Alle Berichte 2008/2009

SV Sandhausen - Jahn Regensburg 3:0

Den nächsten Heimdreier gegen den Jahn aus Regensburg eingefahren. Sehr gut !

Hier mein Rückblick auf das Spiel:

Ich hatte den Eindruck, dass Gurski am Anfang etwas verunsichert war. In der zweiten Halbzeit hat er dann aber gezeigt, dass er ein ganz guter ist.

Die Abwehr stand wieder souverän. Mario und Christian lassen in der Mitte nichts anbrennen und unsere beiden Ex-Hoffenheimer auf links und rechts gefallen mir immer besser.

Das Mittelfeld war gut aber nicht überragend. Pinto hatte heute mal wieder ein schlechteres Spiel, aber lieber in so einem Spiel wie gegen Regensburg und dafür dann wieder gegen Aue eine Topleistung.

Schmid und Ristic im Sturm = 3 Tore. Gerd hat mal wieder richtig aufgestellt. Vor allem für den Jürgen freut es mich aber die Tore habe ich im Forum ja fast schon vorher gesagt:

.. Jürgen Schmid hat sich am Wochenende rechtzeitig in die erste Mannschaft zurück gespielt. Vielleicht klappt's dann ja am Freitag mit dem versprochenen Tor gegen seine alten Kameraden. 

Insgesamt kein großes Spiel aber ein verdienter Sieg des SV gegen doch recht harmlose Regensburger.

Fans:

Endlich haben die Fans einen Platz im Stadion, der sich auch wirklich Fanblock nennen darf. Und das ist auch gut so. Damit dürfte die 'Platzfindung' abgeschlossen sein. Mit den Bannern vorm Block sieht das auch richtig gut aus. Von der Akkustik kann da sicher noch mehr kommen. Ich stand unter der Haupttribüne und habe die Gesänge zwar wahrgenommen, die Regensburger kamen aber insgesamt besser und lauter rüber. Die Leute, die ganz hinten am Bierstand (alter Fanblock) standen haben haben nach meinen Infos aber fast nur die Regensburger gehört. Auch schade, dass die Wechselgesänge (Sandhausen) mit Veteranen und Gerade zwar geklappt haben, bis zum neuen Block ist das aber nicht durchgedrungen. Ich denke für das erste Spiel war es trotzdem ganz gut und man kann nach und nach die Dinge nun versuchen zu verbessern. Bitte denkt im neuen Block aber daran, den Nachwuchs mit rüberzuziehen und zu integrieren. Wenn der Block dann mal doppelt so voll ist wie gestern, dann rockt das Stadion auch ganz anders.
Zu den Jahn Fans: Die haben wirklich 90 Minuten ununterbrochen supportet, trotz der Niederlage. War schon toll und vor allem waren die auch nur 20-30 Leute. Allerdings bin ich eher der Befürworter eines spielbezogenen Supports und nicht dieses Ultrasupports ohne richtigem Bezug zum Spielverlauf.

Flops:
Beim Eingang B waren gestern viel zu wenige Ordner eingesetzt und es hat sehr lange gedauert hat bis man ins Stadion reinkam. Dann kommt man ins Stadion und auf der anderen Seite sieht man wie wieder zwei Ordner den leeren Gästeblock bewachen...
Das sollte man in der Zukunft besser lösen.

Der nächste Flop ist die Zuschauerzahl. Klar wäre man vor 2 Jahren mit 2500 super zufrieden gewesen, aber wir spielen mittlerweile eben schon auf einem anderen Niveau und wenn man dann die Freikarten von der Nippon Aktion abzieht, dann ist die Zuschauerzahl in meiner Sicht schon sehr  enttäuschend.

 

So spielte die Mannschaften:

Sandhausen: Gurski Bindnagel, Göttlicher, Beisel, Throm Pinto (67. Grgic), Kolb, Leandro, Mintzel (79.Stark), J. Schmid, Ristic (69. Haas).
Regensburg: Becker Jarosch (74. Beigang), Maul, Brysch, Binder Zellner Bambara, Schlauderer (62. Hiemer), Blessin, Schäffer (62. D. Schmid) Stoilov.
Schiedsrichter: Stieler (Obertshausen); Zuschauer: 2.500; Tore: 1:0 Schmid (22.), 2:0 Schmid (49.), 3:0 Ristic (54.).

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Erzgebirge Aue - SV Sandhausen 2:2

Zum Auswärtsspiel in Aue kam diesmal wieder ein Fanbus zusammen und so trafen sich Samstag morgen um 7.00 Uhr etwas über 40 Sandhäuser um ihren SVS zum ersten Spiel gegen einen 'Ostverein' zu unterstützen. Die Busbesatzung bestand weitestgehend aus den üblichen Verdächtigen bei Auswärtsfahrten und alle Fanclubs waren vertreten. Die 6 Stunden Fahrt gingen dann ziemlich schnell vorbei was sicher auch an der guten Stimmung im Bus lag. In Aue angekommen wurde erstmal der vorher angepriesene 'Nudeltopf' probiert (siehe Fotos). Die Meinungen zum Nudeltopf gingen von super, der macht aber satt, ganz gut bis zu viel zu stark gewürzt. Ich gehöre hier zu der 'schmeckt ganz gut' Fraktion. Nachdem die Zaunfahnen aufgehängt waren und der erste Glühwein probiert war, ging es dann auch schon  los. Vorher gab's aber noch die komplette Version von 'You'll never walk alone" vom Band und es war ein schönes Bild wie fast alle Auer Fans (nicht nur der Fanblock, sondern fast das ganze Stadion) ihre Schals in die Luft gestreckt haben und lauthals mitgsangen. Wir Sandhäuser ließen uns da natürlich auch nicht lumpen und haben ebenfalls schön mitgemacht.

Zum Spiel:

Der SVS spielte in den ersten Minuten ganz gut mit, jedoch übernahmen nach etwa einer Viertelstunde die Hausherren das Kommando. Richtig gefährlich wurde es allerdings auch nur ganz selten vor unserem Tor, da unsere Abwehr in der ersten Hälfte wieder sehr gut stand. Der SVS hatte in der ersten Hälfte eigentlich nur eine gute Szene durch Schmid und Mintzel und die führte dann auch glatt zum 0:1 durch Alf. Kurz vor der Pause zogen dann ein paar Regenwolken auf und es blies ein eisiger Wind von links in den Gästeblock. So wärmten wir uns dann in der Halbzeit im 'Kerwezelt' hinter dem Gästeblock.

Nach der Pause kamen die Auer mit viel Schwung aus der Kabine. Die 2 Tore waren zu dem Zeitpunkt auch verdient, da Aue einfach mehr machte. Gott sei Dank fiel fast im Gegenzug zum Auer 2:1 der Ausgleich für uns durch Mario Göttlicher. Die Auer waren nun wieder etwas verunsichert und für den SVS began die stärkste Phase des Spiels. Mit etwas Glück hätte man nun auch wieder in Führung gehen können, so klärte z.B. einmal ein Auer nur noch auf der Linie. Im Endeffekt war der Punkt für uns aber ein Gewinn und er wurde auch entsprechend von Mannschaft und mitgereisten Fans gefeiert.

Nach dem Spiel kam man noch mit dem ein oder anderen Heimfan ins Gespräch und es wurden auch einge Schals getauscht, bevor unser Bus dann mit Polizeieskorte wie für den amerikanischen Präsidenten (vor und hinter uns 4 Mannschaftswagen mit Blaulicht!) bis zur Autobahn begleitet wurde.

Im Bus dann erstmal kurz entspannt um dann enttäuscht feststellen zu müssen, dass alle Getränke im Bus bereits auf der Hinfahrt aufgebraucht waren. Wieder in Bayern galt unser Stopp dann auch nicht einer Raststätte sondern wir hielten vor dem Rewe um die letzten "Wochenendeinkäufe" zu erledigen. Ganz nebenbei gab's im dortigen Imbiss lecker Leberkäsbrötchen für 1,10 Euro. Da kann man nicht meckern, vor allem da der Leberkäs teilweise fast 2 cm dick war. Nun konnte man sich also wieder in aller Ruhe auf den Weg machen und die Erfrischungsgetränke hielten nun durch bis Sandhausen.

Fazit:

Ein klasse Auswärtsfahrt mit durchweg super Leuten und ein kleiner aber ordentlicher Support im Erzgebirgestadion. Noch dazu kennt sich die Busbesatzung nun bestens mit Moscheen, Tunnels oder Alleen aus und hat einiges über das Spätprogramm im DSF erfahren. So, nun filmt und verklagt mich...

 

Erzgebirge Aue: Flauder - Hensel, Kos, T. Paulus, Klingbeil - Fa. Müller, Curri, Cimen, Hochscheidt - El Berkani (55. Agyemang), Glasner (55.Schmidt)
SV Sandhausen: Gurski – Bindnagel (72. Grgic), Beisel, Göttlicher, Throm - Pinto, Kolb, Leandro, Mintzel (82. Stark) – Ristic (76. Haas), Schmid
Zuschauer: 7200
Schiedsrichter: Trautmann (Bodenwerder)

Tore:
0:1 Mintzel (36.)
1:1 Hensel (54.)
2:1 Paulus (61.)
2:2 Göttlicher (63.)

gelbe Karten: Glasner, Kos – Bindnagel, Kolb

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SV Sandhausen - Rot Weiss Erfurt 2:0

Der SVS schlägt Erfurt verdient, fährt somit den nächsten Heimsieg ein und setzt sich damit im oberen Tabellendrittel fest. Aber erstmal von vorne anfangen...

Heute morgen um halb 12 am S-Bahnhof Sandhausen sind mir beim Einkaufen erstmal die 6 Mannschaftswagen Bereitschaftspolizei aufgefallen die dort auf die Thüriger gewartet haben. Die Polizisten haben sich in einer Reihe auf den gesamten Bahnsteig gestellt und somit alle Türen der ankommenden S-Bahn unter Kontrolle gehabt. Nur, in der gesamten S-Bahn war kein einziger Erfurter dabei... . Dafür haben die ankommenden Omas, Studenten oder Familien mit Kindern erstmal einen Schreck bekommen und sich gefragt was hier denn wohl los ist. Ja, heute war es soweit, das erste Heimspiel von Sandhausen gegen eine 'Ostmannschaft'. Die Polizei zog dann wieder ab und fuhr davon und als ich vom Einkaufen zurückkam, war gerade die nächste S-Bahn angekommen. Diesmal waren auch ca 12 Erfurter mit drin, jedoch keine Polizei in sichtweite die aber auch nicht nötig war. Hab' mit den Jungs ein paar nette Worte gewechselt und die wollten mich doch glatt zu einem Unentschieden heute überreden. Darauf wollte ich dann aber doch nicht eingehen...

Später im Stadion wurde dann erstmal die neue Videoleinwand unter die Lupe genommen. Grundsätzlich schon gut so ein Teil, jedoch wurde meiner Meinung während dem Spiel etwas zu viel darauf eingeblendet. Man kann vor dem Spiel, in der Pause und nach dem Spiel gerne die Leinwand mit Informationen, Bildern und Werbung voll nutzen, während dem Spiel ist aber weniger manchmal mehr.

Zum Spiel:

Erfurt war in der Anfangsphase die etwas stärkere Mannschaft. Nach dem 1:0 durch Ristic übernahm der SVS aber mehr und mehr die Kontrolle und hätte nach weiteren Chancen durch Pinto und Ristic eigentlich mit mindestens einem Tor mehr in die Kabine gehen müssen. In der zweiten Halbzeit war die Partie zunächst etwas zerfahren und beide Mannschaften sehr nervös, was auch zu vielen kleineren Nicklichkeiten und Fouls führte. Leider hatte der Schiri das Spiel die ganze Zeit über nie so richtig im Griff und pfiff auf beiden Seiten oft nur auf Zuruf oder eben auch einfach nur Mist. Ein Anekdote zum Schiri: Als Göttlicher und sein Gegenspieler mit dem Kopf zusammenprallten musste Göttlicher nach der Behandlung erst vom Feld und warten bis der Schiri ihn nach der Standardsituation wieder auf das Feld rief. Der Erfurter der ebenfalls auf dem Platz behandelt wurde, durfte jedoch gleich im Spiel bleiben. Hallo??? Gut, letztendlich hat uns der Schiri kurz vor Schluss doch einen großen Gefallen getan, als er das Handspiel von Pinto auf der Linie übersah und somit Elfmeter für Erfurt und Rot für Roberto verhindert hatte... Von Erfurter Fans wurde ja vorher kritisiert das heute ein Schiri aus Baden-Württemberg eingesetzt wurde, die Sache mit dem Handspiel hat also schon ein kleines 'Geschmäckle' aber insgesamt hat er auf beiden Seiten unglücklich gepfiffen. Und außerdem kam der Schiri ja aus Schwaben und Badener und Schwaben passen (zumindest beim Fußball) dann ja doch nicht zusammen. 

Wieder zum Spiel. In der zweiten Halbzeit war das Spiel recht spannend und Sandhausen lies sich doch ab und an etwas zu weit zurück fallen. Die Erfurter konnten daraus aber kein Kapital schlagen und spätestens am 16er war schluss. Die Erfurter handelten sich dann noch einige gelbe Karten ein und nach einer gelb-roten Karte gegen ein Thüringer hatte der SVS das Spiel wieder fest in der Hand. Nach etlichen vergebenen Chancen erlöste Leandro dann die SVS Fans und erzielte das 2:0.

Herausheben möchte ich heute 3 Spieler beim SVS. In der Abwehr ist Marion Göttlicher derzeit fast unersetzlich. Der macht hinten einfach alles weg. Im Mittelfeld hat mir heute Boris Kolb sehr gut gefallen. Unser Kapitän war fast überall zu finden und hat ganz viele Bälle erkämpft und verteilt. Und vorne im Sturm haben wir mit Jürgen Schmid derzeit einen richtig guten, wusseligen Stürmer. Der Jürgen ist vielleicht nicht der klassiche Goalgetter aber er hat heute wieder sehr viel gearbeitet und die Bälle super vorgelegt. Weiter so Jungs!

Fazit: Ein verdienter Sieg für Sandhausen, der durchaus auch hätte höher ausfallen können.

Nächstes Wochenende kommt es nun zum Spitzenspiel gegen 'Emma' und seine Emdener. Hoffen wir mal das der SVS an die Leistung von heute anknüpfen kann und vielleicht etwas zählbares mitbringt. Carpe Diem Sandhausen wird im "Embdema Stadion" jedenfalls vertreten sein und kräftig die Daumen drücken.

Und dann waren da noch ...

...die Erfurter Fans. Ich schätze mal so ca 350-400 waren am Hardtwald. Ich hab' mir ehrlich gesagt mehr von denen erwartet. Bis auf eine kleine Gruppe von vielleicht 30-40 Mann haben kaum welche richtig und länger supportet.

... nach dem Spiel noch kurz mit Stephan Beutel über alte Zeiten geplaudert. Er war jedoch recht frustriert nach der Niederlage.

... leider wieder nur knapp über 3000 Zuschauer. Was muss man denn noch tun um mehr Leute an den Hardtwald zu bringen???

...heute hat zum ersten Mal der 'Sand- hau- seeeen' Wechselgesang zwischen AF Block und Veteranen/Geraden geklappt. Weiter so, Jungs.

...Frank von Carpe Diem, der den SVS Fotowettbewerb der letzten Saison gewonnen hat und in der Halbzeit das Siegertrikot überreicht bekam. Glückwunsch Frank, wir freuen uns schon auf auf den nächsten Stammtisch

 

SVS: Gurski – Bindnagel, Göttlicher, Beisel, Throm – Kolb – Pinto, Leandro, Mintzel (88. Fießer) – Ristic, Schmid (81. Emre)

Rot Weiß Erfurt: Orlishausen – Stenzel ,Pohl, Loose, Pinske – Peßolat, Cinaz – Rockenbach (60. Judt)– Bunjaku, Cannizzaro, Semmer (46. Hauswald)

Zuschauer: 3200

Schiedsrichter: Steinberg (Korntal)

Tore:
1:0 Ristic (14.)
2:0 Leandro (80.)

gelbe Karten: Beisel, Pinto, Bindnagel – Pohl, Cinaz, Cannizzaro, Hauswald

gelb / rote Karte: - / Stenzel (71. , wdh. Foulspiel)

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Kickers Emden -SV Sandhausen 3:0

Wattwanderung im Embdena Stadion

Bei Dauerregen war diesmal für unsere Mannschaft nichts zu holen in Ostfriesland. 0:3 sind unsere Mannen im Schlamm versunken.

Doch der Reihe nach:

Das Stadion:
Ein sehr in die Jahre gekommener besserer Fußballplatz, der dringend renoviert werden sollte. Und damit meine ich nicht nur den Rasen.
So übrigens auch die Meinung der Emder Fans mit denen ich mich unterhielt. Deren Meinung:“VW sollt als Sponsor nicht  nur in Spieler, sondern auch in die Infrastruktur investieren.“. Dem ist nicht hinzuzufügen.

Im Außenbereich sind Pflastersteine ein Fremdwort. Nur durchgeweichte Erde und etwas Kies reichen nicht als Bodenbefestigung. Eine Zumutung!
Die Wellbechtribüne auf der Gegengeraden, auf der ich meinen Platz fand, hat wahrscheinlich noch nie bessere Zeiten gesehen. Wenigstens saß man im trockenen.

Das Spielfeld eine einziger Acker! Man soll ja nach Niederlagen nicht über den Zustand des Rasens meckern, denn beide Mannschaften müssen ja darauf spielen, aber das war unter aller Kanone. Man kam sich vor wie bei einer Wattwanderung.

Und das alles für 22 € Eintritt.

Das Spiel:

Meiner Meinung nach hätte es gar nicht erst angepfiffen werden sollen. Aber der Schiri war, warum auch immer, anderer Meinung.

In den ersten paar Minuten hatten die Kickers ein leichtes Übergewicht, das unser SV jedoch bis zur 30. Minute ausgleichen konnte. Sandhausen kam immer besser ins Spiel und so konnte die erste Halbzeit noch offen gestaltet werden.
Jedoch merkte man, dass ohne Mintzel und Pinto unserem Team die Flügelzangen fehlten und daher viel mit langen Bällen gearbeitet wurde. Und das sollte sich bitter rächen. Ein, zwei Torchancen in der ersten Halbzeit durch Leandro und den ansonsten unauffälligen Jürgen Schmid waren die ganze Ausbeute.  Und das für die gesamten 90 Minuten!

