich erhoffe mir in den nächsten Wochen, dass er genau dort ansetzt was uns zur Zeit die meisten Probleme bereitet. Nämlich der Spielaufbau und die Abwehr. Daniel Jungwirth ist nicht in der Lage in unserem MIttelfeld Akzente zu setzen und unsere Defensive ist leider viel zu anfällig.

Ich wünsche Frank Leicht viel Erfolg bei den anstehenden Aufgaben und freue mich schon darauf bald seine Handschrift im Team zu erkennen.

Nächste Woche geht es gegen Jahn Regensburg und dort sahen wir in der Vergangenheit eigentlich immer schlecht aus. Vielleicht kann Leicht bis nächsten Samstag schon etwas mehr auf die Mannschaft einwirken und dann nehmen wir was zählbares aus Regensburg mit. Liebe SVS Abwehr passt aber bitte auf Jürgen Schmid auf. Der trifft besonders gerne gegen seinen alten Verein...  

 

SVS: Kirschbaum – Bindnagel, Eberlein, Glibo, Mintzel – Fießer (85. Hillenbrand) – Pinto, Jungwirth (62. Emre), Schauerte – Ristic (60. Cenci), Dorn

SV Wehen-Wiesbaden: Domaschke – Billick, Gehring, Schönheim, Weigelt – Ziegenbein, Reinert, Wolf, Bohl (72. Kunert) – Damjanovic (62. Türker), Ziemer (80. A. Öztürk)

Schiedsrichter: Seiwert

Zuschauer: 1850

Tore:
0:1 Ziemer (47.)
1:1 Dorn (64.)
2:1 Emre (72.)

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23.02.2010 SV Sandhausen - Wuppertaler SV 1:3

Endlich wieder Fußball. Nach etlichen Spielausfällen und einem ziemlich kalten Winter war ich heute richtig heiß auf Fußball. Gegner war der Tabellenletzte aus Wuppertal und die 3 Punkte waren eigentlich fest eingeplant...

Der SVS spielte in der ersten Elf mit unseren drei Winterneuzugängen Aygün, Glibo und Cenci. Für den gesperrten Mintzel lief Marcel Throm nach langer Verletzungspause hinten links auf.

Das Spiel begann gut und nach 5 Minuten können wir eigentlich schon 2:0 führen. Ein Spielaufbau war zu erkennen und wie in der Presse angekündigt versuchte man heute nicht mit hohen langen Bällen zu agieren sondern spielerisch in den gegnerischen Strafraum zu kommen. Doch nach einer guten halben Stunde schlugen plötzlich die Wuppertaler zu. Zuerst konnte Kirschbaum zwar noch überragend retten, im Nachschuß hatte er jedoch keine Chance. Fast im Gegenzug, Gott sei Dank, das 1:1 durch Regis Dorn nach einem schönen Pass von Jan Fießer. Der SVS war wieder im Spiel und hatte vor der Halbzeit noch weiter Möglichkeiten in Führung zu gehen.

In der zweiten Halbzeit sah man am Hardtwald leider eine sehr schlecht Partie. Beide Teams konnten nicht richtig. Sandhausen zwar mit leichten Vorteilen und insgesamt mit mehr Ballbesitz, jedoch wurde es nie richtig gefährlich. Symptomatisch dann die 2:1 Führung für Wuppertal. Eine eher harmlose Flanke verlängert Aygün unglücklich ins eigene Tor.

Nach dem 1:2 war das spielerische Element bei uns total verloren gegangen. Es gab kaum noch vernünftige Aktionen. Das 3:1 durch einen Foulelfmeter war dann eigentlich egal.

Wuppertal war die bisher schwächste Mannschaft hier in Sandhausen und trotzdem entführten sie die 3 Punkte nicht zu unrecht aus dem Hardtwald. Wir haben in der ersten Hälfte unsere Chancen nicht verwertet und in der zweiten Hälfte einfach nur schlecht gespielt.

Unsere Neuzugänge konnten mich heute noch nicht überzeugen. Cenci war vor allem in der ersten Hälfte sehr aktiv und aggressiv. Aufgefallen ist mir das er immer den Ball gefordert hat. Leider hat er glaube ich kaum einen Kopfball gewonnen und in der zweiten Hälfte stark abgebaut. Aygün und Glibo haben mir zu Beginn der ersten Hälfte erstmal gefallen jedoch mit längerer Spieldauer auch immer wieder Unsicherheiten gehabt.

Beste Spieler in einer insgesamt schwachen Mannschaft waren für mich heute noch Bindnagel, Kirschbaum und Fießer.

In der Winterpause wurde nochmal das Saisonziel geändert und der Aufstieg in die zweite Liga als Ziel ausgegeben. Mit den erfahrenen Neuzugängen die alle das "Aufstiegs-Gen" besitzen, da sie alle mit ihren ehemaligen Vereinen aufgestiegen sind soll das sichergestellt werden. Ich denke wir werden dieses Ziel dieses Jahr nicht erreichen. Nicht weil wir keine guten Fußballer haben sondern weil wir gute Leistungen viel zu wenig abrufen können. Woran liegt es? An den vielen Umstellungen innerhalb der Mannschaft? Am Trainer? An den Chancen die wir nicht verwerten? Am Umfeld? Ich denke es ist eine Mischung aus allem. Was ich momentan besonders schade finde, dass viele unserer jungen Spieler kaum mehr zum Einsatz kommen. Warum nicht versuchen mit den jungen Nachwuchsleuten verstärkt mit einigen erfahrenen Routiniers eine Mannschaft aufzubauen die auch ein Chance hat mal ein paar Jahre zusammen zu spielen. Das hat doch zu Rundenbeginn sehr gut funktioniert und soweit ich mich erinnere waren wir damals sogar Tabellenführer. Ich will neben Fießer und Schauerte wieder öfters einen Emre, Hosiner, Pokar, Hillenbrand, Eberlein, Fischer oder Tausendpfund sehen. Schlechter als heute in der zweiten Hälfte hätten es diese Jungs sicher nicht gemacht.

Wie ich eben mitbekommen habe ist Gerd Dais heute nach dem Spiel entlassen worden. Die Diskussion um Dais gab es eigentlich schon länger und ich denke es wäre wahrscheinlich besser gewesen sich bereits in der Winterpause von Dais zu trennen und einen Nachfolger die Vorbereitung zu überlassen. Gerd Dais hat in Sandhausen viele erfolgreiche Jahre gehabt und dafür erstmal ein ganz herzliches Dankeschön, lieber Gerd! Die Trennung ist nun eine Folge der leider schlechten Ergebnisse und der viel zu oft nicht überzeugenden Spielweise unserer Jungs. Ob ein Trainerwechsel das Allheilmittel ist kann ich nicht sagen. Das kommt natürlich auch darauf an wer den Job nun übernimmt. Mein Wunsch wäre ein Trainer der auch das Potential unserer Nachwuschspieler erkennt und diese Spieler einsetzt.   

Am Samstag gegen Wehen-Wiesbaden erwarte ich ein deutliches Zeichen von der Mannschaft und hoffe auf einige neue Geschter unter den ersten Elf!

SVS: Kirschbaum – Bindnagel, Aygün, Glibo, Throm – Fießer – Pinto, Jungwirth (59. Ristic), Schauerte (68. Emre) - Cenci, Dorn

Wuppertaler SV: Maly – Neppe, Lorenz, Schäfer, Rodrigues – Fischer, Stickel (83. Neunaber), Weikl, Celikovic (73. Braun) – Damm, Formento (85. Vata)

Schiedsrichter: Blos

Zuschauer: 1280

Tore:
0:1 Weikl (32.)
1:1 Dorn (34.)
1:2 Aygün (63./ET)
1:3 Weikl (88./FE)

gelbe Karten: Glibo, Aygün, Bindnagel – Celikovic, Stickel, Schäfer, Rodrigues

 

 

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12.12.2009 SV Sandhausen - Spvgg Unterhaching 3:1

Zum Rückrundenauftakt und letztem Heimspiel im Jahr 2009 kam heute die Spielvereinigung Unterhaching nach Sandhausen. Der Gegner war heute eigentlich egal, denn für den SVS zählte nur das Ergebnis. Nach sechs sieglosen Spielen war der Heimsieg heute unbedingt notwendig um den Anschluss nach oben nicht zu verlieren.

Noch wichtiger war der Heimsieg für unseren Trainer Gerd Dais, der nach der Negativserie der letzten Spiele derzeit bei vielen im Mittelpunkt der Kritik steht und dessen Stuhl vor dem Spiel ganz schön gewackelt hat. 

Heute wurde seit längerem mal wieder mein alter SVS Schal aus den 90er Jahren ausgepackt, den ich eigentlich nur bei wichtigen Spielen anziehe. Letztes Mal hatte ich den vor gut einem Jahr beim Auswärtspiel in Aalen an das mit 0:0 endete und das Ende unserer Negativserie kurz vor Weihnachten bedeutete. Hat heute wieder mal geklappt mit dem Schal aber man soll den auch nicht überfordern, deswegen bleibt er bei den nächsten Spiel erstmal wieder im Schrank...;-). 

Zum Spiel:

Unterhaching begann furios und hätte nach 2 Minuten schon 2:0 führen können. Schon folgten erste Pfiffe aus den Zuschauerrängen. Das ist glaube ich auch ein Rekord. So kurz nach Anpfiff gab es das in Sandhausen bisher wohl noch nicht. Ist aber vielleicht auch ein Zeichen wie enttäuscht einige Zuschauer über die Leistungen der letzten Wochen waren. Unterhaching ist weiterhin die bessere Mannschaft und erst nach gut einer Viertelstunde kommt der SVS. Durch einen Elfmeter von Pinto kommen wir zurück und spätestens ab da an haben wir das Spiel immer mehr in den Griff bekommen, obwohl Unterhaching teilweise weiter gute Chancen hatte.

Nach der Pause gehen wir schnell durch ein Kopfballtor  von TausendDorn in Führung  und es gab noch zahlreiche Chancen auf beiden Seiten. Vor allem Jan Fießer hätte sein Torkonto heute richtig aufbessern können. Etliche Chancen boten sich dem Sandhäuser Dauerläufer aber das nötige Glück beim Abschluss hatte er heute leider nicht. Erst in der Schlußminute glückte Emre der nächste Treffer zum 3:1.

Fazit: Verdienter Heimsieg und eine weitgehend überzeugende spielerische Vorstellung unseres SVS.  

Was mich heute sehr gefreut hat, dass wir nicht wie in der Vergangenheit hauptsächlich versucht haben mit hohen langen Bällen auf Sreto Ristic zu agieren sondern heute haben wir versucht spielerisch nach vorne zu kommen. Der oft gescholtene Daniel Jungwirth war heute die zentrale Person im Mittelfeld über die ganz viel von unserem Spiel gelaufen ist. Und Jungwirth hat mich überzeugt, er hat Bälle gefordert, Bälle verteilt und heute ein sehr gutes Spiel gemacht. Wir waren viel flexibler im Spiel nach vorne und ich hoffe wir werden das weiterhin beherzigen. Unsere Abwehr ist allerdings immer noch nicht gefestigt und es werden viel zu viele Chancen zugelassen. Hier wird in der Winterpause sicher noch mal auf dem Transfermarkt zugeschlagen. 

