Alle Berichte 2013/2014

11.05.2014 SpVgg Greuther Fürth - SV Sandhausen 2:0

Zum letzten Spiel der Saison gastierte der SVS bei Greuther Fürth. Nach 3 Niederlagen in Folge sowie einigen Ausfällen war die Erwartungshaltung nicht sehr hoch. Eine klare Erwartung unsererseits war aber das Spiel nicht abzuschenken und 90 Minuten gegen den Aufstiegskandidat gegenzuhalten. Und das haben wir dann auch getan.

Der Sieg für Fürth geht in Ordnung, aber wir haben es ihnen lange schwer gemacht. Wir haben leider aktuell ein Problem, was wir nächste Runde ganz dringend angehen müssen, nämlich unsere Offensive. Aus dem Mittelfeld kommt zu wenig kreativ nach vorne und im Sturm geht auch viel zu wenig. Ich bin froh den Klassenerhalt schon früh gesichert zu haben, denn wenn die Saison noch weitergegangen wäre, wären wir wahrscheinlich noch einige Plätze nach hinten durchgereicht worden. So stehen wir am Ende auf Tabellenplatz 12, ein Pünktchen mehr und es wäre Platz 9 geworden was uns in den kommenden Jahren beim Ranking in der TV Geld Tabelle einige Euro hätte mehr bringen können. Wo wir den Punkt haben liegenlassen, darf jeder selbst für sich überlegen. Möglich gewesen wäre es jedenfalls.

Bei den Bemühungen auf dem Transfermarkt muss nun also volle Konzentration der Offensivabteilung gelten. Nachwuchsstürmer aus der Regionalliga sind hier ein erster Schritt aber nicht das Allheilmittel. Notfalls müssen wir eben Geld in die Hand nehmen um die Offensive qualitätsmäßig deutlich zu verstärken. Das nächste Zweitligajahr wird ein ganz schweres und vom ersten Spieltag wird es Abstiegskampf pur werden. Machen wir uns nichts vor, wir wurden dieses Saison von vielen Teams unterschätzt oder vielleicht auch nicht für voll genommen. Diesen Bonus haben wir in der kommenden Runde nicht. Noch dazu haben wir meist unsere Punkte dann geholt, wenn jeder in der Mannschaft 100% gebracht hat. Und 100% bringt man nun mal nicht über die komplette Runde.

Das alles ist aber auch gar nicht schlimm, wir haben eine tolle, für unsere Verhältnisse vielleicht sogar eine überragende Saison gespielt. Aus unseren bescheidenen Möglichkeiten haben wir das maximale herausgeholt und dafür gilt es unserem Trainer und allen Spielern Danke zu sagen. Wir sind stolz auf unsere Truppe auch wenn am Ende nun etwas die Luft raus war. Vor der Saison war der Klassenerhalt das große Ziel und den haben wir ganz klar und diesmal auch sportlich erreicht. Danke dafür, das war gesamt gesehen eine geile Saison!

Ebenfalls eine tolle Entwicklung hat die Unterstützung der Fans in dieser Saison genommen. So wurde auch in Fürth die Mannschaft von den ca. 200 mitgereisten SVS Fans 90 Minuten unterstützt und es wurde trotz Niederlage die tolle Saison und die Mannschaft gefeiert. Der Support begann allerdings erst ab der 2. Minute. In der ersten Minute wurde in Gedenken an die in dieser Woche verstorbene Emily geschwiegen. Der Krebs hat das kleine Mädchen nun leider besiegt aber ihre positive Art, ihr Lächeln und ihre Lebensfreude wird in Erinnerung bleiben. Einen letzten Wunsch konnte der SVS und seine Fans Emily immerhin erfüllen und so durfte sie noch einmal ans Meer fahren. Ruhe in Frieden liebe Emily!

Jetzt geht’s in die Sommerpause und im Hardtwaldstadion rollen bereits die Bagger. Wenn man sich mal das Stadion in Fürth anschaut, dort wurde wie in Sandhausen nach und nach die Tribünenseiten erweitert und ausgebaut. Fürth hat also ebenfalls ein „Lego Stadion“ und ich finde das sympathisch. Nach Informationen vom Fantreffen wird im Hardtwaldstadion die Hintertortribüne im Juli fertig, die Gegengerade komplett erst Ende August. Für die ersten Spiele der neuen Saison wird die Kapazität also noch etwas eingeschränkt sein. Ich freue mich auf das ausgebaute Stadion und unser Schmuckkästchen wird dann noch schöner sein.

Fürth drücken wir in der Relegation gegen den HSV die Daumen und wünschen viel Erfolg. Der HSV hat es nun endlich mal verdient gegen den SV Sandhausen zu spielen. ;-)

Danke und alles Gute sagen wir nochmal an unsere Abgänge Julian Schauerte, David Ulm, Nico Klotz und Björn Kluft. Sollten in den nächsten Tagen noch weitere Abgänge hinzukommen gilt das natürlich auch für die.

Nun wünschen wir allen eine schöne Sommerpause. Schaltet ein wenig ab und entspannt während der fußballfreien Zeit. Wir werden das jedenfalls tun um dann gestärkt in die neue Zweitligasaison zu gehen. Und WM? Ja, die läuft so nebenbei aber für uns gilt eben #NurderSVS! 

SpVgg Greuther Fürth: Hesl - Brosinski, Mavraj, Röcker, Gießelmann - Fürstner, Sukalo (86. Kleine) - Stieber, Weilandt (83. Baba) - Djurdjic (75. Trinks), Azemi


SV Sandhausen: Riemann - Schauerte, Olajengbesi, Kister, Achenbach - Linsmayer, Kulovits - Stiefler (70. Diakité), Zimmerman, Thiede (70. Knoll) - Adler


Tore: 1:0 (52.) Azemi, 2:0 (83.) Stieber

Schiedsrichter: Dr. Jochen Drees (Münster-Sarmsheim)

Zuschauer: 16.165.

Gelbe Karten: Sukalo (6/SpVgg) - Linsmayer (6/SVS)

 

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04.05.2014 SV Sandhausen - FC Ingolstadt 0:2

Zum letzten Heimspiel der Saison gegen Ingolstadt wurde von Fanseite als Saisonabschluß zu einem Fanmarsch vom Lege-Cap-Feret Platz zum Hardtwaldstadion aufgerufen. Leider waren nicht ganz so viele Fans beim Fanmarsch dabei was hauptsächlich wohl an der frühen Uhrzeit lag.

Gemeinsam zog man zum Stadion und neben Gesängen wurden auch weißer und schwarzer Rauch gezündet. Ja, das muss nicht sein und hat auf dem Fanmarsch nichts verloren. Genauso wenig muss aber die Polizei so darauf reagieren und mit 5 Leuten einzelne Fans aus der Gruppe herausziehen.

Vor dem Spiel wurden einige Spieler vom Verein verabschiedet. Dies waren Björn Kluft, Nico Klotz, David Ulm und Julian Schauerte.

David Ulm, Nico Klotz und Julian waren Teil unserer Aufstiegsmannschaft 2012 und werden immer einen Platz in der SVS Geschichte haben. Danke für alles, Jungs und alles Gute für eure weitere Zukunft.

Unser Kapitän Julian Schauerte wurde von uns Fans und Fanclubs noch extra verabschiedet. Julian bekam von den Fanclubs eine große Fotocollage auf Leinwand mit Bildern aus seinen Jahren beim SVS und den Logos der SV Fanclubs überreicht. Eine gute Sache und eine würdige Verabschiedung für einen Spieler wie Julian.

Julian kam 2009 als junger Kerl aus dem Nachwuchs von Bayer Leverkusen zum SVS. Ursprünglich als offensiver Mittelfeldspieler verpflichtet spielte er  aufgrund seiner Flexibilität  jedoch auf diversen Positionen, zuletzt als rechter Verteidiger. Über die gesamte Zeit beim SVS war Julian Stammspieler und entwickelte sich vom Nachwuchstalent  zum gestandenen Zweitligaspieler. Er gehört zu den Aufstiegshelden des SV Sandhausen, was ihn alleine schon unvergesslich macht. Viel wichtiger aber, Julian ist immer auf dem Boden geblieben, ist sympathisch und war immer offen und freundlich im Umgang mit den Fans. Daher werde ich Julian schon sehr vermissen. Er wechselt nun nach Düsseldorf zur Fortuna und ich denke das ist die richtige Entscheidung. Für Julian ist es der nächste Schritt auf der Karriereleiter und dazu ist mit 26 Jahren der richtige Zeitpunkt gekommen. Düsseldorf hat andere Ambitionen als der SVS und natürlich auch ganz andere Voraussetzungen. Man kann die Vereine nicht miteinander vergleichen. Und Julian ist im Rheinland auch wieder näher bei der Familie. Ich wünsche Julian jedenfalls alles Gute und viel Erfolg  für seine weitere Karriere. Seinen Werdegang werde ich aufmerksam verfolgen und freue mich schon auf die Spiele gegen Düsseldorf in der nächsten Saison. Mach’s gut Julian und behalte uns in Sandhausen in guter Erinnerung. Hier bist du groß geworden und hier wirst du für immer ein Teil des Aufstiegsmärchens bleiben. 

Ein Glückwunsch geht noch an Timo Achenbach, der gegen Ingolstadt sein 300. Zweitligaspiel absolvierte und damit unter den noch aktiven Zweitligaspielern derjenige mit den meisten Einsätzen ist. Dies war auch eine Ehrung vor dem Spiel wert und dafür gab’s vom Verein ein Trikot mit der Nr. 300. Timo hat für mich eine sehr gute Runde gespielt und einen wesentlichen Beitrag zu unserer stabilen Abwehrreihe geleistet. Danke auch dafür!

Und dann wurde noch die Vertragsverlängerung mit Nicky Adler im Stadion bekanntgegeben. Nicky bleibt bis 2016 beim SVS und hat sich die Vertragsverlängerung diese Saison richtig verdient.

Kurz zum Spiel. Die erste Hälfte spielten wir eigentlich ganz gut und hatten einige Chancen. Durch einen unnötigen Elfmeter und schönen Konter von Ingolstadt gehen wir aber mit 0:2 in die Halbzeit. Über die zweite Hälfte schreibe ich lieber nichts. Die Luft war raus und das merkte man ganz deutlich. So gab’s dann die dritte Heimniederlage in Folge.

Das ist sehr schade, denn durch die letzten Spiele machen wir uns unsere tolle Saison nun doch noch etwas kaputt. So gab es in der zweiten Hälfte auch einige Pfiffe. Ich finde das nicht in Ordnung. Klar hab ich mich auch geärgert und war enttäuscht aber Pfiffe während dem Spiel gegen das eigene Team bringen einer Mannschaft überhaupt nix.

Man merkt nun, dass unser Kader die Runde über am oberen Limit gespielt hat und wir die teilweise wirklich tollen Leistungen nicht konstant über eine ganze Saison abrufen können. Dazu kommt dann noch die fehlende Durchschlagskraft im Sturm und das unsere Abwehr mittlerweile auch immer öfters mal wackelt. Ich würde in Fürth gerne Daniel Schulz wieder neben Ola in der Innenverteidigung sehen, denn Daniel war in den letzten Spielen doch stärker Florian Hübner.

So verspielen wir nun leider eine gute Tabellenposition, welche uns im TV Geld Ranking einige Hunderttausend Euro mehr eingebracht hätte. Wenigstens wird die Messlatte für die kommende Saison dann von Presse und Umfeld hoffentlich nicht so hoch gehängt. Meiner Meinung nach geht es in der kommenden Runde wieder nur 34 Spieltage darum den Abstieg zu verhindern. Die nächste Runde wird sehr schwer werden, denn mit Heidenheim und Leipzig kommen zwei finanzkräftige Vereine nach oben. Daher also bitte alle den Ball flach halten, auch die nächste Saison wird es wieder nur darum gehen mindestens Platz 15 zu erreichen und wenn wir das dann schaffen, dann ist das auch wieder ein super Erfolg.

Wir müssen bei unseren Neuzugängen nun richtige Qualität in den Kader holen. Vor allem im offensiven Mittelfeld und im Sturm. Dort müssen wir ganz dringend nachbessern.

Wenn man bedenkt, dass wir eigentlich als Absteiger Nr. 1 in diese Saison gestartet sind, dann ist diese Saison trotz der letzten Spiele ein Riesenerfolg für den SV Sandhausen. Wir können stolz auf unser Team sein und das bin ich auch. Der große Saisonziel, der Klassenerhalt, wurde frühzeitig erreicht und wir haben viele tolle Spiele unserer Jungs gesehen. Das sollten wir alle nicht vergessen.

Daher sagen wir:  Danke Jungs für eine tolle Saison!

SV Sandhausen: Riemann - Schauerte, Ojalengbesi, Hübner, Achenbach - Linsmayer, Tüting (46. Klotz) - Zimmermann, Thiede (83. Knoll), Stiefler - Adler


FC Ingolstadt 04: Özcan - da Costa, Mijatovic, Roger, Engel (82. Buchner) - Lex, Groß - Hartmann (90. Lappe), Lex, da Silva Caiuby - Hofmann


Tore: 0:1 (25.) Caiuby, Foulelfmeter 0:2 (37.) Hofmann

Schiedsrichter: Norbert Grudzinski (Hamburg)

Zuschauer: 5.450

Gelbe Karten: Hübner, Achenbach, Tüting, Stiefler und Ojalengbesi

 

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17.04.2014 SV Sandhausen - Fortuna Düsseldorf 0:3

Wollt ihr zu dem Spiel wirklich einen Bericht haben? Hab' da eigentlich keine Lust zu. Vielleicht ist bei mir eben auch etwas die Luft raus, wie es gegen Düsseldorf teilweise bei unserer Mannschaft der Fall war.

Düsseldorf war keine Übermannschaft, hat das Ding aber verdient gewonnen. Klar muss der Schiri den Elfmeter vor dem 0:2 für uns geben und dann läuft das Spiel wahrscheinlich anders. Aber hätte, wäre, wenn...

Noch zu erwähnen ist unser Elfmeterkiller Manuel Riemann, der im zweiten Spiel nacheinander einen Elfer parierte. Klasse Manuel! Weniger Klasse dafür das Techtelmechtel zwischen Riemann und Olajengbesi nach dem 0:2. Bei aller Emotion und Ärger, aber sowas geht überhaupt nicht.

Ein klein wenig Wehmut war dann doch noch dabei, denn nach dem Spiel gegen Düsseldorf wird die Hintertortribüne nun abgerissen und nach Ostern beginnt der Bau der neuen Tribüne. Viele schöne Erinnerungen bleiben an die Tribüne. Habe dort als kleiner Junge meine ersten Spiele des SVS gesehen und erinnere mich da z.B. noch gerne an das DFB Pokalspiel im Viertelfinale gegen Borussia Dortmund 1985 als Gerd Dais direkt vor mir zum 1:0 einköpfte. Ich freue mich nun aber auch auf die neue Tribüne und so wird unser "Lego-Stadion", wie es gerne bei Sky genannt, wird bald abgerundet sein. Nach dem Ingolstadt Spiel gehen dann nämlich auch die Bauarbeiten hinter der Gegengeraden los.

Das schöne in Sandhausen ist eben auch, dass man nach solchen Spielen gemeinsam im Clubhaus das Spiel schnell vergessen lassen kann. Schön übrigens das Denis Linsmayer noch kurz vorbeigeschaut hat. Dürfen sich gerne auch mal andere Spieler mal anschließen.