So führte ein weiter Einwurf durch Rudi Zedi nach Kopfballverlängerung durch Neitzel auch zum Tor durch Moosmayer für die Hausherren. Das Missverständnis zwischen Abwehr und Torwart wurde eiskalt ausgenutzt.
Die ansonsten eher ruhigen Fans jubelten „Ostfriesland Moin, Moin“
Am Rande sei noch bemerkt, dass der Stadionsprecher Fanclubs von Norderney, Baltrum und Amrum begrüßte. Alle Achtung bei der Anreise.

Danach konnten die Kickers das Spiel kontrolliert in die Pause schaukeln.

Zum Beginn der zweiten Hälfte kam mit Emre ein frischer Stürmer für den angeschlagenen Jürgen Schimd. Doch auch die Einwechslung verhalf unseren Männern nicht zu mehr Sicherheit. Sie brachten keinen Fuß mehr auf den Boden.

So ist die zweite Halbzeit schnell geschildert.
Ein (mal wieder) zu kurzer Abschlag von Gurski leitete einen Konter der Hausherren ein. Beisel verliert den schwer zu kontrollierenden Ball an Neitzel, der läuft Richtung Tor und zieht ab. Der Pfosten rettet, doch Unger kann den Ball zum 2:0 abstauben.
Das Spiel war entschieden. Nun konnten die Emder mit einer Reihe guter Chancen aufwarten, die unser Team mit Glück unbeschadet überstand.
Eine halbe Chance in der 80. Minute war schon alles, was der SVS zu bieten hatte.

Den Vogel schoss dann noch Schiri Sascha Thielert ab. Dennis Bindnagel  rutschet bei einer Abwehraktion durch den halben Strafraum und bekommt dabei den Ball an die Hand. Elfmeter für Emden! Das konnten nicht mal die Einheimischen verstehen. Mit Hilfe der Latte ging der Hammer-Elfer von Aidoo ins Tor zum Endstand von 3:0.

Fazit:

Die Kickers kamen mit dem Acker im eigenen Stadion viel besser zu recht und haben aufgrund der Tatsache, dass unser Team in der zweiten Halbzeit keine Tormöglichkeit mehr hatte, verdient gewonnen.

Unsere Jungs sollten aber nicht den Kopf hängen lassen. Auf diesem Platz werden noch ganz andere Mannschaften Punkte lassen.
Es gibt Tage, da geht eben nichts!

 

Kickers Emden: Masuch - Sievers, Rauw, Spahic, El Hammouchi - Zedi, Pfingsten-Reddig - Unger, Moosmayer (86. Nehrbauer)– Neitzel (73. Aidoo), Ramaj (77. Klasen)

SVS: Gurski - Bindnagel, Beisel, Göttlicher, M. Throm - Kolb – Waldecker (67. Stark), Leandro (81. Manske), Grgic - Ristic, Schmid (46. Emre)

Zuschauer: 2800

Schiedsrichter: Thielert (Buchholz)

Tore:
1:0 Moosmayer (32.)
2:0 Unger (53.)
3:0 Aidoo (86./ HE)

gelbe Karten: Moosmayer, Neitzel - Grgic

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SV Sandhausen - Bayern München II 3:3

Dauerregen und eine gerechte Punkteteilung mit den "kleinen" Bayern

Ausgerechnet unter der Woche kamen diese Runde die Amateure vom Deutschen Meister Bayern München an den Hardtwald und noch dazu hatten wir ein Wetter wie an der Nordsee -> Dauerregen. Schade, denn die Bayern ziehen eigentlich immer und das Stadion ist normalerweise gut gefüllt. Heute waren es leider nur 2200 Zuschauer.

Zum Spiel:

Die Bayern zeigten gleich zu Beginn wie technisch stark und versiert die jungen Talente aufspielen können. Sandhausen ist in der ersten halben Stunde zu passiv und hat immer wieder Probleme mit den quirligen Münchnern. So ist das 0:1 auch folgerichtig und wird von den gezählten 53 Gästefans kräftig bejubelt. Nach einer halben Stunde findet der SVS dann ins Spiel und erspielt sich einige Chancen. In die Halbzeit geht es aber mit dem 0:1 Rückstand.

Nach der Pause wird Pinto kurz vor der Strafraumgrenze von den Beinen geholt und der junge Münchner mit gelb-rot vom Platz geschickt. Den folgenden Freistoss verwandelt Alf Mintzel perfekt ins rechte obere Eck und die Flugbahn kann auf Foto Nr. 11 unserer Bildergalerie nachverfolgt werden. Nun nimmt der SVS in Überzahl und durch das Tor beflügelt das Heft in die Hand und stürmt auf das Bayern Tor. Ristic trifft erst noch den Pfosten, netzt kurz danach aber richtig ein und Sandhausen führt mit 2:1. Leider wird nach der Führung nicht weiter mit Druck nach vorne gespielt und die Münchner kommen wieder ins Spiel. Zwar hat Jürgen Schmid noch eine Großchance auf 3:1 zu erhöhen aber den Münchnern gelingt kurz danach der Ausgleich. Der SVS drückt nun wieder und Pinto erzielt mit einem schönen Schuß aus 16 Metern. Anschliessend versuchte man wieder das Ergebnis zu verwalten, wogegen die Bayern trotz Unterzahl auf Offensive setzten und mit Nagorny noch einen neuen Stürmer bringen. So fällt dann auch das 3:3 aus stark abseitsverdächtiger Position.  Kurz vor Ende rettet der Pfosten den SVS, da hätte man das Spiel fast noch verloren.

Fazit:

Hätte man mir nach einer halben Stunde das Unentschieden angeboten, hätte ich wohl sofort eingeschlagen. Nach der zweiten Halbzeit und der Unterzahl der Bayern hätte man das Spiel aber gewinnen müssen. Ob das 3:3 nun Abseits war oder nicht sei mal dahin gestellt. Nach den jeweiligen Führungstreffern haben wir aber immer wieder unseren Schwung verloren.

Gut, die Bayern sind eine starke Mannschaft und haben bisher erst ein Spiel in der 3. Liga verloren aber wir hätten sie heute auch knacken können. Insgesamt gesehen ist das Remis aber durchaus gerecht. Sehr gut gefallen hat mir heute wieder Roberto Pinto. Die Rückkehr von Roberto und Alf auf den Außenbahnen haben unserem Spiel sehr gut getan.

Am Sonntag bekommen wir es nun mit der nächsten Nachwuchsmannschaft, dem VFB Stuttgart II zu tun. Die Stuttgarter sind vielleicht noch einen tick stärker als die Bayern und wir sollten auf der Hut sein.   

 

SVS: Gurski - Bindnagel, Göttlicher, Beisel, M. Throm - Kolb, Leandro - Pinto, Mintzel (81. Stark) – Ristic (66.Grgic), Schmid (83. Emre)

FC Bayern II: T. Kraft - Fürstner, G. Niedermeier, Saba, Stierle - Badstuber - Müller, Ekici (59. Haas), Rieß (37. Heinze)- Yilmaz (82. Nagorny), Sikorski


Zuschauer: 2200

Schiedsrichter: Blos (Köngen)

Tore:
0:1 Sikorski (13.)
1:1 Mintzel (52.)
2:1 Ristic (62.)
2:2 Müller (72.)
3:2 Pinto (76.)
3:3 Müller (82.)

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VFB Stuttgart II - SV Sandhausen 1:1

Schwaches Spiel und gerechte Punkteteilung

Heute ging's mal wieder nach Stuttgart ins GAZI-Stadion. Irgendwie fühlt man sich dort schon fast wie zu Hause da wir innerhalb kurzer Zeit nun schon zum vierten Mal unter dem Fernsehturm vorspielen. Vor der Abfahrt den Fanclub noch mit neuen Schals eingedeckt und ab ging es. 3 Busse machten sich auf den Weg in die Landeshauptstadt. Dazu kamen dann noch etliche PKWs sowie einige Bahnfahrer. Ich tippe mal auf ca 250 Sandhäuser unter den 800 Zuschauern.

Diesmal waren wir wieder in Block D auf der Gegengeraden untergebracht. Der Platz für die Gäste ist überdacht und bietet dadurch eine bessere Akkustik, jedoch ist die Sicht auf das Spielfeld durch den Zaun zwischen Gäste und Heimbereich etwas eingeschränkt. Immerhin war diesmal kein Fangnetz mehr vor dem Block aufgehängt und man konnte so zumindest nach vorne und halbrechts ganz gut das Geschehen auf dem Rasen verfolgen.

Zum Spiel:

Zu Beginn des Spiels nahm der VFB gleich das Heft in die Hand. Wir konnten unser Offensivspiel gar nicht richtig aufziehen und hatten nach vorne sehr viele Ballverluste. Die Stuttgarter Chancen ließen dann auch nicht sehr lange auf sich warten und als plötzlich ein Stuttgarter frei vor Gurski auftauchte und unter ihm durchschoss, hab' ich mich gefragt wie der den eigentlich noch vorbeischießen konnte. Unsere erste Chance hatte Emre nach einem Standard, der einen Fallrückzieher knapp am Tor vorbeisetzte. Kurz danach dann der schönste Spielzug des SVS im ganzen Spiel. Mintzel, Throm und Leandro setzten sich über links bis zum Strafraum durch und Marcello legte wunderschön auf Leandro zurück der den Ball in die Maschen haute. Das Tor gab uns aber nicht wirklich Sicherheit und der VFB spielte weiter nach vorne. Die größte Möglichkeit der Stuttgarter klärte dann Alf Mintzel auf der Linie und wir gehen etwas glücklich mit der Führung in die Halbzeit.

In der zweiten Hälfte verflachte die Partie noch etwas weiter. Torchancen waren auf beiden Seiten mangelware und wir waren eigentlich nur noch einmal durch einen Lattenschuß von Alf Mintzel gefährlich. Der VFB hatte aber auch keine größeren Tormöglichkeiten und man dachte schon fast daran den nächsten Auswärtssieg zu feiern. Ein paar Minuten vor Schluß spielte Marcel Throm im 16er eine Flanke aber leider nicht nur mit dem Körper sondern auch etwas mit dem Arm zurück zu Gurski. Der Schiri hat's richtig gesehen und Elfmeter gepfiffen. Kein Chance für Gurski und der VFB glich zum 1:1 aus. Die letzten Minuten spielte der SVS nun nochmal agressiv nach vorne und bei einem Schuß im Strafraum, als sich ein Stuttgarter in die Flugbahn warf, war meiner Meinung nach auch die Hand mit im Spiel was der Schiedsrichter diesmal aber leider nicht sah und folglich auch nicht auf den Punkt zeigte. Bei den darauffolgenden Protesten sah Captain Kolb noch die zweite gelbe Karte, was eine Pause fürs Spiel gegen Offenbach mit sich bringt. In der letzten Aktion des Spiels wurde von einigen Sandhäusern nochmal Handelfmeter gefordert, was aus meiner Sicht jedoch keiner war.

So blieb es also beim 1:1. Insgesamt eine gerecht Punkteteilung. Es ist zwar unglücklich kurz vor Schluß den Ausgleich zu bekommen und einen Elfmeter nicht zu bekommen. Wir konnten aber über die gesamten 90 Minuten nie so richtig ins Spiel finden und die Stuttgarter waren zumindest in der ersten Hälfte die bessere Mannschaft. Gut gefallen hat mir heute eigentlich nur Alf Mintzel. Alf hat gewollt und wenn er in der zweiten Hälfte nach vorne gestürmt ist war es auch meist gefährlich. Aufgefallen ist mir dann noch, dass sich heute kein Stürmer richtig für einen Stammplatz beworben hat. Emre und Veli spielten eher unglücklich und Schmid ist auch nicht sehr aufgefallen. Am Samstag kommen nun die Offenbacher Kickers an den Hardtwald und hier werden wir uns um einiges steigern müssen, damit die Punkte in Sandhausen bleiben. Bin mal gespannt, wer die Rolle des "Sechsers" von Boris Kolb übernimmt. Ich tippe mal auf Marco Stark.

Zu den Dingen die vor, während und nach dem Spiel vor dem Stadion abgelaufen sind schreibe ich hier nichts, da ich nicht alles selbst gesehen und einiges nur von Dritten erzählt bekommen habe. Was ich aber befürchte, dass die Dinge nicht ohne Folgen bleiben werden. Ich wage zu sagen, dass mit etwas weniger Alkohol manches vielleicht nicht so eskaliert wäre...

VfB Stuttgart II: Ulreich - Karikari, Pischorn, M. Kovacevic, Feisthammel – Ikeng (46. Rahn), Funk - Rudy, Didavi (81. Klauß)- Fischer (70. Schipplock), Schieber
  
SVS: Gurski - Bindnagel, Göttlicher (46. Stark), Beisel, M. Throm - Kolb, Leandro - Pinto, Mintzel - E. Öztürk (90. Waldecker), Schmid (46. Grgic)
  

Schiedsrichter: Achmüller

Zuschauer: 800

Tore:
0:1 Leandro (21.)
1:1 Rudy (88./HE)

gelbe Karten: Feisthammel, Rahn – Throm

gelb/rote Karte: - / Kolb (90./wg. Meckerns)

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SV Sandhausen - Kickers Offenbach 0:2

 
Für das (erneute) Alkoholverbot beim Spiel hatte Carpe Diem am Abend zuvor mit einem Fanclubstammtisch vorgesorgt (Grüße übrigens von Carpe Diem an J.K. ;- )). Und auch der Spieltag fing eigentlich ganz gut an: Die Kinder ließen mich bis halb acht ausschlafen (vor 10 Jahren hätte ich auch noch nicht gedacht, dass ich bei halb acht mal von ausschlafen sprechen würde…), die Sonne lachte, und bei Praktiker gab’s 20% auf alles – für den Hobbyhandwerker und gelernten Schwaben also beste Voraussetzungen für einen Festtag.
Auf dem Weg ins Stadion hörte ich dann die Siegertitel der Abstimmung von der SV-Homepage (nette Sache, die gerne zur Tradition werden darf), auf meinem Carpe-Diem-Außenposten auf der Haupttribüne gab’s zum zweiten mal in dieser Saison (nach Jürgen Kohler beim Eröffnungsspiel gegen Aalen) weltmeisterliche Atmosphäre – zumindest eine Halbzeit lang, wo Andy Möller die zweite Hälfte erlebt hat, bleibt sein Geheimnis. Und der Blick nach gegenüber zeigte eine prall gefüllte Gegengerade; erfahrene Beobachter schätzten über 1500 Offenbacher.
Bereits die ersten Minuten des Spiels waren dann richtungweisend für die gesamte Partie: mehr Spielanteile für den SVS (dies sollte sich am Ende in einem Eckenverhältnis von 9:4 niederschlagen), die gefährlicheren Angriffe für die Offenbacher Kickers (dies schlug sich letztlich dummerweise im Ergebnis nieder). Letztere wurden regelmäßig über die Außenpositionen eingeleitet, wo es den Kickers immer wieder gelang, mit wenigen schnellen Pässen auf ihre flinken Offensivkräfte Löcher in unsere Abwehr zu reißen. Glück für den SVS in den ersten 45 Minuten, dass dabei jedoch im Abschluss die notwendige Präzision fehlte.
Bemerkenswert war in der ersten Hälfte vor allem das, was sich nach etwa 15 Minuten auf den Rängen tat: Einen gescheiterten Versuch unseres diesmal Veteranen-verstärkten AF-Blocks, die Haupttribüne auf die Beine zu bringen, konterten die Offenbacher mit einem „Steht auf, wenn ihr Kickers seid.“ Prompt war zu sehen, dass auch ein guter Teil der Sitzplätze ins Hessische gegangen war. Aber nicht mit uns: beim zweiten Versuch lies man sich nicht mehr lumpen, die Sandhäuser zeigten zumindest für den Moment, wer Herr im Hause ist – das macht Hoffnung auf mehr für die nächsten Heimspiele.
Dieses „nicht mit uns“ hätte man sich nun auch auf dem Platz gewünscht. Es dauerte aber nicht lange, bis doch einer der schnellen Angriffe der Gäste zum Erfolg führte – bezeichnenderweise über die Außenbahn, und wenn zuvor die Präzision im Abschluss fehlte, dann musste jetzt eben eine verunglückte Flanke den Weg in unser Tor finden. Die Reaktion unseres Teams erinnerte in der Folgezeit irgendwie an die gute alte Zeugniskategorie „sie waren stets bemüht“. Wie es damit aber so ist, irgendetwas fehlt da eben noch. In diesem Fall waren das aus meiner Sicht oftmals die Spritzigkeit und auch der letzte Biss. Zwar wurde noch die eine oder andere Torchance herausgespielt, Zwingendes war jedoch kaum dabei – mit einer Ausnahme, als der soeben eingewechselte Emre plötzlich frei vor dem Tor auftauchte, Gästekeeper Wulnikowski jedoch glänzend parierte. Und so kam es, wie es wohl kommen musste: Das zweite Tor fiel leider auf der falschen Seite, die Partie war gelaufen.
Insgesamt ein Spiel, das meines Erachtens auf den Außenbahnen entschieden wurde: auf unsere zuletzt so gefährliche Flügelzange Mintzel und Pinto waren die Offenbacher bestens vorbereitet, und in der Defensive ließ sich der SV vor allem auf den Außenpositionen viel zu leicht überrumpeln. Somit steht unser Team nun mit 21 Punkten im Tabellenmittelfeld. Damit kann man durchaus gut leben, und das entspricht auch den bisher gezeigten Leistungen. Allerdings sollte man jetzt möglichst bald wieder an die Leistungen des Spätsommers anknüpfen, damit der Blick auf die Abstiegsplätze auch so entspannt bleibt wie das aktuell noch der Fall ist.

Noch ein kurzes Wort zu den Becherwürfen aus dem Offenbacher Lager in Richtung Roberto Pinto: Was man sich dabei denkt – speziell in einer Situation, in der das eigene Team soeben die 1:0-Führung erzielt hat - ist mir schleierhaft. Mindestens genau so schleierhaft ist mir, wie dann ein Teil der Kickers-Fans Roberto Pinto in der Folgezeit auspfeifen kann. Verdient hätten das Pfeifkonzert eher diejenigen, die hier die Gesundheit eines Spielers und den Sieg der eigenen Mannschaft riskieren.
Ansonsten beeindruckte die überwiegende Mehrheit der Gästefans jedoch durch stimmgewaltige Unterstützung des eigenen Teams, die Kickers nehmen verdiente 3 Punkte mit nach Hessen, und im April holen wir uns die dann eben von dort zurück.