Die Trainerdiskussion wird nun erstmal etwas verstummen und wenn ich die heutigen spielerischen Umstellungen betrachte , dann ist mein Hauptkritikpunkt an Dais (ständig lange hohe Bälle spielen) auch hinfällig geworden. 

Gerd Dais beklagt im Interview zu Recht, dass die Erwartungshaltung hier in Sandhausen nach dem guten Rundenstart viel zu hoch ist. Was er dabei aber bedenken sollte, dass das Ziel Platz 4 von seinem Chef, dem Präsidenten vorgegeben wurde und das in Interviews von Offizieller und auch von Spieler Seite das Wort Aufstieg immer mal wieder gefallen ist. Aus meiner Sicht ist es nun am Vorstand sich klar zu positionieren wie man weiter mit Gerd Dais arbeiten möchte. Normaler Vertragsauslauf im Sommer, Vertragsverlängerung oder doch Trennung in der Winterpause? Bitte dieses Thema nicht mit in die Rückrunde nehmen. Das bringt nur weitere Unruhe rein. Die Mannschaft hat heute ein Zeichen für den Trainer gesetzt und nach dem heutigen Spiel bin ich der Meinung Dais erreicht das Team noch, was manche ja bezweifelt haben. 

Nächste Woche noch ein letztes Spiel gegen Jena bevor es dann in die kurze Weihnachtspause geht. Da wir nicht in Jena mit dabei sein werden wünschen wir schonmal allen Spielern, Trainern und Verantwortlichen des SVS sowie allen Fans ein frohes Weihnachtsfest und einen Guten Rutsch ins Jahr 2010.

Auf ein weiteres erfolgreiches Fußball Jahr, indem der kleine SV Sandhausen die 3. Liga aufmischen wird.

 

SVS: Kirschbaum – Bindnagel, Tausendpfund, Kirsch, Mintzel – Fießer – Pinto (85. Hosiner) , Jungwirth, Schauerte (71, Fischer)– Dorn, Ristic (82. Emre)

SpVgg Unterhaching: Kampa – Schaschko, Susak, Brysch, Ziegler – Tyce – Balkan (71. Mitterhuber), Zillner, Leandro – Rathgeber (79. Kanca), Steegmann

Schiedsrichter: Nowak

Zuschauer: 1300

Tore:
0:1 Zillner (2.)
1:1 Pinto (21./FE)
2:1 Dorn (49.)
3:1 Emre (90.)

gelbe Karten: Eberlein (5.), Fießer – Zillner, Brysch


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05.12.2009 SV Sandhausen - FC Ingolstadt 1:2

Mit Ingolstadt war heute der Tabellenzweite zu Gast. In der sehr ausgeglichenen 3. Liga ist dies nicht zwangsläufig eine unlösbare Aufgabe. Und mit 3 Punkte wäre heute der Sprung zurück in die Spitzengruppe möglich gewesen. Mindestens genau so wichtig wäre der Sieg wohl für das Selbstvertrauen gewesen. Gerade nach den turbulenten Ereignissen der vergangenen Wochen hätte man so wohl ein Zeichen für eine Trendwende setzen können. Hätte und wäre...

Zunächst konnte unsere Elf heute einen ganz ordentlichen Eindruck hinterlassen, das 1:0 (Pinto per Elfmeter) durfte man durchaus als verdient bezeichnen. Auch danach gab es noch den einen oder anderen ordentlichen Spielzug, mit etwas Glück hätten wir das 2:0 und damit vielleicht eine kleine Vorentscheidung erzielen können. Im Hinblick auf Ballbesitz und Spielaufbau konnte Ingolstadt jedoch mehr und mehr ein Übergewicht erreichen, was seinen Ausdruck insbesondere im Eckballverhältnis fand. Dass eine Mannschaft, deren Stärke bei Standardsituationen bekannt ist, die 9. Ecke (bis dahin 0 vom SV) dann doch mal zu einem Tor nutzt, ist irgendwo dann eben auch nicht mehr überraschend. Unglücklich höchstens das Zustandekommen dieser Ecke sowie der Zeitpunkt in der Nachspielzeit der ersten Hälfte.

In der zweiten Halbzeit festigte sich das Bild dann über weite Strecken: unsere Mannschaft zu plan- und ideenlos, Ingolstadt mit mehr Ballbesitz, ohne dabei jedoch zu mehr als einer nennenswerten Chancen (Pfostenschuss) zu kommen. Ein gutes Fußballspiel sieht anders aus. Ausgerechnet nach der besten Phase des SV in Hälfte 2 (die jedoch zu kurz war und zu spät kam) fiel dann noch der insgesamt nicht unverdiente Siegtreffer für die Gäste.

Überzeugt haben mich heute Bindnagel und Ristic, dazu wieder einmal Pinto und Fießer - selbst diese jedoch v.a. in kämpferischer Hinsicht. Insgesamt fehlten unserem Spiel die Ideen. Z.T. fehlte vielleicht auch einfach der Mut, mal ein Solo zu wagen oder einen durchdachten Spielaufbau zu starten anstatt den Ball einfach schnell nach vorne zu schlagen. Dass unsere Jungs das prinzipiell können, haben sie insbesondere zu Beginn der Saison gezeigt und haben das selbst in den letzten Wochen immer wieder mal aufblitzen lassen. Dass nun trotzdem schon seit einer gefühlten Ewigkeit kein Sieg und auch kein über zwei volle Halbzeiten überzeugendes Spiel mehr herausgesprungen sind, lässt sich inzwischen nicht mehr als unglücklicher Zufall verstehen.

Spätestens nach diesem Spiel muss man meiner Meinung nach leider akzeptieren: Vom Anspruch einer Spitzenmannschaft sind wir derzeit ein ganzes Stück entfernt. "Wir wollen und werden das nächste Spiel gewinnen, um wieder Kontakt zur Spitze zu bekommen" hat für mich als Motto deshalb erst mal ausgedient. Der Fokus muss viel mehr darauf gerichtet werden, wieder mehr Taktik, mehr Selbstvertrauen, mehr Überraschungseffekte, z.T. auch mehr Leidenschaft ins Spiel zu bringen. U.a. gehören für mich dazu auch andere Leute auf den Platz; ich denke da insbesondere an Hosiner, Pokar und Mintzel. Wenn sich so im Lauf der Zeit (wieder) etwas entwickelt, hat denke ich auch jeder Verständnis dafür, wenn die Ergebnisse nicht gleich von heute auf morgen andere sind. Ein irgendwie Durchwursteln bis zum Saisonende kann jedenfalls nicht der Anspruch des SV sein und ist eben auch nicht das, was die (leider sowieso nicht allzu zahlreichen) Zuschauer sehen wollen. An einen Aufstieg braucht man derzeit nicht zu denken, mit dem Abstieg werden wir hoffentlich auch nichts zu tun bekommen. Für mich steckt in unserem jungen Kader aber das Potential, eine Mannschaft und ein Spielsystem mit Zukunft zu entwickeln, mit dem man dann spätestens ab der nächsten Saison so richtig für Furore sorgen kann. Vielleicht können die letzten zwei Spiele vor Weihnachten ja diese Hoffnung für das kommende Jahr untermauern.

Noch ein Wort zu Marcel Schuon. Die Entscheidung unseres Vereins Schuon fristlos zu kündigen nach dem dieser die Manipulationsabrede gestanden hatte halte ich für richtig und konsequent. Wer als Fan alles für seinen Verein gibt, dessen Herzblut an seinem Verein hängt und der oft viele Unannehmlichkeiten in Kauf nimmt um seinen Verein spielen zu sehen der kann so ein Verhalten eines Spielers nicht verstehen und vor allem nicht akzeptieren. Hut ab deshalb vor der Entscheidung unseres Vorstands. Hoffen wir das das Thema Wettskandal für den SV Sandhausen damit erledigt ist.

SVS: Kirschbaum – Bindnagel, Tausendpfund, Eberlein, Kirsch – Fießer – Pinto, Jungwirth, Schauerte (74. Fischer) – Dorn (75. Hosiner), Ristic (86. Lüttmann)

FC Ingolstadt: Lutz – Keidel, Pisot, Ruprecht, Fink – Leitl (88. Metzelder), Karl – Bambara, Buchner (67. Wohlfarth) - Neuendorf (75. Demir) – Hartmann

Schiedsrichter: Benedum

Zuschauer: 1600

Tore:
1:0 Pinto (7./FE)
1:1 Pisot (45.)
1:2 Demir (89.)

gelbe Karten: Tausendpfund – Fink, Keidel
 

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28.11.2009 Kickers Offenbach - SV Sandhausen 3:3

Zum Spiel beim Tabellenführer ging es diesmal mit 2 PKWs und 9 Leuten von Carpe Diem nach Offenbach. Trotz später Abfahrt war man noch rechtzeitig im Stadion und konnte sich zu dem restlichen ca 250 SVS Fans gesellen. Bei dem heutigen Regenwetter wurde erstmal überlegt ob wir heute auf die überdachte Sitzplatzgästetribüne gehen aber bei einem Preis von 24 Euro wurde uns die Entscheidung für den Stehplatz doch leicht gemacht.

Der SVS heute wieder mit Pinto und Kirsch für Pokar und Tausendpfund und mit neuem Torwart. Gerd Dais hat sich Gedanken über die bisher 29 Gegentore gemacht und dabei auch Michael Gurski nicht frei von Schuld gesprochen. Ich kann diese Umstellung nicht nachvollziehen. Gurski ist sicher kein Oliver Kahn aber er gibt 100% alles für den SVS und hat uns auch schon etliche Punkte gerettet. An ihm nun die defensiv Schwäche festzumachen halte ich für zu einfach und (wie man heute an der Abwehrleistung leider wieder gesehen hat) auch für falsch. Nichts gegen Kirschbaum, der kann für die ganze Diskussion überhaupt nichts und hat heute auch ein sehr gutes Spiel gemacht. Nachdenklich stimmen dann aber die Worte von Gurski nach dem Spiel, die irgendwie auf so was wie Abschied schließen lassen...

Nun aber zum Spiel. Der SVS begann recht gut und spielte gepflegten Fußball nach vorne. Die Kickers sind erst nach 10 Minuten gefährlich, dann aber richtig. In dieser Phase dann das 0:1 für den SVS. Pinto erkämpft sich den Ball, flankt haargenau auf Dorn und dieser verwandelt direkt. Man merkte hier mal wieder wie wichtig Pinto in unserem Spiel ist und er ist immer wieder für Gefahr vor dem gegnerischen Tor gut. Ich behaupte mal mit Pinto hätten wir letzte Woche gegen Bremen auch gewonnen.

Nach dem 0:1 dann eine unschöne Szene im SVS Fanblock. Ein Böller wird gezündet und vom oberen Block nach unten geworfen. Wir waren stinksauer in diesem Moment. Erstens hat der Böller einen Fan genau am Fuß getroffen der wegen Brandwunden behandelt werden musste. Zweitens ist ein weiterer weiblicher Fan ins Krankenhaus gebracht worden (vermutlich wegen Hörsturz). Drittens sind unsere eigenen Kinder und auch weitere Kinder dort unmittelbar in der Nähe gestanden und Viertens versucht unser Fanbeauftragter zur Zeit wirklich alles für die Fans zu machen und er erreicht auch einiges aber mit solchen Aktionen wird Stefans Arbeit wieder ganz weit zurückgeworfen. Gott sei Dank wurde diese Aktion sofort von fast allen im Block verurteilt und es gab wütende Diskussionen unter den Fans. Hätte ich den Zündler gesehen, ich hätte ihn glaube ich eigenhändig der Polizei übergeben so sauer war ich. Die Polizei war nach dieser Aktion übrigens sofort mit etlichen Leuten bei uns im kompletten Block und hat Präsenz gezeigt die eigentlich gar nicht nötig gewesen wäre. Der Zündler ist wohl inzwischen identifiziert und es ist anscheinend keiner aus der Reihe der Fanclubs, Allesfahrer und aktiven Fans. Ich hoffe, gerade unsere jüngere Generation nimmt sich den heutigen Vorfall noch mal zu Herzen und vielleicht denkt der ein oder andere auch mal über die Verherrlichung von Pyros und Böllern nach. Heute hat man gesehen, dass es nicht so ungefährlich ist wie immer behauptet wird. Hoffen wir mal das für unsere Fanszene und für unseren Verein das ganze nicht noch ein Nachspiel hat.