Und noch ein letztes Wort zu unserem Danny Blum. Wenn man das Theater bei Facebook und in der Zeitung mit seiner Verletzung ( laut "seinem" Arzt ist er fit, laut SVS Mannschaftsarzt soll die Verletzung weiter auskuriert werden) mitbekommt, dann steht für mich eigentlich schon fest, dass Danny den SVS zum Saisonende verlassen wird. Das finde ich sehr schade, da der SVS wohl auch an seine finanzielle Grenze mit dem Vertragsangebot zur Verlängerung gegangen ist. Danny ist ein klasse Fußballer und er hat in dieser Saison gezeigt, dass er ein ganz großer werden kann. Das Talent dazu hat er auf jeden Fall. Aber wir wissen auch alle, dass Danny kein einfacher Typ ist. Daher wäre eine weitere Saison beim SVS für ihn persönlich sicher kein Rückschritt sondern ein wichtiger Schritt zur persönlichen Konsolidierung gewesen.

Jetzt geht's auswärts noch gegen die Spitzenteams aus Paderborn und Fürth und zu Hause gegen Ingolstadt. Kein einfaches Restprogramm und mit einer Leistung wie gegen Düsseldorf wird es schwer werden noch einige Punkte zu gewinnen. Ich wünsche mir jedenfalls, dass sich unsere Mannschaft nicht hängen lässt und noch mal alles reinhaut was geht. Dann klappt das auch mit einem einstelligen Tabellenplatz.

Forza SVS!

SV Sandhausen: Riemann - Schauerte (72. Ulm), Olajengbesi, Hübner, Achenbach - Linsmayer, Tüting (83. Kulovits) - Zimmermann, Thiede - Adler, Jovanovic

Fortuna Düsseldorf: Rensing - Levels, Soares, Bodzek, Ramirez - Fink (75. Parevic), Gartner - Halloran, Liendl - Hoffer (59. Bance), Benschop (22. Golley)

Tore: 0:1 (3.) Halloran, 0:2 (9.) Liendl, 0:3 (50.) Liendl

Schiedsrichter: Robert Hartmann (Wangen)

Zuschauer: 5.750

Gelbe Karten: Jovanovic, Adler, Ulm 

 

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05.04.2014 SV Sandhausen - FC St. Pauli 2:3

Nach der erfolgreichen englischen Woche mit 7 Punkten für den SV Sandhausen war das Saisonziel Klassenerhalt eigentlich erreicht und gegen den FC St. Pauli konnte man ohne jeglichen Druck ins Spiel gehen.

Schade nur, dass Lukas Kübler der in Dresden eine gute Partie ablieferte, sich wieder verletzte und somit seine Leistung leider nicht bestätigen konnte. Auch Julian Schauerte musste kurzfristig passen, obwohl er die Woche bereits wieder trainierte. So spielte beim SVS Zimmermann hinten rechts und im Sturm kehrte Adler für Jovanovic in die Startformation.

Die sommerlichen Temperaturen der Woche von über 20 Grad verabschiedeten sich rechtzeitig zum St. Pauli Spiel. Irgendwie war eher "Hamburger Wetter" angesagt. Trotzdem war das Stadion mit etwas über 8000 Zuschauern, darunter ca. 2500 St. Paulianer, sehr gut gefüllt. Das Clubhaus war vor dem Spiel auch wieder rappelvoll mit Sandhäusern und St. Paulianern und ich traf einige alte Bekannte wieder. Grüße gehen hier vor allem an Michi, Maik (vom Übersteiger ) und Peter.

Die erste Begeisterung im St. Pauli Block gab's dann vor dem Spiel zu den Tönen von Helene Fischers "Atmemlos". Ob sich da wohl heimlich die "Ultras Helene Fischer" (UHF) mit in den Gästeblock geschlichen haben? Zum Anpfiff gab's dann bunten Rauch aus dem Gästeblock. Jo, kann man machen, muss man aber nicht wirklich. Will hier jetzt keine Diskussion lostreten aber da das nach Fürth, Aue & 1860 nun schon wieder vorkam, befürchte ich unsere örtliche Polizei wird hier bald andere Maßnahmen ergreifen und da werden dann auch wir Sandhäuser Fans drunter leiden müssen. Und übrigens war der bunte Rauch der Fürther Fans dann auch noch schöner als der von St. Pauli.

Zum Spiel. Zur ersten Hälfte kann man eigentlich nicht viel Schreiben. Beide Teams neutralisierten sich weitesgehend und die einzige Torchance im ersten Abschnitt vergab Thiede dann doch recht deutlich. Die Prognosen eines mageren 0:0 Spiels wurden also bestätigt.

In der Halbzeit durfte der Sohnemann dann beim SV Sandhausen Halbzeitgewinnspiel mitmachen. Er hatte am Spieltag Geburtstag und da auch bei ihm das Fußballherz für Sandhausen und für St. Pauli schlägt ( ab und an ist da auch noch so ein Erfolgsverein dabei, aber da möchte ich nicht drüber reden!) war das natürlich etwas Besonderes. Eine tolle Sache für ihn (und natürlich auch für die stolzen Eltern) war als er vom Stadionsprecher als Geburtstagskind, Jugendspieler des SV Sandhausen & SVS Fan aber auch als St. Pauli Fan vorgestellt wurde. Aus dem St. Pauli Block kam lauter Jubel und einige braun-weisse stimmten spontan Happy Birthday an. War eine schöne Sache und dass er beim Halbzeitgewinnspiel den Ball dann doch etwas zu fest schoß und somit keinen Preis gewann war dann nur noch Nebensache.

In der zweiten Spielhälfte ging es dann richtig zur Sache und die fade erste Halbzeit war schnell vergessen. Linsmayer gewann einen Ball im Mittelfeld, setzte Danny Blum in Szene und Danny haute die Kugel unhaltbar für Tschauner ins lange Eck. Wow! Ein klasse Tor und Danny Blum wird im Rahmen der Verhandlungen über die Vertragsverlängerung teurer und teurer für den SVS. Aber liebe SVS Verantwortliche nehmt das Geld bitte in die Hand und verlängert mit Danny. So einen Spieler auf dem Transfermarkt zu finden wird noch viel teurer werden und bei Danny wissen wir was wir an ihm haben. Also bitte legt noch etwas Geld bei Blums Vertragsangebot oben drauf und gut ist.

Wer für mich, vor allem in der zweiten Hälfte, dann alles andere als einen souveränen Eindruck machte war der Schiedsrichter. In meinen Augen lag er, teilweise gemeinsam mit seinen Kollegen an der Linie, mit einigen Entscheidungen einfach daneben oder für grobe Fouls blieb die Karte einfach stecken. Nöthe hatte ja in der ersten Hälfte schon richtig Glück, dass er für sein Foul an Stiefler nicht den roten Karton gesehen hat. Die Niederlage will ich nicht auf den Schiri schieben aber toll war das nicht was da von den Männer in gelb abgeliefert wurde.

So war z.B. der Eckball der zum Standard vor dem 1:1 führte in meinen Augen keiner und plötzlich war der FC St. Pauli wieder im Spiel. Kalla und Tschauner meinten es dann aber gut mit dem SVS und Adler sagte Danke mit der 2:1 Führung. Der SVS zunächst weiter am Drücker und Tüting scheiterte sowohl mit Weitschuß als auch nach einem Eckball. Machen wir hier das 3:1 ist das Spiel vermutlich gelaufen.

Nach einer Unachtsamkeit hinten links dann eine scharfe Flanke in den Strafraum und Schachten haute das Ding volley unhaltbar in die Maschen. Nach dem Blum-Knaller nun also der Schachten-Hammer. Gab also zwei sehr schöne Tore am Hardtwald zu bewundern. Und es kam noch schlimmer für den SVS. Wieder über unsere linke Seite flankte Gregoritsch (bei der Ballannahme stand er meiner Meinung aber klar im Abseits) und den geklärten Ball vollendete Rzatkowski zum 2:3 Endstand.

Insgesamt wäre ein Unentschieden in meinen Augen okay gewesen und die Niederlage ist dann schon hart für den SV Sandhausen. Allerdings, wer drei Tore am Hardtwald gegen die bisher zweitbeste Abwehr schießt, der gewinnt dann eben so ein Spiel. Und St. Pauli ist somit wieder im Rennen um die Aufstiegsplätze.

Schade für uns, aber trotzdem eine gute Leistung des SVS dem am Ende wohl auch etwas die Kraft gefehlt hat.  

Der Klassenerhalt ist jedenfalls gesichert und die Träumereien von einer möglichen Relegation sind nun auch dahin. Das ist aber nicht schlimm. Wichtig ist für mich das wir nun die Runde ordentlich zu Ende spielen und noch viele Punkte holen um im TV Geld Ranking vielleicht noch den ein oder anderen Platz gut zu machen.

Nach dem Spiel im Clubhaus noch viele nette Gespräche mit St. Paulianern geführt und auf ein spannendes und teils dramatisches Spiel in der zweiten Hälfte angestoßen bevor es dann dann doch noch ein bissel zum Kindergeburtstag feiern nach Hause ging.

Nächsten Sonntag geht's nun zum FSV Frankfurt. Die Frankfurter haben dreimal hintereinander verloren und ich bin sicher wir werden vom Bornheimer Hang nicht ohne Punkte nach Hause fahren!

SV Sandhausen: Riemann – Achenbach, Schulz, Olajengbesi, Zimmermann (81. Ulm), - Stiefler, Tüting, Thiede (89. Hübner), Linsmayer - Blum, Adler (71. Jovanovic)

FC St. Pauli: Tschauner - Schachten, Gonther, Kalla, Ziereis (69. Schindler) - Buchtmann, Halstenberg, Rzatkowski, Maier (84. Trybull) - Verhoek, Nöthe (57. Gregoritsch)

Tore: 1:0 Blum (50.), 1:1 Gonther (55.), 2:1 Adler (70.), 2:2 Schachten (76.), 2:3 Rzatkowski (79.)

Gelbe Karten: Tüting / Kalla, Nöthe, Gonther

Schiedsrichter: Martin Thomsen (Kleve)

Zuschauer: 8050

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25.03.2014 SV Sandhausen - Union Berlin 2:1

Da sind sie, die magischen 40 Punkte und ich denke diese 40 Punkte reichen uns für den Klassenerhalt in der 2. Liga. Ist das nicht geil? Wer mir vor der Saison gesagt hätte, der SVS hat am 27. Spieltag 40 Punkte auf dem Konto, den hätte ich wahrscheinlich für verrückt erklärt.

Und der Klassenerhalt ist nicht nur verdient, er ist diese Saison sogar hochverdient! Wenn ich nur mal heute das Spiel gegen Union Berlin betrachte. Ein Spiel zweier Mannschaften auf Augenhöhe und auf gutem Niveau. Ein tolles Spiel, denn es ging hin und her und es hätte auch 4:3 oder höher ausgehen können.

Unsere Mannschaft ist gefestigt, steht hinten gut und vorne machen wir dann doch das ein oder andere Tor. Und Riemann erst mit einem Patzer, dann bereitet er aber das 1:1 mit vor und hält später den Kasten souverän sauber. Das macht Spaß, das macht Laune und das alles macht Lust auf mehr. Ganz starkes Spiel heute weider von unserem SVS.

Trotz Ausfalls unseres Capitanos Julian Schauerte war kein Bruch im Spiel und Danny Blum schraubt mit seinen Leistungen gerade die Euro Zahlen in den Verhandlungen zur Vertragsverlängerung deutlich nach oben.

Heute gilt es jedenfalls mal Danke zu sagen an unseren Trainer Alois Schwartz, der diese Mannschaft geformt hat und Danke an unsere Mannschaft, welche die Anweisungen vom Trainer in vorbildlicher Weise umsetzt. Es macht einfach Spaß euch spielen und kämpfen zu sehen.

Drei Siege in Folge gabe es für den SVS in der zweiten Liga auch noch nicht und irgendwie scheinen uns die Mannschaften mit "B" (Bielefeld, Bochum, Berlin) zu liegen. Da passt es ja, dass wir die "B"-Serie nun am Freitag gegen Bresden und nächste Woche gegen St. Bauli fortsetzen können ;-)

Manch einer träumt nun vielleicht noch von einer möglichen Relegation, denn es sind ja nur 6 Punkte bis zum 3. Tabellenplatz. Ich halte mich da aber raus und ihr dürft gerne träumen. Irgendwie hätte so eine Relegation gegen den VfB Stuttgart oder den HSV aber schon was, oder?

Egal, für den SVS gilt es nun die Weichen für die kommende Runde weiter zu stellen. Nach dem Düsseldorf Spiel beginnt der Neubau der Hintertortribüne und was den Kader betrifft sollten Otmar Schork und Regis Dorn nun die Augen nach einem Rechtsverteidiger, ein oder zwei Stürmern und noch einem offensiven Mittelfeldspieler auf halten.

Und nun rocken wir noch die Liga bis in den Mai, spielen völlig unbekümmert auf und holen dabei noch etliche Punkte an den Hardtwald. Und wenn andere Mannschaften neue Rekorde aufstellen was den Zeitpunkt der Gewinn der Meisterschaft betrifft, so ist doch unsere Schlagzeile eine viel größere Sensation: " Der SV Sandhausen schafft den Klassenerhalt in der zweiten Liga bereits im März!".

Danke für eine bisher richtig geile Saison!

SV Sandhausen: Riemann - Zimmermann, Olajengbesi, Schulz, Achenbach - Linsmayer (72. Kulovits), Tüting - Stiefler, Thiede (87. Kister) - Adler (83. Jovanovic), Blum
1.FC Union Berlin: Haas - Pfertzel, Eggimann (85. Terodde), Schönheim (65. Puncec), Kohlmann - Özbek, Kreilach (71. Mattuschka) - Brandy, Dausch, Quiring - Nemec


Tore: 0:1 (4.) Quiring, 1:1 (7.) Blum, 2:1 (52.) Adler

Schiedsrichter: Patrick Ittrich (Hamburg). Zuschauer: 4.050. Gelbe Karten: Schönheim, Puncec

 

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21.03.2014 VfL Bochum - SV Sandhausen 0:1

Zum Auswärtsspiel des SVS in Bochum ging es diesmal wieder mit Übernachtung. Freitag mittag also rechtzeitg losgefahren, Koffer ins Hotel gebracht und dann ab zum Stadion. Bei der Einfahrt auf den Gästeplatz dann doch ein Schmunzeln, wir waren das erste Auto auf dem großen Parkplatz und die Ordner freuten sich schon, dass endlich jemand kommt.

Auf dem Fußweg zum Stadion sind wir dann mit einigen VfL Fans nett ins Gespräch gekommen. Highlight hier war sicherlich der Kollege mit dem klassischen 80er Jahre Vokuhila und Schnauzer, der uns doch tatsächlich verkaufen wollte dass Bochum die Punkte dringender brauche als wir. Ich habe ihm dann ein Unentschieden angeboten er wollte aber alle drei Punkte. Tja, hätte er vor dem Spiel doch bloß mein Angebot angenommen... ;-).

Das Rewirpower- oder ehemals Ruhrstadion gefällt mir ganz gut. Vielleicht etwas in die Jahre gekommen, aber trotzdem ein schönes enges Stadion. Und die Currywurst dort hat die richtige Schärfe und schmeckt echt lecker.

Der SVS begann mit der gleichen Formation wie beim 1:0 gegen Bielefeld. Und der SVS legte gleich in den ersten Minuten munter los und spielte nach vorne. Bereits in der 7. Minute dann die Führung für unsere schwarz-weißen. Und ich konnte es nicht glauben. Manuel Stiefler erzielte den Treffer für den SVS. Und was für ein tolles Tor. Ein Schuß aus 22 Metern, bei dem der Heimkeeper keine Chance hatte. Was hat Manuel in dieser Saison schon für Chancen liegenlassen und dann gleich so ein Kracher. Mein Facebookkommentar dazu: "Der Stiefler!!! Ich werd' verrückt" Und genau so war es auch gemeint, denn kaum einem anderen Spieler habe ich so sehr ein Tor gegönnt wie Manuel um endlich von dem "Chancentod-Image" wegzukommen. Halt, einem Spieler gönne ich natürlich genauso wie Manuel bald ein Tor, nämlich unserem fleißigen Marco Thiede. Der macht dann eben am Dienstag beim 1:0 Heimerfolg gegen Union Berlin den Treffer des Tages.