SVS: Gurski - Bindnagel, Göttlicher, Beisel (46. Stark), M. Throm -Fießer, Leandro - Pinto, Mintzel – Ristic (46. Grgic), Schmid (71. Emre)

Offenbacher Kickers: Wulnikowski - A. Huber, Hysky, M. Heitmeier, Brighache -Zinnow, Fröhlich, Becker (88. Damm), St. Haas, Morys (69. Tosunoglu) -Mesic (80. Kokocinski)

Schiedsrichter:Kampka (Plüderhausen)

Zuschauer: 4700

Tore:
0:1 Morys (56.)
0:2 Tosunoglu (83.)

gelbe Karten: Fießer, Beisel, Mintzel – Zinnow, Mesic, Becker, Brighache

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SV Sandhausen - Wuppertaler SV 1:1

Was soll man zu diesem Spiel schreiben? Gerechtes Remis? Schlechte Leistung? Not gegen Elend?

Ich fang am Besten mal von ganz vorne an. Schnee! Heute morgen lag doch glatt ganz Sandhausen unter einer Schneedecke. Und im Vergleich zu gestern war es auch etliche Grad kälter. Der Winter ist also eingekehrt und das bereits am 22. November. Das Spiel fand aber trotz Schnee statt, da viele fleißige Helfer den Rasen vom Schnee befreiten und es tagsüber auch etwas wärmer wurde. Ich fand der Platz war in sehr gutem Zustand und  die Leistung beider Mannschaften ist sicher nicht auf den Rasen zurückzuführen.

Zum Spiel:

Nach kurzem abtasten gelang dem WSV mit dem ersten Angriff über rechts schon früh das 0:1 und die rund  200 mitgereisten Wuppertaler Fans feierten kräftig ihr Team. Gleich in der nächsten Szene kam es dann, wieder über rechts, fast zum 0:2. Erst jetzt fand der SVS ins Spiel und nahm langsam das Heft in die Hand. Der 1:1 Ausgleich durch Pinto, nach sehr schöner Vorarbeit von Emre, war dann zu diesem Zeitpunkt verdient, da wir immer mehr Druck auf Wuppertals Tor ausübten. Doch wie schon gegen die Bayern wurde man nach dem Tor erstmal wieder zu passiv und hielt den Druck nicht aufrecht. Wuppertal kam folglich auch gleich wieder zu Chancen. Etwas mehr Mut hätte man in einer Szene dem Schiedsrichter gewünscht, der einen klaren Rempler gegen Emre im 16er von Wuppertal durchgehen lies. Emre war für mich übrigens in der ersten Halbzeit zusammen mit Pinto der auffälligste Spieler bei Sandhausen. Emre hatte noch zwei sehr gute Chancen mit Schüssen von der Strafraumgrenze bei denen sich Maly (der hat übrigens einen ganz schönen Wampen...) ganz schön querlegen musste.

Fazit zur Halbzeit: Sandhausen die aktivere Mannschaft mit mehr Spielanteilen und Chancen und hätte durchaus auch mit einer Führung in die Kabine gehen können.

Nun zur zweiten Halbzeit.

Ich glaube die zweite Halbzeit war eine der schlechtesten, die ich seit langem beim SVS gesehen habe. Angefangen hat alles mit einem Fehler von Gurski, der heute insgesamt einen sehr unsicheren Eindruck machte. Danach plätscherte das Spiel lange Zeit ohne Höhepunkte so vor sich hin. Der SVS versuchte immer wieder mit hohen Bällen nach vorne das Mittelfeld zu überbrücken, die Bälle kamen jedoch schneller wieder zurück als gedacht. Sandhausen hatte deutlich mehr Spielanteile, verstand es aber nicht etwas vernünftiges nach vorne aufzubauen. So war z.B. das Eckenverhältnis 12:1 aber keine der Ecken brachte so richtig Gefahr für das Wuppertaler Tor. In unserer Flügelzange konnte Pinto leider nicht mehr an die Leistung der ersten Hälfte anknüpfen und über Alf Mintzels Leistung schauen wir heute einfach mal drüber weg. Alf du kannst das besser und das zeigst du uns dann eben nächste Woche wieder. Die letzten 20 Minuten spielte Wuppertal in Unterzahl doch auch das trug nicht zur Verbesserung des SVS Spiels bei. Wuppertal stand in der zweiten Hälfte recht gut in der defensive war insgesamt aber noch einen Tick schlechter als Sandhausen. Nur 2 mal war der WSV durch Aktionen gefährlich, die jedoch Abseits gepfiffen wurden. Kurz vor Schluss dann die Erlösung, Bindnagel köpft das 2:1. Nee doch nicht, der Linienrichter hatte die Fahne oben und so wie ich es im TV gesehen habe, hatte er wohl sogar recht.

Schlusspfiff und aus. Das sechste Spiel ohne Sieg. Und das obwohl der Gegner heute auf jeden Fall schlagbar gewesen wäre.

Woran liegt's? Ein Punkt ist sicher der, dass sich die Gegner mittlerweile auf unsere Stärken und Schwächen eingestellt haben. Heute kam noch hinzu, dass fast alle (in der zweiten Halbzeit) ganz weit von ihrer Bestform entfernt waren. Sonntag geht's nun nach Dresden. Ich schätze Dresden etwas stärker ein als Wuppertal, allerdings tun wir uns zur Zeit auswärts wohl auch etwas leichter. Deswegen bleibe ich optimistich und denke wir werden von dort auf jeden Fall etwas zählbares mit nach Hause nehmen.

Grüße von Carpe Diem gehen heute nach Emden. Und zwar genauer an Heinz Brayer Dieken (http://www.gustavderausserfriesische.de/) für die netten Mails und die Emdenposter, die er uns zugeschickt hat. Wer von den Emdenfahrern noch ein Poster haben möchte kann sich gerne an uns wenden, es sind noch ein paar über. Danke Heinz!

 

SVS: Gurski – Fießer (46. Stark), Bindnagel, Göttlicher, M. Throm - Kolb - Pinto, Leandro (74. Schmid), Mintzel – Ristic (83. Grgic), E. Öztürk

Wuppertaler SV: Maly - B. Barg, M. Stuckmann, Willers, Markolf - Jerat - M. Schäfer, Rietpietsch (60. Hammes), Lejan – Reichwein (78. Damm), Heinzmann

Zuschauer: 1350

Schiedsrichter: Fischer (Leer)

Tore:

0:1 Heinzmann (5.)
1:1 Pinto (24.)

gelbe Karten: /- Stuckmann, Willers, Lejan

gelb/rote Karte: / - Heinzmann (72./wdh. Foulspiel)

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Dynamo Dresden - SV Sandhausen 1:1

Es war kalt, um nicht zu sagen, arschkalt. Gut, es lag wohl auch daran, dass mir der Vorabend noch in den Knochen steckte und ich noch nicht ganz wieder hergestellt war. Dazu war ich auch noch krank und bin es heute immer noch...

Ansonsten, Dresden hätte nach 20 Minuten schon 2:0 führen müssen, dann gab's den ersten Sandhäuser Schuss...drin...irgend so ein Ossi hat mir dabei die Sicht versperrt, so dass ich nur noch den Ball hab ins Tor fliegen sehen...
Dann hatte Dresden nach einer Ecke den Ausgleich per Kopf gemacht, schönes Tor und verdient.
Der Rest der Partie war dadurch geprägt, dass beide Mannschaften sich beim Ball vertendeln abgewechselt haben und hin und wieder durch Glück zu Chancen kamen, die dann jedoch kläglich vergeigt wurden. Die Punkteteilung geht also in Ordnung.
Sonstige Highlights waren die Ossi-Sprüche der 7400 Dresdner Fans (im übrigen Minusrekord der Saison für Dreden). Vom Sandhäuser Block war nicht viel zu sehen, die ca 40 Fans im Gegnerblock konnten durch die 26 bis an die Zähne bewaffneten Bullen gerade noch im Zaun gehalten werden ;-). Ansonsten nicht zu vergessen die Knockouts im Sekundentakt, Mintzel hat's voll weggehauen, Pinto hat auch mal n Ball vor den Latz gekriegt, dass man das Schallen bis nach Zwickau gehört hat. Einen Dresdner hat's glaub ich auch mal vom Ball umgehauen, ja das wars so im Großen und Ganzen.

Alles in allem, das Spiel war zum abgewöhnen, aber das Wochenende war trotzdem eine lustige Gaudi in Dresden.

Dynamo Dresden: A. Keller - C. Cozza, Hübener (45. Palionis), Grembowietz, Pelzer – Röttger (90. Kügler), Truckenbrod, Wagefeld, Pfeffer - Bröker, Savran (82. Müller)

SVS: Gurski - Bindnagel, Stark, Göttlicher, M. Throm - Pinto, Kolb, Leandro, Mintzel (34. Fießer) - Ristic, E. Öztürk (76. Schmid)

Zuschauer: 7284

Schiedsrichter: Pflaum (Hallstadt)

Tore:
0:1 Emre (17.)
1:1 Bröker (39.)

gelbe Karten: Wagefeld – Kolb, Fießer

 

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SV Sandhausen - Eintracht Braunschweig 0:1

Erneut keine überzeugende Leistung unseres SVS und wir warten weiter auf den nächsten Sieg.

Der Tag gestern fing irgendwie schon so richtig komisch an. Den ganzen Vormittag hat es geregnet und in der RNZ überschlägt man sich mal wieder mit positiven Nachrichten über den Meisterschaftsanwärter aus dem Kraichgau. Ich bin ja kein 1899 "Hasser" und zolle Ihnen auch Respekt für die Art wie sie derzeit Fußball spielen aber wer die RNZ im Abo hat, dem geht die ganze Beweihräucherung, "Wunder"-Geschichten etc. doch schon so langsam auf dem Keks, oder?

So nun aber zum Spiel:

Zu Beginn des Spiels fiel erstmal der Linienrichter auf, der bei jedem handheben der Braunschweiger sofort seine Fahne oben hatte und das selbst dann als nun wirklich kein Sandhäuser Stürmer im Abseits stand. Nach einigen Minuten abtasten hatte dann Mario Göttlicher mit einer eleganten Pirouette die erste Chance für den SVS per Kopf und der Gästekeeper konnte gerade noch klären. Braunschweig versteckte sich aber nicht und erspielte sich ebenfalls die ersten Chancen. Nach 20 Minuten kam Kruppke ziemlich frei im 16er zum Kopfball und bugsierte den Ball unhaltbar für Gurski zum 0:1 in die Maschen. Großer Jubel beim Braunschweiger Anhang, der heute auch in ordentlicher Zahl von den befreundeten Waldhöfern unterstützt wurde. Ich schätze mal es waren insgesamt so ca. 400 Braunschweiger (inkl. Mannheimer) im Hardtwaldstadion.

Mit dem 0:1 hatten wir also wieder die selbe Situation wie in den letzten Heimspielen und auch diesmal kam kurz nach dem Gegentor die stärkste Phase des SVS. In der folgenden Viertelstunde kam Sandhausen zu zahlreichen klaren Chancen bei denen entweder der Torwart, der Pfosten oder manchmal auch man sich selbst im Weg stand und folglich ging man mit dem 0:1 in die Pause. Zu diesem Zeitpunkt wäre ein Unentschieden oder sogar eine Führung für den SVS durchaus verdient gewesen.

Die Halbzeiteinlage wude diesmal getreu der Jahreszeit mit Nikoläusen und Weihnachtsliedern verbracht. Genauer ging es dabei um eine Wette von Sponsor REWE mit dem Sandhäuser Gynmasium. Grundsätzlich ist sowas ja eine gute Sache für das Gymnasium aber liebe Marketingvertreter von REWE schaut euch mal die Plakate mit der Ankündigung zur Wette um die 500 Euro an. Ich finde es schon etwas peinlich, dass dort vom "Kurfüst Friedrich Gymnasium" die Rede ist...

Zur zweiten Halbzeit muss man eigentlich nicht mehr viel schreiben. Außer vielleicht, das wir schon nach wenigen Minuten gefühlt haben, dass der SVS heute kein Tor mehr schießen wird. Warum Dais dann Emre und nicht Ristic auswechselt hat im Stadion wohl auch keiner verstanden. Und warum unsere Taktik in den letzten Minuten immer "Mario Göttlicher mit vor in den Sturm" lautet verstehe ich auch nicht so ganz, zumal wir noch die Möglichkeit hatten nochmal auszuwechseln.

Erschreckend für mich ist, dass sowohl Offenbach, Wuppertal und auch gestern Braunschweig nicht wirklich besser waren als wir, eher das Gegenteil, aber wir sind nicht in der Lage solche Mannschaften zu bezwingen. Unser Spielsystem besteht weitestgehend nur aus hohen Bällen nach vorne sowie Aktionen von Pinto und Mintzel über außen. Pinto war gestern verletzt und Alf hatte auch wieder einen schlechteren Tag, somit blieben mal wieder nur die hohen Bälle übrig. Selbst die Chancen in der ersten Halbzeit waren nicht herausgespielt sondern es waren weitestgehend Distanzschüsse oder Standardsituationen. Viel zu wenig Bälle laufen bei uns über das Mittelfeld und werden von dort weiterverteilt. Im defensiven  Mittelfeld läuft Kolb viel und räumt nach hinten ganz gut ab. Er versucht auch noch nach vorne etwas zu tun, kann aber nicht alles machen. Eigentlich erwartet man das von Leandro, doch ich habe immer mehr den Eindruck, dass er auch kein richtiger Spielmacher ist. Ich würde gerne mal wieder Mendez in der Zentrale sehen. Er hat auch nicht immer über 90 Minuten überzeugt aber er hat in den Spielen öfters mal geniale, unerwartete Pässe in die Spitze gespielt, die ich diese Runde einfach vermisse. Da Mendez wohl noch verletzt ist, warum nicht mal mit Brechtel in der Mitte probieren? Im Sturm würde ich Ristic gerne mal wieder eine Pause gönnen. So richtig überzeugt hat der bisher noch nicht. Ein Braunschweiger hat uns nach dem Spiel übrigens noch erzählt, dass sie froh sind Ristic bei Braunschweig wieder los zu haben... . Gut das Haas wieder fit ist, er konnte gestern zwar noch nichts zeigen aber wir haben wieder eine Alternative mehr im Sturm. Warum nicht mit Emre und Hass gegen Jena auflaufen? Wir haben doch einen recht großen Kader und warum nicht mal ein paar anderen Spielern eine Chance geben. Das kurbelt dann hoffentlich die Konkurrenz untereinander wieder etwas mehr an und man muss dann eben einfach etwas mehr bringen um auch am nächsten Spieltag wieder unter den ersten Elf zu stehen.       

Die dürftigen Leistungen in den letzten Spielen führen beim kritischen Sandhäuser Publikum inzwischen auch wieder zu Zuschauerzahlen wie zu Oberligazeiten. Zieht man gestern die Braunschweiger Fans sowie die Leute vom Gymnasium, die wegen der Wette (teilweise mit Freikarten) gekommen sind, dann ist dass schon sehr traurig.  

Dieses Jahr stehen nun noch zwei Auswärtsspiele gegen Mannschaften aus dem hinteren Tabellendrittel an. Auswärts tun wir uns derzeit etwas leichter und ich denke wir werden aus den beiden Spielen sicher noch etwas holen. Getreu dem Motto:

"Niemals aufgeben - Auf geht's SV kämpfen & siegen"

 

 SVS: Gurski - Bindnagel, Stark, Göttlicher, M. Throm - Kolb, Leandro, Mintzel - E. Öztürk (54. Schmid), Ristic, Grgic (54. Haas)

Eintracht Braunschweig: Fejzic - B. Fuchs, Henn, D. Dogan, Yildirim - C. Lenze (68. Brinkmann), Kruppke – Danneberg (87. Rodrigues), Pfitzner – Onuegbu (69. Banser), Schied

Zuschauer: 1420

Schiedsrichter: Leicher (Weihmichl)

Tore:
0:1 Kruppke (19.)

gelbe Karten: Göttlicher, Schmid – Yildirim, Pfitzner

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VFR Aalen - SV Sandhausen 0:0

Zum letzten Spiel des Jahres wurden nochmal kräftig Leute mobilisiert um trotz 9 sieglosen Spielen in Folge den SVS zu unterstützen. Es waren insgesamt etwas über 200 Sandhäuser auf der Ostalb und die Unterstützung war auch durchweg gut, jedoch trübte leider das Auftreten einiger nach dem Spiel die Stimmung...

In Aalen angekommen fielen erstmal die "Sicherheitsvorkehrungen" negativ auf. Diesmal musste man nach gründlicher Ganzkörperuntersuchung noch zusätzlich die Schuhe ausziehen. Frauen wurde (trotz Nieselregens) untersagt den Regenschirm mit in den Block zu nehmen und als diese dann fragten ob sie noch etwas zu zahlen können um dann auf die überdachte Tribüne zu wechseln gab es ein klares Nein der Ordner zu hören... Irgendwie kommt man sich als Gästefan immer öfters als Schwerverbrecher vor und diese Entwicklung finde ich sehr bedenklich und schade.

Zum Spiel:

Ich hätte zu Beginn fast der falschen Mannschaft zugejubelt. Liefen unsere Jungs doch heute mal im bisher noch nie benutzten orangenen Outfit auf. Die roten Auswärtstrikots finde ich nun ja auch nicht so prickelnd also versuche ich mal unvoreingenommen dem "Holland Style" gegenüber zu sein.

In der ersten Halbzeit war bei beiden Mannschaften nicht viel los. Das Spiel plätscherte weitestgehend zwischen den beiden Strafräumen hin und her und Torchancen waren auf beiden Seiten mangelware. Aalen hatte die erste nennenswerte Chance und der SVS war einmal durch einen Schuß von Pinto gefährlich. Die Abwehr des SVS stand sehr gut aber vorne im Mittelfeld und Sturm lief leider nicht sehr viel zusammen.

Die zweite Halbzeit fing gerade an und ich habe leider die aufregendste Szene des Spiels verpasst. Ich war gerade noch einen Kaffee holen (Glühwein gab's natürlich auch nicht) als Mario Göttlicher wegen einer Notbremse vor dem Strafraum die rote Karte bekam. Na super. Schwerer, kraftraubender Boden und wir nur noch mit 10 Mann...