Die Stimmung war danach trotz 0:1 Führung für viele erstmal im Keller. Der SVS spielte aber weiter gut mit und Offenbach wurde erst nach der 30 Minute wieder die stärkere Mannschaft. Aber diesmal zeigten sie wie gefährlich sie sind, setzten uns mehrmals unter Druck und gingen folglich mit 2:1 in die Pause.

Nach der Pause zunächst wieder eine bessere Offenbacher Mannschaft. Der SVS spielte aber weiter mit und Ali Eberlein glich zum 2:2 aus. Offenbach angetrieben von den starken Zinnow und Ulm war nun wieder am Zug und beim 3:2 sahen unsere Defensivleute Hillenbrand und Fischer gar nicht gut aus.

Überhaupt stand unsere Defensive heute teilweise wieder nicht gut. Das müssen wir schnellstens in den Griff bekommen sonst werden wir noch zur Schießbude der Liga. Kurz vor Schluß erzielte Dorn Doppelpack dann nach schöner Flanke von Jungwirth per Flugkopfball den 3:3 Endstand.

Fazit: Unterhaltsames und gutes Spiel beider Mannschaften, bei dem Offenbach zwar mehr Chancen hatte wir aber gut mitspielten zweimal einen Rückstand weggesteckt haben und uns den Punkt daher verdient haben.

Offenbach war heute ein starker Gegner, der sicher mit zu den Aufstiegsfavoriten der 3. Liga zählt. Dort einen Punkt zu holen ist in meinen Augen okay und wenn man die Spiele gegen Bremen und Offenbach sieht, dann ist bei uns ein deutlicher Aufwärtstrend zu erkennen. Der muss nächste Woche gegen den nächsten Aufstiegsfavoriten Ingolstadt aber fortgesetzt werden und dann müssen es definitiv mal wieder 3 Punkte für uns sein. Auch wenn Ingolstadt derzeit einen Lauf hat, nächste Woche müssen die Punkte am Hardtwald bleiben!

Noch ein Wort zum Gästeblock am Bieberer Berg. Das Stadion hat schon einige Jahre auf dem Buckel und ich mag eigentlich die alten Fußballstadien im vergleich zu den neuen Arenen oft lieber. Aber was den Sanitärbereich im Gästeblock angeht, dass ist wirklich ganz tiefes Niveau. Ich bin froh, dass ich keine Frau bin, denn auf diese Dixiklos hätte ich mich garantiert nicht gesetzt. Bei uns im Stadion müssen nach DFB Auflagen extra neue Toilettenanlagen für den Gästebereich gebaut werden und in Offenbach stellt man verdreckte und versiffte Dixies bereit... 

Kickers Offenbach: Wulnikowski- Huber, Kopilas, Hysky, Chaftar – Pfingsten-Reddig, Pospichil – Zinnow (86. Teixeira), Ulm , Laux – Mesic

SVS: Kirschbaum – Bindnagel, Kirsch, Eberlein, Fischer – Fießer, Hillenbrand (80. Mintzel) – Pinto, Schauerte (80. Jungwirth) – Dorn, Hosiner (54. Ristic)

Schiedsrichter: Achmüller

Zuschauer: 7252

Tore:
0:1 Dorn (17.)
1:1 Huber (34.)
2:1 Ulm (40.)
2:2 Eberlein (53.)
3:2 Zinnow (76.)
3:3 Dorn (87.)

gelbe Karten: Chaftar – Kirsch, Fischer, Pinto
 

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21.11.2009 SV Sandhausen - Werder Bremen II 2:2

Sehr turbulente Tage und Wochen derzeit beim SV Sandhausen. Sportlich lief es nach starkem Rundenbeginn in den vergangenen Wochen nicht mehr rund. Negativer Höhepunkt  war dabei das 0:6 Debakel in Braunschweig. Viele Spieler sind oder waren in letzter Zeit krank oder verletzt und Dais musste die Mannschaft ständig durchwechseln. So waren wir alle froh über die zwei Pokalerfolge der letzten Woche gegen Neckarelz (SVS I) und Waldhof Mannheim (SVS II) und hofften nun wieder auf bessere Zeiten am Hardtwald. Leider hat uns gestern aber noch eine weitere Negativmeldung erreicht...

In der europaweiten Fußball Bestechungsaffäre wurde von einer Presseagentur unter anderen der Name unseres Innenverteidigers und Neuzugang aus Osnabrück Marcel Schuon genannt. Ihm und weiteren Spielern des VFL Osnabrück wird laut der Presseagentur vorgeworfen bei 2 Spielen von Osnabrück in der 2. Liga absichtlich schlecht gespielt und dafür eine entsprechende Geldsumme kassiert zu haben. In der Pressmeldung war dann noch von Hausdurchsuchung und sogar Haftbefehl die Rede. Unser Verein hat die Hausdurchsuchung bei Schuon mittlerweile bestätigt. Es erfolgte aber weder eine Verhaftung noch wurde ein Haftbefehl gegen Marcel erlassen. Natürlich waren wir erstmal geschockt als der Name von Marcel hier veröffentlicht wurde. Und die Entscheidung unserer Vereinsführung Marcel heute nicht spielen zu lassen halte ich für richtig und vernünftig.

Durch die Veröffentlichung von Marcels Namen in der Presse im Zusammenhang mit dem Bestechungsskandal ist sein Ruf jedoch schon lädiert worden, ob er mit der ganzen Sache nun etwas zu tun hat oder nicht. Man stelle sich mal vor an der ganzen Sache ist Marcel gar nicht beteiligt, sein Name wird von nun an aber immer wieder mit dieser Geschichte in Verbindung gebracht werden. Hier zeigt sich mal wieder was für eine Verantwortung eigentlich die Presse hat. In Zeiten in denen Fußballdeutschland durch die traurige Geschichte um Robert Enke gerade erst wieder erinnert wurde, dass Fußball nicht alles ist und das da vor allem hinter jedem Fußballer auch ein Mensch wie du und ich steht, kann durch so eine voreilige Veröffentlichungen von Namen ganz viel kaputt gemacht werden. Die ganze Sache des Wettskandals muss aufgeklärt werden und daran beteiligte Personen sollen und müssen auch ihre Strafen bekommen, aber bitte nicht erstmal alle Vorverurteilen. Ich wünsche Marcel Schuon jedenfalls viel Kraft die ganze Situation gut zu überstehen.

So nun zum heutigen Spiel:

Heute standen gleich acht U23 Spieler in der Anfangsformation des SVS und ich glaube so eine Konstellation hat es beim SVS seit Ewigkeiten nicht mehr gegeben. Aber schonmal vornweg. Die Jungs haben ihre Sache gut gemacht.

Der SVS legte los wie die Feuerwehr. Man merkte, dass die Jungs die Schmach von Braunschweig wieder wett machen wollten. Sechs gute Chancen für uns in den ersten 20 Minuten, Einsatz, Wille und Leidenschaft waren da. Das war der SVS wie er richtig Spaß macht. Nach 20 Minuten kam dann Bremen zu den ersten Chancen und Gurski rettet hier einmal in höchster Not. Danach konnte der SVS den Druck leider nicht mehr aufrecht erhalten und das Spiel verflachte etwas.

Nach der Pause begann der SVS wieder etwas stärker aber weitere Chancen durch Dorn und Tausendpfund konnten leider nicht verwertet werden. Und so kam es wie so oft, dass Bremen mit dem ersten Angriff der zweiten Hälfte die 0:1 Führung erzielte. Gurksi parierte den ersten Schuß noch klasse, hatte beim abgefälschten Nachschuss dann aber keine Chance. Dais brachte nun mit Jungwirth und Ristic zwei frische Leute und der SVS drang auf den Ausgleich. Philipp Hosiner erzielte das hochverdiente 1:1 doch fast im Gegenzug nach einem Eckball gingen die Bremer erneut in Führung. Schlag auf Schlag folgte nach schöner Kopfballvorarbeit von Ristic dann das 2:2 für den SVS durch Dorn.  Dabei blieb es dann auch bis zum Ende.

Fazit: Über weite Strecken eine gute Leistung des SVS, der heute nur ein Problem hatte und das war die Chancenverertung.

Wenn Bremen nach 20 Minuten zwei oder drei zu null hinten liegt dürfen sie sich eigentlich nicht beschweren. Wir hatten sie so im Griff, das man eigentlich die Führung erzielen musste. Haben wir aber leider nicht. Im Nachinein muss man den vergebenen Chancen nun nachtrauern, denn so haben wir insgesamt gesehen 2 Punkte verloren. Trotzdem haben die leider nur 1400 Zuschauer insgesamt einen guten Auftritt unserer Mannschaft gesehen. Florian Tausendpfund entwicket sich hierbei langsam zum Publikumsliebling. Sein Einsatz ist vorbildlich und ich denke wir werden noch viel Spaß mit ihm in Sandhausen haben. Weiter so, Flo. Generell haben die jungen Spieler heute weitestgehend ihre Sache gut gemacht, trotzdem würde ich gegen Offenbach wieder etwas umstellen und die alten Hasen Pinto, Mintzel (der hoffentlich bald wieder fit ist) und Kirsch mit ins Team holen.  

Heute zum Spiel gegen Bremen gab's auf unserer Carpe Diem Twitter Seite mal einen Versuch eines Livetickers mit Bildern und Audiobeiträgen direkt aus dem Stadion. Das ganze finder ihr hier:Twitter CDSandhausen.  Nächste Woche in Offenbach werden wir das nochmal anbieten. Also wer nicht mit auf den Bieberer Berg kann und vor dem Internet sitzt einfach mal während des Spiels bei uns auf Twitter vorbeischauen.

Und  da wir nächste Woche in Offenbach seit langem mal wieder 3 Punkte in einem Rundenspiel holen werden ist unsere "Negativserie" damit dann auch endlich vorbei!