Nach der Führung spielte der SVS eine tolle erste Halbzeit. Bochum hatte genau Null Torchancen und wir vergaben derer leider etliche. Blum, Schulz, Schauerte, Adler und Stiefler hatten das 2:0 mehrmals auf dem Fuß (oder Kopf) doch bis zur Pause blieb es bei der knappen aber hochverdienten 1:0 Führung. Bochum spielte in Hälfte Eins harmlos, wurde von uns aber auch gut verteidigt.

Die zweite Hälfte begann wie die erste endete, mit Chancen für den SVS. Bochum nun etwas bemühter aber zu keiner Phase des Spiels wirklich zwingend. Wir hatten noch einige Kontermöglichkeiten um die Führung zu erhöhen doch es blieb letztendlich beim verdienten 1:0 Auswärtssieg und Fans und Mannschaft feierten den Dreier gemeinsam im Block und auf dem Rasen.

Trotz wiedermal mangelnder Chancenverwertung war es ein tolles Spiel unserer Mannschaft und das live im Stadion mitzuerleben hat Spaß gemacht. 

Nach dem Spiel noch die Leute vom Fanbus verabschiedet und dann verschwanden wir erstmal im Bochumer Bermuda3Eck ;-).

Das war ein ganz, ganz großer Schritt Richtung Klassenerhalt. Er ist schon fast da und greifbar nahe. Wir haben nun 37 Punkte und es fehlen nur noch 3 bis zur magischen Zahl 40. Wer hätte das vor der Saison von unserem SVS gedacht? Ich bin stolz, richtig stolz auf unsere Mannschaft und unseren Trainer. Diese Saison wurde fast alles richtig gemacht und aus unseren bescheidenen Mitteln das maximale herausgeholt. Mindestens noch 3, um ganz sicher zu sein vielleicht noch 5-6 Punkte aus 7 verbleibenden Spielen und der SV Sandhausen wird ein weiteres Jahr in der Zweiten Bundesliga spielen. Das ist einfach nur großartig. Und! Es ist diese Saison völlig verdient.

Nun geht es in die Engliche Woche mit Spielen gegen Union Berlin (Dienstag) und Dresden (Freitag). Letzte Saison holten wir in der Englischen Woche ganze 0 Punkte. Diesmal haben wir schon 3 und ich glaube da werden diese Woche noch weitere Punkte dazu kommen. Unterschätzen werden wir unsere Gegner nicht und ich denke Alois Schwartz wird die Jungs nach wie vor noch heiß machen und die restlichen Punkte zu holen.

Mit dem Sieg über Bochum hat der SV Sandhausen übrigens die TSG Hoffenheim in der ewigen Tabelle der 2. Liga überholt. Okay, die Hoffenheimer haben nur eine Saison für diese Punktzahl gebraucht und dafür gibt's auch nix zu kaufen, aber schön ist es trotzdem. ;-)

So und am Dienstag dann alle rechtzeitig Feierabend machen und unsere Jungs wieder lautstark anfeuern. Nur der SVS!

VfL Bochum: Luthe - Freier, Maltritz, Fabian, Bastians (80. Butscher) - Tiffert, Jungwirth (46. Sukuta-Pasu), Latza - Tasaka (67. Klostermann), Aydin, Cwielong.

SV Sandhausen: Riemann - Schauerte, Olajengbesi, Schulz, Achenbach - Linsmayer, Tüting - Stiefler (60. Zimmermann), Thiede (83. Kister) - Blum, Adler (71. Jovanovic).

Tor: 0:1 (7.) Stiefler

Zuschauer: 11.332. Schiedsrichter: Martin Petersen (Stuttgart). Gelbe Karten: Fabian - Thiede 

 

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16.03.2014 SV Sandhausen - Arminia Bielefeld 1:0 

Puh, das waren 3 ganz wichtige Punkte im Abstiegskampf. Unsere Jungs haben sich die Punkte gegen Bielefeld aber richtig verdient.

Nach den guten Leistungen in den letzten Wochen, welche aber leider nur einen Punkt mit sich gebracht haben, war vor dem Bielefeld Spiel schon ein gewisser Druck vorhanden. Mit einem Sieg würde man einen großen Schritt zum Klassenerhalt machen und Bielefeld auf Distanz halten, mit einer Niederlage wäre man aber wieder mittendrin im engen hinteren Tabellendrittel.

Bei gutem Fußballwetter gab es nur einen Wechsel zum Kaiserslautern Spiel und Nicky Adler kehrte für den erkrankten Jovanovic zurück in die Sturmspitze.

Es entwickelte sich kein gutes Spiel und vor allem in der ersten Hälfte war oft viel Krampf mit dabei. Unsere Abwehr stand jedoch wieder ziemlich sicher und hatte ein, zweimal auch das notwendige Glück. Vorne drückte dann Nicky Adler zum 1:0 ein und ich muss sagen ich hab das Tor nicht mal gesehen, da ich gerade unseren ehemaligen Trainer Gerd Dais auf der Tribüne hinter uns fotografierte. ;-) Insgesamt der SVS mit leichten Vorteilen in Hälfte eins in einem eher mäßigen Spiel. 

In der zweiten Hälfte kam zunächst mal gar kein richtiges Spiel auf. Viele kleine Fouls und auch ein ziemlich übles Foul an Manuel Riemann unterbrachen immer wieder den Spielverlauf. Das große Anrennen von Bielefeld blieb in der zweiten Hälfte aus und der SVS setzte immer wieder Zeichen, wie durch den Pfostenschuß von Schauerte oder die tollen Schüsse von Danny Blum. Unsere Abwehr stand in Hälfte zwei noch besser und die Bielefelder sind gar nicht richtig vor unser Tor gekommen. Und, wie bisher in fast allen Spielen, unsere Mannschsft kämpfte und rannte und wollte den Sieg unbedingt haben. Daher geht der Sieg letztendlich auch in Ordnung. Unser ehemaliger Kapitän Frank Löning, welcher heute übrigens im Stadion war, hat sich bestimmt mitgefreut, denn bei einem Sieg von Bielefeld wären diese den Veilchen aus Aue ganz schön auf die Pelle gerückt.  

Klar es war kein Traumfußball aber erwarten wir das von unserem SVS? Gegen 1860 spielten wir fast überragend und am Ende sprang nur ein Zähler raus. Also da nehme ich dann doch lieber diesen kämpferischen Arbeitsieg mit den 3 Punkten auf der Habenseite.

Wir haben nun einen Vorsprung von 9 Punkten auf den Relegationsplatz, aber nach wie vor müssen wir uns weiter auf den Abstiegskampf und den Klassenerhalt konzentrieren. Der Klassenerhalt ist möglich und greifbar nahe aber er ist eben noch nicht fix und darum haltet bitte alle mal den Ball flach und fangt nicht wieder an von höherem zu träumen. Und damit meine ich vor allen die Presse hier in der Region!

Zwei Dinge sind mir heute noch wichtig.

Einmal war zum ersten mal seit langem Frau Dr. Michelbach wieder im Stadion und als Mannschaftsarzt mit auf der Bank gesessen. Soweit ich weiss wird Sie sich ab sofort mit den anderen Mannschaftsärzten abwechseln und somit wieder im Kreis der SVS Familie mitarbeiten. Das finde ich eine gute Entscheidung. Denn wie man sie damals mehr oder weniger "abserviert" hatte war nicht die feine Art. 

Und dann ist da noch unser Kapitän und eigentlich fast schon ein Sandhäuser Urgestein Julian Schauerte. Sein Vertrag beim SVS läuft aus und heute gab er bekannt den SVS im Sommer zu verlassen. Das ist sicher keine leichte Entscheidung für Julian und wenn wir uns die letzten Spiele von ihm anschauen, dann hat die Situation ihm sicher etwas zu schaffen gemacht. Er hat da nämlich schon deutlich bessere Spiele für den SVS gezeigt. Ich finde das sehr, sehr schade diesen jungen sympathischen Spieler zu verlieren. Aber ich kann auch Julian verstehen. Er hat sich in Sandhausen vom talentierten Nachwuchsspieler zu einer festen Größe in der zweiten Liga gesteigert und ist mittlerweile sogar Mannschaftskapitän. Julian hat Potenzial für mehr und ich hoffe er findet einen ambitionierten Verein bei dem er mit seiner Karriere dann richtig durchstarten kann. Ich hoffe Julians Kopf ist nun wieder frei und er wird uns in den restlichen Spielen nochmal zeigen was er alles drauf hat. Ich wünsche heute schonmal alles Gute für den weiteren Karriereweg und werde bei der Verabschiedung (ich hoffe diesmal gibt's eine anständige Verabschiedung für einen verdienten Spieler liebe SVS Verantwortlichen!!!) sicher eine Träne verdrücken.

So und nun ab nach Bochum, drei Punkte einfahren und gut ist!

SV Sandhausen: Riemann - Schauerte, Olajengbesi, Schulz, Achenbach - Linsmayer, Tüting - Stiefler (84. Klotz), Thiede (77. Zimmermann) - Blum, Adler (87. Kister).

DSC Arminia Bielefeld: Ortega Moreno - Appiah, Savic, Hornig (31. Hübener), Salger - Fießer, Riese (74. Müller) - Sahar (57. Przybyölko), Schönfeld, Lorenz - Klos.

Tor: 1:0 (33.) Adler. Schiedsrichter: Christian Dietz (Kronach), Zuschauer: 4.100. Gelbe Karten: Adler - Schönfeld, Sahar

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22.02.2014 Karlsruher SC - SV Sandhausen 2:1

Zum badischen Derby in Karlsruhe machten sich diesmal viele Fans mit dem Zug auf in den Wildpark. Etliche Leute fuhren auch mit dem Auto und unser Fanclub war bei beiden Optionen vertreten.

Das Karlsruher Wildparkstadion ist ganz schön in die Jahre gekommen und der Wunsch nach einem Stadionneubau kann hier voll und ganz nachvollzogen werden. Wenn man sich dann aber überlegt, dass ein möglicher Stadionneubau mit Kosten von ca 120 Millionen Euro zu weiten Teilen von der Stadt und dem Land, also den Steuerzahlern, finanziert werden soll, dann muss man sich mal wieder unseren SVS mit dem kleinen Hardtwaldstadion anschauen. Hier werden Umbauten völlig eigenständig finanziert, ohne Fördermittel von Gemeinde oder Land. Alles zwar etwas kleiner als woanders aber dafür ohne staatliche Unterstützung. Ich denke da können wir einerseits stolz drauf sein, anderseits darf man dann aber auch mal fragen ob durch die Unterstützung aus Steuermitteln für manche Vereine (wie z.B. auch in Kaiserslautern) die Gerechtigkeit noch vorhanden ist. 

Zum Spiel:

Für den gesperrten Linsmayer spielte Kulovits auf der Sechs und Jovanovic kehrte für Ulm in den Sturm zurück. Wenn man der Aufstellung auf der Anzeigetafel des KSC glauben durfte, dann spielte noch der Neuzugang (?) Quaner mit der Nummer 11 beim SVS in der Startformation ( siehe Fotos)...

Über die erste Hälfte muss man nicht viel sagen. Insgesamt schwache Partie, bei der der Spielfluß aber auch durch viele kleine Fouls auf beiden Seiten immer wieder unterbrochen wurde. Der Schiri machte hier schon keine gute Figur, denn etliche Entscheidungen habe ich eher andersherum gesehen als er gepfiffen hatte. Von den Kollegen zu Hause, welche über Sky dabei waren wurde dies dann auch gleich bestätigt. Der SVS hatte in der ersten Hälfte die größte Chance mit einem Schuß von Adler, welcher sehr stark von Orlishausen pariert wurde. Insgesamt also der KSC mit leichten Vorteilen in Hälfte eins und der SVS mit der größeren Chance.

Hälfte zwei begann gleich wieder mit einer großen Chance für den SVS. Adler köpfte an den Außenpfosten. Für das Handspiel des Karlsruher Spielers in dieser Szene kann man dann auch mal Elfmeter pfeiffen. Klar war es keine Absicht aber der Ball wurde durch die Hand gestoppt und somit die Flugbahn beeinflusst. Doppelt ärgerlich, dass dann quasi im Gegenzug das 1:0 für den KSC fiel. Kulovits verliert den Ball im Mittelfeld, Kister legt unabsichtlich vor und Peitz lässt Riemann keine Chance. Also wie gegen Köln, kurz nach der Pause ist der SVS wieder in Rückstand. Der SVS investierte nun aber mehr nach vorne und hatte mehr vom Spiel. Der KSC begnügte sich aufs Kontern und als wir bei einem Eckball mal wieder alle aufgerückt waren fast das 2:0 nach einem Konter. Nun wurde es hektischer und warum Hübner die rote Karte bekam war im Stadion nicht nachvollziehbar. Nachdem ich mir nun die TV BIlder mehrfach angesehen habe ist mein Standpunkt. Ja, er tritt im auf den Fuß, aber Absicht war da nicht dabei. Hübner wollte den Ball zwischen den Beinen des KSC Spielers rausspitzeln, dieser wendet sich auf dem Boden und Hübner kommt dann auf seinen Fuß. Kann man pfeiffen, kann man auch Foul geben. Da ich aber der Meinung bin es war unabsichtlich hätte es hier auch die gelbe Karte getan.

Der SVS also in Unterzahl und doch weiterhin aktiver als der KSC. Dann für mich die entscheidende Szene des Spiels. Nach toller Vorarbeit von Adler kommt Thiede im Fünfmeterraum frei vor dem Tor zum Schuß und einmal pariert Orlishausen und beim Nachschuß ein Abwehrspieler. Machen wir hier den Ausgleich, dann hätten wir auch den Punkt mitgenommen.

So, konterte der KSC mal wieder und Riemann legte einen KSC Spieler im Strafraum. Wirklich? Im Stadion sah es für mich so aus als ob Riemann den Arm nicht draußen hatte und auch die TV Bilder der Sportschau zeigen die Szene nicht eindeutig. Was man auch fragen darf, wenn der Schiri hier Elfmeter pfeifft, hätte Riemann dann nicht vom Platz müssen? Hatte der Schiri etwa ein schechtes Gewissen wegen einiger vorangegangener Szenen? 

So fiel schließlich das 2:0 für den KSC durch den Elfmeter und das Spiel war in Unterzahl eigentlich gelaufen. Bemerkenswert aber wie unsere Jungs auf dem Platz nicht aufgegeben haben. Das gefällt mir und gibt Hoffnung demnächst auch wieder Punkte einzufahren. So erzielten wir auch noch den 2:1 Anschlußtreffer durch Adler, der sich dabei verletzte und der SVS die letzten Minuten mit neun Mann zu Ende spielte. Eine große Chance gab's dann noch, doch Kister schoß am Tor vorbei und für mehr reichte es dann leider nicht mehr.

Für mich eine ziemlich bittere Niederlage. Vorne hatten wir Chancen machen die aber nicht rein, dann die rote Karte für Hübner, die Verletzungen von Olajengbesi & Adler und eine sehr magere Schiedsrichter Leistung. 

Ein Punkt in Karlsruhe wäre möglich gewesen aber den haben wir nicht geholt. Und bei aller Kritik am Schiri, letztendlich müssen wir vor dem Tor einfach unsere Chancen verwerten. Wenn wir die Dinger nicht reinmachen, dann gibt's nunmal keine Punkte auf der Habenseite.

So haben wir nun das erste Mal in dieser Saison zwei Spiele nacheinander verloren und mit 1860 München und dem 1 FC Kaiserslautern stehen weitere schwere Aufgaben vor der Tür. Was mich zuversichtlich stimmt ist der Einsatz, Wille, Leidenschaft und Kampfgeist der Mannschaft aber das alleine reicht leider nicht. Wir müssen vorne einfach die Dinger reinmachen.