Es kam jedoch anders als erwartet. Wir spielten zu zehnt einen besseren Fußball als in der ersten Hälfte und die kämpferische Einstellung unserer Männer stimmte. Gefährliche Chancen konnte Aalen sich kaum erspielen. Einmal war nach einem Freistoss der Ball zwar im Tor von Gurski, der Schiri pfiff jedoch bereits ab als der Ball noch lange in der Luft war. Warum weiss ich zwar nicht aber das ist ja auch zweitrangig. Haas kam dann noch für Schmid und hatte mit dem ersten Ballkontakt eigentlich das 0:1 auf dem Kopf. Der Ball landete leider knapp neben dem Tor. Kurz danach hatte Haas noch eine weitere Kopfballchance im 16er wurde dabei aber doch recht unsanft von seinem Gegenspieler angegangen. Es gab schon Schiedsrichter, die dafür einen Elfmeter gegeben haben. So blieb es also beim letztendlich gerechten Unentschieden und für unseren SVS war der Punkt vor allem aufgrund der guten Leistung in der zweiten Hälfte (trotz Unterzahl) hochverdient. Hervorheben möchte ich heute mal wieder Christian Beisel und Boris Kolb. Die beiden sorgen für eine richtig gute Stabilität bei uns im defensiven Bereich. Weniger gut haben mir heute Leandro (mal wieder) sowie Fießer hinten rechts gefallen. Fießer war in der zweiten Hälfte die Schwachstelle in der Abwehr.

Noch weniger hat mir allerdings das Verhalten einiger Fans nach dem Spiel gefallen. Als die Mannschaft nach dem Spiel zum Fanblock kommen wollte wurde sie von einigen Leuten als Lutscher, Looser oder sonst wie beschimpft und zum Umkehren aufgefordert. Klar, wir haben nun 10 Spiele nicht gewonnen und wir hatten in der letzten Zeit wirklich auch einige sehr schlechte Spiele dabei. Ich habe grundsätzlich auch nichts gegen Kritik gegenüber Spielern, Trainern oder sonstigen Offiziellen wenn sie entsprechend begründet ist. Aber heute, nach einer wirklich guten kämpferischen zweiten Halbzeit und dann auf so eine Art? Sorry, versteh ich echt nicht und wie ich in die Gesichter der Spieler gesehen habe, die haben es auch nicht verstanden. Es waren mal wieder die älteren Fans, die die "Meckerer" bremsen wollten jedoch wurden diese dann auch noch angepöbelt. Was erwartet ihr? Ist der erfolgreiche Start in die 3.Liga im September/Oktober einigen nicht bekommen? Denkt man, es geht beim SVS jetzt immer nur weiter nach oben? Wir haben derzeit 25 Punkte und stehen auf Rang 9. Unser Saisonziel ist somit absolut in erreichbarer nähe. Natürlich muss man auch nach unten schauen aber hätte man mir vor der Runde bis zur Winterpause 25 Punkte angeboten, ich hätte sofort eingeschlagen. Dieses Verhalten heute von einigen war für mich echt nicht nachvollziehbar und hat einen Stein zwischen Mannschaft und Fans sowie Fans untereinander gebracht. Wir hatten viele Diskussionen im Bus auf der Rückfahrt, vor allem mit Leuten die schon seit Jahrzehnten zum SVS gehen und ich bin froh, das es noch etliche vernünftige SVS Fans gibt die auch in solchen schwierigen Zeiten zu ihrem Verein stehen. Die Erfolgsfans dürfen gerne nach Sinsheim gehen! 

Noch ein Fazit zur Winterpause:

Wir haben nach schlechtem Start eine überragende Serie mit Siegen u.a. gegen Paderborn, Düsseldorf und Erfurt hingelegt. Seit Ende Oktober haben wir nun nicht mehr gewonnen und gehen mit 25 Punkten und auf Platz 9 in die Winterpause. Insgesamt haben wir keine Übermannschaft in der 3.Liga erlebt und der SVS konnte bis auf ganz wenige Ausnahmen mit jedem Gegner mithalten und hat manche Punkte ganz unglücklich gelassen. Nimmt man die Vorrunde im gesamten, kann man sagen wir haben uns in der 3. Liga etabliert müssen aber trotzdem aufpassen nicht in den Abstiegstrudel zu kommen. Es wird sicher zu einigen Neuverpflichtungen in der Winterpause kommen und ich denke wir sollten hier einen Schwerpunkt auf den Sturm sowie das zentrale Mittelfeld setzen. Dort sehe ich momentan den größten Bedarf an frischem Schwung. Der Markt gibt in der Winterpause allerdings oft nicht so viel her und hoffen wir mal, dass es unserem Präsidium gelingt hier ein glückliches Händchen zu haben.

Bleibt noch euch allen ein schönes Weihnachtsfest und geruhsame Tage im Kreise der Lieben zu wünschen. Weiterhin natürlich auch einen guten Rutsch ins Jahr 2009 und vor allem unserer Mannschaft die besten Wünsche für 2009.

  

VfR Aalen: Linse - Schöckel, Bader, Alder, Stegmayer – Haller,(62. Mayer) A. Hofmann, Bohl (70. Bouadoud), K. Andersen - Sailer, Shynder (70. Okic)

SVS: Gurski - Bindnagel, Göttlicher, Beisel, M. Throm - Pinto, Leandro, Kolb, Mintzel – Ristic (51. Fießer) , Schmid (68. Haas)

Zuschauer: 2970

Schiedsrichter: Dr.Kunzmann (Bad Hersfeld)

Tore: keine

gelbe Karten: Alder – Mintzel (5.)

rote Karte: - / Göttlicher (48./Notbremse)

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Fortuna Düsseldorf - SV Sandhausen 3:2

Auswärtsspiel in Düsseldorf - da muss man doch über Nacht bleiben. Schließlich ist Düsseldorf immer eine Reise wert und noch dazu gab's diesmal das derzeit wohl untypischste 3. Liga Stadion zu besichtigen. Außerdem hatten wir im Hinspiel im August nur gute Erfahrung mit Düsseldorfern gemacht und den ein oder anderen kannte man schon.

So fuhren wir also Samstag morgen früh genug los um vor dem Spiel noch einen ersten Abstecher in Richtung Altstadt zu machen. Beim einchecken im Hotel mussten wir alle erstmal lachen. An der Wand neben der Rezeption strahlte uns in großen Buchstaben "CARPE DIEM" entgegen. Hier waren wir also richtig aufgehoben ohne das vorher gewusst zu haben.

Kurz eingecheckt und dann ab in die Altstadt. Im "Brauhaus zum Schlüssel" war bereits seit 10 Uhr ein Frühschoppen von Fortunafans im Gange und wir stießen dann gegen 12 Uhr dazu. Freundliche Begrüßung von allen Seiten und keine Minute später hatten wir das erste Alt in der Hand. Nun erfolgt noch eine Begrüßung der besonderen Art. Fortuna Fan Lollo bat im Lokal mal kurz um Ruhe und da ja Karneval noch nicht so lange vorbei ist rief er in die ganze Runde " Sandhausen", "Düsseldorf", "Fortuna  und das ganze Lokal antwortete jeweils mit einem kräftigen "Helau". Jeder von uns hatte ruckzuck ein paar Gesprächspartner (und Altbier) an der Seite und man tauschte sich freundschaftlich aus. Gegen 13 Uhr ging es dann gemeinsam in Richtung U-Bahn und Arena. Vorher wurden wir von den Fortunen allerdings noch mit weiterem Altbier vom Büdchen eingedeckt, damit es auf der U-Bahnfahrt nicht zu trocken zugeht.

An der Haltestelle Arena trennten sich dann (vorerst) unsere Wege und wir zogen Richtung Gästeblock. Die LTU Arena ist von außen ein großer, grauer Block der sich auf den ersten Blick erstmal gar nicht groß von den Messehallen abhebt. Innen gibt es in der 51.000 Mann Arena einen Ober- und Unterrang, wobei bis auf wenige Ausnahmen der Oberrang bei 3.Ligaspielen gesperrt ist. Die Fortuna hat derzeit einen Schnitt von ca 12000 Zuschauern und die kann man ohne Probleme auch auf dem Unterrang unterbringen. Bis auf die Haupttribüne (mit roten Sitzen) sieht es in der ganzen Arena durch unterschiedliche Farben der Sitzschalen irgendwie kunterbunt aus. Schaut man ins weite rund der Arena kann man dadurch teilweise gar nicht gleich erkennen wie voll besetzt das Stadion ist. Die LTU Arena ist eine reine Sitzplatzarena. Für die Fortunafans ist das sehr unglücklich und es gibt gerade in Fankreisen eine Initiative die dafür kämpft im Unterrang hinter dem Tor den Fanbereich in einen reinen Stehplatzbereich umzuwandeln. Zu diesem Thema gab es dann zu Beginn des Spiels auch eine Choreo. Wer mehr Infos darüber möchte findet die hier. Ach ja, derzeit nutzt auch Bayer Leverkusen die Arena da deren Stadion umgebaut wird. So richtig begeistert sind die Düsseldorfer da aber nicht darüber (Wir lieben Ärsche. Wir lieben Busen. Nur nicht die Fans von Leverkusen... ;-) )

Zum Spiel:

Wie vermutet begann der SVS mit Mintzel aber ohne Kapitän Boris Kolb, jedoch zeigten die Düsseldorfer gleich wer der Herr im Haus ist. Nach 11 Minuten kamen wir erstmals gefährlich vor das Düsseldorfer Tor und Neuzugang Danko Boskovic erzielte sein erstes Pflichtspieltor für den SVS. Große Begeisterung bei den ca. 250 mitgereisten Sandhäusern. Kann man hier nach Paderborn den nächsten Aufstiegskandidaten zu Hause ärgern? Fortuna war jedoch nicht geschockt sondern nahm das Spiel schnell wieder in die Hand und marschierte weiter in Richtung Sandhäuser Tor. In der 39 Minute kam es dann wohl zur Schlüsselszene des Spiels. Leandro legt einen Düsseldorfer als letzten Mann bei uns im Strafraum und es gibt Elfmeter für Düsseldorf und rote Karte für uns. Elfmeter und rote Karte wären auch absolut berechtigt gewesen wäre da nicht eine Abseitsstellung vorausgegangen... . So gab's dann kurz vor der Halbzeit das 1:1 und wir gingen mit 10 Mann in die Pause.

Halbzeit = Stadionwurst. Aber was bitte war das was uns da angeboten wurde? Da war nicht nur die Wurst richtig schlecht, nein auch das Brötchen war eine Zumutung. Echt schade aber solch kulinarische Köstlichkeiten ist man heutzutage bei großen Arenen ja leider gewohnt.

Die ersten 20 Minuten der 2 Halbzeit spielt dann nur Fortuna. Ein frühes Führungstor nach einem durcheinander im 5 Meter Raum war dann schon fast das K.O. für den SVS. Nur 3 Minuten später folgt das 3:1 bei dem Gurski erst super hält, der Ball aber dann einem Düsseldorfer direkt vor die Füße fällt und er nur noch reinschieben muss. Oh je, gibt's jetzt eine Packung? Man konnte sich jedoch fangen und wieder etwas mitspielen. Torchancen blieben bei uns mangelware und trotzdem gelang Pinto der Anschlußtrefen zum 3:2. Man spürte nun die Nervosität vor allem bei den Düsseldorfer Fans im Stadion. Können wir hier trotz Unterzahl doch noch was holen?

Nein, es blieb bei dem 3:2 und ist auch ein verdienter Sieg für Fortuna der durchaus hätte höher ausfallen können. Wären wir allerdings mit 11 Leuten in die Halbzeit gegangen, dann hätte das auch anders ausgehen können. Sei's drum. War ein richtiges Fußballspiel mit Spannung und toller Atmosphäre. In Düsseldorf kann man verlieren und immerhin gingen die 3 Punkte aus dem Hinspiel ja an uns.

Nach dem Spiel nicht zu "Wetten Dass" in die gegenüberliegenden Messehallen sondern mit der S-Bahn wieder in die Altstadt wobei wir die Jungs vom neuen SVS Fanclub "Blockade B"  getroffen haben, die mit 15 Mann mit dem "Schönes-Wochenende-Ticket" angereist sind. In der Altstadt dann erst nochmal in den Schlüssel um sich mit den dortigen Fortuna Fans über das Spiel auszutauschen. 

In der Altstadt war abends richtig was los, aber irgendwann gehen einem die Junggesellen/Innen Abschiedsfeiern dann doch auf die Nerven. In den Kneipen haben wir noch viele Sandhäuser getroffen und irgendwie hatten wir alle unseren Spaß. Ausklang des Abends dann in diversen Kneipen nach lecker Düsseldorfer Senfrostbraten über den Engel irgendwann dann doch im Ballermann 6 gelandet. Um 12 noch einer jungen Dame aus Sandhausen zur Volljährigkeit gratuliert und irgendwann dann einfach keine Lust mehr auf Altbier gehabt. Sorry liebe Düsseldorfer, aber nach dem ganzen mittag und abend Altbier bekam ich das irgendwann einfach nicht mehr runter und bin auf Becks umgestiegen. Ich hoffe ihr verzeiht mir.

Fazit des Wochenendes: Viele nette Leute getroffen, viel Spaß gehabt und die Punkte in Düsseldorf gelassen. Wir wurden überall gut aufgenommen und wir kommen gerne wieder. Ich würde den Düsseldorfern ja echt den Aufstieg gönnen aber anderseits kommen wir nächstes Jahr genauso gerne wieder zu einem Ligaspiel des SVS hierher.

Nun stehen mit Bremen, Unterhaching, Burghausen und Stuttgarter Kickers 4 Heimspiele nacheinander an. Da sollten wir schon was für unser Punktekonto tun denn der Zug nach unten ist für uns noch nicht abgefahren. Ich traue der Mannschaft das aber zu und denke am Dienstag können wir mit einem Dreier gegen Bremen II rechnen.

 

Fortuna Düsseldorf: Melka – Cebe (83. Halet), Palikuca, Langeneke, Hergesell – Sieger – Lambertz, Christ (87. Heidinger), Caillas – Jovanovic (69.Terodde), Kadah

SVS: Gurski – Bindnagel (46. Waldecker), Beisel, Eberlein, Throm – Kirsch, Leandro – Pinto, Mintzel – Boskovic (66. Müller), Haas (46. Kolb)

Zuschauer: 9278

Schiedsrichter: Joerend (Lübbecke)

Tore:
0:1 Boskovic (11.)
1:1 Langeneke (37./FE)
2:1 Kadah (48.)
3:1 Lambertz (51.)
3:2 Pinto (65.)

gelbe Karten: Palikuca, Cebe, Hergesell – Boskovic, Mintzel, Eberlein, Waldecker

gelb/rote Karte: Kadah (90.) / -

rote Karte: - / Leandro (37. / Notbremse)

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SV Sandhausen - Werder Bremen II  3:1

Zum ersten Heimspiel 2009 kamen gestern die Amateure von Werder Bremen an den Hardtwald. Nachdem man im Hinspiel trotz guter Leistung mit 3:4 den kürzeren gezogen hatte war also Wiedergutmachung angesagt. Im Vergleich zum Düsseldorf Spiel standen mit Waldecker (für Bindnagel) und Kolb (für Leandro) zwei neue Spieler unter den ersten 11.

Kurz nach halb sieben ins Stadion, Fahne aufgehängt und dann erstmal den Mannschaftsbus der Stuttgarter Kickers hinter der Gegengerade entdeckt. Die hatten nachmittags ein Freundschaftsspiel bei 1899 Sinsheim und den Ausflug in die Rhein-Neckar Region dann noch mit richtigem Fußball gucken in Sandhausen verbunden.

Das Catering im Stadion ist nun wieder in den Händen unserer Clubhauswirtin Ingrid und ihrem Team und das finde ich richtig gut. Jetzt schmeckt die Wurst wieder besser und in welchem Stadion der 3. Liga bekommt man sonst gutes Bier für 2 Euro? Richtig, nur bei uns! Vor dem Spiel hat es dann zwar noch etwas länger an der Würstchenbude gedauert aber es fehlten gestern auch noch ein paar Aushilfen und deshalb sehen wir da mal drüber weg. Das wird sich jetzt alles wieder einspielen.

Zum Spiel:

Nach anfänglichen Chancen auf beiden Seiten nutzen die Bremer nach schönem Angriff über die rechte Seite ihren zweiten Angriff zum 0:1. Der SVS lies sich jedoch nicht hängen und nur wenige Minuten später setzte sich Pinto im Strafraum der Bremer fest und konnte nur durch ein Foul gestoppt werden. Berechtigter Elfmeter, Pinto tritt selbst an und trifft. In Anschluss ging es im Spiel des SVS etwas zerfahren zu während der Bremer Nachwuchs schönen Kombinationsfußball bot. Kurz vor der Pause eine Zuckerflanke von Pinto auf Haas und dieser mit sehenswertem Kopfball zum 2:1. Kurz danach auch noch das 3:1 durch Pinto der den Ball nach schönem Zuspiel von Kolb (ähnlich wie in Düsseldorf) mit dem Außenrist an und über den Bremer Tormann ins Netz zirkelte.

Gute Stimmung verbreitete heute der AF Block. Selten hat man euch so laut wie gestern gehört. Lag vielleicht auch daran, dass sich im Bremer Gästeblock nur so ca. 30 Werder Fans einfanden und diese auch sehr ruhig waren aber war trotzdem gut. Macht weiter so!

Die zweite Halbzeit ist schnell erzählt. Bremen überlegen, macht aus etlichen Torchancen aber rein gar nix und der SVS kommt irgendwie erst wieder zu Torchancen als Emre eine Viertelstunde vor Schluß eingewechselt wurde.

Fazit: Ein etwas glücklicher Sieg gegen spielstarke Bremer mit schwachem Abschluss.

Die Amateurmannschaften der Bundesligisten (Bremen, Bayern, VFB) spielen alle einen gepflegten Fußball. Das hat man gestern auch wieder gesehen. Die Bremer sind technisch versiert, lauffreudig und deren schnelles Kombinationsspiel war zwischendurch ganz nett anzusehen. Wir konnten gestern nur mit einem ganz starken Roberto Pinto dagegenhalten. Liebe SVS Verantwortliche bitte verlängert schnell seinen Vertrag und am besten bis zum Ende seiner Karriere. Unsere Abwehr offenbarte wieder einige Schwächen wobei mir ein kämpferischer Benny Waldecker aber sehr gut gefallen hat. Im Sturm waren wir dagegen wieder richtig effektiv. Aus 4-5 Chancen macht eben nicht jeder 3 Tore. Es gab gestern auch viele kritische Stimmen unter den Zuschauern zur Leistung. Ja, wir waren schlechter als Bremen aber mir waren die 3 Punkte gestern einfach viel wichtiger. Endlich wieder ein Heimsieg und was würden die Kritiker sagen, wenn wir so schön wie die Bremer gespielt hätten und dafür 1:3 verloren? Für mich hat gestern das Ergebnis gezählt und ich denke wir werden uns gegen andere Teams auch wieder steigern und eine bessere Leistung bringen. Was ich mir aber wünsche, ist das Emre und Nicolai Müller dann längere Einsatzzeiten bekommen.