 

SVS: Gurski – Hillenbrand, Tausendpfund, Eberlein, Bindnagel – Fießer – Fischer, Pokar (64. Jungwirth), Schauerte (72. Ristic) – Dorn, Hosiner

Werder Bremen II: Wiedwald – Schiller, Hessel, Stallbaum, Gerders – Maek – Menga, Ayik (83. Zengin), Ronneburg (46. Perthel) – Kempe – Testroet (79. Derdak)

Zuschauer: 1400

Schiedsrichter: Petersen

Tore:
0:1 Menga (62.)
1:1 Hosiner (75.)
1:2 Menga (77.)
2:2 Dorn (78.)

gelbe Karten: - / Gerders, Hessel, Maek, Testroet

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31.10.2009 SV Sandhausen - Wacker Burghausen 0:0

Zum Spiel gegen Burghausen gab es diesmal Freikarten für die neue Tribüne vom Sponsor Sparkasse Heidelberg. Deshalb war die Tribüne heute auch richtig gut gefüllt und es wäre schön, wenn wir das öfters (auch ohne Freikarten) hinbekommen würden. Die aktiven Fans aus Block B haben sich diesmal auch mit Freikarten für die Tribüne eingedeckt und wollten von dort unser Team unterstützen. Leider wurde ihnen aber sehr viel auf der Tribüne verboten und so gab es heute so gut wie keinen Support. Schade eigentlich, hätte unserem Team sicher gut getan.

Vor dem Spiel gab es noch zwei Ehrungen. Roberto Pinto wurde zum Spieler des Monats September gewählt und Fan-Vertreter von Union Berlin haben den SV Sandhausen zum besten Gastgeber der letzten Runde gewählt. Tolle Sache von den Berlinern und für mich ein Zeichen, dass Fußballfans wenn sie nicht eingesperrt und nur in ihren Gästeblock gepackt werden, sondern wenn man mit ihnen ganz normal umgeht und sie als Gäste willkommen heißt, dass man auch ein positives Feedback dafür zurück bekommt.

Die Aufstellung des SVS war heute irgendwie anders. Durch Verletzungen, Sperren und Krankheit fielen einige altbewährte Stammkräfte aus. So kamen heute Florian Tausendpfund, Mario Pokar und Emre Ötztürk (nach seiner langen Verletzungspause) zum ersten Ligaeinsatz diese Saison von Beginn an.

Zum Spiel:

Burghausen begann stark und offensiv und bereitete der neu zusammengestellten SVS Mannschaft einige Schwierigkeiten. Sandhausen kam nicht in tritt. Es fehlte einfach etwas. Unser Spiel nach vorne fand nicht so richtig statt und folglich hatten wir auch kaum Torchancen.

In Hälfte zwei gab es zunächst kaum Besserung beim SVS. Und dann bekam Regis Dorn noch die gelb-rote Karte für einen eigentlich ganz normalen Zweikampf bei dem sich leider der Burghausener Spieler verletzte. Unverständlich für mich, da der Schiedsrichter Foul Pfiff aber die gelbe Karte erst nach einiger Zeit zeigte als er sah, dass der Burghausener Spieler blutete. In der ersten Hälfte bekam Flo Tausendpfund übrigens fast den Fuß abgetreten und der Schiri zeigte da nur gelb. Nicht so gut, fand ich das von da an der gefoulte Spieler bei jeden Ballkontakt ausgepfiffen wurde. Die Wut auf den Schiri kann ich verstehen aber der Spieler kann da nun leider nix dafür. Sei's drum. Jedenfalls begannen wir in Unterzahl dann wieder mit Engagement Fußball zu spielen und der Wille war wieder da. So gesehn war die gelb-rote Karte alse eine Art "Hallo wach" für uns. Spielerisch war es zwar nach wie vor nicht erste Sahne aber die Mannschaft hat gekämpft und sich reingehängt. Burghausen hat ab sofort nur noch verwaltet. Und so blieb es dann letztendlich bei einem gerechten 0:0.  

Die schlechte erste Hälfte führe ich zum einen auf einen guten Gegner in der ersten halben Stunde zurück (nicht umsonst ist Burghausen Tabellenzweiter!) und auch auf die Umstellungen in unserer eigenen Mannschaft zurück. Eberlein und Tausenpfund haben ihre Sache in der Innenverteidigung für mich sehr ordentlich gemacht. Nico Hillenbrand fand ich auf links hinten nicht so gut. Im Mittelfeld ist Nico stärker, was er in der zweiten Hälfte dann auch gezeigt hat. Emre merkte man teilweise seine noch fehlende Spielpraxis an und für mich ist Emre außerdem mehr ein Stürmer als ein Mittelfeldspieler. Mario Pokar ist ein guter Fußballer und vor allem sehr stark am Ball. Er leitete die gefährlichen Aktion in der ersten Hälfte alle mit ein. Jedoch braucht Mario sicher noch ein paar Spiele in der 3 Liga um richtig anzukommen und um seine stärken noch weiter unter Beweis zu stellen. Für den Anfang war seine Leistung jedoch ganz ordentlich. 

Insgesamt können wir mit dem Punkt zufrieden sein und nächste Woche treffen unsere Stürmer dann auch wieder. Schließlich geht's in Braunschweig gegen einen alten Bekannten im Tor... 

SVS: Gurski – Bindnagel, Tausendpfund, Eberlein, Hillenbrand – Fießer – Pinto, Pokar (73. Schauerte), Emre (60. Waldecker) – Ristic (77. Lüttmann), Dorn

Burghausen: Riemann – Burkhard, Kresin, Gorka, Kokocinski – Hertl, Wolf – Grübl (46. Cappek), Holzer (90. Niederquell), El Haj Ali – Kurz (68. Brucia)

Schiedsrichter: Dittrich

Zuschauer: 3900

Tore: /

gelbe Karten: Pinto, Hillenbrand, Waldecker – Grübl, Hertl, Brucia

gelb/rote Karte: Dorn (52.) - /

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17.10.2009 SV Sandhausen - Borussia Dortmund II 3:2

Nach drei Niederlagen in Folge kam heute mit dem Nachwuchs von Borussia Dortmund der Tabellensiebzehnte an den Hardtwald. Begleitet wurden die schwarz-gelben von über 300 Fans die 90 Minuten auf der Sitzplatztribüne Stimmung machten. Hut ab für den Amateur Support der Borussen. Schade in diesem Zusammenhang das unseren aktiven Fans vor der Runde die Sitzplatztribüne als Stimmungsblock untersagt wurde und der aktuelle 'Fanbereich' im B-Block irgendwie von Spiel zu Spiel kleiner wird...

Im Vergleich zum Pokalspiel stand heute in der Innenverteidigung wieder Marcel Schuon in der ersten Elf. Florian Tausendpfund bleibt also erstmal weiter auf der Bank.

Zum Spiel:

Sandhausen von Beginn an überlegen, hat aber Glück als ein schwarz-gelber nur den Pfosten trifft. Pinto und Dorn machen es im Gegenzug besser. Pinto flankt butterweich und Regis Dorn trifft mit dem Kopf zum 1:0. Ein paar Minuten später tritt Pinto zum Freistoß an und flankt erneut butterweich in den Strafraum. Diesmal steigt Ristic am höchsten und wir sind 2:0 in Front. Von Dortmund ist nicht viel zu sehen. In der 30 Minute leiten Ristic und Hillenbrand den nächsten Angriff ein und Regis Dorn vollendet ganz abgezockt zum 3:0. Eine hochverdiente Führung für unseren SVS zur Halbzeit.

In der zweiten Hälfte war erst mal langeweile angesagt. Dortmund konnte nicht und wir wollten irgendwie nicht mehr so wie in Hälfte eins. Das Spiel plätscherte so vor sich hin und erst in der 70 Minute gab es die nächste Großchance für unsere Jungs. Pinto spielt einen Traumpaß auf Mintzel und dieser scheitert alleine vor Höttecke im Dortmunder Tor. Das hätte eigentlich das 4:0 sein müssen. Doch das nächste Tor erzielten die Dortmunder. Drei Minuten vor Ende durch einen Sonntagsschuß sogar noch das 3:2 für Dortmund und wir mussten noch mal kurz zittern bevor der Schiedsrichter dann endlich abpfiff.

Fazit: Gute erste Hälfte, schwache zweite Hälfte aber letztlich verdiente drei Punkte für den SVS.

In der Halbzeitpause waren wir alle sehr zufrieden und man diskutierte ob man heute nicht noch etwas für das Torverhältnis tun könnte. Andere meinten aber auch irgendwie fehlt so das "Kribbeln" gegen Spielende wie in vielen vergangenen Heimspielen, da man doch recht deutlich führt. Später haben wir dann aber alle gesehen, dass es doch noch etwas 'Kribbel" gab... In meinen Augen aber völlig unnötig. Die Dortmunder waren für mich diese Runde das bisher harmloseste Team hier in Sandhausen. In der ersten Hälfte spielten wir noch richtig gut. Unsere Stürmer treffen, im Mittelfeld haben Pinto und Schauerte angekurbelt und Hillenbrand und Fießer für Ordnung gesorgt. In der zweiten Hälfte war unser Spiel aber leider 2 Klassen schlechter.Es lief nicht mehr nach vorne und in den Zweikämpfen war man nicht mehr so aggressiv wie in den ersten 45 Minuten. Es ist zwar verständlich, dass man nach einer deutlichen Führung oft etwas zurückschaltet aber das waren mir dann doch ein paar Gänge zu viel. Ich hätte mir in der zweiten Hälfte auch von Außen andere Entscheidungen gewünscht. Warum bei einer 3:0 Führung nicht mal jungen Talenten wie Hosiner und Pokar eine Chance geben?

Letztendlich haben wir aber drei Punkte auf dem Konto und nur die zählen. Der Sieg war sehr wichtig und wir sind nun wieder mitten in der Spitzengruppe dabei. In Kiel, beim Tabellenachbarn von Dortmund, ist nächste Woche auch etwas drin und dann könnten wir uns beim nächsten Heimspiel gegen Burghausen weiter oben festsetzen. 

SVS: Gurski – Bindnagel (57. Fischer), Schuon, Kirsch, Mintzel – Fießer, Hillenbrand – Pinto (88. Eberlein), Schauerte – Dorn, Ristic (73. Lüttmann)

Borussia Dortmund II: Höttecke – Koch (46. Götze), Sobiech, Hünemeier, Vrzogic (46. Oscislawski) – Hasanbegovic – Piossek (69. Boztepe), Tyrala, Hille – Ginczek, Kullmann

Schiedsrichter: Sippel

Zuschauer: 2100

Tore:
1:0 Dorn (10.)
2:0 Ristic (14.)
3:0 Dorn (30.)
3:1 Hille (78.)
3:2 Boztepe (86.)

gelbe Karten: Bindnagel, Kirsch – Ginczek, Hille

 

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26.09.2009 SV Sandhausen - RW Erfurt 1:2

Seit Freitag hat der SVS nun eine Fanreporterin in Zusammenarbeit mit Eyep-TV die Spiele aus ihrer Sicht kommentiert und Fans und Spieler zu den Spielen interviewen wird. Es handelt sich hierbei um eine Schülerin der 12. Klasse des Gymnasiums in Sandhausen und ich denke die Internetvoter haben hier eine gute Wahl getroffen. Wir wünschen dir liebe Marilena einen guten Start, viel Erfolg und viel Spaß beim SVS und seinen Fans.

Zum einjährigen Gründungsjubiläum von Carpe Diem (Remember Regensburg letztes Jahr...) kam als Gast diesmal Rot-Weiss Erfurt an den Hardtwald. Nach der Niederlage in Aue wollten unsere Jungs nun wieder einen Heimsieg folgen lassen. In der Aufstellung gab es diesmal einen Wechsel: Julian Lüttmann kam zu seinen ersten Einsatz von Beginn an da Sreto Ristic sich in dieser Woche im Training verletzt hat.

Zum Spiel:

Das Fazit vorweg: das war heute wenig von den Erfurtern, nichts von unserer Mannschaft und gar nichts vom Schiedsrichtergespann.