Ich hoffe die paar Kollegen unter den Fans und in der Presse, welche den SVS schon als Aufstiegskandidaten gesehen haben sind nun wieder etwas realistischer, denn nach wie vor geht es für uns einzig und allein um den Klassenerhalt. Und den haben wir noch lange nicht sicher. Mit der gezeigten Einstellung denke ich zwar nach wie vor wir werden das schaffen, aber ein Selbstläufer wird der Klassenerhalt nicht werden.

Nun gilt es den Kopf frei kriegen und nächste Woche gegen 1860 möglichst einen Dreier einzufahren, dann kann man wieder völlig ohne Druck auf den Betzenberg fahren. Von beiden Spielen wird's von uns übrigens urlaubsbedingt keinen Bericht geben.

Karlsruher SC: Orlishausen - Klingmann, Gordon, Mauersberger, Kempe - Yabo, Peitz - Alibaz (85. Park), Torres (90. Krebs), Hennings - van der Biezen (45. Micanski).

SV Sandhausen: Riemann - Schauerte, Olajengbesi (46. Hübner), Kister, Achenbach - Kulovits (76. Schulz), Tüting - Stiefler, Thiede (76. Ulm) - Adler, Jovanovic.

Tore: 1:0 (51.) Peitz, 2:0 (79.) Hennings, Foulelfmeter, 2:1 (86.) Adler. Schiedsrichter: Christian Leicher (Landshut). Zuschauer: 13.322. Gelbe Karten: Peitz (11, KSC) - Stiefler (6), Kister (3), Riemann (2, alle SVS). Rote Karte: Hübner (76., SVS).

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16.02.2014 SV Sandhausen - 1. FC Köln 0:1

Das erstes Heimspiel im Jahr 2014 stand an und nach dem wichtigen Auswärtserfolg beim Energie Cottbus kam der Tabellenführer, der 1. FC Köln, an den Hardtwald. Die beiden besten Abwehrreihen der 2. Liga trafen aufeinander und meine Erwartungen gingen deshalb eher von einem mäßigen Spiel aus.

Doch ich wurde getäuscht. Wir sahen ein interessantes Fußballspiel, bei dem es zwischendurch auch mal richtig hin und her ging und das vor allem spannend war. Um es aber kurz zu machen, der Sieg für den Effzeh geht natürlich in Ordnung.

Was unter anderem den Unterschied aus macht sind Leute wie Helmes, die die Dinger vor dem Tor dann reinmachen. Einen echten Knipser gibt's beim SVS diese Saison leider nicht. Nach dem Ausfall unserer Offensive (Jovanovic und Blum) ging direkt vor dem Kölner Tor zu wenig. Mit etwas Glück hätte Stiefler zwar den Ausgleich erzielen können, aber die Kölner hätten vorher eben auch noch ein oder zwei Tore erzielen können.

Insgesamt war ich mit unserer Leistung aber zufrieden. Wir haben die Räume meist eng gemacht, waren hinten meist gut gestanden ( einmal nicht und da hat's dann auch gerappelt) und haben kämpferisch und läuferisch den Kölnern Paroli geboten.

Und wir haben das Spiel gegen den Tabellenfüher bis zum Schlußpfiff spannend gehalten. Da habe ich doch einige erleichterte Kölner um uns herum wahrgenommen als der Schiri endlich abpfiff.

So war es insgesamt trotz der Niederlage ein schöner Fußballnachmittag am Hardtwald in einem vollen Stadion bei gutem Fußballwetter.

Nun geht's nächsten Samstag zum badischen Nachbar nach Karlsruhe. Im Wildpark wird es sehr schwer werden, da der KSC bisher eine überragende Runde als Aufsteiger spielt. Noch dazu fehlt nächste Woche Denis Linsmayer wegen seiner 5. gelben Karte. Ihn werden wir schmerzlich auf der 6 vermissen. Aber! Wir fahren nicht nach Karlsruhe um dort zu verlieren. Soviel Selbstvertrauen haben wir mittlerweile und ich denke wir werden es dem KSC sehr schwer machen.

Also liebe Sandhäuser, macht euch Samstag mit auf den Weg nach Karlsruhe und unterstützt unsere Jungs vor Ort, sie werden es uns mit Punkten danken.

SV Sandhausen: Riemann – Schauerte, Olajengbesi, Kister, Achenbach – Linsmayer, Tüting – Stiefler (81. Kluft), Ulm (63. Diakité), Thiede (63. Mendler) – Adler
1. FC Köln: Horn – Brecko, Maroh, Wimmer, Hector – Risse (80. Bröker), Matuschyk, Gerhardt, Halfar – Ujah, Helmes (90. Finne);
 
Tor: 0:1 Helmes (48.); Gelbe Karte: Linsmayer (5.); Schiedsrichter: Tobias Christ (Münchweiler); Zuschauer: 9800

 

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20.12.2013 SV Sandhausen - Erzgebirge Aue 1:0

Letztes Spiel im Jahr 2013 und mit Erzgebirge Aue war ein unangenehmer Gegner zu Gast. Bisher konnte der SVS in der zweiten Liga nämlich noch nie gegen Aue gewinnen. Noch dazu wird die Verletztenliste des SVS immer länger und man merkt unseren Jungs die schweren Spiele der letzten Wochen an.

Gegen Aue war immerhin Danny Blum wieder ins Team gerückt und Danny war für mich gestern der beste Sandhäuser auf dem Platz. Er sorgte vorne immer wieder für Gefahr, brachte gefährliche Flanken und beschäftigte die Auer Abwehr.

Für unseren ehemaligen Kapitän Frank Löning ist leider kein Platz mehr im Team und wenn sich die Gerüchteküche bestätigt, wird Frank uns wohl bereits in der Winterpause verlassen. Klar hat Löning in den Spielen bisher auch nicht immer überzeugt aber es gab da wohl interne Differenzen mit dem Trainer. Und ich denke Frank wird deshalb den Kopf auch nicht so frei gehabt haben um seinen unbekümmerten Fußball der letzten Jahre auch dieses Saison fortzusetzen. Sollte Frank wirklich in der Winterpause gehen, dann verlieren wir einen weiteren Aufstiegshelden, noch dazu einer der sich voll und ganz mit Sandhausen identifiziert, mitten in Sandhausen wohnt und meist mit dem Fahrrad zu Training und Spiel gefahren ist. Wir werden ihn jedenfalls vermissen.

Zum Spiel schreib ich heute gar nicht viel. Den Elfmeter kann man geben und der Sieg geht insgesamt auch in Ordnung. Klar hatte Aue auch einige Chancen und hat uns ab und an immer wieder hinten rein gedrückt.Insgesamt war Aue aber auch viel zu harmlos vor unserem Tor. Und wir hatten gestern einen sehr guten Manuel Riemann im Tor und eine kämpferische Einstellung die gepasst hat. Spielerisch war es die letzten Spiele nicht mehr so toll aber man muss eben auch bedenken, dass die Manschaft wegen den Verletzungen immer wieder umgestellt wurde. Am Einsatz und Willen gibt es aber überhaupt nichts zu meckern und bei engen Spielen wie gestern ist das dann manchmal ausschlaggebend.

So gehen wir nun mit 27 Punkten in die Winterpause und das ist eine tolle Sache. Wer hätte dies vor der Saison gedacht. Wir können verdammt stolz sein auf unser Team. Der Star bei uns ist die Mannschaft und das zeichnet uns diese Saison aus. Und auch wenn es inzwischen Leute gibt, die in der Tabelle eher nach oben als nach unten schauen, unser Ziel kann und muss weiterhin nur der Klassenerhalt sein. Aber ich bin mir sicher, wir werden den Klassenerhalt und damit unser Saisonziel erreichen, wenn wir die Leistung aus der Vorrunde konservieren und mit in die Rückrunde nehmen können. Jetzt haben sich Spieler und Fans erstmal eine Fußballpause verdient. Hoffen wir auf schnelle Genesung der Verletzten und auf eine gute Vorbereitung, damit wir auch in der Rückrunde weiter für die ein oder andere Überraschung sorgen können.

Nun noch zu etwas verdammt Wichtigem. Beim Spiel gegen Aue kam es aus dem SVS Fanblock zu Rufen gegenüber dem Gegner und gegnerischen Fans (u.a. "Wismut Aue - Jude, Jude, Jude"), die absolut nicht gehen und völlig daneben sind. Wir stehen nicht im A3 Block und haben es selbst nicht gehört aber inzwischen gibt es mehrere Quellen (u.a. hier) , die diese Rufe bestätigen. Hier handelt es sich nicht um reine Provokation des Gegners, das ist rassistische und antisemitische Kackscheiße und hat in Sandhauen aber mal überhaupt nichts zu suchen! Da werde ich und wir uns dagegenstellen, wenn es nun mit wachsendem Erfolg beim SVS auch solche Ausprägungen in der Fanszene gibt! Das ist ein absolutes NoGo und wir distanzieren uns als SVS Fans hier deutlich von solchem Gedankengut und verurteilen die Rufe auf das schärfste. Das Bedarf einer Aufarbeitung und muss geklärt werden. 

Ich mag das ganze nun auch nicht überdramatisieren, da es wohl nur um eine recht kleine Minderheit von "SVS Fans" geht aber hier gilt es, wachsam zu sein und von Anfang an zu zeigen, das wir Sandhäuser mit solchem Gedankengut nichts am Hut haben wollen. Für solche Rufe beim Fußball gab's übrgens auch schon Punktabzüge und Zuschauerausschluß (siehe hier).  

So wieder zurück zum Wesentlichen. Zum Ende des Jahres möchten wir uns bei allen treuen Fans unserer Bilder, Berichte und Videos für viele positive Kommentare und Feedback bedanken. Da steckt insgesamt auch einiges an Aufwand von uns mit drin und wenn man dann eine positive Rückmeldung bekommt und Leuten gefällt was man macht, gibt uns das postive Energie um so weiter zu arbeiten.

Bedanken möchten wir uns auch bei unserem Team, welches uns eine unglaubliche Vorrunde beschert hat. Auch wenn es ab und an spielerich nicht  immer glänzend war, ihr macht das mit Einsatz und Leidenschaft alles wieder gut. Macht 2014 bitte weiter so.

So und nun allen schöne und erholsame Weihnachtsfeiertage und kommt gut ins Jahr 2014!

SV Sandhausen: Riemann; Schauerte, Olajengbesi, Kister, Achenbach; Linsmayer, Tüting; Adler, Ulm (85. Schulz), Knoll (90. Kulovits); Blum

FC Erzgebirge Aue: Männel; Klingbeil, Nickenig (81. König), Paulus, Miatke; Fink, Diring (75. Benatelli); Müller, Janjic, Novikovas (56. Sylvestr); Okoronkwo

Tor: 1:0 (31.) David Blum, Foulelfmeter

Schiedsrichter: Peter Sippel (München)

Zuschauer: 3.310

Gelbe Karten: Fink, Novikovas (beide FC Erzgebirge)

 

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08.12.2013 SV Sandhausen - SpVgg Greuther Fürth 1:3

Jetzt hat es uns also erwischt. Die erste Heimniederlage der laufenden Saison am letzen Vorundenspieltag gegen den Absteiger aus der ersten Liga, die SpVgg Greuther Fürth.

Nach dem "Bonusspiel" im DFB Pokal gegen die Frankfurter Eintracht und der durchaus ansprechenden Leistung gegen den Erstligisten, hatte ich mir durchaus etwas ausgerechnet gegen die Kleeblätter. Für den gelb gesperrten Stiefler rutschte Ulm in die Startformation und Kapitän Frank Löning musste leider wieder erstmal auf der Bank Platz nehmen. Ich kriege das Gefühl nicht los, dass unser Trainer irgendwas gegen Frankie hat. Alle anderen Stümer (Jovanovic, Adler) sind verletzt und Frankie, unser einziger weiterer Stürmer auf dem Papier und Goalgetter Nr.1 der letzten Jahre,  darf nicht von Beginn ran. Ich finde das jedenfalls sehr, sehr komisch und Frankie macht aktuell auch nicht den glücklichsten Eindruck. Da stimmt was nicht! 

Okay, bisher hat unser Trainer jedenfalls immer die richtigen Ergebnisse gehabt und so war zumindest die Hoffnung da heute auch wieder einen für den SVS positiven Spielverlauf zu haben.

Der SVS begann in der ersten Hälfte auch wirklich gut. Wir hatten zu Beginn deutlich mehr Spielanteile und Fürth kam durch unsere gut stehende Defensive nicht zu Chancen. Nach Flanke Achenbach und Verlängerung durch Blum dann die frühe 1:0 Führung durch Simon Tüting. Zu diesem Zeitpunkt klar verdient. Mit der ersten richtigen Chance erzielten die Kleeblätter nach etwas mehr als einer halben Stunde den Ausgleich. Ein ziemlich ärgerlicher Treffer. Julian Schauerte, der heute keinen guten Tag erwischte, verliert im Vorwärtsgang den Ball und ich hatte den Eindruck unsere anderen Abwehrspieler im 16 Meterraum schauten da einfach nur zu, wie Füllkrug vollstreckte. Sei's drum zur Halbzeit 1:1 und der SVS mit leichten Vorteilen. Ärgerlich die Verletzung von Thiede kurz vor der Pause. Björn Kluft, der MIttwoch in Frankfurt eigentlich gut spielte, konnte Thiede über die restliche Spielzeit leider nicht ersetzen.

Nach der Pause waren unsere schwarz-weissen jedoch kaum mehr wiederzuerkennen. Nun spielte fast nur noch Fürth und wir kamen gar nicht mehr richtig zur Entlastung. Fürth's Trainer Frank Kramer ging erst sehr spät in der Halbzeit in die Kabine und ich denke er hat sich da die richtigen Worte und die richtige Taktik überlegt, wie man unseren SVS knacken kann.

Das 1:2 durch Trinks war dann nur eine Frage der Zeit. Doch halt, der Schiri gab den Treffer nicht, da Trinks die Hand im Spiel hatte. Dies deutete Florian Trinks dem Schiedsrichter an, der es selbst nicht gesehen hatte und so blieb es erstmal beim 1:1. Eine absolut faire Geste von Trinks und Respekt vor jedem Spieler der in solchen Situationen die Wahrheit sagt. Das ist Fairplay und dafür hat sich Trinks dann auch später den Treffer zum 1:3 verdient. Aber zunächst gab's ja noch den Elfer zum 1:2. Mensch Julian, das war ziemlich unnötig da an der Strafraumgrenze. Auch wenn es für mich nicht mal unbedingt ein richtiges Foul war, die Hände haben im 16er einfach nichts am Gegner zu suchen. Später dann noch das 1:3 und Frank Löning durfte dann doch noch eine gute Viertelstunde ran. Aber in der zweiten Hälfte war Fürth einfach stärker und bei uns lief nicht mehr viel zusammen.

Lag's vielleicht am Pokalspiel und die Kraft fehlte am Ende? Oder haben uns die grell, orange leuchtenden Trikots der Fürther aus dem Konzept gebracht? Oder war Fürth heute einfach nur besser?

Ich denke letzteres war der Fall und der Sieg der Kleeblätter geht daher auch in Ordnung. Schade, da wir in der ersten Hälfte wirklich nicht schlecht gespielt haben, aber seit der Verletzung von Thiede lief es irgendwie nicht mehr so Rund. Übrigens gute Besserung an Marco, ich hoffe die Verletzung ist nichts schlimmeres. Kaum fehlen mal Stiefler und Thiede, da merkt man was man an den beiden im Bezug auf Taktik und Laufbereitschaft eigentlich hat...

Aber die Niederlage ist kein Rückschlag für uns. Bis Weihnachten kommen mit Aalen und Aue noch Gegner die auf unserer Augenhöhe sind und wo wir wieder was fürs Punktekonto tun werden. Fürth hat heute gezeigt, dass sie ein Wörtchen um den Aufstieg mitreden wollen und sicher auch werden. Das war heute nicht unsere Kragenweite und daher Mund abwischen und nach vorne schauen. Kopf hoch an alle Jungs, bei denen es heute nicht so lief. Lieber in so einem Spiel gegen eine Spitzenmannschaft mal einen schlechten Tag erwischen, als in Spielen gegen Mitkonkurrenten um den Klassenerhalt. Das klappt beim nächsten Mal wieder, da bin ich sicher.