Samstag kommt nun Unterhaching zu uns. Beisel ist gesperrt und dafür wird wohl Göttlicher wieder auflaufen. Leandro kehrt auch zurück und ich vermute mal hier wird dann Kirsch (trotz bisher guten Leistungen) seinen Platz räumen müssen. Im Sturm würde ich Haas und Boskovic nochmal eine Chance geben. Boskoic gefällt mir irgendwie und Haas hat gestern seine Aufgabe erfüllt und ein Tor gemacht. Aber nach 45 Minuten wird dann Platz für Emre gemacht!  Dann klappt's auch gegen die Hachinger mit einem Heimsieg.

 SVS: Gurski – Waldecker, Beisel, Eberlein, Throm – Kolb, Kirsch – Pinto (90. Müller), Mintzel – Boskovic (55. Ristic), Haas (74. Emre)

Werder Bremen II: Mielitz – Holsing, Andersen, Schmidt, Begeorgi (46. Ronneburg) – Oehrl – Bargfrede (63. Ayik), Perthel, Feldhahn – Menga, Testroet (71. Kruse)

Zuschauer: 2200

Schiedsrichter: Hammer (Ranis)

Tore:
0:1 Feldhahn (15.)
1:1 Pinto (19./FE)
2:1 Haas (40.)
3:1 Pinto (44.)

gelbe Karten: Beisel, Kirsch – Begeorgi, Feldhahn, Andersen, Schmidt
 

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SV Sandhausen - Spvgg Unterhaching 3:1

Schönes Fußballwetter, ein 3:1 Erfolg gegen Bremen II im Rücken und ein Gästetrainer der in der Pressekonferenz vor dem Spiel heftig über den SVS hergezogen ist (unschöner Fußball und Schauspieleinlagen). All das erwartete uns heute im Hardtwaldstadion zum Spiel gegen den Aufstiegskandidaten Unterhaching.

Leider fanden nur 1450 Zuschauern (darunter ca 50 Hachinger) den Weg ins Stadion. Irgendwie kann man das nicht verstehen. Dienstag abend bei nasskaltem Wetter gegen einen Abstiegskandidaten sind es 2200 und heute bei tollem Fußballwetter gegen einen 'Möchtegern-Aufsteiger' etliche weniger. Klar war die Leistung gegen Bremen nicht überragend aber ist das er Grund? Oder sind doch viele zu Hause geblieben weil der Verein aus Sinsheim zeitgleich bei Premiere kam? Oder sind vielleicht sogar viele Sandhäuser direkt ins Stadion an der A6 gefahren um Werder Bremen spielen zu sehen? Ich weiß es nicht, aber eines weiß ich. Wer heute nicht da war der hat etwas verpasst.

Kurz vor dem Spiel kam die Information, dass Stammtorwart Michael Gurski verletzt passen muss und somit Sven Hoffmeister zum Einsatz kommt. Außerdem spielten im Vergleich zum Bremen Spiel am Dienstag Göttlicher für den gelbgesperrten Beisel, für Throm rückte Bindnagel wieder ins Team, für Boskovic spielt Emre und für Waldecker kam Grech zurück. Alles Wechsel die sich auszahlen sollten.

Zum Spiel:

Der SVS legte los wie die Feuerwehr. Nach 2 Minuten bereits die erste große Chance für Christian Haas, die jedoch zum Eckball geklärt werden konnte. Doch dieser Eckbal führte dann zum 1:0 durch einen kraftvollen Kopfball von Göttlicher. Es spielte nur ein Team und das war der SV Sandhausen. Zahlreiche Chancen wurden rausgespielt und Emre erhöhte nach 8 Minuten auf 2:0. Von der hochgelobten Hachinger Offensive war in den ersten 25 Minuten absolut nichts zu sehen. Haching hätte sich nicht beschweren dürfen wenn wir hier mit 4 oder 5:0 geführt hätten. Nach 25 Minuten schraubte der SVS das Tempo allerdings runter und die Vorortmünchner kamen etwas ins Spiel. Ihre zwei Chancen in der ersten Hälfte konnte Hoffmeister jedoch souverän meistern. 

In der zweiten Hälfte ist der SVS weiterhin überlegen und nach schöner Kombination über rechts netzt Pinto zum 3:0 ein. Durch einen berechtigten Foulelfmeter verkürzt Unterhaching zwar noch auf 1:3 mehr war für die Bayern gegen starke Sandhäuser heute aber nicht drin.

Fazit: Hochverdienter Sieg des SVS, der auch höher hätte ausfallen können.

Die Mannschaft wurde nach dem glücklichen Sieg gegen Bremen heftig kritisiert und hat heute aber gezeigt, dass wir zu Recht unter den ersten 10 Mannschaften der 3. Liga stehen. Die Abwehr stand heute sehr gut. Hoffmeister mit sehr guter Vertretung für Gurski. Göttlicher und Eberlein räumten gegen Hachings Top Stürmer alles ab und der Wechsel von Patrick Kirsch auf die linke Außenbahn (für Throm) war für mich der Schachzug des Tages. Kirsch ist heute für mich der beste Sandhäuser auf dem Platz gewesen. Super Einsatz, super Kampf und gute Aktionen nach vorne. Weiter so Patrick, dass hat Spaß gemacht. Im Mittelfeld hat Leandro heute mal richtig das Spiel gemacht. Er hat sich Bälle geholt und hat die Bälle toll verteilt. So stelle ich mir einen Spielmacher vor.  Warum nicht öfters so Leandro? Pinto heute nicht ganz so stark wie am Dienstag. Mintzel wieder mit ansprechender Leistung. Im Sturm war Emre heute überall zu finden und hat die Hachinger teilweise schwindelig gespielt. Haas ebenfalls mit ordentlicher Leistung und somit insgesamt eine klasse Mannschaftsleistung. Nach dem Heimspiel gegen Paderborn (4:0) war das heute für mich die zweitbeste Saisonleistung unseres Teams.

Nach dem Spiel gab es dann auch noch eine Bowlingrunde für die Mannschaft im Mittelkreis mit Ristic an der Kugel. Erinnerte irgendwie an das WM Viertelfinale 2006 Deutschland - Argentinien nach dem gewonnenen Elfmeterschießen. Und das Bild des Tages war ein lachender Gerd Dais, den ich lange nicht mehr so erfreut nach einem Spiel gesehen habe.

Und dann war da noch der Trainer der Unterhachinger Ralph Hasenhüttl... Wie oben bereits erwähnt hat er diese Woche über den SVS in der Pressekonferenz zum Spiel hergezogen. Bei jeder Aktion in der ersten Hälfte als ein Sandhäuser gefoult hat oder als z.B. der Ball über das Stadion raus ist und nicht in 5 Sekunden ein neuer da war hat er sich aufgeführt wie ein HB Männchen. Hat ständig auf den Linienrichter eingeredet und in Richtung Sandhäuser Bank gemeckert. Das Fouls bei Fußballspielen nunmal passieren sollte ihm eigentlich bewusst sein, den sein Team hat sich heute deutlich mehr Fouls als der SVS geleistet. Unfair war jedoch nichts. Zwischendurch hat er sich dann noch mit den Zuschauern hinter seiner Trainerbank angelegt, weil diese seine Truppe heute öfters mal u.a. als "Schauspieler" titulerte. In der zweiten Halbzeit saß er dank des Spielstandes dann wie in Trance fast nur noch klitzeklein in seinem Trainerbänkchen, bis er noch einmal einen Höhepunkt hatte und nach erneutem heftigen angehen des Linienrichters und eines Sandhäuser Spielers von der Trainerbank verbannt wurde. Die Leute auf der Tribüne freuten sich schon ihn zu empfangen, aber er verschwand lieber in den Katakomben. Feigling! Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel muss Hasenhüttl seine Aussagen über Sandhausen mit dem schauspielern und unschönen Fußball dann wiederholt haben, wobei die Presseverteter aufgrund des Spiels alle erstmal lachen mussten. Ist schon traurig, wie er sich aufgeführt hat und ich kann dazu nur sagen wenn wir ab jetzt immer so 'unschönen Fußball' wie heute spielen, kann ich sehr gut damit leben. Vielen Dank liebe SVS Spieler, dass ihr dem Herren Hasenhüttl auf dem Platz gezeigt habt was wir von seinen Aussagen halten. Eine bessere Antwort gibt es nicht.

Ein Beispiel könnte sich Hasenhüttl noch an seinem Neuzugang Francisco Copado nehmen. Der sagte nach dem Spiel nämlich folgendes im SWR Interview: " Wir haben die ersten 20 Minuten total verpennt, man kann auch sagen wir haben gespielt wie Mädchen....Ich bin hierher gekommen und habe eine Mannschaft erwartet die aufsteigen möchte, doch das Gefühl habe ich nicht"  Wollten sie mit ihren Aussagen über Sandhausen vielleicht nur von anderen Problemen ablenken, Herr Hasenhüttl?

Nächste Wochen kommt nun Burghausen an den Hardtwald. Und können wir an die Leistung von heute anknüpfen, dann werden wir die 3 Punkte wieder in Sandhausen behalten.

 

SVS: Hoffmeister – Bindnagel, Göttlicher, Eberlein, Kirsch – Kolb, Leandro- Pinto (87. Waldecker), Mintzel (60. Müller)– Haas (72. Boskovic), Emre

SpVgg Unterhaching: Kampa – O.Fink, Bucher, Hain, Schulz – Konrad – Balkan (19. Nagy), Copado, Zillner – Rathgeber (54, Steegmann), A.Fink (77. Schweinsteiger)

Zuschauer: 1450

Schiedsrichter: Kuhl

Tore:
1:0 Göttlicher (4.)
2:0 Emre (8.)
3:0 Pinto (58.)
3:1 Copado (81./FE)

gelbe Karten: Hoffmeister, Kirsch, Mintzel, Bindnagel – Balkan, O.Fink

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SV Sandhausen - Wacker Burghausen 1:1

Heute war Risikospiel am Hardtwald angesagt. Gegen Wacker Burghausen gab's mal wieder nur Bier für den Kindergeburtstag im Stadion. Es mag ja durchaus sein, dass es bei Burghausen auch ein paar Fans gibt die nicht ganz einfach sind, aber so eine Maßnahme wegen insgesamt gut 60 Gästefans???

Was mir als nächstes aufgefallen ist, dass heute der komplette Block hinter dem Tor geschlossen blieb. Zuerst wurde ja gemunkelt, dass der Block aus Sicherheitsbedenken wegen der bösen Burghausener Fans geschlossen blieb....war aber wohl eher eine Sparmaßnahme in Richtung Ordner und Securities. Einige langjährige 'Hinter dem Tor'-Steher (z.B. die Veteranen) waren darüber jedoch alles andere als begeistert. Alte Bäume verpflanzt man eben nicht ;-).

Die Aufstellung veränderte sich im Vergleich zum souveränen Sieg gegen Unterhaching heute nur im Tor mit der Rückkehr von Michael Gurski.

Begonnen hat das Spiel heute mit einer Gedenkminute für die Opfer des Amoklaufs in Winnenden. Respekt an das ganze Publikum und Fans beider Seiten, dass man während dieser Gedenkminute wirklich absolute Stille im Stadion hatte. Kein Zwischenruf oder sonstiges Gegröhle, wie man es schon bei früheren Gedenkminuten ab und an erlebt hatte. Super gefallen hat mir dann auch nach ertönen des Pfiffs vom Schiedsrichter und somit dem Ende der Gedenkminute, wie beide Fangruppen sofort in ihre Supportgesänge für ihr Team eingestimmt haben. Da es insgesamt noch sehr ruhig war und beide gleichzeitig los legten, hat man das super gehört und kam richtig gut rüber.

Zum Spiel:

Der SVS kam durch Mintzel und Emre früh zu seiner ersten Chance. Mintzel setzte sich auf links durch, flankte scharf rein und Emre staubte zum 1:0 ab. Emre stand jedoch leider im Abseits. Nach ca 10 Minuten kamen die Burghausener besser ins Spiel und übernahmen etwas die Kontrolle. Richtige Torchancen blieben jedoch mangelware. Die größte Chance in der ersten Hälfte hatte dann noch Christian Haas nach schöner Vorarbeit von Pinto. Hass' Kopfball ging jedoch knapp am Tor vorbei. Insgesamt kein gutes Spiel bis zur Halbzeit.

Auf der Tribüne saß heute übrigens wieder Thomas Oral (Trainer FSV Frankfurt). Wen der wohl bei uns genauer unter die Lupe nimmt? Wird übrigens Zeit, daß Pinto schnell bei uns verlängert...:-).

In der zweiten Hälfte war erstmal keine Besserung in Sicht und nach dem Führungstreffer der Burghausener, übrigens für uns mit klarer Abseitstellung - also irregulär, gab man nicht mehr viel auf unsere Elf. Man bemühte sich zwar aber mehr eben auch nicht. Auch der Doppelwechsel mit zwei neuen Stürmern brachte zunächst nicht wirklich eine Verbesserung. Man war nun zwar Feldüberlegen aber die größeren Chancen hatte Burghausen. In der 77 Minute dann doch noch das 1:1 durch Emre, der den Ball nach Flanke von Pinto nicht voll trifft aber Tormann und Abwehrspieler sich auf der Linie gegenseitig behindern und somit das Tor nicht verhindern können. Nach dem 1:1 war es dann fast ein offener Schlagabtausch. Jetzt war richtig Spannung im Spiel. Etwas zählbares war dann aber für keinen mehr dabei und somit blieb es beim Unentschieden.

Fazit: Insgesamt ein eher schwaches Spiel aber ein gerechtes Remis.

Sandhausen konnte nicht an die Topleistung vom vergangenen Wochenende anknüpfen. Man tat sich schwer gegen die Burghausener und unser Spielaufbau ließ leider mal wieder zu wünschen übrig. Hohe Bälle nach vorne waren wieder viel zu oft das Mittel unserer Elf. Auch schlichen sich bei dem ein oder anderen wieder mehrere individuelle Fehler ein. Aber nach einem schlechten Spiel folgt ja immer wieder ein gutes und das hoffe ich nun mal für Dienstag gegen die Stuttgarter Kickers. Es wird sicher auch gegen den Tabellenletzten aus Stuttgart nicht einfach, trotzdem denke ich werden wir am Dienstag den nächsten Heimsieg unserer Jungs sehen.

 

SVS: Gurski – Bindnagel, Göttlicher, Eberlein, Kirsch – Kolb – Pinto, Leandro (58. Ristic), Mintzel(84.Müller) – Haas (58. Boskovic), Emre

Burghausen: Riemann – Lastovka, Hertl, Buchner, Mayer (56. Böcher)-Schmidt – Grübl (46. Oslislo), Mitterhuber, Calamita (71. Schultz) – Kurz, Cappek

Zuschauer: 1450

Schiedsrichter: Wenkel

Tore:
0:1 Cappek (51.)
1:1 Emre (77.)

gelbe Karten: / - Lastovka, Mayer, Oslislo

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SV Sandhausen - Stuttgarter Kickers 2:0

Beim Spiel gegen die Kickers war eine Abordnung von Carpe Diem diesmal auf der neuen Tribüne hinter dem Tor gesessen. Der Blick auf das Spielfeld ist schon sehr gut, nur das Fangnetz und die Dachpfosten stören etwas.  An die Perspektive muss man sich aber erstmal gewöhnen wenn man sonst immer auf der Geraden steht. Und insgesamt fand ich die Stimmung auf der Tribüne (außerhalb des AF Blocks) doch ziemlich unterkühlt. Bei Torchancen und auch bei den Toren selbst, waren teilweise recht wenig Emotionen bei den Sandhäuser Zuschauern dabei. Finde ich schade, aber jeder erlebt ein Fußballspiel nunmal anders.

In der Aufstellung gab es eine Änderung zum letzten Spiel. Christian Beisel kehrte für Alexander Eberlein in die Viererkette zurück. Eberlein hat für mich die letzten Partien nicht schlecht gespielt, deswegen finde ich es für ihn schade. Aber anderseits ist Christan Beisel in der Abwehr hinten auch eine Bank und lieber wir haben eine Auswahl mehrerer guter Spieler auf einer Position als das man Angst haben muss es verletzt sich jemand und es gibt keinen gleichwertigen Ersatz. Apropos, Gute Besserung Roberto, werde schnell wieder fit ;-).

Zum Spiel:

Die Kickers legten einen sehr guten Start hin und brachten unsere Defensive in der ersten Viertelstunde das ein oder andere Mal in Verlegenheit. Langsam aber sicher konnten wir dann das Heft in die Hand nehmen und uns einge Chancen erspielen. Ein Tor fiel jedoch erst durch einen Elfmeter. Alf Mintzel wurde von hinten 'gefällt' und Roberto Pinto verwandelte sicher zum 1:0.

In der Halbzeitpause wurden die Preise für das RNZ / HANSA Gewinnspiel auf dem Rasen überreicht und ein junges Carpe Diem Mitglied darf von nun an im neuen SVS Trikot mit Pintos Rückennummer beim Bambini Training auflaufen. 

Die zweite Hälfte begann wie die erste und die Kickers übernahmen erstmal das Kommando. Durch eine gelb-rote Karte dezimierten sie ich jedoch ab der 61. Minute und nun hoffe man, dass der SVS möglichst bald den Sack zumacht. Chancen waren auch da jedoch beugten sich die Kickers gegen die Niederlage und starteten durchaus noch gefährliche Angriffe. Wir vergaben inzwischen große Chancen durch Emre, Mintzel und Boskovic, dessen Tor leider abgepfiffen wurde. Nachdem Pinto angeschlagen war und ausgewechselt werden musste, bekam Nico Müller seine Chance die er auch bald nutzte. Nach schönem Angriff fackelte Müller nicht lange vor dem Tor, zog am 16 Meter Raum ab und netzte zum 2:0 ein. Richtig abgezockt hat der Nico das gemacht. Freut mich für ihn. Das Spiel war nun gelaufen und die Fans beider Lager konzentrierten sich die letzten Minuten nun noch auf das Austauschen "freundschaftlicher Grüße" bevor der Schiri abpfiff.           

Fazit: Verdienter Pflichtsieg gegen den Tabellenletzten, der auch hätte höher ausfallen können.

Im Vergleich zum Spiel gegen Burghausen, war der SVS heute wieder besser unterwegs, wobei der Gegner diesmal aber auch schwächer war. Nach wie vor gab es noch sehr viele Fehlpässe und unnötige Ballverluste. Unser Spiel aus der Mitte war, zumindest in der ersten Hälfte, mal wieder nicht richtig überzeugend. Dafür lief es aber über die Außen ganz gut. In der zweiten Hälfte hat mir heute Boris Kolb sehr gut gefallen. Am Samstag haben viele noch über ihn geschimpft aber heute hat er wieder gezeigt, dass er ein ganz wichtiger Schlüsselspieler bei uns ist. Auch Emre im Sturm macht Spaß. Und mit dieser Unbekümmertheit wie Nico Müller heute das 2:0 erzielt hat wünsche ich mir auch für ihn längere Einsätze beim SVS. 