Die äußeren Voraussetzungen waren gegeben: der Spätsommer zeigte sich nochmals von seiner besten Seite, und nach der jüngsten Auswärtsniederlage in Aue erhoffte man sich ein Aufbäumen unserer Mannschaft, wie dies nach der Niederlage in Wehen der Fall war - vielleicht waren ja letzten Endes die 3 Punkte heute schon zu früh zu fest eingeplant.

Jedenfalls fehlte viel im Spiel unserer Mannschaft: Die wenigen gefährlichen Vorstöße unserer Gäste waren meist auf Geschenke unserer  Abwehrreihe zurückzuführen, das Spiel nach vorne war zu plan- und ideenlos (manch einer schien hier schon bei der Mannschaftsbesprechung  nicht wirklich bei der Sache gewesen zu sein und verpasst zu haben, dass mit Ristic der Abnehmer für die hohen Bälle ausgefallen war) und wenn doch mal ein schöner Pass in Richtung Strafraum kam, fehlte dann eben die Spritzigkeit und ein Erfurter Abwehrbein war den entscheidenden Schritt schneller. Auch nach dem Ausgleich zum 1:1 - erwähnenswert hier die gelungene Vorarbeit von Pinto (neben Schauerte derjenige, der  zumindest phasenweise Normalform erreichte) - blieb der erhoffte und in den vergangenen Heimspielen so gerne gesehene Schlussspurt aus. Selbst die Einwechselspieler fügten sich heute nahtlos in die schwache Mannschaftsleistung ein.

Bedauerlich ist dies v.a. deshalb, weil mit RW Erfurt die für mich bisher schwächste Mannschaft am Hardtwald zu Gast war. Voraus hatten uns die Gäste heute bestenfalls ein wenig Cleverness. Diese zeigte sich leider auch in teils recht theatralischen Schauspieleinlagen, die zusammen mit vielen Nicklichkeiten auf beiden Seiten ihren Teil dazu beitrugen, dass kein echter Spielfluss aufkommen wollte. Die drei Herren, die eigentlich dafür sorgen sollten, derartiges zu unterbinden, waren schließlich von allem was mit Souveränität und Überblick zu tun hat weit entfernt. Eine gelbe Karte musste man sich als Spieler hart erarbeiten, bei Abseitsentscheidungen galt offenbar ein Toleranzbereich von +/- 1m und Freistöße wurden phasenweise nach dem Zufallsprinzip verteilt - und ggf. auch kurzfristig nochmals zurückgepfiffen.

Für dieses Spiel waren dies nun auch mehr als genug Worte. Es bleibt der Verweis auf die Berichte zu den zurückliegenden Heimspielen, in denen uns unsere Mannschaft viel mehr Gelegenheiten für Euphorie und Begeisterung gegeben hat. So einen Tag erwischt man wohl einfach mal. Ich hoffe, dass es unseren Jungs gelingt, dieses Spiel ganz schnell abzuhaken und sich bis nächste Woche wieder auf ihre Stärken zu konzentrieren, mit denen sie uns in dieser Saison schon so viel Freude gemacht haben und bestimmt auch bald wieder machen werden.

Die 3. Liga ist an diesem Spieltag wieder sehr eng zusammengerückt. Es ist nach wie vor so, das hier jeder jeden schlagen kann. Nächste Woche geht's nun nach Osnabrück. Die haben am Mittwoch den Tabellenführer der 1. Liga aus dem Pokal geschossen und heute auswärts 4:0 verloren. Osnabrück ist also angefressen und will diese bittere Niederlage  nächste Woche gegen uns sicher wieder gut machen. Doch mit dem Herz in der Hand und der Leidenschaft im Bein werden wir in Osnabrück nicht ohne Chance sein.

 

SVS: Gurski – Bindnagel, Schuon, Kirsch, Mintzel – Fießer (80. Tausendpfund)– Pinto, Schauerte, Fischer (46. Jungwirth) – Lüttmann (70. Hosiner), Dorn

Erfurt: Orlishausen – Malura (82. Handke), Pohl, Hillebrand, Ströhl – Cinaz – Stenzel (88. Hauswald), Humbert – Bölstler, Becker (70. Rockenbach) – Semmer

Schiedsrichter: Wingenbach

Zuschauer: 3500

Tore:
0:1 Semmer (9.)
1:1 Schauerte (51.)
1:2 Cinaz (76.)

gelbe Karten: Kirsch, Mintzel - Becker

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12.09.2009 SV Sandhausen - FC Bayern München II 4:2

Zum heutigen Spiel kam der Rekordmeister an den Hardtwald, genauer gesagt die zweite Mannschaft des FC Bayern München. Bisher konnte der SVS noch nie gegen die Bayern Reserve gewinnen aber die Partien am Hardtwald waren alle sehenswert und es fielen viele Tore. Große Stars aus der ersten Mannschaft gab es heute keine bei den Bayern in der Aufstellung. Der Star ist der Trainer und man hat es an den Fans und Fotografen gemerkt, die Mehmet Scholl vor die Linse genommen haben.

In unserer Startelf gab es einen Wechsel und Sebastian Fischer konnte nach seinen beiden Toren gegen Regensburg den Platz von Daniel Jungwirth einnehmen.

Zum Spiel:

Der SVS begann wie ein Tabellenführer und spielte gut auf. Eine sehenswerte Szene dann in der 13 Minute als Alf Mintzel mit rechts (ja, mit seinem rechten Fuß ) in den Strafraum flankte und Regis Dorn seinen nächsten Treffer für den SVS erzielte. Sandhausen weiter am Drücker. Von München bis dahin noch nicht viel zu sehen. Doch plötzlich war der Ball im Sandhäuser Netz. Ekici zog aus 20 Metern ab und das Leder flog unhaltbar in die Kiste. Sandhausen nun etwas zögerlich doch weiter spielbestimmend. Jan Fießer hatte einige gute Möglichkeiten doch das 2:1 erzielte Sebastian Fischer mit einem schönen Schlenzer aus 16 Metern.

Sandhausen auch in Halbzeit zwei spielbestimmend. Zahlreiche Chancen konnten aber nicht verwertet werden. Und dann war der Ball wieder im Sandhäuser Netz... Ein Schuß aus 16 Metern, schön an Gurski vorbei zum 2:2 Ausgleich. Zweiter Bayern Schuß auf unser Tor und auch gleich der zweite Treffer für die Münchner. Sandhausen aber weiter gefährlich und als Saba einen Kopfball von Dorn auf der Linie nur noch in Oliver Kahn Manier mit der Hand abwehren konnte, gab es Elfmeter für Sandhausen und die Rote karte für Saba. Pinto verwandelte sicher zum 3:2. Julian Lüttmann gelang dann noch der Treffer zum 4:2 und die Bayern hatten noch einen Lattentreffer.

Fazit: Verdienter und letztendlich auch souveräner Sieg eines starken SVS gegen Bayern II.

So langsam werden mir die Jungs unheimlich. Es macht derzeit richtig Spaß bei Spielen des SVS zu zuschauen. Unsere Stürmer Dorn und Ristic harmonierten heute prächtig. Ristic legte vor und Dorn übernahm die Bälle. Im Mittelfeld haben wir mit Schauerte, Fischer und Fießer drei junge Hüpfer, die keinen Ball verloren geben, die sich immer bewegen und unserem Spiel richtig gut tun. Fießer müsste vor dem Tor noch etwas abgezockter sein aber das wird noch werden Jan, keine Sorge. Über Außen haben unsere alten Hasen Roberto Pinto und Alf Mintzel derzeit ihren 3. Frühling. Alf kämpft und rackert, marschiert nach vorne und nach hinten und seine Flanken sind oft gefährlich. Pinto ist für unser Spiel auch ganz wichtig. Er kann Bälle halten, auch mal Leute ausspielen und seine Vorstöße sorgen immer für Gefahr. In der Abwehr hat mir heute auch Denis Bindnagel sehr gut gefallen. Und Patrick Kirsch hat in der Innenverteidigung alles weggehauen was nur geht. Marcel Schuon blieb heute fehlerfrei. Gurski konnte sich heute leider nicht auszeichnen. Die Bayern schossen dreimal auf unser Tor. Zweimal war der Ball unhaltbar für Michael und einmal trafen die Bayern nur die Latte.

Wir haben heute ein super Mannschaftsleistung gesehen und was mir besonders gefällt, jeder läuft und kämpft für den anderen mit. Auch haben wir diese Saison einen Kader der auch auf den Positionen 12-16 (und noch weiter) sehr gut besetzt ist. Man kann ohne bedenken einen neuen Spieler bringen und das Spiel des SVS leidet nicht darunter im Gegenteil wir sind sehr flexibel und können durch Auswechslungen noch neue Impulse setzen.

Von mir aus kann es jetzt genauso weitergehen. Die Leidenschaft, der Siegeswille und der Einsatz unserer Jungs machen Spaß und ich denke die meisten Zuschauer sehen das genauso. Mittlerweile ist die Stimmung auf den Tribünen schon richtig gut. Da ist zwar noch Luft nach oben aber das wird noch werden.

Mit Aue und Erfurt stehen nun zwei Ostvereine auf dem Spielplan. Die Gegner sind mittlerweile vor dem SVS gewarnt und bei Spielen gegen den Tabellenführer braucht ein Trainer eigentlich gar nicht mehr viel motivieren. Doch wir brauchen und werden uns in Aue nicht verstecken und mit unserer derzeitigen Form werden wir im Erzgebirge ein Pünktchen mitnehmen.    

SVS: Gurski – Bindnagel, Schuon, Kirsch, Mintzel – Fießer – Pinto, Schauerte (79. Jungwirth), Fischer (86. Pokar) – Ristic (68. Lüttmann), Dorn

Bayern München II: Kraft – Kopplin, Schütz, Saba, Contento – Schwarz – Rieß (46. Erb), Ekici (67. Rohracker), Alaba – Sene (42. Hajdarovic), Sikorski

Zuschauer: 3500

Schiedsrichter: Willenborg

Tore:
1:0 Dorn (13.)
1:1 Ekici (20.)
2:1 Fischer (45.)
2:2 Hajdarovic (57.)
3:2 Pinto (64./HE)
4:2 Lüttmann (76.)

gelbe Karten: Pinto – Ekici

rote Karte: - / Saba (absichtliches Handspiel 64.)

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05.09.2009 SV Sandhausen - Jahn Regensburg 2:1

Nach unser Niederlage in Wehen-Wiesbaden hatten wir heute die Chance die Tabellenführung wieder zurück zu erobern, denn es kam der aktuelle Tabellenführer Jahn Regensburg zum Gipfeltreffen nach Sandhausen an den Hardtwald.

Schönes Fußballwetter, keine Bundesliga im TV, der Tabellenführer der 3. Liga spielt gegen Tabellenzweiten und trotzdem kommen nur knapp über 3200 Zuschauer an den Hardtwald. Sandhausen zieht neben Hoffenheim, den Adlern, den Rhein Neckar Löwen  und jeder Menge anderen Sportvereinen in der Rhein Neckar Region eben einfach nicht. Nächste Woche gegen die kleinen Bayern werden es sicher über 4000 Zuschauern sein, aber davon sind dann wieder 1500 Bayernfans, die drauf spekulieren ob nicht doch ein paar Spieler aus der ersten Mannschaft dabei sind. Vielleicht müssen wir wirklich in die 2. Liga aufsteigen um noch mehr in der Öffentlichkeit zu stehen, attraktivere Gegner zu bekommen und dadurch dann weitere Zuschauer zu gewinnen.