Unsere Serie "zu Hause ungeschlagen" ist nun vorbei und es wird Zeit eine neue, kleine Serie zu starten. Ich nenn die Serie einfach mal "bis Weihnachten ungeschlagen"! Auf geht's SVS, niemals aufgeben und kämpfen bis zum Ende. 

 

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04.12.2013 Eintracht Frankfurt - SV Sandhausen 4:2 (DFB Pokal Achtelfinale)

Angefangen hat der Tag unseres Pokalspiels in Frankfurt mit dem Spruch des Abreißkalenders zum 04. Dezember: „Nur weil ich mir etwas nicht vorstellen kann, muss es nicht unmöglich sein“ (siehe Fotos). Dieser Spruch passte doch perfekt zum Pokalspiel unseres SVS bei der Frankfurter Eintracht. Sollte das vielleicht ein Zeichen sein…?

An Spieltagen, die auf einen Arbeitstag fallen, ist es bei der Arbeit immer schwierig sich zu konzentrieren, denn irgendwie kribbelt es da immer schon etwas. Und von Minute zu Minute nimmt das Kribbeln zu. So wurde dann lieber rechtzeitig Feierabend gemacht und wir trafen uns zur Abfahrt der Fanbusse am Walter Reinhard Stadion. Insgesamt 14 Busse und etliche PKWs machten sich auf den Weg nach Frankfurt um den SVS zu unterstützen. Und heute muss ich mal wieder ein ganz, ganz großes Dankeschön an unseren Fanbeauftragten Stefan los werden, der die Busse zusammen mit den „Hardtwald-Supporters“ organisiert hat. Das war super und ich weiß was da für Arbeit und Organisation dahinter steckt. Daher nochmal Kompliment und Danke Stefan für deine Arbeit und dein Engagement!

Nach kurzer Pause auf einem Autobahnparkplatz, da das Bier im Bus schon früh leer war und unten aus dem Bus Nachschub rausgeholt werden musste, kamen wir rechtzeitig in Frankfurt an um die anderen Sandhäuser Fans zu treffen und gemeinsam zum Block zu laufen.

Im Stadion selbst  fanden sich dann 18200 Zuschauer ein und davon waren ca. 1200 Sandhäuser. Das ist für uns wirklich eine super Anzahl. Das nicht mehr Frankfurter gekommen sind lag zum einen daran, dass wir nun mal nicht der attraktivste Gegner sind (obwohl ich das gar nicht verstehen kann…cool) und zum anderen das einige Frankfurter durch die vielen englischen Wochen dank des Europapokals wohl einfach mal eine Fußballpause brauchten. Trotzdem muss ich meinen Respekt an den Frankfurter Fanblock hinter dem Tor zollen. Die machen schon ordentlich Dampf und kommen auch richtig laut rüber.

Beim SVS fehlte ausgerechnet unser Doppeltorschütze vom Samstag Nicky Adler, der sich mit Rückenproblemen beschäftigt. So war unser offensivster Spieler in der ersten Hälfte Danny Blum, der mir aber gut gefiel und sehr agil war. Mit etwas Glück gehen wir dann sogar in Führung, wenn Thiede und Stiefler den Konter sauber abschließen als beide alleine auf den Frankfurter Tormann zulaufen. Ich mag die beiden eigentlich, weil die viel rackern und kämpfen. Aber vor des Gegners Hütte sind beide leider zu harmlos. Da muss dringend Zielwasser getrunken werden. Und so ging dann der Gastgeber mit 1:0 in Führung…

Kurz nach der Pause dann ein Elfmetergeschenk für Frankfurt und die Eintracht erhöhte auf 2:0. Im Stadion war ich mir nicht ganz sicher aber nachdem ich nun die TV Bilder gesehen habe, war der Elfer wirklich ein Witz. Die Stimmung in unserem Block war nun erst mal gedämpfter, denn ein 2:0 auswärts bei einem Erstligisten, da haben die meisten das Spiel doch schon abgehakt. Aber mir fiel da wieder der Kalenderspruch des Tages ein und  durch ein kurioses Eigentor von Rode stand es plötzlich nur noch 2:1. Als wenig später Simon Tüting den Ausgleich zum 2:2 erzielte gab’s bei jedem in unserem Block eine gewaltige Gefühlsexplosion. Das sind Momente, die sind unbeschreiblich und plötzlich war wieder alles möglich. Der SVS Block war nun nicht mehr zu halten und man versuchte unser Team weiter nach vorn zu brüllen. Leider ging diese „Ekstase“ nur wenige Minuten, denn dann schlug das 3:2 der Frankfurter in unserem Kasten ein. Hätte Riemann den halten können? Ich denke ja, aber der Kadlec darf da auch nicht so frei zum Schuss kommen.

Der SVS machte nun hinten auf und versuchte nochmal ranzukommen. Den Frankfurtern boten sich dadurch natürlich gute Kontermöglichkeiten. Als in der Nachspielzeit Manu Riemann bei einem Eckball mit in den gegnerischen Strafraum ging, erzielte die Eintracht dann mit der letzten Aktion, durch einen Konter aufs leere Tor, den Treffer zum 4:2.  Und da war er nun endgültig aus, der Traum von der Pokalsensation.

Der Sieg für Frankfurt geht natürlich in Ordnung aber ich muss unseren Jungs ein Kompliment machen. So deutlich waren die Unterschiede zum Erstligisten nämlich nicht und wir haben uns gut und teuer in Frankfurt verkauft. Wir können stolz auf den Pokalabend in Frankfurt sein, stolz auf unser Team und auch stolz auf uns Fans. Um solche Spiele zu gewinnen fehlt uns noch ein bissel die Abgezocktheit, aber das kann ja noch werden. Wir haben der Eintracht jedenfalls einen klasse Pokalfight geliefert und auch wenn wir am Ende verloren haben, die Niederlage haut uns nicht um sondern wir können gestärkt aus dieser Partie gehen und den Blick nun ganz auf die Liga und das große Ziel den Klassenerhalt richten.

Auf der Rückfahrt wurde in den Fanbussen daher dann trotzdem ein wenig gefeiert und gesungen und irgendwann kommen wir dann vielleicht auch mal in den "Europapokal" (siehe Videos).

Und nun volle Konzentration auf Sonntag und den Gegner aus Fürth.

Kämpfen bis zum Ende! Für die 2. Liga! Sportverein!

Eintracht Frankfurt: Trapp; Jung, Zambrano, Flum, Oczipka; Schwegler, Rode; Kadlec, Barnetta (67. Rosenthal), Inui (90. Schöck); Joselu (93. Lakic)

SV Sandhausen: Riemann; Schauerte, Ojalengbesi, Schulz,. Achenbach; Linsmayer, Zimmermann (84. Kister), Tüting; Stiefler (65. Löning), Thiede (56. Kluft); Blum

Tore: 1:0 (19.) Joselu, 2:0 (49.) Joselu, Foulelfmeter, 2:1 (64.) Rode, Eigenor, 2:2 (66.) Tüting, 3:2 (72.) Kadlec, 4:2 (92.) Joselu

Schiedsrichter: Bastian Dankert (Rostock)

Zuschauer: 18.200

Gelbe Karten: Olajengbesi und Schulz 


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22.11.2013 SV Sandhausen - SC Paderborn 3:2

Das Spiel diesmal in Stichworten und abgedroschenen Phrasen zusammengefasst:

Mistwetter, Flutlicht, Minuskulisse, halbe Offensive verletzt, dämliches Gegentor, Regen, mit Glück durch Lück -> Ausgleich, schwaches Spiel, nasser Boden, Wer nicht rutscht ist Hoffenheimer, Halbzeit, Regen.

Noch dämlicheres Gegentor, Kopf hoch Manu, immer noch Regen, schwaches Spiel, Mannschaft gefühlt mausetot, Elfmeter, Ausgleich, Mannschaft wieder da, Führung Adler, Mannschaft kämpft, Schluß, alle naß, Heimsieg, 3 Punkte, Regen, Freude, Stadionterrasse, Bier, Schnitzel, Heimsieg feiern.

Schlechtestes Heimspiel. Zweimal Rückstand, zweimal zurückgekommen. Wer so Spiele gewinnt steigt nicht ab. Letztes Jahr hätten wir solche Spiele verloren. Dreckiger Sieg. Zu Hause weiter ungeschlagen. Beste Heimbilanz der 2. Liga. Nicht nach oben schauen. In Ingolstadt nachlegen. Nur der SVS!

SV Sandhausen: Riemann; Schauerte, Olajengbesi, Schulz, Achenbach; Linsmayer, Tüting; Zimmermann (63. Thiede), Ulm (87. Kister), Adler; Jovanovic (46. Stiefler)

SC Paderborn: Lück; Heinloth (78. Wurtz), Strohdiek, Hünermeier, Brückner (85. Amedick); Demme, Pepic (79. Sané); Wemmer, Kachunga, Meha; Saglik

Tore: 0:1 (12.) Kachunga, 1:1 (25.) Jovanovic, 1:2 (48.) Meha, 2:2 (72.) Ulm, Foulelfmeter, 3:2 (74.) Adler

Schiedsrichter: Christian Dietz (Kronach)

Zuschauer: 3.000. 

Gelbe Karten: Achenbach - Brückner, Demme, Kachunga 

   

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10.11.2013 Fortuna Düsseldorf - SV Sandhausen 1:0

Unsere Auswärtsfahrt nach Düsseldorf begann schon am Samstag mittag, denn wie viele andere SVS Fans verbrachten wir den Samstag Abend in der Düsseldorfer Altstadt. Ist ganz nett dort. Nach einem leckeren Abendessen ging es durch diverse Kneipen und immer wieder traf man auf bekannte Sandhäuser Gesichter. Irgendwann schmeckte das Altbier aber nicht mehr. Eine Empfehlung: Lasst euch bloß kein Alt im großen 0,4l Glas andrehen, wenn ihr mal in Düsseldorf seid. Das kriegt man einfach nicht runter.
Gestärkt mit gutem Frühstück ging's am Spieltag dann schon recht früh ans Stadion. Die LTU Arena kennen wir ja schon von unserem Gastspiel in der Dritten Liga vor einigen Jahren. Für eine Arena finde ich das Stadion gar nicht so schlecht. Was mir in Düsseldorf noch gefällt ist die Stadionmusik. Da läuft noch viel Punkrock statt Radiomucke.

Beim SVS gab's wieder Rotation in der Anfangself. Blum und Adler raus und Stiefler und Thiede rein. Gerade Blum hätte ich nach guter Leistung gegen Frankfurt aber gerne wieder von Beginn an gesehen.

Fortuna Düsseldorf steckt aktuell in einer kleinen Krise und die Leistung stimmte in den letzten beiden Partien überhaupt nicht. Und dies merkte man der Fortuna im Spiel gegen den SVS auch an. Fortuna spielte schwach, war verunsichert und hatte gegen unsere gut stehende Abwehr Probleme in der Offensive. Bei uns ging nach vorne aber leider auch nicht viel. Außer bei Standards waren wir nur bis zum 16er gefällig. So ging das 0:0 zur Pause in Ordnung, obwohl wir das bessere Team waren.

Leider hatte Fortuna dann aber 5 gute Minuten im Spiel, erzielte das 1:0 und hatte gleich danach noch eine Großchance welche Riemann klasse parierte. Der SVS brauchte nun einige Minuten um sich wieder zu fangen und nun kam endlich auch Blum in Spiel. Danny prüfte dann gleich mal Torwart Giefer mit einem tollen Schuss aus 20 Metern. Der SVS drückte nun etwas spielte aber zu oft nur lange hohe Bälle nach vorne. Die Düsseldorfer konterten noch ein-/ zweimal und ein Kopfball von Hübner klärte Fortunakapitän Lampertz auf der Linie.

Das wars dann und das Fazit der Niederlage kann nur lauten: Absolut unnötig!

Die Düsseldorfer wissen  wahrscheinlich selbst nicht warum sie dieses Spiel gewonnen haben, denn bis auf die bereits erwähnten 5 guten Minuten war deren Spiel auch nichts. Passend dazu auch der Tweet eines Fortunafans zum Spiel:


Wie im letzten Bericht bereits erwähnt, sind wir in der Offensive meist zu harmlos. So hätte dieses Spiel eigentlich mindestens 0:0 ausgehen müssen, ist es aber leider nicht. Hat die Rotation in der Startelf im letzten Spiel noch gut funktioniert, so war es diesmal leider nix. Düsseldorf wäre schlagbar gewesen und da hätte ich als Trainer weiter auf Danny Blum und damit mehr Offensive gesetzt.

Frank Löning war leider verletzt und ich hoffe er ist bis zum Heimspiel gegen Paderborn wieder fit, denn als Stürmer ziehe ich Frank Jovanovic vor. Auch wenn Frank anscheinend kein Liebling von Alois Schwartz ist, es wird trotzdem Zeit ihn wieder von Beginn zu bringen.

Die Niederlage in Düsseldorf wurmt mich irgendwie, denn da war eindeutig mehr drin. Das war insgesamt sehr ärgerlich und wir haben auf der Rückfahrt noch lange über das Spiel diskutiert, weil es uns einfach sehr beschäftigte.

Das Spiel ist rum und nun haben wir erstmal Pause bis zum 22.11. wenn der SC Paderborn nach Sandhausen kommt. Dann muss wieder ein Heimsieg her, denn in der Tabelle rücken alle Mannschaften immer weiter zusammen. Zwei Niederlagen in Folge und man ist wieder unten dabei. Das werden wir gegen Paderborn aber zu verhindern wissen!

Fortuna Düsseldorf: Giefer; Balogun, Latka, Soares, Ramirez; Fink, Lambertz (92. Ma-lezas); Bolly (87. Gianniotas), Bellinghausen; Benschop (78. Paurevic), Bancé

SV Sandhausen: Riemann; Schauerte, Hübner, Olajengbesi, Achenbach; Linsmayer, Tüting (67. Blum); Stiefler, Thiede (78. Kluft), Ulm (87. Schulz); Jovanovic

Tor: 1:0 (60.) Bancé

Schiedsrichter: Harm Osmers (Hannover)

Zuschauer: 28.849

Gelbe Karten: Fink, Benschop, Lambertz, Soares, Latka - Linsmayer, Tüting

 

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03.11.2013 SV Sandhausen - FSV Frankfurt 2:0

Als es nach dem Dresden Spiel mal keinen Bericht von uns gab, bekamen wir gleich als Feedback: Das geht ja gar nicht! Und dabei hatten wir doch vor der Runde angekündigt, dass es diese Runde nicht mehr zu jedem Spiel einen Bericht geben wird. So hätte es auch diesmal gegen Frankfurt eigentlich keinen gegeben, aber gut, wenn es die treue Fangemeinde verlangt, gibt's halt doch einen kurzen Bericht aus unserer Sicht.

Nach zwei Unentschieden in Folge und mit der Gewissheit, dass die Teams aus dem (bisherigen) Tabellenkeller mittlerweile auch alle kräftig punkten, war beim Heimspiel gegen Frankfurt ein Dreier eigentlich fast schon Pflicht.

Bei bestem Aprilwetter rotierte Alois Schwartz diesmal Danny Blum in die Anfangsformation und er hatte damit mal wieder ein gutes Händchen. Das Spiel war insgesamt sehr ausgeglichen und Frankfurt hatte etwas mehr Spielanteile als unser SVS. Vor dem Tor waren jedoch wir gefährlicher und so erzielten wir auch zwei sehr schöne Tore.