Somit haben wir nun 10 Punkte aus den 4 Heimspielen in Folge geholt und können sehr gut damit leben. Mit 38 Punkten dürften wir den Klassenerhalt so gut wie sicher haben, da sich die Teams unten im Keller auch noch gegenseitig die Punkte abnehmen werden. Nun kann man also befreit aufspielen und hoffentlich noch ein paar Plätze nach weiter oben in der Tabelle rutschen. Ob es wirklich für Platz 4 reicht, weiss ich nicht. Dazu sind wir ab und an dann doch nicht konstant genug.

Am Samstag geht es nun beim Kellerkind Jahn Regensburg weiter und auch hier sind sicher Punkte zu holen. Erstmals organisieren die Hardtwald Supporters hierzu eine Busfahrt und es wäre toll, wenn der Bus richtig voll wird. Ich finde das eine super Sache und vielen Dank für das Engagement vor allem an Christian und Stefan von den Supporters!   

SVS: Gurski- Bindnagel, Göttlicher, Beisel, Kirsch – Kolb – Pinto (76. Müller), Leandro, Mintzel (82. Eberlein) – Haas (46. Boskovic), Emre

Stuttgarter Kickers: Salz – Steinle, Traub, Mann, Köpf – Deigendesch (46.Tucci), Ortlieb – Traut, Gambo (67.Rosen), Landeka (46. Parmak)– Smeekes

Zuschauer: 1720

Schiedsrichter: Gorniak

Tore:
1:0 Pinto (39./FE)
2:0 Müller (80.)

gelbe Karten: - / Köpf

gelb/rote Karte: -/ Traut (61.)

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SV Sandhausen - Erzgebirge Aue 0:2

Nasskaltes Wetter aber keine Bundesliga auf Premiere oder in Sinsheim und trotzdem kommen keine Zuschauer an den Hardtwald. Immerhin haben die, die heute nicht gekommen sind auch wirklich nichts verpasst. Extra aus Köln waren heute dafür ein paar weibliche FC Fans angereist, aber ob die noch mal wieder kommern werden wage ich mal zu bezweifeln.

Beim Spiel gegen Aue musste der SVS heute auf Mintzel, Emre und Eberlein verzichten. Wenn man im Nachgang das Spiel nun Revue passieren lässt, hätten uns die drei sicher gut getan. Hätte, wäre, wenn...

Zum Spiel:

Nach drei Minuten war das Spiel eigentlich schon entschieden. Beisel verliert einen Zweikampf links hinten, die Flanke klärt Bindnagel direkt vor die Füße von Müller und dieser hämmert das Leder unhaltbar in die Sandhäuser Maschen. Das saß erstmal. Aue, als zweikampfstarke Mannschaft mit starker Defensive bekannt, geht hier nach drei Minuten in Führung. Schlechter hätte es nicht kommen können. Der SVS versuchte nun zwar ins Spiel zu kommen doch nach einer guten Viertelstunde erhöhten die Auer mit ihrer zweiten Chance auf 0:2. Na toll. Der SVS ist weiter bemüht aber leider auch nicht mehr. Und als es dann Mitte der ersten Hälfte heftig zu regnen begann, wurde ich von meinen umstehenden Leuten erstmal als Schuldiger des 0:2 Rückstand ausgemacht, da ich heute ausgerechnet den lilafarbenen Regenschirm, also in Farben des Gegners, eingepackt hatte...

In der zweiten Hälfte zogen sich die Auer dann etwas weiter zurück und lauerten auf Konter. Sandhausen konnte sich über die gesamte Spielzeit nicht durch die gutstehenden Auer durchsetzten und erspielte sich kaum Torchancen. Nach kurzer Zeit war absehbar, das wir heute nichts mehr holen werden und somit feierte Aue mit seinen gut 400 mitgereisten Fans den ersten Auswärtssieg in 2009.

Fazit: Verdiente Niederlage gegen eine zweikampfstarke Auer Mannschaft.

Leider hatten heute wieder einige unserer Spieler einen rabenschwarzen Tag erwischt. Positiv sind mir eigentlich nur Müller und mal wieder Pinto in Erinnerung geblieben. Erschreckend fand ich auch unsere Zweikampfquote. Irgendwie waren die Auer hier immer einen Tick besser als unsere Männer in schwarz-weiß. Marco Stark hat, vor allem in der ersten Hälfte, sehr schön gezeigt wie man in Zweikämpfe geht . Aber leider spielt der Marco nun ja nicht mehr bei uns. Natürlich ist es schwer gegen eine gut in der defensive aufgestellte Mannschaft zu spielen, vor allem wenn man früh in Rückstand geht. Aber uns fehlten heute einfach die Ideen, der letzte Wille und ab und an auch das quentchen Glück.

Heute hat sich für mich wieder gezeigt, dass wir in der Tabelle aktuell genau da stehen wo wir hingehören. Wir haben keine Mannschaft die um Platz 4 mitspielen kann. Es gibt zwischendurch zwar immer mal wieder sehr überzeugende Leistungen wie z.B. gegen Unterhaching. Es gibt aber leider auch sehr oft solche Spiele wie heute, bei denen nicht viel zusammen läuft. Also spiegelt unser Mittelfeldplatz doch genau unsere Leistung wieder. Für den Abstieg doch ein bissel zu gut aber für das obere Tabellendrittel einfach nicht konstant genug. Vielleicht sollten wir uns dann doch lieber um den Gewinn des Höpfner Cups bemühen, da ist die Chance größer in den DFB Pokal einzuziehen als über die Liga. Aber: Auch die anderen noch vertetenden Mannschaften sind nicht zu unterschätzen und mit einer Leistung wie heute zieht man sicher nicht ins Finale ein.

Am Dienstag geht es nun in Erfurt weiter. Ein schweres Spiel, aber gegen Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel sahen wir bisher immer recht gut aus. Hoffen wir mal das das so bleibt. Falls nicht wird es in den kommenden Wochen sehr eng werden, den die nächsten Gegner Emden (zu Hause) und Bayern II (auswärts) sind ebenfalls keine Leichtgewichte und so müssen wir aufpassen nicht wieder in eine Negativserie zu rutschen.

 

SVS: Gurski – Bindnagel, Göttlicher, Beisel (61. Ristic), Kirsch – Kolb – Pinto, Leandro (82. Brechtel), N.Müller (82. Fießer) – Haas, Boskovic

Erzgebirge Aue: Männel – Klingbeil, Kos, Paulus, Schaffrath – Stark, Hensel – S.Müller (84. Le Beau) , Hochscheidt – Curri (88. El Berkani) – Agyemang (57.Bouhaddouz)

Zuschauer: 1670

Schiedsrichter: Christ

Tore:
0:1 S. Müller (3.)
0:2 Agyemang (14.)

gelbe Karten: Göttlicher, Pinto – Männel, Agyemang, Bouhaddouz

 

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SV Sandhausen - Kickers Emden 2:1

Eine echte Seltenheit zunächst einmal vor Spielbeginn: Der Gästetrainer wurde von den einheimischen Zuschauern mit Applaus begrüßt. Stefan Emmerling scheint den Sandhäusern der mittleren und höheren Jahrgänge noch in bester Erinnerung zu sein. Einen wesentlicher Grund, warum ich selbst mich seit inzwischen immerhin 12 Jahren in der Kurpfalz wohl fühle, konnte ich an diesem Wochenende wieder erleben: auch wenn der Frühling deutschlandweit in diesem Jahr zu spät dran war – hier kommt er eben doch früher und intensiver als anderswo. So waren denn die Straßen in der Heidelberger Innenstadt gestern bis tief in die Nacht von leichtbekleideten und gutgelaunten Menschen aus nah und fern bevölkert.
Man würde sich wünschen, dass manche von denen dann am Sonntag Nachmittag auch den Weg ins nahe Sandhausen finden würden. Wieder einmal hätte sich der Ausflug gelohnt und das Spiel eine größere Kulisse verdient gehabt. Schon alleine wegen des Wetters. Zwischen 14:00 und 15:45 Uhr dürfte Sandhausen weit und breit der sonnigste Ort gewesen sein. Rund herum eine (dünne) Wolkendecke, über Sandhausen eine blaue Lücke, die sich erst zu Spielende zuzog. Also ein echter Kontrast zum Wasserballspiel von Emden in der Hinrunde

Zum Spiel
Spätestens mit dem Spiel gegen die Stuttgarter Kickers Mitte März, mit dem (vorläufig) eine erfolgreiche Heimserie abgeschlossen wurde, konnte man eigentlich vermuten, dass sich eine Stammelf für den Rest der Saison gefunden hat. Durch personelle und taktische Umstellungen war diese knapp 3 Wochen später nun jedoch gleich auf 8 Positionen verändert. Für das Spiel des SV war dies aber zunächst kein Nachteil. Unsere Mannschaft hatte in den ersten 20 Minuten leichte Feldvorteile und eine ganz ordentliche Torchance nach schöner Balleroberung durch Fießer und Flanke von Emre. Eher überraschend kam so die Führung der Gäste nach einer Standardsituation. Leider schien dadurch nun der SV verunsichert, statt des gefälligen Passspiels der Anfangsphase wurde wieder verstärkt ein Rezept ausgepackt, das schon in der Vergangenheit nur selten zu echten Torchancen geführt hat: hohe Bälle in die Mitte. Angebracht ist dieses Rezept jedoch bei einem Freistoß von der Seitenlinie. Durch einen solchen konnte der SV nach einer guten halben Stunde ausgleichen. Ein Tor zum rechten Zeitpunkt, denn nun kehrten in das Spiel unserer Mannschaft auch wieder mehr Tempo und Variabilität ein, bis zur Halbzeit jedoch ohne weiteren zählbaren Erfolg. Dieser stellte sich dann in der zweiten Hälfte ein. Nico Müller ließ im Strafraum zwei Abwehrspieler ins Leere laufen und belohnte sich selbst für einen starken Auftritt an diesem Nachmittag. In der Schlussphase konnte Gurski dann bei den wenigen brenzligen Situationen noch zeigen, dass er auf der Linie zu den besten der Liga gehört.
Nicht nur mir hat heute einmal mehr Nico Müller sehr gut gefallen. Er hat gezeigt, dass selbst ein Roberto Pinto wenn es darauf ankommt
ersetzt werden kann. Wenn kleines flinkes Müller weiterhin so durch die gegnerischen Abwehrreihen wirbelt, könnten grüne Schuhe zu einem Trend im Sandhäuser Frühling werden. Und gerne auch noch im kommenden Herbst. Ich hoffe, dass es hier eine Möglichkeit gibt, das Leihgeschäft mit Fürth über das Saisonende hinaus zu verlängern. Wenn dazu dann noch die „altbewährte“ Flügelzange Pinto/ Mintzel wieder zur Verfügung steht, könnte man sich auf ein noch variantenreicheres und flottes Offensivspiel unserer Mannschaft freuen. Überhaupt haben die Neuzugänge mehr Flexibilität ins Spiel des SV gebracht. Vor der Winterpause hätte man sich wohl kaum vorstellen können, dass eine Abwehr ohne Bindnagel, Beisel und Göttlicher stabil gegen eine Topmannschaft der Liga stehen kann. Neben Müller haben für mich heute in einer guten Mannschaft übrigens Fießer und Emre die besten Eindrücke hinterlassen. Bleibt also zu hoffen, dass uns die Form der Mannschaft und das Wetter auch für den Rest der Saison erhalten bleiben – dann werden beim nächsten Mal sicherlich auch alle Fanclubmitglieder an ihre neuen Poloshirts denken ;-)

Nach dem Spiel stand uns Stefan Emmerling dann übrigens noch für ein Foto zu Verfügung. Vielen Dank Emma dafür. Du bist in Sandhausen jederzeit willkommen.

 

SVS: Gurski – Waldecker, Eberlein, Kirsch, Throm – Kolb, Fießer (76. Göttlicher) – Müller (67. Boskovic), Leandro – Ristic (77. Haas), Emre

Kickers Emden: Masuch – Sievers (87. Unger), Rauw (73. Nennhuber), Nägelein, Cannata (87. Menzel) – Mayer, Zedi, El Hammouchi, Moosmayer – Ramaj, Aidoo

Zuschauer: 1900

Schiedsrichter: Perl

Tore:
0:1 Rauw (22.).
1:1 Fießer (36.)
2:1 Müller (52.)

gelbe Karten: Throm, Gurski – Mayer, Ramaj

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Halbfinale Badischer Pokal :

SV Sandhausen (II) - Astoria Walldorf 2:1

 

Zu dem Spiel schreiben wir heute nur so viel:

Wir haben gewonnen und wir stehen im Finale. Der Einzug in den DFB Pokal ist also nach wie vor möglich. Geschenkt bekommen wir jedoch nichts. Nicht gegen Neckarelz und erst recht nicht gegen den Waldhof. Trotzdem muss der Pokalsieger 2009 SV Sandhausen heißen und genau dafür müssen sich unsere Spieler auch einsetzen. Mit so einer Leistung wie heute wird es jedenfalls verdammt schwer den Pokal zu holen. Ansonsten gibt's von uns kein Kommentar zum Spiel.

 

SVS: Gurski – Bindnagel, Eberlein, Kirsch, M.Throm – Fießer – Pinto (90. Waldecker), Leandro (76. Kolb), Müller- Ristic (59. Boskovic), Emre

Astoria Walldorf: Hillenbrand – Hofmann, Löbich, Daub, Reiners – Kaufmann – Mühlbauer (90. H.Throm), Stenzel, Hiller (68. Weber) – Weimer (86. Froschauer), Jaizay (90. Kettenmann)

Zuschauer: 782

Schiedsrichter: Göpferich (Bauerbach)

Tore:
0:1 Stenzel (3.)
1:1 Müller (30.)
2:1 Emre (89.)

gelbe Karten: Fießer - Löbich

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SV Sandhausen - VFB Stuttgart II 1:1

Nach dem glücklichen Erfolg gegen Walldorf im Pokal und der wohl unnötigen Niederlage bei den kleinen Bayern am Ostersonntag  gastierte nun mit dem VFB Stuttgart II das dritte Farmteam einer Bundesligamannschaft am Hardtwald. Im Hinspiel in Stuttgart führten wir sehr lange doch am Ende reichte es nur zu einem 1:1.

Vor, während und nach dem Spiel regnete es Bindfäden und so war es nicht verwunderlich das nur 920 Zuschauer dem Spiel bewohnten. Wer jedoch kam sah eine ordentliche 3. Ligapartie.

Im Sturm spielte wieder Ristic neben Emre und in der Abwehr rückte Kirsch zu Eberlein in die Mitte.

Zum Spiel:

Das Spiel begann flott und auf beiden Seiten kam es zu einigen Torchancen. Gurski musste hier einge male sein können unter Beweis stellen und tat dies mit Bravour. Nach einiger Zeit verflachte das Spiel dann ein wenig und hätte es nicht so geregnet hätte man fast von "Schönwetterfußball" sprechen können. Richtig gefährlich wurde es nochmal nach schönem Sololauf von Nico Müller, dessen Vorlage Ristic aber leider nicht verwerten konnte.

Nach der Halbzeit machte dann der Fanclub 'D-Blockade' seinem Namen alle Ehre, sagte dem D Block "ade" und supportete hinter dem Tor im strömenden Regen im B-Block weiter. Fand ich eine gute Aktion von den Jungs. Insgesamt war die Stimmung im Fanblock sehr dürftig und die rund 50 mitgereisten Schwabenfans waren hier eindeutig im Vorteil. Gründe für die schlechte Stimmung gibt es sicher mehrere und es lag sicherlich auch an den Sanktionen die nach der Rauchbombe beim Pokalspiel von Polizei und Vereinsführiung nun verhängt wurden. Jedoch macht es in meinem Augen Sinn sich langsam wieder auf das wesentliche zu konzentrieren und zwar den Support des Teams für 90 Minuten. Sicher sind Fehler von allen Seiten begangen worden aber wäre es langsam nicht mal an der Zeit sich an einen Tisch zu setzten und gemeinsam nach einem Weg für die Zukunft  zu suchen der für alle gangbar ist? Die Mannschaft würde es uns sicher danken und um die geht es uns allen doch letztendlich.

In der zweiten Hälfte nahm der SVS das Heft sehr schnell wieder in die Hand und nach einem Getümmel im Stuttgarter Strafraum bugsierte Fießer das Leder dann zur 1:0 Führung über die Linie. Es folgten weitere Chancen des SVS und nun das einzige Manko das man unseren Jungs vorwerfen kann: Die Chancen wurden leider nicht genutzt. Die größte Chance versemmelte wohl Denis Bindnagel als er ohne Bedrängnis kurz vor dem Tor den Ball nicht richtig traf und somit das Leder ins Seitenaus trudelte. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir Stuttgart eigentlich im Sack und wäre das 2:0 gefallen wären die Punkte auch in Sandhausen geblieben. Leider kam es aber anders und der VFB erzielte eine Viertelstunde vor Schluß noch den Ausgleich.  

Fazit: Ein ordentliches Spiel des SVS mit Vorteilen auf unserer Seite und leider dem fehlenden quentchen Glück bei der Chancenverwertung.

Sehr gut gefallen hat mir heute mal wieder Patrick Kirsch. Trotz 'Dieter-Hoeness-Gedächtnis-Kopfverband'  war Patrick stets auf Ballhöhe,  klärte sehr viele Bälle in der Abwehr und gewann fast alle Zweikämpfe. Nur vorne, vorm gegnerischen Tor, haperte es auch bei ihm leider mit dem Abschluss. Aus meiner Sicht machten Gurski, Müller und Grech ebenfalls ein gutes Spiel. Letzterer hat mal wieder Spielmacherqualitäten bewiesen, die ich von Leandro gerne öfters sehen möchte.

Was wir uns auf der Tribüne aber gefragt haben warum unser Trainer nicht spätestens nach dem Ausgleich der Stuttgarter noch einen oder zwei neue Spieler bringt um vielleicht doch noch den einen oder anderen Impuls zu setzen. Ein Auswechslung Haas für Ristic, Kolb für Fießer oder z.B. auch Boskovic für Emre hätte uns sicher nicht geschadet. Aber von unserer Trainerbank kam leider nix. Es wurde sogar in den letzten Minuten gemunkelt der Dais sei schon heimgegangen, weil man ihn wohl aufgrund seiner stark zurückgezogenen Sitzposition auf der Trainerbank wegen des Regens gar nicht mehr von oben gesehen hat...