Carpe Diem war heute nicht nur im B-Block sondern auch auf der neuen Tribüne sowie auf der Haupttribüne vertreten. Die Vertreter auf der Haupttribüne kamen dann aber zur zweiten Hälfte wieder zu uns in den B-Block, weil es ihnen dort oben zu emotionslos zuging...

In der Anfangsformation spielte heute Patrick Kirsch für Ali Eberlein in der Innenverteidigung und Denis Bindnagel für Nico Hillenbrand.

Zum Spiel:

Sandhausen begann aggressiv und machte gleich deutlich, dass man keinen Respekt vor dem Tabellenführer hatte. Doch Regensburg kam nach einer guten Viertelstunde besser in die Partie und spielte nun mit. Nach einem schlechten Befreiungsschlag aus der Abwehr direkt in die Füße eines Regensburger Spielers kam unser Ex-Stürmer Jürgen Schmid am 16m-Raum frei zum Schuß und erzielte die 1:0 Führung für den Jahn. Wieder ein Rückstand für den SVS. Sandhausen nun erstmal konstaniert und brauchte einige Minuten um wieder zurück zu kommen. In den letzten Minuten vor der Halbzeit lag der Ausgleich in der Luft. Jan Fießer hätte ihn schon machen müssen und Regis Dorn erzielte ihn dann, was der Linienrichter aber leider nicht wahr haben wollte. Auf einem unserer Videos zu dem Spiel erkennt man übrigens eindeutig, dass es kein Abseits war. Sandhausen drückte weiter ging dann aber mit dem 0:1 Rückstand in die Pause.

In der zweiten Hälfte zog sich der Jahn immer weiter in die Defensive zurück und wartete auf Kontermöglichkeiten. Der SVS wollte, konnte aber irgendwie nicht richtig. Teilweise waren wir einfach recht ideenlos und immer wieder wurden die Bälle lang und hoch auf Ristic geschlagen, welche dann leider meist schnell wieder weg waren. Aber die Mannschaft gab nie auf. Die letzte Viertelstunde zog man fast ein Powerplay auf. Auch die Zuschauer waren nun wieder wie ein Mann hinter ihrer Mannschaft und peitschten die Jungs mit nach vorne. In der 80. Minute dann der verdiente Ausgleich durch Sebastian Fischer. Der SVS war jedoch noch nicht zufrieden. Man wollte jetzt den Sieg und die 3 Punkte. Immer weiter ging es in Richtung Regensburger Tor. Julian Lüttmann hatte kurz vor Schluß den Siegtreffer auf dem Fuß, doch der Gästekeeper konnte noch retten. In der Nachspielzeit noch ein letzter Einwurf über rechts, der Ball kommt in den Regensburger Strafraum und Sebastian Fischer haut das Ding zum 2:1 Sieg in die Regensburger Maschen. Jubel pur! Alle lagen sich in den Armen und der SVS war wieder Spitzenreiter!

Fazit: Verdienter 2:1 Erfolg für den SVS, da der Wille und der Einsatz immer da waren und Regensburg sich viel zu früh nur noch auf das Halten des Ergebnisses konzentriert hat.

Solche Siege mit späten Toren kurz vor dem Ende haben irgendwie schon etwas besonderes. Auch wenn wir auf den Rängen vielleicht einige Jahre Älter geworden sind, mir hat es riesig Spaß gemacht und jeder war mit dem ganzen Herzen dabei. Wir konnten heute spielerisch nicht an den tollen Sieg gegen Stuttgart letzte Woche anknüpfen. Im Spielaufbau nach vorne haben wir leider wieder viel zu oft unsere langen Bälle gebracht. Regensburg war jedoch recht kopfballstark in der Defensive und somit waren diese Bälle viel zu schnell und viel zu oft verloren. Was unsere Jungs aber vor allem in den letzten 20 Minuten auf dem Platz gebracht haben waren Moral, Einsatz, Emotion und Leidenschaft. Das war Fußball wie er mir gefällt. Damit kann man nicht alles wettmachen aber wir wurden diesmal dafür belohnt. Wenn wir es nun noch irgendwie schaffen können im Spielaufbau mehr Konzept, reinzubringen, dann können wir uns sicher länger an der Tabellenspitze halten.  

Nächste Woche kommen nun die kleinen Bayern an den Hardtwald. Bayern II hat nach schwachem Rundenstart nun die Kurve bekommen und die ersten Siege eingefahren. Die letzten Heimspiele gegen Bayern II in den vergangenen Runden waren immer Fußballleckerbissen mit vielen Toren. Beide Spiele endeten aber Unentschieden. Gegen das von Mehmet Scholl trainierte Nachwuchsteam der Bayern sollten wir also das erste Mal einen Heimsieg gegen die Bayern einfahren.

SVS: Gurski – Bindnagel, Schuon, Kirsch, Mintzel- Fießer – Pinto, Jungwirth (55. Fischer), Schauerte (75. Hosiner) – Dorn (55. Lüttmann), Ristic

Jahn Regensburg: Sattelmaier- Jarosch, Hagmann, Maul, Binder – Haller (59. Shynder), Zellner, Schlauderer, Berger (80. Romminger) – Schmid (74. Kreis), Stoilov

Schiedsrichter: Meyer

Zuschauer: 3240

Tore:

0:1 Schmid (24.)
1:1 Fischer (79.)
2:1 Fischer (90 + 2)

gelbe Karten: Schuon – Romminger, Binder

 

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01.09.2009 SV Wehen-Wiesbaden - SV Sandhausen 2:1

Am Spieltag unter der Woche kam es zum Duell des Tabellenführers gegen den Absteiger aus der 2. Liga aber zur Zeit auch Tabellenschlußlicht Wehen-Wiesbaden. Die Favoritenrolle war also klar verteilt und nach unserer starken Leistung gegen Stuttgart am Samstag rechnete man als Sandhäuser eigentlich fest damit etwas zählbares aus Wiesbaden mitzubringen. Aber meistens kommt es anders als man denkt...

Carpe Diem fuhr mit PKWs nach Wiesbaden aber die Parkplatzsuche am Stadion war dann erstmal etwas schwieriger. Das Stadion liegt zwischen Wohngebieten und Bürogebäuden aber einen größeren Parkplatz (außer für die VIPs) gibt es leider nicht. Das Wohngebiet ist dann weitgehend abgesperrt und so mussten wir 2 mal außenrumfahren um dann doch irgendwo an einer Seitenstraße zu parken. Ich frage mich wie die das machen, wenn mal mehr als 2500 Zuschauer in die Brita Arena kommen...

Das Stadion selbst fand ich gar nicht so schlecht. Man ist nah am Spielfeld, es ist ganz überdacht und reicht von der Zuschauerkapazität für einen Verein wie Wehen-Wiesbaden komplett aus.

Über 300 Sandhäuser begleiteten diesmal ihre Mannschaft beim Auswärtsspiel und sorgten dabei für eine super Stimmung fast über die gesamten 90 Minuten.  Auswärts ist das natürlich immer etwas einfacher, weil man in einem engem Gästeblock automatisch zusammensteht. Wäre aber schön, wenn man von dieser Stimmung für die Heimspiele etwas mitnehmen könnte.

Zum Spiel:

Der SVS hat gut angefangen und sich in den ersten Minuten einige Chancen erspielt. Doch Wehen-Wiesbaden wurde immer besser und kontrollierte bald das Spiel. Wehen-Wiesbaden hatte übergewicht und erspielte sich z.B. eine Vielzahl an Eckbällen. Richtig große Chancen waren aber nicht vorhanden. Der SVS lies sich trotzdem zu weit in die eigene Hälfte drängen. In der 37. Minute dann eine undurchsichtige Situation im Sandhäuser Strafraum. Gurski kommt einem Wiesbadener Stürmer sehr nahe und der Schiri pfeifft Elfmeter. Ob es einer war konnte man aus dem Gästeblock nicht erkennen. Der Wiesbadener Stürmer rechnete laut einem Interview damit das er die gelbe Karte wegen einer Schwalbe bekommt. Und laut Aussage von Michael Gurski hat selbst der Linienrichter zugegeben, dass es kein Foul war. Ich verstehe nicht, das diese Person an der Außenlinie dann nicht den Mumm hat seinem Hauptschiri zu sagen, dass es kein Foul war. Ganz schwache Persönlichkeit dieser Linienrichter. Wehen-Wiesbaden geht durch den Elfmeter dann, nicht unverdient, mit 1:0 in Führung. Mit dem Halbzeitpfiff, dann wohl der knock-out für Sandhausen. Ein schneller Spielzug und Wehen-Wiesbaden erhöht auf 2:0.

Der SVS zeiget in der ersten Hälfte ein schwaches Spiel und konnte nicht an die starke Leistung vom vergangenen Wochenende anknüpfen. Wehen-Wiesbaden spielte allerdings aber auch nicht wie ein Tabellenschlußlicht.

In der zweiten Hälfte nahm Gerd Dais zwei Auswechslungen vor. Für den gelbverwarnten Eberlein kam Patrick Kirsch und für Hillenbrand kam Denis Bindnagel. Die Auswechslung von Eberelein kann ich noch nachvollziehen, aber den anderen Wechsel verstehe ich nicht. Hilenbrand war sicher nicht der Beste in der ersten Hälfte aber wenn ich 2:0 hinten liege halte ich mir mehr Möglichkeiten für offensivere Wechsel offen. Noch dazu war Mintzel angeschlagen und es hätte jederzeit zu seiner Auswechslung kommen können.

Der SVS spielte in der zweiten Hälfte aber wieder Fußball. Und das sehr ordentlich. Wehen-Wiesbaden zog sich zunehmend zurück, war nur noch defensiv eingestellt und hatte in der zweiten Hälfte glaube ich keine Torchance. Wir versuchten den Anschluß zu erzielen und mühten uns redlich.Herausheben möchte ich heute mal Julian Schauerte. Für mich der beste Sandhäuser und ein ständiger Aktivposten in unserem Spiel. Leider reichte es insgesamt nur noch zum 1:2 durch Pinto und so haben wir nun auch unsere erste Saisonniederlage. 

Fazit: Schlechte erste Hälfte, zweite Halbzeit ordentlich. Die Mannschaft hat nie aufgegeben und mit etwas Glück hätten wir noch einen Punkt mitnehmen können.

In unserem Team gefiel mir heute besonders ein sehr starker Julian Schauerte. Auch Pinto spielte wieder ordentlich. Alf Mintzel hatte in der zweiten Hälfte kaum mehr Vorstösse und war angeschlagen. Ich hätte deshalb lieber Mintzel als Hillenbrand rausgenommen. Daniel Jungwirth konnte dem Spiel seinen Stempel leider nicht aufdrücken und unser Sturmduo Ristic und Dorn blieb weitgehend blass.

Am Samstag kommt nun Regensburg nach Sandhausen. Eine Mannschaft von der man auch nicht erwartet hätte, dass sie mit an der Tabellenspitze steht. Freuen dürfen wir uns auf unseren alten Bekannten Jürgen Schmid. Doch leider wird Jürgen diesmal wieder ohne Punkte die Heimreise nach Bayern antreten müssen. Mit der Unterstützung der Fans, wie sie letzte Woche im Hardtwaldstadion und gestern in Wiesbaden super vorhanden war, "hauen" wir die Regensburger aus dem Stadion (Frei nach Michael Gurski aus der heutigen RNZ).