Danny Blum zum 1:0 mit einem kleinen Solo und perfektem Abschluss ins rechte Toreck und Simon Tüting zum 2:0 nach Ablage von Danny Blum überlegt links unten reingeschoben. Insgesamt war es sicher kein großes Spiel aber der Sieg geht in Ordnung, da wir vor unserem Tor fast nichts zugelassen haben und vorne eben diesmal die zwei Kisten gemacht haben.

Gegen Frankfurt zu siegen ist übrigens schön und ich hätte da auch im Dezember dann nix gegen ;-)

In Euphorie verfalle ich aber nicht nach dem wichtigen Sieg, denn im Spiel nach vorne mangelt es schon noch bei unserem SVS. Da müssen wir noch mehr machen und vielleicht auch Jovanovic mal eine Pause gönnen. Er kämpft und rackert zwar viel aber er hat auch viele unglückliche Situationen. Daher würde ich demnächst Frank Löning gerne mal wieder von Beginn an in unserer Sturmspitze sehen.

Wir haben dieses Jahr das Glück einen großen und ausgeglichenen Kader zu haben. Da kommt auch von der Bank meist wirklich neue Energie ins Spiel. Und wenn man bedenkt, dass demnächst wieder Zimmermann, Klotz, Kübler, Kulovits und Kluft komplett fit sind, dann hat der Trainer die Qual der Wahl. Momentan fängt Schwartz ja schon an etwas zu rotieren und bisher hat er da eigentlich ein gutes Händchen. Ich kann damit leben, denn jeder Spieler weiss dann auch, nur mit 100% Leistung und Einsatz bin ich auch im nächsten Spiel wieder von Beginn an dabei.

Mangelnde Leistung und Einsatz werfe ich aber keinem unserer Spieler vor, denn beides stimmte bisher in fast allen Spielen und das ist dann auch der Garant dafür, dass wir nun schon 17 Punkte auf dem Punktekonto haben. Wir spielen keinen Gegner an die Wand aber wir rennen und kämpfen meist mehr als unsere Gegner und das zeichnet uns diese Saison aus.  

Daher denke ich, wir werden nächste Woche in Düsseldorf auch nicht ohne Punkt(e) nach Hause fahren. Düsseldorf und vor allem ihr Trainer Mike Büskens stehen aktuell enorm unter Druck. Je länger wir in Düsseldorf die Null hinten stehen haben, umso größer wird die Nervosität der Rheinländer werden. Und unsere Defensivachse um Riemann, Hübner & Linsmayer wird dem Druck der Gastgeber standhalten können, da bin ich mir ziemlich sicher.

Bereist ab Samstag werden sich etliche Sandhäuser Fans auf dem Weg ins Rheinland machen und ich hoffe am Sonntag kommen dann noch viele Sandhäuser nach um unseren SVS bei dem schwierigen Auswärtsspiel zu unterstützen.

Also macht euch am Sonntag alle auf den Weg um unseren SVS kämpfen und siegen zu sehen!

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25.10.2013 FC St. Pauli - SV Sandhausen 0:0

Das Spiele des SV Sandhausen gegen den FC St. Pauli für mich etwas Besonderes sind brauch' ich glaub ich nicht mehr näher zu erläutern. Am Freitag war es nun so weit und meine beiden Teams spielten wieder gegeneinander. Wir machten uns zu Dritt früh morgens auf den Weg nach Hamburg und waren rechtzeitig vor Ort um noch einen Abstecher zu den Landungsbrücken und einige Kneipen rund ums Stadion zu machen. Besonders gespannt war ich diesmal auf die neuen Räumlichkeiten der St.Pauli Fans im Bauch der neuen Gegengeraden, die ich seit Fertigstellung noch nicht gesehen hatte. Dort sind unter anderem der "St. Pauli Fanladen" sowie die  "Fanräume" untergebracht und dienen der Fanszene als Anlauf- und Treffpunkt und dies nicht nur bei Heimspielen. Gefällt mir richtig gut was dort entstanden ist und was, im Fall der Fanräume, von den Fans auch selbst finanziert wurde. Ein bisschen ist das alles vielleicht mit unserem alten Biergarten vor dem Hardtwaldstadion oder der Terrasse des SVS Clubhaus vor und nach den Spielen zu vergleichen, zumindest was die Geselligkeit betrifft, jedoch auf viel professionellerem Level und mit viel besseren Möglichkeiten. Nach netten Gesprächen mit einigen St. Paulianern machten wir uns dann auf den Weg in den Gästeblock, denn das Spiel rückte näher.

St.Pauli mit einem starken Auftritt in der Vorwoche bei der SpVgg Greuther Fürth und einem 4:2 Auswärtssieg im Rücken war natürlich haushoher Favorit. Doch St. Pauli hat diese Saison noch keine zwei Spiele hintereinander mit dem gleichen Ergebnis abgeliefert. Noch dazu tun sich die Kiezkicker gegen eher defensiv eingestellte Teams ziemlich schwer. Und das Sandhausen auf St.Pauli nicht zu offensiv auftreten wird, war ja eigentlich zu erwarten.

Alois Schwartz überraschte mit einigen Umstellungen in der Startelf. Die Rückkehr von David Ulm war zu erwarten, dass jedoch Simon Tüting und Nicky Adler von Beginn an ran durften hatten wohl die wenigsten auf dem Zettel.

St.Pauli begann stark und hätte nach einer Viertelstunde schon mit ein oder zwei Toren führen können. Doch der SVS fand danach besser ins Spiel und stellte sich vor allem besser auf St. Pauli ein. Unsere Defensive stand wieder gut und wir konnten den Spielaufbau der St. Paulianer immer wieder unterbinden. Trotzdem kamen die Braun-Weißen zu mehreren Chancen wo Manuel Riemann oder das nötige Glück eine Führung für St. Pauli verhinderte.

Unser eigenes Offensivspiel war, sagen wir mal, "etwas zurückhaltend" und doch hatten wir auch einige Möglichkeiten. Die größte in der 90. Minute als Marvin Knoll frei auf Keeper Tschauner zulief, ihm jedoch in die Beine schoß. So hätten wir mit etwas Glück sogar fast einen Dreier mitgenommen. Verdient wäre ein Sieg jedoch nicht gewesen, aber was heißt beim Fußball schon verdient...? Den Punkt haben wir uns aber erkämpft und erarbeitet, auch wenn natürlich St. Pauli das bessere Team war. Die ca. 300 mitgereisten Sandhäuser Fans feierten den Punkt dann auch richtig, denn der Punkt ist für uns ein Erfolg und ein Blick auf die Tabelle zeigt wie wichtig der Punktgewinn war. 

Unsere Defensive kann sich diese Saison wirklich sehen lassen. Auf der anderen Seite sind wir vor des Gegners Tor aber oft viel zu harmlos. Auswärts in Stadien wie am Millerntor sag' ich nicht mal was wenn man eine eher defensive Ausrichtung hat. Bei Heimspielen und bei Gegnern wie nächste Woche der FSV Frankfurt, muss es aber vorne drin krachen. Da muss auch wieder ein Frank Löning mit vorne ran! Was diese Saison aber auf jeden Fall stimmt ist der Einsatz, die Leidenschaft und der Wille, den die Mannschaft auf dem Platz zeigt. 

Beim Spiel noch zu erwähnen ist unser Nicky Adler, der vor allem kämpferisch überzeugte, jedoch zwei besondere Szenen hatte. Einmal korrigierte Nicky den Schiedsrichter von sich aus, als dieser einen Ball ins Toraus zunächst als Eckball für Sandhausen wertete. Respekt dafür, auch wenn es "nur" um einen Eckball ging. Für diese Szene erhielt Nicky dann auch verdienten Applaus der St. Paulifans.

In einer zweiten Szene etwas später ging es um einen roten Luftballon, welcher einige Minuten mitten über den Platz auf Kopfhöhe der Spieler schwebte. War schon ganz witzig anzusehen, wie der Ballon sich um die Spieler rekelte. Man hatte fast den Eindruck, der will mitspielen. Die Ballonbeobachtung war in dieser Phase auch fast interessanter als das Spiel. Nicky Adler machte den Ballon dann unsanft platt und so wurde aus dem "fairen" Nicky nun der "Ballonmörder" Adler. War trotzdem eine witzige Situation.

Nach dem Spiel verabschiedeten wir noch die Fans aus dem Fanbus und zogen verstärkt mit 2 Mädels vom Fanclub "Rock 'n' Goal 1916" wieder in die Fanräume wo gemeinsam mit St. Pauli Fans das Spiel analysiert wurde. Als Sandhausen Fan ist man doch etwas "exotisch" in der Fußballszene und so wurde man immer wieder auf recht simple Dinge wie z.B. Wo liegt Sandhausen?, Wieviel Einwohner habt ihr?, Wie kommt es das ihr 2. Liga spielt?, usw. angesprochen. Von einem jüngeren St. Pauli Fan auf unsere doch eher defensive Spielweise angesprochen, erklärte ich ihm, dass vor einigen Jahren der FC St.Pauli doch auch eher für Kampf, Einsatz und Leidenschaft und weniger  für Übersteiger, Zuckerpässe und große Spielkultur bekannt war. Und fürs "schön spielen" gibt's nun leider keine Punkte. War eine nette Diskussion und wenn du hier mitliest, die Einladung nach Sandhausen fürs Rückspiel steht noch ;-).

Später zogen wir noch weiter zur St. Pauli Kneipe "Jolly Roger". Auch dort dort kamen wieder ähnliche Fragen zu Sandhausen auf, wie wir sie schon in den Fanräumen beantworten mussten. Der Unterschied hier aber, es war internationaler. St. Pauli Fans aus England, Dänemark oder Irland interessierten sich für uns und ein Ire wollte unbedingt einen SV Sandhausen Schal haben. Den bekam er dann auch und versprach uns nun einen Sandhausen Fanclub in Irland gründen zu wollen. Bin mal gespant, ob er sich nach dem Abend da noch dran erinnern kann ;-). 

Es war jedenfalls wieder eine tolle Auswärtsfahrt nach St. Pauli, viele nette Leute getroffen und vor allem diesmal auch einen Punkt mit nach Hause gebracht.

Am Sonntag kommt nun der FSV Frankfurt nach Sandhausen. Nach zwei 0:0 Spielen, wären nun drei Punkte sehr wichtig. Ich mag daher wieder 2 Stürmer in der Startformation haben, denn zu Hause müssen wir mehr für die Offensive tun. Bei der Tabellenkonstellation, wo die Teams aus dem Tabellenkeller mittlerweile auch alle punkten, bringen uns Unentschieden nicht viel weiter. Ich glaube aber an unsere Jungs, denn die Mannschaft ist intakt und Alois Schwartz ist taktisch ein ganz raffinierter Fuchs. Hoffen wir mal, dass auch gegen den FSV Frankfurt seine Taktik aufgeht. 

FC St. Pauli: Tschauner; Schindler, Thorandt, Gonther, Halstenberg; Kalla, Buchtmann; Rzatkowski, Maier (77. Thy); Bartels (71. Verhoek), Nöther (85. Gregoritsch).

SV Sandhausen: Riemann; Schauerte, Olajenbesi, Hübner, Achenbach; Linsmayer, Tüting, Kulovits (31. Stiefler); Ulm (80. Knoll), Adler (92. Schulz), Jovanic.

Zuschauer: 27.901. Schiedsrichter: Benjamin Cortus (Röthenburg). Gelbe Karten: Bartels  – Kulovits, Ulm, Schauerte

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29.09.2013 SV Sandhausen - VfL Bochum 1:0

Ich könnte heute einen tollen Bericht schreiben über das Spiel unseres SV Sandhausen, der hochverdient gegen den VfL Bochum mit 1:0 gewonnen hat. Ich könnte über eine tolle Leistung des SVS schreiben, über einen starken David Ulm, über einen starken Denis Linsmayer auf der Sechs und über eine starke Rückkehr unseres Kapitän Frank Löning in die Startelf. Ich könnte über vergebene Chancen und einen verschossenen Elfmeter schreiben. Die Story mit Nicky Adler und dem späten Siegtreffer und, dass dies die Geschichten sind, welche den Fußball so besonders machen, hätte ich so richtig ausgekostet. Den Schiedsrichter hätte ich in dem Bericht sicher auch erwähnt, aber all das war heute nur zweitrangig.

Der SV Sandhausen hat heute einem jungen Mädchen einen ganz besonderen Tag geschenkt und darüber ist es viel mehr Wert zu berichten. Die kleine, schwerkranke Emily erfuhr heute die Zuneigung von Mannschaft, Vereinsverantwortlichen und von sehr vielen Fans. Emilys Familie sprach später von einem glücklichen Tag für Emily. Sie hatte nicht nur einmal ein Lächeln auf ihren Lippen, sie war glücklich und von ihrer Krankheit unbekümmert. Dies ist es Wert heute zu erwähnen! Fußball rückt bei solchen Schicksalen, wie es die kleine Emily erwischt hat, ganz schnell in den Hintergrund, und daher belasse ich es heute mal bei einem ganz fetten Danke an alle Zuschauer, Fanclubs, Verantwortliche, Spieler, den Caterer, die Securities und sonstige Leute, die für Emily gespendet und ihr einen wundervollen Tag bereitet haben. Wir mussten heute einfach gewinnen und dieser Sieg war nur für Emily. Alles Gute, kleines Mädchen!

 

SV Sandhausen: Riemann; Schauerte, Olajengbesi, Hübner, Achenbach; Linsmayer; Stiefler (87. Adler), Ulm, Thiede (78. Blum); Jovanovic, Löning


VfL Bochum: Luthe; Freier, Maltritz, Eyjölsson, Acquistapace; Latza, Zahirovic (46. Tiffert); Tasaka, Cwielong (75. Esser); Sukuta-Pasu (59. Ilsö), Aydin
 

Tor: 1:0 (90.+4) Adler

Zuschauer: 4.700

Schiedsrichter: Patrick Ittrig (Hamburg).

Gelbe Karten: Ulm, Stiefler, Jovanovic, Achenbach - Freier

Rote Karte: Luthe (73./VfL, Notbremse)

Besondere Vorkommnisse: Esser (VfL) hält Foulelfmeter von Schauerte (76.).

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14.09.2013 SV Sandhausen - 1. FC Kaiserslautern 1:0

Endlich war mal wieder Fußball. Erst hat man urlaubsbedingt ein paar SVS Spiele verpasst und dann war auch noch die Länderspielpause. Wurde also höchste Zeit unseren SVS wieder „live“ zu sehen.

Der Spielplan wollte es so, dass beim SVS nach dem vollen Haus gegen Karlsruhe mit dem 1. FC Kaiserslautern nun gleich der nächsten Gegner mit großer Anhängerschaft an den Hardtwald kam. Gab es gegen Karlsruhe noch einige organisatorische Probleme im Zuschauerbereich, so war man gegen Lautern nun besser aufgestellt. Aus Fehlern lernen war also angesagt und soweit ich das mitbekommen habe, hat dies auch gut funktioniert. Insgesamt aber schon sehr verwunderlich, dass nur 9500 Zuschauer den Weg ins Stadion gefunden haben. Und dies nachdem der SVS doch den ersten Auswärtssieg bei 1860 München eingefahren hatte. Hallo Sandhäuser und Leute aus der Umgebung bitte aufwachen, wir spielen 2. Liga und hier wird Fußball noch ehrlich gearbeitet. Also macht euch gefälligst mal mal auf den Weg zu unseren Heimspielen!

Lautern Fans waren es diesmal aber auch deutlich weniger im Vergleich zum Heimspiel am Ostersonntag. Der FCK schwächelt aktuell etwas und nach der 4:0 Schlappe bei Aalen und dem 2:2 gegen Cottbus traten dann einige Lauternfans den Weg nach Sandhausen wohl erst gar nicht an. Trotzdem waren mit Sicherheit 5000 „Rote Teufel“ im Stadion und machten guten Lärm. Schön fand ich übrigens den Applaus der Lauternfans für Denis Linsmayer und Alois Schwartz vor dem Spiel. Haben beide doch eine lange FCK Vergangenheit.