Sei's drum. Der Zug auf Platz vier ist schon lange abgefahren und wir stehen nach wie vor dort wo wir aufgrund unserer bisherigen Leistungen dieser Runde hingehören: Im oberen Tabellenmittelfeld.

Nun geht es gegen zwei Mannschaften die über uns stehen. Zunächst geht's nach Offenbach und dann kommt der souveräne Tabellenführer aus Berlin nach Sandhausen. Eigentlich liegen uns Gegner aus dem oberen Tabellendrittel ganz gut und deshalb lasst uns 3 Punkte aus Offenbach mitnehmen um Werbung für das Duell gegen den wohl schon feststehenden Aufsteiger in die 2. Liga Union Berlin zu machen. Sollten wir gegen die Hauptstädter auch wieder unter 3000 Zuschauer am Hardtwald haben, dann wäre das für mich eine große Enttäuschung.

 

SVS: Gurski – Bindnagel, Kirsch, Eberlein, Throm – Fießer – Pinto, Leandro, Müller – Ristic, Emre

VfB Stuttgart II: Ulreich – Funk, Pischorn, Feisthammel, Schwabe – Rudy, Kolinger, Dausch (76. Klauss) – Rahn, Hofmann (90. Hindelang), Didavi (86. Pazurek)

Zuschauer: 920

Schiedsrichter: Hammer

Tore:
1:0 Fießer (54.)
1:1 Schwabe (73.)

gelbe Karten: / 

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Kickers Offenbach - SV Sandhausen 0:3

Mit einer Abordnung von 3 Mann machten wir uns um 11 Uhr auf den Weg zum Bieberer Berg. Das Ganze im Fanbus, der wiederum von den Hardtwald Supporters organisiert wurde. Für die freundliche Auf- und Mitnahme an dieser Stelle besten Dank. Ich finde es eine tolle Sache, dass einige Supporters viel Engagement aufbringen, um weiterhin unkomplizierte und preiswerte Auswärtsfahrten für die Fans zu ermöglichen. Auch ansonsten waren die Rahmenbedingungen bestens, das Wetter erinnerte mich an den Saisonabschluss in Stuttgart im vergangenen Jahr, aufgrund der unterschiedlichen Tabellensituation damals jedoch das Ganze mit 10 mal so vielen Sandhäusern.

Im Stadion angekommen sind uns dann ein paar Kleinigkeiten aufgefallen, die man sich in ähnlicher Form vielleicht durchaus auch in Sandhausen vorstellen könnte. Als da wären die Glückwünsche an die Geburtstagskinder unter den Fans am Spielfeldrand, die kurze Vorstellung des Gegners durch den Stadionsprecher oder auch der Eismann mit dem Bauchladen im Fanblock. Mit Wehmut erinnern sich manche Fanclubmitglieder hier an das Eisauto im Hardtwaldstadion aus den Zeiten vor der Errichtung der neuen Tribüne...

Zum Spiel:

Durch eine gelungene Kombination über die Mitte konnte der SVS bereits früh in Führung gehen. In der Folgezeit entwickelte sich ein ordentliches Spiel, in dem Großchancen jedoch eher Mangelware waren. Insgesamt habe ich die erste Hälfte recht ausgeglichen gesehen, eventuell sogar mit leichten Vorteilen für die Gastgeber, sodass für mich das Pfeifkonzert der Offenbacher Fans zur Halbzeit eher überraschend war. Hier scheint sich der Frust aus den letzten Spielen und der inzwischen verpassten Aufstiegschance entladen zu haben. Gelaufen war auch dieses Spiel dann nach dem Doppelschlag des SVS in Hälfte 2. Zu erwähnen ist hier noch die tolle Vorarbeit der Offenbacher Abwehrspieler beim 0:2. Es sah irgendwie so aus, als ob die sich überlegten wer den Ball denn nun selbst in die eigenen Maschen haut, bis dann Emre eingriff und die Offenbacher erlöste. Gegen nunmehr resignierende Offenbacher zeigte unsere Mannschaft in den letzten 25 Minuten schönen Kombinationsfußball und erspielte sich noch einige Gelegenheiten, die jedoch nicht genutzt werden konnten.

In der Hinrunde fuhren die Kickers ihrerseits in Sandhausen einen überzeugenden Sieg ein, der nach Meinung vieler der Tatsache zu verdanken war, dass unsere Flügelzange Mintzel und Pinto praktisch lahm gelegt wurde. Das Erstaunliche: dies war im Prinzip auch diesmal der Fall. Mintzel ist verletzt, und Pinto hatte schon stärkere Spiele. Jedoch: das Spiel des SVS ist zuletzt deutlich variantenreicher
geworden, sowohl personell als auch taktisch. Einen roten Faden gab es in der Offensive heute dennoch: das Zusammenspiel zwischen Emre und Müller. Das Ganze in 2 Varianten: Vorarbeit Müller - Abschluss Emre oder eben Vorarbeit Emre - Abschluss Müller. Einziger Wehrmutstropfen dabei: Für unseren Manager dürfte die Aufgabe, die beiden auch für die kommende Saison am Hardtwald zu halten, nach dem heutigen Spiel nicht leichter geworden sein.

Zwei weitere Spieler möchte ich noch erwähnen, die auch ihren Teil dazu beigetragen haben, dass das Ergebnis anders ausgefallen ist als in der Hinrunde: Zum einen Michael Gurski, unsere inzwischen unumstrittene Nummer 1, der sich wiederum durch einige Paraden auszeichnen konnte und bei dem die Unsicherheiten vom Saisonbeginn inzwischen ganz weit weg erscheinen. Und zum anderen Sreto Ristic, der in der Vergangenheit viel Kritik hat einstecken müssen, und der heute viel gearbeitet hat, defensiv wie offensiv, zentral ebenso wie über die Außenpositionen. Eine Sache, an der in den verbleibenden Wochen der Saison vielleicht noch gearbeitet werden muss, ist mir jedoch auch aufgefallen: Wie in vielen Spielen zuvor hat sich der SV auch heute eine Vielzahl von Ecken herausgearbeitet. Wie so oft jedoch auch diesmal, ohne daraus echte Torchancen zu machen. An einem Tag wie heute sollte man eigentlich nicht meckern, im Hinblick auf die kommende Saison würde uns mehr Torgefahr bei den Standardsituationen jedoch sicherlich gut tun.

Auch zu Hause ist ja derzeit zu spüren, dass Spiele ohne Auf- oder Abstiegskampf für viele leider von geringem Interesse sind. Die attraktiven Gegner werden in den kommenden Begegnungen wohl einige Zuschauer zusätzlich an den Hardtwald führen. Ich hoffe, dass viele von denen erleben werden, dass man auch als (noch) nicht eingefleischter Fan trotz Tabellenmittelmaß bei Bier, Wurst, Sonnenschein und einem guten Fußballspiel einen richtig schönen Nachmittag verbringen kann und dem SVS dann auch langfristig die Treue halten werden. Dann könnte man Ende Mai auch in jeder Hinsicht zuversichtlich in Richtung nächster Saison schauen.

Nächste Woche kommt nun der Tabellenführer Union Berlin an den Hardtwald. Den vorzeitigen Aufstieg haben die Berliner gegen Unterhaching verpasst und wollen das nun nächste Woche in Sandhausen nachholen. Aber bisher haben die Manschaften aus dem oberen Tabellendrittel in Sandhausen alle ziemlich schlecht ausgesehen und die Punkte hier gelassen. Es werden sicher zahlreiche Berliner nächsten Sonntag den Weg nach Sandhausen finden und der 3:0 Erfolg in Offenbach sollte eigentlich Werbung genug sein, dass auch wieder mehr Sandhäuser den Weg ins Stadon finden. 

 

Kickers Offenbach: Wulnikowski – Huber, Hysky (46. Morys), Heitmeier, Brighache – Haas (62. Pospichil) – Zinnow, Becker, Fröhlich – Türker, Mesic

SVS: Gurski – Bindnagel, Eberlein, Kirsch, Throm – Fießer – Pinto (76. Waldecker), Leandro, Müller – Ristic (67. Kolb), Emre (79. Boskovic)

Zuschauer: 5315

Schiedsrichter: Blos

Tore:
0:1 Müller (9.)
0:2 Emre (63.)
0:3 Müller (65.)

gelbe Karten: Fröhlich - /

 

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SV Sandhausen - Union Berlin 0:0  

Nach dem grandiosen Auswärtssieg letzte Woche in Offenbach war man nun gespannt wie sich der SVS gegen den souveränen Tabellenführer Union Berlin schlagen würde. Mit einem Sieg in Sandhausen und gleichzeitiger Niederlage von Unterhaching bestand sogar die Möglichkeit, dass die "Eisernen" ihre Aufstiegsparty am Hardtwald feiern könnten. Doch gegen Teams aus der Spitzengruppe sahen wir zu Hause bisher immer sehr gut aus und genauso spielten wir auch heute wieder.

Bereits ab Samstag fanden sich etliche "Exil-Unioner" in Sandhausen ein um sich auf das Spiel einzustimmen. Sonntag morgen gab's dann einen Frühschoppen im Biergarten der 'Neuen Heimat' und auch Sandhäuser Fans waren eingeladen. Neben einigen bekannten Sandhäusern war auch eine Gruppe der Veteranen anzutreffen, die den Eisernen eine kleine Unterstüzung für den (großteils in Eigenleistung) Umbau der Alten Försterei zukommen ließen. Kurz noch mit dem Organisator des Exiler Treffens geredet und dann ab in Richtung Stadion.

Zum Spiel:

Das Spiel begann flott und unterhaltsam. Beide Teams kamen immer wieder zu Torchancen und der SVS erspielte sich in der ersten halben Stunde ein leichtes Übergewicht. Union war aber der erwartet schwere Gegner und strahlte duch seine Stürmer immer wieder Gefahr vorm Sandhäuser Tor aus. In der zweiten Hälfte wurde Berlin immer stärker und beim SVS machte sich das temporeiche Spiel der ersten Halbzeit bemerkbar. Die Berliner vergaben aber einige Großchancen und so wurde es dann doch nichts mit einer Aufstiegsparty in Sandhausen.

Fazit: Temporeiches und hochklassiges Spiel bei schönem Wetter und toller Atmosphäre. Dank der sehr guten ersten Hälfte des SVS und der kämpferischen Einstellung in der zweiten Hälfte geht das Unentschieden für mich in Ordnung.

Union Berlin war bisher eindeutig die stärkste Mannschaft, die sich in Sandhausen präsentierte. Im Vergleich zu unserem Team waren die Berliner auch deutlich robuster. Trotzdem kann ich unseren Jungs heute nichts vorwerfen. Wir haben gegen eine sehr starke Mannschaft ein sehr gutes Spiel gemacht. Trotz des 0:0 sahen die Zuschauer ein sehr gutes und spannendes Spiel. Das Spiel machte insgesamt Spaß und ich hoffe, dass das auch die Zuschauer so gesehen haben, die sonst nicht so oft an den Hardtwald kommen. Endlich hatten wir mal wieder über 4000 Zuschauer am Hardtwald und insgesamt eine tolle Atmosphäre zu der vor allem die gut 1000 mitgereisten Berliner Fans beitrugen.

Nächste Woche geht's nun nach Wuppertal, die nach wie vor noch im Abstiegskampf stecken. Hier gilt es die bisherige Form beizubehalten, dann bringen wir von dort auch etwas Zählbares mit nach Sandhausen.

SVS: Gurski – Bindnagel, Eberlein, Kirsch, Throm – Fießer – Pinto (86. Waldecker), Leandro, Müller – Emre, Ristic (68. Haas)

Union Berlin: Glinker – Bemben, Stuff, Schulz, Parensen – Younga-Mouhani – Mattuschka, Dogan, Gebhardt (81. Kohlmann) – Sahin, Biran (62. Benyamina)

Schiedsrichter: Steuer

Zuschauer: 4150

Tore: /

gelbe Karten: - / Benyamina


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Wuppertaler SV - SV Sandhausen  1:0

Zum vorletzten Auswärtsspiel der Runde ging es heute mit dem Bus der Hardtwald Supporters nach Wuppertal. Wuppertal steckt nach wie vor noch im Abstiegskampf und ist somit auf jeden Punkt angewiesen. Wir konnten eigentlich befreit aufspielen, da sowohl nach oben als auch nach unten nicht mehr viel geht und unsere Leistung in den letzten Spielen durchweg sehr positiv war.

Nach entspannter Busfahrt in netter Runde fiel einem in Wuppertal natürlich zunächst mal die Schwebebahn auf. Doch auch das 'Stadion am Zoo' hat seinen Reiz. Die historischen Außenwände des Stadions lassen zuerst etwas anderes als ein Fußballstadion dahinter vermuten. Früher gab es noch im Stadion eine Radrennbahn, die genau zwischen Spielfeld und Zuschauerrängen lag. Heute sieht man davon jedoch nicht mehr viel, da nach Umbauarbeiten nun hinter den Toren klassische Stehplatztribünen direkt am Spielfeldrand hochgezogen wurden.

Der SVS musste heute auf Emre verzichten und für ihn lief Boskovic neben Ristic im Sturm auf.

Zum Spiel:

Der Spielbeginn gehörte eindeutig den Wuppertalern. Ein um das andere Mal kamen sie schnell über die Außen und brachten unsere Abwehr in Schwierigkeiten. So fiel auch nach 6 Minuten bereits das 1:0 für die Gastgeber. Nach etwa einer Viertelstunde fand der SVS besser ins Spiel, nahm das Heft langsam in die Hand  und erspielte sich auch einige Torchancen. Wuppertal zog sich etwas in die Defensive zurück, blieb aber ab und an trotzdem gefährlich. Aufgrund der starken ersten Minuten geht die Führung für den WSV zur Halbzeit somit auch in Ordnung.

In der zweiten Hälfte zogen sich die Wuppertaler nun fast mit 11 Mann in die eigene Hälfte zurück, der SVS bestimmte das Spiel und Wuppertal konzentrierte sich aufs Kontern. Klare Torchancen waren aber auf beiden Seiten Mangelware. Boskovic und Haas vergaben die beiden größten Chancen für uns und Wuppertal hatte in der Nachspielzeit noch einen Lattentreffer. Das war's dann aber auch schon.

Fazit: Der SVS hatte zwar mehr vom Spiel, versäumte es aber vor allem in der zweiten Hälfte sich Torchancen zu erspielen. Zumindest ein Unentschieden wäre sonst sicher drin gewesen.

Irgendwie hat mich das Spiel heute an das Gastspiel der Wuppertaler in Sandhausen erinnert. Nach einer schnellen Führung zog sich der WSV damals immer mehr zurück und der SVS kam mit der guten Defensive nie so richtig zurecht. Man kann unseren Jungs nicht vorwerfen, dass sie nicht gewollt hätten. Bis zum Strafraum haben wir auch gut gespielt aber etwas mehr Abgezocktheit vor dem Tor hätte uns heute sicher gut getan. So wurde teilweise sogar noch im Strafraum versucht den Ball an den nächsten vielleicht besser stehenden Spieler weiterzugeben anstatt manchmal einfach draufzuhauen. Wir hatten den Eindruck, man hätte noch 2 Stunden weiterspielen können ohne dass wir ein Tor schießen. Wir waren einfach nicht zwingend genug. Gut fand ich die Entscheidung von Gerd Dais (auch wenn es erst in der 79 Minute war...) mit Eberlein einen Abwehrspieler rauszunehmen, auf Dreierkette umzustellen und einen weiteren Stürmer zu bringen. Auch wenn der Stürmer eigentlich ebenfalls ein Abwehrspieler ist und Mario Göttlicher hieß... Mario wäre für mich übrigens durchaus auch ein Sturmalternative für Mittwoch gegen Dresden, falls Emre noch nicht wieder fit ist.

Bereits am Mittwoch geht's nun gegen Dynamo Dresden weiter. Mit einem Sieg am Hardtwald könnte Dresden an uns in der Tabelle vorbeiziehen. Dazu wird es aber meiner Meinung nach nicht kommen.

 Wuppertaler SV: Maly - Neppe, M. Stuckmann, M. Schäfer, Lejan - Lorenzon - St. Müller, Jerat (76. Heinzmann), Lintjens (62. Willers) – Reichwein (74. Rietpietsch), T. Damm

SVS: Gurski - Bindnagel, Kirsch, Eberlein (79. Göttlicher), M. Throm - Pinto, Fießer, Leandro, N. Müller - Boskovic, Ristic (46. Haas)

Zuschauer: 3300

Schiedsrichter: Stieler (Obertshausen)

Tore:
1:0 Damm (6.)

gelbe Karten: Lejan, Jerat, Reichwein – Fießer, Kirsch

 

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SV Sandhausen - Dynamo Dresden 2:2   

Zum vorletzten Heimspiel gastierte heute Dynamo Dresden am Hardtwald. Die schwarz-gelben sind vom Namen und der Tradition neben Fortuna Düsseldorf wohl der attraktivste Gegner in der 3. Liga. Gut 1000 Fans brachten die Sachsen an diesem Mittwoch mit nach Sandhausen und auch Team Green war heute in größerer Mannschaft anwesend. Soweit ich aber mitbekommen habe, blieb alles friedlich und man sah gemeinsam ein gutes und unterhaltsames Fußballspiel am Hardtwald.

Beim  SVS gab es heute nur eine Umstellung und Emre stürmte wieder von Beginn an neben Ristic.

Zur Mannschaftsaufstellung blieb unser Stadionsprecher Frank heute vor der Haupttribüne und somit vor dem 'Carpe Diem Fanblock' stehen. Wir sind zwar nicht so viele aber gemeinsam mit der Haupttribüne und den Fans um uns herum war es dann doch nicht so schlecht mit dem Rufen der Nachnamen, oder?

Zum Einlaufen der Mannschaften gab' es dann ein schöne Aktion der "Dünamo-Fans" mit schwarz-gelben Fähnchen. Auch akustisch waren die Dresdner Fans diese Runde wohl gemeinsam mit Düsseldorf die bisher lautstärksten. Unser kleiner, aber feiner AF Fanblock konnte da natürlich nicht mithalten aber Respekt für die heutige Leistung: Fast 90 Minuten durchgängig mitgesungen und unser Team supportet. Das war nach den Schwierigkeiten und Problemen in den letzten Wochen schön mit anzusehen.