 

SV Wehen-Wiesbaden: Domaschke – Billick, Gehring, Schönheim, Landeka (78. Weigelt) – Kunert, Reinert, Hübner, Ziegenbein – Ziemer (72. Bohl), A.Öztürk (84. Boskovic)

SVS: Gurski – Hillenbrand (46.Bindnagel), Schuon, Eberlein (46. Kirsch), Mintzel – Fießer (71. Fischer) – Pinto , Jungwirth, Schauerte – Dorn, Ristic

Schiedsrichter: Cortus

Zuschauer: 2567

Tore:
1:0 Ziegenbein (37./FE)
2:0 A.Öztürk (45.)
2:1 Pinto (84.)

gelbe Karten: A.Öztürk, Hübner – Schauerte, Schuon, Eberlein

 

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29.08.2009 SV Sandhausen - VFB Stuttgart II 2:1

Seit letztem Wochenende ist der SV Sandhausen Tabellenführer der 3. Liga und heute kam es nun zum Baden-Württemberg Derby und Spitzenspiel gegen den Tabellendritten aus Stuttgart. Gegen die Reserveteams der Bundesligisten haben wir uns in der letzten Saison immer recht schwer getan. Junge, gut ausgebildete und taktische clevere Jungs sind ein Markenzeichen gerade des Reserveteams vom VFB Stuttgart. Doch wir brauchen uns auch nicht zu verstecken und somit stand einen echten Spitzenspiel eigentlich nichts mehr im Weg.

Carpe Diem war heute zum Spitzenspiel in großer Besetzung mit über 20 Leuten im Stadion. Und Respekt an unsere Jungs, Mädels und Kiddies, das war heute eine klasse Unterstützung an die Mannschaft was von eurer Seite kam.

Zum Spiel: 

Der SVS spielte von Beginn an druckvoll und mit viel Engagement. Man merkte die Jungs waren heiß und wollten heute die drei Punkte unbedingt haben. Frühes Tackling, Räume eng machen und schnelles Spiel über die Mitte oder über Außen bestimmten das Spiel der ersten Hälfte. Der VFB spielte mit, konnte sich jedoch keine richtigen Torchancen erspielen. Trotzdem kam es Mitte der ersten Hälfte zur Führung der Schwaben. Nach etwas undurchsichtiger Aktion in unserem Strafraum foulte Michael Gurski einen Stuttgarter Stürmer und der fällige Elfmeter wurde sicher verwandelt. Der SVS kämpfte weiter doch bis zur Halbzeit kam dabei leider nichts zählbares heraus.

In der zweiten Hälfte rückte Patrick Kirsch für den eigentlich stark spielenden Mintzel in die Abwehrkette. Alf hatte sich gegen Ende der ersten Hälfte verletzt und musste wohl deshalb draußen bleiben. Sandhausen blieb weiter am Drücker und drängte auf den Ausgleich. Sreto Ristic wurde dann unsanft im Sechzehnmeter Raum gebremst, doch der Schiedsrichter lies weiterspielen, was ihm einige "Schieber" Rufe der Sandhäuser Fans einbrachte. Alex Eberlein war es dann der die ständig antreibenden Zuschauer erlöste und zum völlig verdienten Ausgleich einnetzte. Der SVS schaltete nicht zurück sondern drängte weiter in Richtung Stuttgarter Tor. In der 84. Minute dann der Siegtreffer für den SVS durch Jan Fießer was auch gleichzeitig der Endstand war.

Fazit: Ein hochverdienter Sieg einer sehr starken Sandhäuser Mannschaft.

Mensch war das heute geil. Die Jungs spielten das bisher beste Heimspiel diese Saison und selbst ein Rückstand bringt sie nicht aus der Fassung. Das war heute Power- und Spaßfußball pur. Wir hatten keine Ausfälle in der Mannschaft und was Jungwirth, Pinto, Mintzel oder Schauerte zwischenzeitlich gespielt haben war erste Sahne. Wir haben hier eine Mannschaft erlebt, ein Team, das gemeinsam auf dem Platz alles für den Sieg gibt. So spiele möchte ich öfters sehen und ich denke das werden uns die Jungs auch noch oft präsentieren.

Nach dem letzten Heimspiel wurde das kritisiche Sandhäuser Publikum zu Recht kritisiert. Heute habe ich am Hardtwald aber ein ganz anders Publikum erlebt. Es wurde angefeuert, mitgeklatscht, gemeinsam der Schiri bepöbelt (gehört auch mal dazu ;-) ) und so stand nicht nur auf dem Platz ein Team. Im ganzen Stadion war man als Team unterwegs. Die paar Nörgler die es immer gibt hatten heute keine Chance gegen die ganz große Mehrheit der unterstützenden Fans. So muss das von nun an immer sein und vor allem auch dann, wenn unsere Jungs mal wieder einen schlechteren Tag erwischen. Schön auch, dass unser Fanblock heute mal wieder besser besucht und vor allem auch zu hören war. Egal was in der letzten Zeit alles vorgefallen ist, wir müssen nun alle nach vorne schauen und heute wurde ein Anfang gemacht. Weiter so, dann haben wir bald wieder den Support aus dem Fanblock, wie wir ihn in der letzten Runde im AF Block hatten.

Am Dienstag geht's nun zum Tabellenletzten nach Wiesbaden. Bei solchen Spielen kann man als Tabellenführer eigentlich nur verlieren. Aber ich denke unsere Jungs werden sich der Aufgabe bewusst sein und dort wieder wie ein echtes Team auftreten. Zahlreiche Fans werden den SVS begleiten und ich bin mir sicher wir werden auch aus Wiesbaden wieder etwas zählbares mit an den Hardtwald bringen.

SVS: Gurski – Hillenbrand (79. Bindnagel), Schuon, Eberlein, Mintzel (46. Kirsch) – Fießer – Pinto, Jungwirth, Schauerte – Dorn, Ristic (70. Lüttmann)

VfB Stuttgart II: Hammel – Schimmel, Pischorn, Vier, Enderle – Funk – Schwarz (60. Feisthammel), Didavi, Hertner – Walch (74. Hofmann), Schipplock (82. Riedle)

Zuschauer: 2440

Schiedsrichter: Valentin

Tore:
0:1 Funk (30./FE)
1:1 Eberlein (63.)
2:1 Fießer (84.)

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22.08.2009 Wuppertaler SV - SV Sandhausen 0:2

Die Vorbereitung auf das Spiel begann diesmal für eine kleine Fanclub Abordnung bereits kurz nach Spieltagsterminierung - nämlich damit, dass der ohnehin geplante Kurzurlaub in der Eifel kurzerhand um ein Wochenende im Bergischen Land verlängert wurde. Am Freitag wurde unser idyllischer, kleiner Ferienort erkundet, rund um unseren nicht weniger idyllischen Bauernhof gab es für den Nachwuchs allerhand zu erkunden. Und während unsere Busfahrer (knapp 40 Leute machten sich mit dem Fanbus auf nach Wuppertal) wahrscheinlich schon die ersten kühlen Gerstensäfte fließen ließen, gab es für uns eben warme Kuhmilch zum Frühstück.

Großstädtischer dann das Programm für unsere Anfahrt mit dem Zug zum Spiel: den Umstieg in Köln nutzten wir für einen kurzen Aufstieg auf den Dom und das letzte Stück zum Stadion in Wuppertal ging es dann mit der Schwebebahn. Wuppertal war also in jedem Fall schon mal eine (An-)Reise wert!

Am Gästeeingang freuten sich die etwa 10 Ordner dann so sehr über ein bisschen Arbeit, dass sie uns zwei auch gleich ausgiebig kontrollierten. Groß war unsere Freude auch, dass das Lesegerät unser Online Ticket erkannte. Offensichtlich wurde dieses von den Gästefans bisher noch nicht all zu umfänglich in Anspruch genommen. Für uns war diese Variante des Vorverkaufs ideal, da die Anfahrt im Nahverkehr eingeschlossen war - zumindest laut Auskunft der WSV-Geschäftsstelle, auf dem Ticket selbst fand sich darauf kein Hinweis. Im Zweifelsfall hätte ich mich auf die Auskunft der Geschäftsstelle verlassen, kontrolliert wurden wir aber weder im Zug noch in der Schwebebahn.

Zum Spiel:

Die Gastgeber begannen mit Druck und mehreren gefährlichen Aktionen über unsere linke Seite. Nach knapp 15 Minuten kam der SVS besser ins Spiel und zu einer ersten Chance. In einer insgesamt flotten ersten Hälfte wechselte das spielerische Übergewicht noch mehrmals zwischen beiden Teams. Echte Großchancen blieben allerdings Mangelware. Gut, dass wir einen Regis Dorn haben! Der erinnert irgendwie an Roy Makkay zu besten Zeiten und schob so auch diesmal die eine sich ihm bietende Gelegenheit (nach wunderschöner Vorarbeit vom Marcel Schuon) eiskalt ein.

Die zweite Hälfte begann wiederum mit starkem Druck des WSV - und diesmal auch den zugehörigen Großchancen. Dank der Abschlussschwäche der Gastgeber und unserem mal wieder überragenden Michael Gurski im Tor konnte diese Phase jedoch überstanden werden.

Große Aufregung beim heimischen Anhang gab es nun nach einem taktischen Foul von Alex Eberlein, das zu Recht mit einer gelben Karte geahndet wurde. Und gerade dann als man sich auf den Rängen mal wieder fragte " Warum nimmt der Dais jetzt nicht den Ristic raus?" (um mit dem konterstarken Hosiner für Entlastung zu sorgen), gab eben jener Ristic per Kopf die passende Antwort. Nach unserem 2:0 war bei den Wuppertalern auf und neben dem Rasen größtenteils die Luft raus, und um 15.50 Uhr waren wir dann "Spitzenreiter"!!!

In einer insgesamt starken Mannschaft haben mir insbesondere Eberlein (mit durchweg starkem Stellungsspiel), Hillenbrand (der auf der rechten Seite kaum Gefahr aufkommen lies) und Mintzel (mit starker Offensivleistung in der zweiten Hälfte) gefallen.

Auf dem Heimweg bekamen wir faire Gratulationen von Wuppertaler Fans. Von unseren eigenen eingefleischten und weniger eingefleischten Fans erhoffe ich mir mit dem Schwung der aktuellen Leistungen für die kommenden Heimspiele eine starke Unterstützung der Mannschaft - auch und gerade zahlenmäßig, hier sollte die 3000 Marke nun wirklich mal wieder dran sein.

Wenn unsere Mannschaft weiterhin so offensivfreudig und defensiv displiziniert auftritt wie gegen Wuppertal, ist eine Fortsetzung des Höhenflugs durchaus vorstellbar - frei nach der Hausordnung des Wuppertaler Markenzeichens: "Ordnung ist das halbe Schweben!"