Komischerweise machte sich am Samstag der SVS nicht auf der gewohnten Hälfte im Stadion warm sondern diesmal auf der anderen Seite vor der Osttribüne. Leidtragender davon war der Lauterer Betreuer Roger Lutz, der zunächst auf der bisherigen Seite (vor dem Gästeblock) seine Hütchen aufbaute, nach Intervention der SVS Fans, dann aber auf die andere Seite geschickt wurde. Als er dort dann fertig aufgebaut hatte schickte man ihn doch wieder zurück auf die andere Seite. Entsprechend schlecht gelaunt packte er dann wieder alles zusammen…

Beim SVS begann die Startformation, welche in München erfolgreich war. So spielten in der Innenverteidigung wieder Hübner und Olajengbesi, obwohl Schulz und Kister wieder fit waren.  Gute Leistung wird also bei Alois Schwartz belohnt.

Kaiserslautern war die stärkere Mannschaft in der ersten Halbzeit. Vor allen bei hohen Bällen sah die SVS Defensive in den ersten 20 Minuten gar nicht gut aus und einige Kopfbälle kamen sehr gefährlich auf unser Tor. Der FCK traf auch zweimal ins Netz, beide Tore waren jedoch knapp Abseits. Es war ein kampfbetontes Spiel und viele kleine Nickligkeiten auf beiden Seiten führten immer wieder zu Spielunterbrechungen. Der Schiedsrichter, welcher am Ende neun gelbe Karten zeigte, war meiner Meinung nicht immer souverän. Dies aber auf beiden Seiten.

Nach gut 25 Minuten stabilisierte sich unsere Defensive und der Anfangsdruck der Lauterer wurde schwächer. Chancen auf SVS Seite gab es eigentlich keine. Spätestens am 16er war Schluss und unsere Standards waren bis dahin auch eher harmlos. So ging es etwas glücklich mit einem 0:0 in die Pause.

Alois Schwartz wechselte in der Pause gleich zweimal. Für Kulovits kam Kister und für Jovanovic Frank Löning ins Team. Kulovits holte sich bereits in der ersten Hälfte eine gelbe Karte ab und aufgrund seiner doch eher robusten Spielweise war der Wechsel verständlich und eine Vorsichtsmaßnahme. Auch Jovanovic war gelb verwarnt und musste vorsorglich raus. Jova spielt immer sehr engagiert, geht keinem Zweikampf aus dem Weg, ist aber auch immer mit dabei wenn es was zu diskutieren gibt und es mal etwas unfairer zugeht. Daher war der Wechsel ebenfalls richtig. Jovanovic muss versuchen sich da in Zukunft mehr unter Kontrolle zu halten.

Für Tim Kister war das Spiel dann nach 5 Minuten leider gleich wieder vorbei. Er brach sich das linke Handgelenk, nachdem er einen Schuss eines Lauterers auf die Hand bekommen hat. Gute Besserung Tim, irgendwie bist du bisher der Pechvogel der Saison. Werde bald wieder fit, denn du machst das schon sehr souverän da in der Defensive. Für Kister kam dann Daniel Schulz ins Team und Gott sei Dank haben wir diese Runde fünf Top Innenverteidiger. Bin mal gespannt ob der Verein über seinen Schatten springen kann und nächste Woche in Bielefeld Marco Pischorn zumindest auf die Bank setzt. Durch die Verletzung von Kister und die Sperre von Kulovits brauchen wir in der Defensive gute Alternativen und man hat beim Spiel gegen Lautern gesehen wie schnell es gehen kann und jemand ausfällt oder aus anderen Gründen raus muss.

In der zweiten Hälfte wurde Kaiserslautern mit zunehmender Spieldauer eigentlich immer harmloser. Der SVS dagegen mit Einsatz, Kampf und Leidenschaft. Selbst kurz vor Ende rennen unsere Jungs noch hoch und runter. Konditionell scheinen wir diese Saison wirklich fit zu sein. Und das macht dann vielleicht auch den Unterschied aus. Denn das 1:0 in der 85. Spielminute haben wir uns durch den gezeigten Einsatz verdient. Frank Löning trifft wieder und wir alle gönnen ihm das Tor so sehr. Nach überstandener Verletzung ist Frank bisher nur Einwechselspieler gewesen. Frank verhielt sich aber immer professionell & vorbildlich und spielt sich langsam aber sicher wieder unter die ersten Elf. Gut so!

Insgesamt war es kein tolles Fußballspiel, aber es war spannend und auch wenn Kaiserslautern etwas überlegen war ist der Sieg aufgrund unserer Einstellung und geschlossenen Mannschaftsleistung nicht unverdient. „Dreckige Siege“ gehören eben auch zum Fußball dazu und drei Punkte sind drei Punkte!

Letzte Saison haben wir solche Spiele übrigens alle verloren. Es hat sich also was geändert im Geist der Mannschaft. Und nun haben wir zum ersten Mal in der 2. Liga zwei Spiele nacheinander gewonnen. Der Start einer Serie? Warum nicht? Siege geben jedenfalls Selbstvertrauen und wir können mit breiter Brust nach Bielefeld und zum Pokalspiel nach Wiedenbrück fahren. Vielleicht wird’s ja ein goldener September für den SVS und unser Fanclub Carpe Diem Sandhausen feiert mit, denn wir werden noch diesen Monat 5 Jahre alt!

Und zum Schluss hole ich aber schon wieder die Spaßbremse raus. Schaut man sich die Tabelle genau an, erkennt man wie eng diese Saison alles zusammen ist. In der zweiten Liga kann jeder jeden schlagen und richtige Favoriten wie letzte Saison Hertha oder Braunschweig gibt es nicht. Auch Ingolstadt und Dresden sind noch lange nicht abgeschlagen. Es wird also eine ganz enge Runde werden und jeder Punkt für uns ist nach wie vor ein Punkt gegen den Abstieg. Darum bitte alle auf dem Boden bleiben und weiterhin alles geben für unseren SVS!

SV Sandhausen:  Riemann; Schauerte, Hübner, Olajengbesi, Achenbach; Kulovits (46. Kister, 52. Schulz), Linsmayer; Stiefler, Thiede, Ulm; Jovanovic (46. Löning)

1.FC Kaiserslautern:  Sippel; Matmour, Orban, Heintz, Löwe; Ring, Karl; Gaus (87. Drazan), Fortounis (62. Wooten); Zoller, Occéan (80. Jenssen)

Tor: 1:0 (85.) Löning

Schiedsrichter: Thorsten Schriever (Dorum)

Zuschauer: 9.500

Gelbe Karten: Kulovits, Stiefler, Jovanovic - Ring, Gaus, Karl, Matmour, Drazan, Heintz

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11.08.2013 SV Sandhausen - Energie Cottbus 2:2

Nach dem tollen Pokalwochenende gegen Nürnberg stand nun wieder der Ligaalltag gegen Cottbus an. Und so schön der Pokalsieg auch war, viel wichtiger ist es Punkte in der 2. Liga einzufahren, denn für uns zählt letztendlich nur der Klassenerhalt.

Danny Blum ist aktuell verletzt und so lief gegen Cottbus die gleiche Elf wie gegen Nürnberg auf.

Der SVS spielte von Beginn an gut mit und ging nicht unverdient durch einen Foulelfmeter von Schauerte in Führung.  Kurz später dann endlich nach langer Zeit das erste SVS Tor aus einem Spiel heraus durch Ranisav Jovanovic, der einen langen Pass von Zimmermann schön mitnahm, dem Torwart umkurvte und sein erstes Tor für Sandhausen erzielte. Der SVS legte also los wie die Feuerwehr. Doch Cottbus präsentierte sich stark am Hardtwald und erzielte noch vor der Pause den Anschlusstreffer.

In der zweiten Hälfte spielten dann eigentlich fast nur noch die Gäste. Der SVS hatte zwar noch eine Großchance durch Knoll, kam dann aber nur noch sporadisch vors gegnerische Tor. Dafür spielten die Lausitzer ein ums andere Mal unsere Abwehr geschickt aus und wurden immer gefährlicher. Der SVS zollte dem hohen Anfangstempo Tribut und so war der Ausgleichstreffer nur noch eine Frage der Zeit. Cottbus präsentierte sich, im Gegensatz zu uns, ziemlich ballsicher und brachte die schnellen Offensivspieler immer wieder in Position. Wenigstens gegen Ende des Spiels konnte der SVS nochmals etwas Druck erzeugen, allerdings ohne Erfolg.

So ist es am Ende zwar ärgerlich, dass wir die 2:0 Führung nicht über die Zeit gebracht haben, aber insgesamt müssen wir froh sein, das Spiel nicht noch verloren zu haben. Mit dem Punkt müssen wir also zufrieden sein. Ich fand Cottbus recht stark und wir konnten, bis auf die erste halbe Stunde, nicht an unsere tolle Leistung gegen Nürnberg anknüpfen. In der letzten Saison übrigens hätten wir dieses Spiel wahrscheinlich noch verloren...

Wie erwartet wird es also auch diese Runde wieder nur darum gehen Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln und mir wäre lieber, wenn wir da nicht nur Unentschieden sondern endlich mal Dreier einfahren. Das wird aber verdammt schwer und das schaffen wir nur, wenn jeder in jedem Spiel bis an seine Leistungsgrenze geht. Die kommenden Wochen werden nicht einfach. Mit Köln, Karlsruhe, 1860 und Kaiserslautern stehen starke Gegner vor der Tür. Und trotzdem müssen wir da punkten um nicht gleich zu Saisonbeginn richtig tief im Tabellenkeller festzusitzen.

Am Samstag wurde dem SVS in der Pokalauslosung für die zweite Runde der SV Wiedenbrück zugelost. Auswärts bei einem unterklassigen Gegner.
Ich mach hier gleich mal die Spaßbremse, denn wir haben im Badischen Pokal bei unterklassigen Gegnern meist nicht gut ausgesehen. Ich erinnere hier nur mal an die Niederlage beim Endspiel gegen Neckarelz. Der Gegner ist keinesfalls zu unterschätzen und wir können dort nur was erreichen wenn wir voll konzentriert sind und mit vollem Einsatz zur Sache gehen. Wiedenbrück wird sehr defensiv stehen und auf Konter lauern was gegen Düsseldorf in der ersten Runde sehr gut geklappt hat. Dieses Abwehrbollwerk müssen wir irgendwie knacken. Ein Einzug in die dritte Runde ist jedenfalls möglich und finanziell wäre das ein Segen für den SVS.

Und dann ist da noch die Sache mit Marco Pischorn. Was in der Gerüchteküche schon seit einiger Zeit kochte wurde nun offiziell bestätigt. Der Verein plant nicht mehr mit Marco Pischorn und er kann sich einen neuen Verein suchen. Okay, wir haben fünf Innenverteidiger und es können nunmal immer nur 2 Spielen. Doch wenn ich daran denke wie der Verein lange um Marco gebuhlt hat um doch ja den Vertrag zu verlängern, dann stimmt es doch in der Personalplanung beim SVS nicht mehr.

Marco war in den vergangen Jahren ein Führungsspieler beim SVS und er hatte im Aufstiegsjahr maßgeblichen Anteil am Aufstieg und der Meisterschaft. In der zweiten Liga passte die Leistung dann nicht immer aber das war ja nicht nur bei Marco so und er absolvierte trotzdem 32 Spiele für den SVS. Marco fühlt sich in Sandhausen wohl und identifiziert sich mit unserem Verein. Auch deshalb zog er nach der Vertragsverlängerung mit seiner Familie direkt nach Sandhausen und wollte hier weiter für unseren SVS spielen und kämpfen. Das darf er nun nicht mehr und ich finde es erschreckend wie mit verdienstvollen Leuten beim SVS umgegangen wird. Hätte man sich nach der letzten Runde von Marco getrennt und den Vertrag nicht verlängert, dann wäre dies zwar schade aber okay für beide Seiten gewesen. Doch nun nach der Vertragsverlängerung so mit ihm umzugehen ist alles andere als professionell. Noch dazu für den SVS ein finanzielles Verlustgeschäft.

Wir Fans (und die Spieler natürlich auch) müssen uns leider damit abfinden, dass das Fußballgeschäft meist ein "dreckiges Geschäft" ist. Erfolge der Vergangenheit zählen hier nix mehr und was gestern gut war ist heute schon vergessen. Die "heile" Welt gibt es beim Fußball nicht und auch wenn wir hier noch ein Dorfverein sind, die Mechanismen des Fußballs greifen in Sandhausen immer mehr um sich. Ich finde das gerade bei Marco sehr schade, denn mit ihm verlieren wir eine Identitätsfigur die auch ohne Murren in der 3. Liga für den SVS spielen würde.

Darum noch ein Vorschlag von uns: Wenn in der Innenverteidigung kein Platz mehr für Marco ist, wie wäre es wenn Marco im Sturm spiel? Unter Gerd Dais wurde Marco bei Rückstand in den letzten Minuten oft vorne in den Sturm gesetzt. Warum machen wir das nicht standardmäßig mit Marco? Als Joker auf die Bank und dann vorne im Sturm einwechseln. Marco ist zweikampfstark und vor allem ein Kopfballungeheuer. Bevor wir nun noch einen weiteren Stürmer kaufen, der wahrscheinlich auch nur als Joker eingesetzt werden würde, dann doch lieber mit Marco vorne drin. Wäre zumindest mal ein Versuch wert.

Egal wie es auch ausgeht mit Marco, er wird für uns immer ein Teil des größten Erfolgs beim SVS sein, der Meisterschaft der 3. Liga und dem damit verbundenen Aufstieg in die 2. Liga. Und wenn der Verein dieses Gedenken nicht aufrecht erhält, wir Fans werden es jedenfalls tun!

In den nächsten Wochen wird's nun etwas ruhiger bei Carpe Diem Sandhausen. Es ist Urlaub angesagt und so werden wir einige Spiele der nächsten Wochen nur über den Liveticker und das Internet verfolgen. Berichtemäßig wird's daher auch erstmal eine Pause geben, das mit den Fotos bekommen wir aber vielleicht noch irgendwie hin.

Nächsten Samstag in Köln holen wir dann unseren ersten Auswärtspunkt, mit Glück vielleicht auch drei. Köln hat in der zweiten Liga noch nie gegen Sandhausen gewonnen und nach einem mäßigen Start in die Runde steigt dort schon langsam der Druck. Das müssen und werden wir nächste Woche ausnutzen!

SV Sandhausen: Riemann; Schauerte, Kister, Schulz, Achenbach; Kulovits, Zimmermann; Klotz (79. Ulm), Thiede, Knoll (67. Stiefler); Jovanovic (79. Löning).

FC Energie Cottbus: Almer; Schulze, Möhrle, Börner, Bittroff; Banovic, Kruska; Takyi (83. Susic), Fomitschow (67. Rivic); Stiepermann, Sanogo (75. Mosquera).

Tore: 1:0 (9.) Schauerte/Foulelfmeter, 2:0 (21.) Jovanovic, 2:1 (29.) Kruska, 2:2 (58.) Sanogo.

Zuschauer: 3.200. Schiedsrichter: Martin Petersen (Stuttgart). Gelbe Karten: Kulovits (3), Kister (2), beide SVS und Börner (2), Kruska, beide FC Energie.

 

 

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04.08.2013 SV Sandhausen -1. FC Nürnberg 5:4 n.E (1:1) 1. Runde DFB Pokal

Ein spannender und packender Pokalfight bei herrlichem Wetter unter Flutlicht und mit dem SV Sandhausen als Sieger. Und einen Tag später noch den ganzen Tag ein Lächeln im Gesicht. Gibt’s was Besseres?