Zum Spiel:

Das Spiel begann flott. Wie bereits gegen Berlin gab es zahlreiche Torchancen auf beiden Seiten. Obwohl es weder für Dresden noch für uns um wirklich etwas ging, entwickelte sich ein munteres Spielchen. Dresden hatte leichte Vorteile in der ersten halben Stunde. Doch nach super Vorarbeit von Nico Müller erzielte Sreto Ristic in der 27. Minute das 1:0 für den SVS. Sandhausen hatte nun Überwasser, kurz vor der Halbzeit allerdings gelang Dresden durch eine Unachtsamkeit in unserer Abwehr der 1:1 Anschlusstreffer.

Zu Beginn der zweiten Hälfte spielte Dresden stark auf. Savran narrte Eberlein im 5 Meterraum und erzielte das 1:2. In der Folgezeit erspielte sich Dreden einige hochkarätige Chancen aber außer einem Lattentreffer sprang nichts Zählbares dabei raus. Dynamo trat, wie schon Union Berlin, sehr robust am Hardtwald auf und brachte unsere Hintermannschaft ein ums andere mal in Verlegenheit. 20 Minuten vor Schluss musste dann Jan Fießer, bisher mir super kämpferischer Leistung, verletzt ausgewechselt werden. Sah nicht gut aus beim Jan und ich hoffe nicht auf etwas Schlimmeres. Auf jeden Fall schon mal Gute Besserung von uns. Du hast dir gerade deinen Stammplatz erspielt und ein schwerere Verletzung wäre sehr bitter. Für Fießer kam dann Boskovic ins Spiel und dieser bereitete das 2:2 durch "Ristic-Doppelpack" vor. Die letzten Minuten gab es dann noch einige Chancen auf beiden Seiten doch es blieb beim Unentschieden.

Fazit: Wieder ein unterhaltsames Fussballspiel am Hardtwald mit zahlreichen Torchancen auf beiden Seiten und einem letztendlich vielleicht etwas glücklichem Remis, da Dynamo vor allem nach dem 1:2 die klareren Chancen hatte.  (Ist es so okay Peter ? ;-) )

Am Samstag geht's nun zur Eintracht nach Braunschweig bevor dann zum letzten Heimspiel die stark abstiegsgefährdeten Jenaer nach Sandhausen kommen. Nach den guten und unterhaltsamen letzten Heimspielen hoffe ich die Leute kommen auch zum Saisonabschluß wieder zahlreich ins Stadion. Für Jena kann es dann um alles gehen und der Gästeblock wird sicher noch voller als heute gegen Dresden werden. 

 

Spielstatistik:

SVS: Gurski - Bindnagel, Eberlein, Kirsch, M. Throm – Pinto (67. Waldecker), Fießer (67. Boskovic), Leandro, N. Müller – Ristic (82. Haas), E. Öztürk

Dynamo Dresden: A. Keller - Pergl, V. Oppitz, Palionis – Pfeffer (85. Schmidt), Wagefeld, Jungnickel, G. Müller (90. Kügler), Nikol - Savran, Dobry

Zuschauer: 4170

Schiedsrichter: Achmüller (Freyung)

Tore:
1:0 Ristic (24.)
1:1 Dobry (45.)
1:2 Savran (50.)
2:2 Ristic (74.)

gelbe Karten: - / Pfeffer, Schmidt

 

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SV Sandhausen - FC Carl Zeiss Jena 2:2

War eine richtig nette Woche vor dem letzten Spiel gegen Jena. Die meisten von uns hatten wegen dem Feiertag nur eine 3-Tage Woche und am Vatertag stand auch noch unser Fanclubgrillfest an. Mit über 30 Männern, Frauen und Kindern  hatten wir einen super Tag und ließen uns Bier und Würstchen richtig schmecken. Schade fanden wir nur, dass trotz Einladung niemand von der Mannschaft vorbeigeschaut hat und auch nicht mal eine Rückmeldung bzw. Absage kam. Für eine Stunde nach dem Vormittagstraining hätte der ein oder andere Spieler oder Trainer sich doch Zeit nehmen können, um so auch die Beziehung zu den Fans außerhalb des Sportplatzes vertiefen zu können. Wir hätten sicher auch niemanden gezwungen kurz vor dem letzten Rundenspiel Bier mit uns zu trinken ;-).

Freitag abend gastierte dann AC/DC am Hockenheimring und so ließen wir uns praktisch mit Hells Bells auf das Wochenende und das Saisonfinale einstimmen. 

Letzer Spieltag in der 3. Liga und für unseren SVS ging es im Gegensatz zu unserem Gegner um rein gar nix mehr. Bei Jena war jedoch noch Zittern angesagt und so machte sich eine Masse von fast 3000 Leuten auf ins Badische um ihren Verein zum Klassenerhalt zu schreien. Die Jenaer waren damit die bisher größte Gästefangruppe am Hardtwald und es wurde extra der B2 Block noch zusätzlich für die Gäste zur Verfügung gestellt.

Beim SVS waren heute wieder Pinto, Ristic und Fießer dabei und liefen auch von Beginn an auf. Apropos Einlaufen. Zum Einlaufen der Mannschaften begleiteten heute die Bambinis des SVS die Teams aus Sandhausen und Jena, und einige "Carpe Diem Youngsters" waren an den Händen der Profis dabei. Ist eine schöne Sache und für die Kids ein tolles Erlebnis, vor allem bei so einer stimmungsvollen Atmosphäre wie heute.  

Zum Spiel:

Jena hatte zu Beginn ganz leichtes Übergewicht, aber in der ersten halben Stunde neutralisierten sich beide Teams weitestgehend. Nach schöner Flanke von Pinto erzielte dann Kapitän Ristic das 1:0 für den SVS per Kopf. Nur kurz später erhöhte Emre auf 2:0 und in den Gästefanblöcken spürte man nun das Zittern ganz deutlich und es wurde immer leiser. Sandhausen hatte das Spiel jetzt klar im Griff und Bindnagel hätte mit seinem Lattenknaller das Spiel eigentlich entscheiden können.

So ging es Dank einer starken Schlussviertelstunde mit verdienter Führung in die Halbzeit.

Nach dem Pausentee sah das alles aber ganz anders aus. Der SVS fand gar nicht mehr ins Spiel und Jena übte Druck aus. Wie der SVS in der ersten Hälfte glich Jena nun in 3 Minuten mit einem Doppelschlag aus. Sofort wurde der Roar der Jenafans auch wieder laut und Jena war insgesamt dem nächsten Tor näher als wir. Man merkte dem SVS nun an, dass es um nichts mehr ging. Der letzte Wille hat ab und an einfach gefehlt um doch noch den letzten Heimsieg einzufahren. So blieb es also beim Unentschieden, mit dem beide Mannschaften ganz gut leben können.

Für Jena war damit der Klassenerhalt gesichert, und von allen Seiten stürmten die blau-gelb-weißen Fans auf den Rasen um ihre Jungs zu feiern. Das sah von unserm Platz schon toll aus, wenn da plötzlich 3000 Fans auf dem Rasen stehen und friedlich feiern. Besonders unser ehemaliger Sandhäuser Torwart Carsten Nulle wurde geherzt und auf den Schultern der Fans getragen. Er war es dann auch, der zum Abschluss noch die UFFTA von der Haupttribüne aus anstimmte.

Der SV Sandhausen beendet seine erste Saison in der 3. Liga nun mit 50 Punkten auf dem 8. Platz und somit ist unser Saisonziel (einstelliger Tabellenplatz) voll und ganz erreicht. Ich hatte vor der Runde eher bedenken, dass wir bis zum Schluss um den Klassenerhalt mitspielen werden. Doch die Mannschaft hat gezeigt, dass sie mithalten kann, und vor allem gegen Gegner aus dem oberen Tabellendrittel haben wir teilweise superschönen und erfolgreichen Fußball gespielt. Der Kader bleibt weitestgehend zusammen und die bisherigen jungen, talentierten Neuverpflichtungen machen Hoffnung, dass wir auch in der nächsten Saison wieder einen einstelligen Tabellenplatz erreichen können. Aber Vorsicht, die zweite Saison in einer Liga wird oft viel schwerer als die erste!

Die Krönung für die gute Runde können wir uns nun am 05. Juni beim Pokalfinale gegen Neckarelz holen. Mit einem Sieg qualifizieren wir uns für den DFB Pokal und haben ein Heimspiel gegen einen Erst- oder Zweitligisten sicher. Männer, noch 2 Wochen konzentriert im Training  auf dieses Pokalfinale hinarbeiten. Der Sieger im Endspiel darf nur SV Sandhausen heißen!

Spielstatistik:

SVS: Gurski - Bindnagel, Eberlein, Kirsch, M. Throm – Pinto, Fießer (70. Kolb), Leandro, N. Müller (81. Waldecker) – Ristic, E. Öztürk (72. Boskovic)

Carl Zeiss Jena: Nulle - Wuttke (88. N. Hansen) , M.Riemer, T.Petersen, R.Schmidt – Kikuchi - Sträßer, Ziegner, Eckardt (46. Schröter) - Amirante, Schembri (64. Hähnge)

Zuschauer: 5400

Schiedsrichter: Perl (Pullach)

Tore:
1:0 Ristic (32.)
2:0 Ötztürk (36.)
2:1 Amirante (50.)
2:2 Schembri (53.)

gelbe Karten: - / Schembri       

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Badisches Pokalfinale 2009 SV Sandhausen II - Spvgg Neckarelz 0:1

Im Endspiel des diesjährigen Pokalfinales standen sich die beiden Verbandsligateams der Spvgg Neckarelz sowie die zweite Mannschaft des SV Sandhausen gegenüber. Auf dem Papier eigentlich eine ganz klare Sache für den Tabellenvierten Neckarelz gegen den Tabellenvorletzten und Absteiger aus der Verbandsliga, den  SV Sandhausen II. Der Pokal hat jedoch immer seine eigenen Gesetzte und so rechnete sich auch der SVS eine Chance gegen Neckarelz aus um so vielleicht die lukrative Teilnahme am DFB Pokal zu erreichen. Das Spiel begann vor etwa 1899 Zuschauern wie erwartet mit einer engagiert aufspielenden Mannschaft aus Neckarelz und Sandhausen konnte das Heft nie so richtig in die Hand nehmen. Neckarelz stand in der Abwehr recht gut und war vorne, vor allem duch Top-Stürmer Müller, ein ums andere Mal gefährlich. Nach und nach erspielte sich jedoch auch der Außenseiter SVS II einige Chancen, scheiterte aber teilweise in bester Ausgangsposition entweder am ehemaligen Sandhäuser Rensing im Neckarelzer Gehäuse oder an sich selbst. Kurz vor der Pause dann die nicht unverdiente Führung für den Favoriten. Nach einem Missverständnis in der Sandhäuser Abwehr lief Müller alleine auf das SVS Tor zu und vollstreckte eiskalt.

In der Halbzeit zufriedene Gesichter beim Neckarelzer Anhang, wohingegen die ebenfalls zahlreich angereisten Sandhäuser Fans nach wie vor noch die Hoffnung auf eine Pokalsensation hatten.

Die zweite Hälfte begann fast mit einem Paukenschlag. Bereits wenige Sekunden nach Anpfiff scheiterte erneut ein Sandhäuser Spieler am überragenden Rensing. Der SVS versuchte nun etwas mehr zu machen doch leider fehlten viel zu oft die Anspielstationen vor allem im Mittelfeld und die vielen lange Bälle nach vorne kamen fast so schnell wieder zurück , wie sie geschlagen wurden. Neckarelz gewann nach wie vor noch mehr Zweikämpfe und war aggressiver und bissiger als unsere Nachwuchskicker. Trotzdem kamen wir noch zu einigen Chancen, die jedoch alle nicht genutzt werden konnten. So blieb es also beim 1:0 für Neckarelz und die Pokalsensation aus Sandhäuser Sicht fiel leider ins Wasser.

Fazit: Verdienter Sieg des Tabellenvierten gegen den Tabellenfünzehnten und Absteiger SVS II. Der größere Wille, die bessere Einstellung, das größere Kämpferherz und letztendlich auch unsere mangelnde Chancenverwertung waren die ausschlaggebenden Gründe für den Neckarelzer Pokaltriumph. Glückwunsch von uns nach Neckarelz zum Pokalgewinn und vielleicht klappt es ja mit einem attraktiven Gegner in der ersten DFB Pokalrunde. Aus Sandhäuser Sicht könnte man im nachhinein sagen, dass man vielleicht doch lieber, wie vorher von vielen Leuten spekuliert, mit der ersten Mannschaft  statt der zweiten aufgelaufen wäre. Das Reglement des Fußbalverbandes hätte es zumindest zugelassen, aber hinterher ist man eben immer schlauer...

So, Schluss mit lustig und sorry für den vielleicht etwas zynischen Spielkommentar. Aber ehrlich gesagt, wir sind einfach alle tierisch enttäuscht und frustriert. Haben wir nicht schon genug Ohrfeigen im Pokal bekommen, dass man gegen Neckarelz hätte gewarnt sein müssen? Zuzenhausen letztes Jahr, Walldorf (2 Mal !) dieses Jahr und auch sonst haben wir uns gegen unterklassige Mannschaften immer schwer getan. Beim Verein wird von dem Spiel des Jahres geredet und als unsere Jungs dann auf dem Platz stehen, passiert erstmal gar nix und man lässt sich von den engagiert spielenden Verbandsligisten einschüchtern. Man hat ehrlich gesagt keinen Klassenunterschied gesehen und alleine das finde ich schon sehr traurig. Wir hatten kein Spielsystem und vor allem im Mittelfeld fehlte uns ein Denker und Lenker. Nachdem Leandro Grech nun wohl nicht verlängert wird, der das zumindest in einigen Spielen sehr gut gemacht hat, müssen wir hoffen und beten, dass wir auf dieser Position für die neue Runde wirklich einen Kracher verpflichten. Auch hat mir im Endspiel eine Spielerpersönlichkeit bei uns gefehlt, die mal auf den Tisch haut, laut ist und andere mitreist. Es ist einfach schade. Wir spielten eine wirklich super Runde in der 3.Liga, haben teilweise überragende Spiele  wie z.B. gegen Paderborn oder Unterhaching abgeliefert und beenden die Runde nun mit so einer bitteren Niederlage. Wenn man sich unsere Pokalspiele dieses Jahr angesehen hat, dann haben wir ehrlich gesagt den Titel auch nicht verdient. Aber wir haben uns mit dieser Leistung teilweise  wirklich lächerlich gemacht. Und das ist das,  was am meisten weh tut. Die Sandhäuser Fans, die mit in Sinsheim waren sind sehr enttäuscht vom Spiel unserer Mannschaft. Das wird leider länger im Gedächtnis bleiben als unsere tolle 3. Ligasaison. Die Region lacht uns aus und wir versuchen mit allen möglichen Dingen mehr Zuschauer zu uns ins Stadion zu bekommen. Durch so ein Spiel wie gegen Neckarelz vertreiben wir eher noch welche von denen, die immer kommen. Ebenfalls nicht mit Ruhm bekleckert haben sich einige SVS Fans, die eine Rauchbombe und Bierflaschen ans Spielfeld geworfen haben. Sorry kein Verständnis dafür. Auch wenn die Hoffenheimer zuerst eine Rauchbombe gezündet haben. Sowas ist nunmal verboten, auch wenn es nur ein Verbandspokal- und kein 3. Ligaspiel war. Auch das Flaschenwerfen (war wohl nur eine) ist für mich absolut idiotisch. Wobei natürlich generell auch die Frage gestellt werden darf, warum man am Eingang auf alle möglichen Dinge hin durchsucht wird und drinnen gibts dann das Bier in der Flasche zu kaufen... Rechtfertigt aber wie bereits erwähnt trotzdem keinen Flaschenwurf.

Nach dem Spiel waren wir derart sauer, wir wollten eigentlich nur noch raus und schnell nach Hause. Eigentlich sollte ja am Hardtwaldstadion nach dem Spiel noch gefeiert werden aber wir hatten zuerst überhaupt keine Lust dort noch aufzukreuzen. Nach einigen Diskussionen haben wir uns dann doch entschlossen zum Stadion zu gehen. Die Stimmung war bei allen ankommenden Fans aus Sinsheim auf dem Tiefpunkt und einige hatten auf die schnelle noch eine Tapete für die Ankunft der Mannschaft gemalt ( "Und ihr wollt Profis sein? " oder so ähnlich). Als die Mannschaft dann vor dem Stadion ankam, stellten sich wohl einige erstmal vor den Mannschaftsbus um die Zufahrt in den Parkplatz zu verhindern. Auch wurden etliche Gesänge angestimmt, die nicht gerade freundlich waren. Ob nun randaliert worden ist, was von manchen behauptet wird, können wir nicht sagen, da wir zu dem Zeitpunkt noch im Zelt saßen. Fakt ist dann aber, dass erstmal die Polizei gerufen wurde um dem Bus eine freie Einfahrt ins Stadion zu gewähren. Wie bereits beschrieben, haben wir auch den Frust, die Enttäuschung und teilweise auch die Demütigungen von den anderen Fans in Sinsheim mitbekommen und können somit die aufgebrachte Stimmung durchaus nachvollziehen. Wären einige Spieler aus dem Bus gekommen und hätten sich den Fans zur Rede gestellt, wäre in meinen Augen sicher nichts passiert und man hätte keine Polizei und auch keine Hundestaffel benötigt. Als die Polizei dann eintraf und der Bus ins Stadion fuhr, kamen dann auch etliche Spieler gleich zu den Fans und es wurde diskutiert, kritisiert aber sich friedlich ausgetauscht. Respekt dazu an unsere Spieler. Das fanden wir Klasse, dass ihr zu uns gekommen seid und das hat auch gut getan. Man konnte sich teilweise "auskotzen" aber man ist trotzdem im Guten voneinander gegangen. So muss das eigentlich nach so einem Spiel sein und dafür Danke von mir an euch Jungs. 

Wollten direkt nach dem Spiel einige von uns zukünftig erstmal eine Auszeit von SVS Spielen nehmen, hat sich am Ende des Abends und sicher auch Dank der vielen guten Gespräche dann doch wieder durchgesetzt, dass wir weiter gemeinsam durch Dick und Dünn gehen werden. 

Bleibt nochmal Danke zu sagen an eine wunderbare Ligarunde von unser Mannschaft, an alle, die unsere Bilder, Berichte und Videos auf der Carpe Diem Seite regelmäßig konsumierten und uns überwiegend positives Feedback gegeben haben und vor allem an alle Männer, Frauen und Kinder bei Carpe Diem. Es hat mit euch verdammt viel Spaß gemacht und genau da werden wir auch in der nächsten Runde weitermachen.

Schwarz und Weiß wir stehen an deiner Seite...

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