 

Wuppertaler SV: Maly - Neppe, Neunaber, Schäfäer, Murillo (68.Najdi) - Fischer, Asaeda - Braun, Müller (60.Bernhardt), Altin (72.Dressler) - Damm

SVS: Gurski - Hillenbrand, Schuon, Eberlein, Mintzel (81.Throm) - Fiesser - Pinto, Jungwirth (77.Bindnagel), Schauerte - Ristic (83.Hosiner), Dorn

Schiedsrichter: Aarnick

Zuschauer: 3258

Tore:
0:1 Dorn (28.)
0:2 Ristic (68.)

gelbe Karten: Schäfer, Asaeda - Eberlein

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15.08.2009 SV Sandhausen - 1. FC Heidenheim 3:0

Nach dem souveränen Auswärtssieg in Dresden kam diesmal ein Aufsteiger und alter Rivale aus Oberligazeiten, der FC Heidenheim, an den Hardtwald. Mit Christian Essig, Christian Beisel und Dieter Jarosch standen drei ehemalige SVS Kicker in den Reihen der Heidenheimer. Etwa 100 Gästefans machten sich auf den Weg nach Sandhausen.

Zum Spiel:

Entgegen meiner ursprünglichen Annahme, zog sich der FC Heidenheim keinesfalls erstmal zurück in die eigene Abwehr, sondern spielte fröhlich mit. Und das taten sie über weite Strecken besser als unser SVS. Einzig und allein an der Chancenverwertung lag es, dass Heidenheim heute ohne Punkte die Heimreise antreten musste. Der SVS wurde letzte Woche beim Sieg in Dresden viel gelobt aber leider sah es heute alles andere als gut auf dem Platz aus. Der Wille war da, keine Frage aber das Zusammenspiel nach vorne klappte nur ab und an und im Mittelfeld wurden sehr viele Bälle viel zu leicht wieder verloren. Der Linienrichter meinte es dann in der 16. Minute gut mit uns und sah den Ball von Nico Hillenbrand hinter der Linie. Bin echt mal auf die TV Bilder gespannt, aber denke der war eigentlich nicht drin. Sei's drum, eine Führung ist immer gut. Leider brachte das 1:0 aber keine Sicherheit in unser Spiel und so gab es zur Halbzeit einige Pfiffe von den Rängen für die Leistung unserer Jungs.

Die zweite Hälfte hatte dann kaum begonnen und Heidenheim kam zu drei Chancen in nur zwei Minuten. Heidenheim war dem Ausgleich nun sehr  nahe. Doch wie es im Fußball numal so ist, der SVS setzte einige gefährliche Konter und konnte nach wunderbarer Vorarbeit von Philipp Hosiner durch Regis Dorn das 2:0 erzielen. Regis "Doppelpack" Dorn markierte dann kurze Zeit später auch den 3:0 Endstand.

Fazit: Kein überzeugender Auftritt unserer Mannschaft aber drei wichtige Punkte geholt.

Es ist es schade, dass wir in Heimspielen bisher noch nicht zeigen konnten, was die Mannschaft eigentlich drauf hat. Gerade bei unserem kritischen Sandhäuser Publikum. Selbst als treuer Fan hat man heute das ein oder andere mal den Kopf geschüttelt und geflucht. In der letzten Saison haben wir solche Spiele aber nur unentschieden gespielt oder verloren (z.B. Braunschweig oder Wuppertal), also geht's diesmal vielleicht doch weiter nach oben in der Tabelle? Der SVS bleibt zumindest weiter ungeschlagen in der 3. Liga.

Schön fand ich heute übrigens die Reaktivierung der 'oldschool' Anzeigetafel, da die Videowand ausgefallen ist. Ich finde die alte Tafel könnte man eigentlich  öfters verwenden, das hat irgendwie was familiäres.

Nächste Woche geht's nun nach Wuppertal. Da wir uns auswärts leichter tun und wir mit Regis Dorn inzwischen einen echten Goalgetter haben, glaube ich fest daran das wir etwas zählbares mitbringen.

 

SVS: Gurski- Hillenbrand (83. Throm), Schuon, Eberlein, Mintzel – Fießer – Pinto, Jungwirth (57. Bindnagel), Schauerte – Dorn, Ristic (65. Hosiner)

1.FC Heidenheim: Sabanov – Feistle, Göhlert, Beisel (76. Heidenfelder), Meier – Essig, Weil, Klarer, Schnatterer (69. Gül)- Mayer, Jarosch (46. Spann)

Schiedsrichter: Osmers

Zuschauer: 2200

Tore:

1:0 Hillenbrand (16.)
2:0 Dorn (75.)
3:0 Dorn (79.)

gelbe Karten: Pinto, Mintzel – Sabanov, Göhlert, Beisel

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29.07.2009 SV Sandhausen - Carl Zeiss Jena 2:2

Zum ersten Heimspiel der neuen Saison kam mit Carl Zeiss Jena die Mannschaft an den Hardtwald, die vor wenigen Wochen noch den Klassenerhalt hier in Sandhausen feiern konnte. Damals war das 2:2 für Jena sowie die gut 3000 mitgereisten Fans wie ein gefühlter Sieg, diesmal war es trotz gleichem Ergebnis wohl eher eine Niederlage für die ca mitgereisten 500 Zeissianer.

Doch fangen wir von vorne an. Ein herrlicher Sommertag mit Temperaturen über 30 Grad und endlich geht wieder der Fußball los. Doch zunächst musste man sich noch seine Dauerkarte am Spieltag an der Abholkasse besorgen, da diese vorher nicht rechtzeitig fertig geworden sind. Da bei einem Spieltag unter der Woche etliche Leute arbeitsbedingt erst kurz vor dem Spiel am Stadion erscheinen war schon abzusehen, dass es hier zu Problemen kommen könnte. Und leider wurden meine Befürchtungen bestätigt, nach 18.00 Uhr waren lange Schlangen vor den Kassenhäuschen und so richtig voran ging es auch nicht. Die Stimmung unter den in der Schlange Wartenden war alles andere als gut, es war mittlerweile kurz vor halb sieben und in meiner Schlange sind sogar Leute wieder gegangen..?. Gott sei Dank brachte mir ein Kollege, der ca 10 Meter vor mir stand eine Tageskarte mit, da die Dauerkarten anscheinend doch noch nicht fertig waren und so verpassten wir nur die ersten 5 Minuten des Spiels. 

Nach dem 3:3 in Haching liefen diesmal Doppeltorschütze Dorn im Sturm und Julian Schauerte im Mittelfeld von Beginn an auf.

Zum Spiel:

Der erste Angriff des SVS (zumindest den ich gesehen habe...) wurde gleich mit einem schönen Kopfballtor durch Abwehrrecke Marcel Schuon vollendet. Das ging ja gut los, doch leider zogen sich unsere Jungs dann recht schnell wieder etwas zurück und Jena kam ins Spiel. Nach einem Vorstoss durch Alf Mintzel mit Ballverlust flog dann ein langer Ball auf Orlando und unsere Abwehreihe hatte Probleme hinterherzukommen, was letztendlich zum 1:1 Ausgleich führte. Jena hatte das Heft nun in der Hand und nach einigen unglücklichen Aktionen in unserem Strafraum ging Jena verdient mit 2:1 in Führung. Der SVS zeigte in der letzten halben Stunde der ersten Hälfte einfach zu wenig.

In der Halbzeitpause stellten wir auf unserer Videoleinwand erstaunt fest, dass die Stuttgarter Kickers sowie Kickers Emden sich irgendwie doch wieder in die 3. Liga geschmuggelt haben (siehe Fotos) .

In der zweiten Hälfte war der SVS bemüht und man versuchte wieder heranzukommen. Zwischendurch war es, trotz der Temperaturen, ein richtig flottes Spiel. Es ging hin und her und Chancen gab es auf beiden Seiten. Sandhausen stand dabei einmal der Pfosten im Weg und Jena hatte einen sehr guten Torwart Gurski vor sich. Kurz vor Schluss dann ein Elfmeter für Sandhausen. Man kann den Elfer glaube ich geben, da der Abwehrspieler sich ziemlich ungeschickt hinter Dorn bewegt und Dorn eigentlich freie Schußbahn gehabt hätte. Pinto verwandelt. Endstand 2:2 und aus.   

Fazit: Letztendlich ein etwas glückliches Remis für den SVS, da Jena mehrmals durch Konter den Sack hätte zu machen können.

Irgendwie hatte man gegen Jena den Eindruck, dass sich unser Team noch nicht gefunden hat. Wir haben wieder viel zu oft nur unsere alte Laier mit den langen Bällen nach vorne gespielt und ein geregelter Aufbau über das Mittelfeld fand viel zu wenig statt. Auch in der Abwehr sahen wir mehrmals nicht gut aus und leisteten uns viel zu viele Fehler.  Immerhin haben der Einsatz und die Moral in der zweiten Hälfte gestimmt. Unsere Stammformation wird sich hoffentlich in den nächsten Spielen finden und ich denke da wird es noch einige Veränderungen im Vergleich zu gestern geben.  

Als Unsympath hat sich gestern leider noch der Gästestürmer Orlando Smeekes herausgestellt. Fußballerisch hat der Junge was drauf, gar keine Frage. Aber wer trotz Verletzung eines eigenen Spielers erstmal weiterspielt und den Torabschluss sucht, nach Ballerverlust sich dann aber aufführt wie ein HB Männchen weil die 'bösen' Sandhäuser den Ball nicht ins Seitenaus spielen, sich dann noch zum Mittelfinger gegenüber den Zuschauern hinreissen lässt und aggressiv auf unseren sich zu Recht darüber aufregenden Trainer losgeht, der hat sich den Titel Unsympath wohl verdient. Auch seine Auswechslung war köstlich. So machte er noch einen kurzen Sprint rüber auf die andere Seite damit er auch ja noch etwas Zeit schinden kann. Gut, sowas ist heutzutage leider die Regel aber gelohnt hat es sich letztendlich ja nicht und nach dem Elfmeter zum 2:2 sah er schon ganz schön bedröppelt aus und schlug noch ein paar Mal gegen die Trainerbank und den Kabinengang. Pluspunkte hat dagegen Gästetrainer Rene van Eck gesammelt. Nachdem er einen zurückgeworfenen Ball von der Haupttribüne unabsichtlich gegen den Kopf bekommen hat, drehte er sich mit einem Lächeln zu der Tribüne um und zeigte dem Zuschauern mit der rechten Hand eine imaginäre gelbe Karte. Respekt, war in meinen Augen eine gute Reaktion, die von den Sandhäuser Zuschauern ebenfalls mit einem Lächeln bedacht wurde.

Am DFB-Pokal Wochenende steht nun leider kein Pflichtspiel an und wir werden am Sonntag alle mit einem weinenden Auge nach Sinsheim schauen. Nächstes Pflichtspiel steigt dann gegen Dynamo Dresden. Diese sind mit einer Heimniederlage und einem Auswärtsieg in die Runde gestartet. Können wir unsere Abwehr stabilisiern und die kämpferische Einstellung der 2. Hälfte beibehalten, dann ist sicher auch in Dresden ein Punkt möglich.

SVS: Gurski - Bindnagel,Schuon,Eberlein,Mintzel – Pinto,Jungwirth (66.Fischer),Hillenbrand, Schauerte (77.Hosiner)– Dorn,Ristic (23.Öztürk)

Carl-Zeiss Jena: Nulle – Sträßer,Lanzaat,Riemer,Schmidt – Truckenbrod,Sievers (60.Hänghe),Nagy,Ziegner – Amirante (81.Benyamina),Smeekes (88.Petersen)
 

1:0 Schuon (9.)
 
1:1 Smeekes (19.)
 
1:2 M. Riemer (32.)
 
2:2 Pinto (90., (Foul)Elfmeter)
 
Zuschauer: 3150

Schiedsrichter: M.Kempter
 

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