Mit dem Bundesligisten 1. FC Nürnberg zog der SVS ein gutes Los im DFB Pokal. Nürnberg ist ein attraktive Mannschaft und hat eine große und stimmgewaltige Fangemeinde. Trotzdem rechnete man sich eine kleine Chance gegen den Club aus, da Nürnberg bihser noch kein Pflichtspiel bestritt und an guten Tagen des SVS durchaus schlagbar ist. Der DFB Pokal hat schließlich seine eigenen Gesetze…

Die DFB Pokal Gesetze des DFB hat unser Fanclub vor dem Spiel dann auch schnell mitbekommen als die Security uns bat unsere Fanclubfahne doch bitte abzuhängen. Unsere Fahne hängt seit Jahren bei jedem Heimspiel an der gleichen Stelle vor unserem Standort auf der Geraden und dies ist auch konform mit der Stadionordnung des SVS. Nun kam aber die Aussage die Bandenwerbung, welche 1 Meter vor dem Zaun und somit unserer Fahne aufgestellt war, sollte durch die Fahne im TV nicht  beeinträchtigt werden und uns wurde angeboten die Fahne doch in einen leeren Pufferblock am anderen Ende zu hängen. Das wollten wir dann aber auch nicht. Letztendlich hat sich der Verantwortliche des DFB dann mit mir unterhalten und wir haben gegenseitig Argumente ausgetauscht. Es war ein gutes Gespräch auf Augenhöhe und so blieb am Ende unsere Fahne doch hängen. Es gibt also noch Leute beim DFB mit denen man vernünftig reden kann!

Unsere Fahne blieb jedenfalls hängen und das Spiel konnte also losgehen.

Drei Änderungen gab es in der ersten Elf im Vergleich zum Aue Spiel. Manuel Riemann spielte im Tor für Knaller und in der Offensive begannen wir mit Thiede und Jovanovic für Adler und Löning. Thiede gefiel im Testspiel gegen Piräus unter der Woche und hat sich dadurch in die Mannschaft gespielt. Da wächst was heran beim SVS.

Der SVS begann gut und hatte die erste Viertelstunde leicht Oberwasser. Doch Nürnberg übernahm dann mehr und mehr das Kommando und ging durch die einzige Chance in der ersten Hälfte nicht unverdient in Führung. Nach dem Seitenwechsel der SVS aber wieder präsenter und agiler. Nürnberg verwaltete viel setzte aber wenig Akzente.  So fiel dann der Ausgleich durch einen Elfmeter den Julian Schauerte sicher verwandelte. Das Spiel war nicht hochklassig lebte aber vom Kampf und Einsatz und war vor allem spannend.Ein echtes Pokalspiel eben. Man merkte keinen Unterschied zwischen erster und zweiter Liga und der SVS erkämpfte sich die Verlängerung. Auch die Verlängerung blieb torlos und so musste das Elfmeterschießen über den Einzug in die nächste Runde entscheiden.

Der psychologische Vorteil lag nun klar beim Außenseiter, denn alle Sandhäuser Spieler haben getroffen und Manuel Riemann hat zwei Elfmeter der Nürnberger klasse pariert. Um 23.09 Uhr dann Riesenjubel im Hardtwaldstadion, als Riemann den entscheidenden Elfmeter gehalten hatte.  Überhaupt war die Stimmung gestern wirklich gut. Ich war in der 2. Halbzeit im A3 Block und es ist wirklich super was von den Jungen da alles kommt. Und immer mehr Außenstehende machen mit. So soll und muss das sein.

Natürlich ist die Stimmung auch abhängig vom Spiel der Mannschaft. Und da muss man allen Spielern ein Riesenkompliment machen. Jeder ist gerannt, hat geackert und auch mal dagegen gehauen. So muss ein Außenseiter einen Pokalfight angehen. Über Riemann muss ich nichts schreiben. Er hatte während dem Spiel kaum was zu halten war dann aber der Elfmeterkiller und Matchwinner am Ende. Die Abwehr stand sehr stabil. Bis auf das 0:1 wurde nicht viel zugelassen. Schauerte wieder gewohnt stark. Unsere Innenverteidigung mit Kister und Schulz räumte alles ab. Und Achenbach gefällt mir zu Zeit ebenfalls ganz gut.

Im defensiven Mittelfeld räumten Kulovits und Zimmermann viel ab. Kulovits immer auch ein bisschen mit Härte, was auf der Position aber durchaus mal dazu gehört. Auch Linsmeyer hat sich hier nach seiner Einwechslung nahtlos integriert. In der Offensive kam mit Thiede frischer Wind ins Team. Marco hat Potenzial und auch wenn ihm vor dem Tor noch das „Vollstrecker-Gen“  fehlt, werden wir noch viel Freude an dem Jungen haben. Thiede hat 120 Minuten Tempo gemacht und mich würde mal eine Statistik seiner zurückgelegten Kilometer interessieren. War er in der ersten Hälfte noch etwas zurückhaltend, würde er mit zunehmender Spieldauer immer besser. Er war irgendwie überall zu finden und hat gute Chancen sich zum neuen Publikumsliebling in Sandhausen zu spielen.  Schön auch, dass Danny Blum seinen Einsatz bekommen hat. Wenn alles andere bei Danny passt, dann darf er gerne mal für Knoll von Beginn auf der linken Seite spielen. Partybiest Nico Klotz, der nach dem Spiel mit Sonnenbrille und Sonnenhut über den Platz lief, macht seine Sache ebenfalls ordentlich und hatte immer wieder gefährliche Aktionen nach vorne. Ganz vorne fehlt uns aktuell noch ein echter Torjäger. Löning ist noch nicht ganz fit und Jovanovic fand ich gegen Nürnberg zwar gut aber er ist eben kein echter Knipser.

Woraus wir mehr hätten machen können sind unsere Standardsituationen und von denen hatten wir gegen Nürnberg eigentlich sehr viele. Eckbälle und Freistöße müssen wir dringend verbessern, den viele Bälle kamen einfach zu flach oder zu nah vors Tor, sodass der Keeper die Bälle einfach abfangen konnte. Und wenn es noch etwas zu bemängeln gab, der Ball muss einfach vorne mal wieder ins Tor.  

So genug Kritik geübt und jetzt wieder zurück zu den Feierlichkeiten, denn nach dem letzten Elfmeter war einfach nur Freude pur angesagt. Gänsehautfeeling im Stadion und alle schrien ihre Freude wild heraus. Dieses Erfolgserlebnis war verdammt wichtig und auf so was haben wir Sandhäuser Fans lange gewartet.

Die Mannschaft sammelte sich vor dem Fanblock für die Humba doch ohne den Elferkiller Manuel Riemann wollte keiner anfangen. Manuel war beim Sky Interview gebunden und durfte nicht weg. Aber wer bezahlt bestimmt leider die Regeln und so war das TV schon ein kleiner Spielverderber. Selbst als Knoll und Klotz Riemann holen wollten durften sie ihn nicht mitnehmen. Sei’s drum. Die Humba lief dann ohne Riemann und er wurde später dafür dann alleine von den Fans abgefeiert.

Ein wunderschöner und sicher unvergesslicher Pokalabend in Sandhausen und der SVS schreibt ein weiteres Kapitel Pokalgeschichte. Die Zuschauer des Pokalspiels, welche nicht regelmäßig am Hardtwald sind, kommen nun hoffentlich auch bei den Ligaspielen häufiger vorbei, den die Mannschaft hat gegen Nürnberg auf sympathische Weise Werbung für den SVS gemacht. Hatten wir Sonntagmorgen auf Facebook noch davon gesprochen, dass es ein guter Tag für eine Pokalüberraschung sei und die Mannschaft doch den Tag nutzen solle (Carpe Diem!), so hat uns die Mannschaft erhört. Danke für das tolle Spiel und danke für einen schönen Abend. Genießen wir den Sieg nun nochmal kurz in Gedanken und freuen uns auf die zweite DFB Pokalrunde, denn jetzt machen wir doch noch mal kurz den Spielverderber und kommen in die Realität zurück.

Der DFB Pokal ist die Kür aber bereits am Sonntag ruft wieder die Pflicht. Unser Ziel ist es zweitklassig zu bleiben und so schön wie der Pokaltriumph auch ist, viel wichtiger ist es in der Liga die notwendigen Punkte zu sammeln. Darum muss der Blick nun schon wieder nach vorne Richtung Cottbus gehen!

Der Sieg im DFB Pokal und die emotionale Feier danach war hoffentlich der richtige Kick fürs Team um nun auch in der Liga voll durchzustarten. Cottbus hat in Sandhausen bisher immer verloren. Schauen wir zu, dass dies auch am Sonntag so bleibt!

Auf geht’s SV Kämpfen und Siegen!

SV Sandhausen: Riemann - Schauerte, Kister, Schulz, Achenbach, Zimmermann, Kulovits (57. Linsmayer), Klotz, Thiede, Knoll (70. Löning), Jovanovic (79. Blum)

1. FC Nürnberg: R. Schäfer - Chandler, Nilsson, Pogatetz, Pinola (113. Plattenhardt), Balitsch, Kiyotake, Feulner, Gebhart (68. Frantz), Mak (88. Drmic), Ginczek

Tore: 0:1 Ginczek (27.), 1:1 Schauerte (58., Foulelfmeter)

Elfmeterschießen:

0:1 Kiyotake (verwandelt)
1:1 Schauerte (verwandelt)
1:1 Ballitsch (Riemann hält)
2:1 Löning (verwandelt)
2:2 Ginczek (verwandelt)
3:2 Achenbach (verwandelt)
3:3 Nilsson (verwandelt)
4:3 Blum (verwandelt)
4:3 Plattenhardt (Riemann hält)

Gelbe Karten: Kulovits, Schauerte, Schulz, Zimmermann / Gebhardt, Chandler, Ginczek, Kiyotake, Pogatetz

Schiedsrichter: Norbert Grudzinski ( Hamburg)

Zuschauer: 7300

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19.07.2013 SV Sandhausen - VfR Aalen 0:0

Endlich wieder Fußball. Nach einer für den SVS dann doch noch sehr spannenden Sommerpause ging's nun also wieder mit den Punktspielen los. Eigentlich hatten wir uns ja mit dem verdienten Abstieg und der 3. Liga abgefunden, aber durch den Lizenzentzug von Duisburg haben wir noch mal eine Chance in der 2. Liga bekommen. Diese Chance ist ein großes Geschenk für den SVS und das Geschenk gilt es nun zu nutzen und sich dieses Jahr den Klassenerhalt zu erspielen und erkämpfen. Fehler der letzten Saison dürfen nun nicht noch einmal gemacht werden.

Generell schätze ich unseren Kader stärker ein als letzte Runde. Vor allem die Defensive wurde massiv verstärkt. In der Offensive hätte ich mir aber noch etwas mehr gewünscht und hätte da nichts dagegen wenn sich bis zum Transferschluß noch was tut.

Zum Saisonauftakt kam der VfR Aalen an den Hardtwald. Das Überraschungsteam der vergangenen Saison wird es dieses Jahr vermutlich schwerer haben und wohl auch bis zum Schluß um den Klassenerhalt kämpfen. Daher wäre ein Heimsieg gegen einen Mitkonkurrenten sehr wichtig gewesen.

Fünf Neuzugänge haben es in die Startelf geschafft. Marco Knaller im Tor, der für den beim Warmmachen verletzten Riemann einsprang, Tim Kister in der Innenverteidigung, Kulovits, Zimmermann und Stiefler im Mittelfeld. Der prominenteste Neuzugang Zabavnik saß nur auf der Bank und Leute wie Danny Blum oder Marco Pischorn waren nicht mal im Kader.

Das Spiel war schlecht und beide Teams werden mit solchen Leistungen schwer kämpfen müssen um in der Liga zu bleiben. Aber wir wollen nicht gleich beim ersten Spiel meckern und geben unserem Team Zeit sich noch zu finden. Zwei Dinge möchte ich aber trotzdem ansprechen.

Gefährlich waren wir immer dann wenn wir den Ball schnell haben laufen lassen. Vor allem in der zweiten Hälfte hatten wir da z.B. auf der rechten Seite einige schöne Aktionen mit Klotz und Schauerte. Im Gegensatz dazu die vielen langen hohen Bälle aus der Abwehr heraus nach vorne. Die waren alle sofort wieder weg und haben nichts gebracht. Daher sollten wir uns mehr auf das "Fußball spielen" und weniger auf "den Ball nach vorne hauen" konzentrieren.

Den zweiten Punkt den ich ansprechen möchte sind die späten Auswechslungen. Es war heiß im Stadion, sogar sehr heiß und auch manchen Spielern hat man das angemerkt. Noch dazu sollte man doch den Anspruch haben ein Heimspiel gegen einen Mitkonkurrenten gewinnen zu wollen. Warum wechsle ich dann nicht früher aus und versuche frischen Wind von draußen zu bringen. Gerade unserer gegen Aalen eher schwachen Offensive hätte das sicher gut getan. 

Lobend erwähnen möchte ich in unserem Team Keeper Marco Knaller, der eine sehr gute Partie gespielt hat. Auf der Torwartposition scheinen wir dieses Jahr zwei wirklich gute Leute zu haben.

Ein Kritikpunkt habe ich noch, der bezieht sich aber nicht auf das Spiel sondern auf unser Stadioncatering. Es kann nicht sein, dass das Bier 20 Minuten nach Spielbeginn leer ist und es im Gästeblock in der Halbzeit nichts mehr zu essen gibt. Entweder trinken wir Sandhäuser zu viel oder der Organisationschef vom Caterer hat keinen Plan. Ersteres kann ich zwar nicht ganz ausschließen aber mal ehrlich: Angekündigt waren bis zu 4500 Zuschauer, gekommen sind 700 weniger und das Essen (im Gästeblock) und Trinken in den Heimblöcken geht so früh aus? Und wenn es was gab, dann waren die Schlangen ewig lange. Wir wollen Fußball sehen und nicht unsere Zeit vorm Getränkestand verbringen! Das gibt kein gutes Bild ab und leider fällt dies dann nicht auf den Caterer zurück sondern das fällt auf den SV Sandhausen zurück. So kann man auch Zuschauer vergraulen und eigentlich wollen wir doch versuchen weitere Zuschaer für den SVS zu gewinnen...

Am Samstag spielen wir nun bei Erzgebirge Aue. Die haben gerade ihren ersten Sieg auswärts in Ingolstadt gefeiert und werden mit breiter Brust ins erste Saisonheimspiel gegen Sandhausen gehen. Für uns gilt es sich deutlich zu steigern, denn sonst werden wir im Erzgebirge ohne Punkte nach Hause fahren.

Noch eine Information in eigener Sache. Wir werden in dieser Saison auch weiterhin Fotos von allen SVS Spielen auf unserer Homepage online stellen, auf denen mindestens einer aus unserem Fanclub anwesend ist. Berichte werden wir dieses Jahr aber ein paar weniger schreiben. Es wird also nicht zu jedem Spiel einen Bericht geben. Das Schreiben der Berichte ist etwas zeitaufwendiger und wir haben generell den Anspruch möglichst bald nach den Spielen die Berichte online zu haben.Das werden wir diese Saison nicht immer schaffen und schreiben eben nur dann einen Bericht wenn es passt und vor allem auch dann wenn wir denken was sagen zu müssen. 

So und nun auf eine gute und erfolgreiche Saison des SV Sandhausen. Unser Ziel kann nur der Klassenerhalt sein und dafür gilt es vollen Einsatz zu bringen. Auf dem Platz und vor allem auch auf den Rängen!

SV Sandhausen: Knaller - Schauerte, Kister, Schulz, Achenbach, Zimmermann, Kulovits, Klotz (87. Adler), Tüting, Stiefler (90, Knoll), Löning (75. Jovanovic).

VfR Aalen: Fejzic - Traut, Barth, Hübner, Buballa, Grech, Hofmann, Junglas (66. Zimmermann), Lechleiter, Reichwein (87. Weiß), Valentini (90. Hainault).

Tore: Fehlanzeige

Gelbe Karten: Kulovits / Hübner, Hofmann.

Schiedsrichter: Martin Thomsen (Kleve)

Zuschauer: 3825

 

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